Zitat: „Die Tragfähigkeit und die Ausstrahlungskraft dieser Lebensform erweisen sich heute aufs Neue.“

„Evangelische Kommunitäten und geistliche Gemeinschaften sind besondere Gestalten evangelischer Spiritualität. Seit Martin Luthers scharfer Kritik am Ordens und Klosterleben seiner Zeit hatten die Kirchen der Reformation über Jahrhunderte hin eine Scheu gegenüber dieser Lebensform. Kommunitäre Lebensformen, verbindliche Gemeinschaften, zölibatäre Selbstverpflichtungen schienen etwas „Unevangelisches“ an sich zu tragen. Das hat sich Gott sei Dank grundlegend gewandelt. Die Einsicht ist gewachsen, dass auch evangelische Spiritualität auf Gemeinschaften angewiesen ist, die dem gemeinsamen geistlichen Leben gewidmet sind. Das Selbstverständnis evangelischer Kommunitäten greift heute in der Regel nicht auf spätmittelalterliche Formen zurück, sondern stützt sich auf die ganz frühen Gestalten zölibatären und gemeinschaftlichen Lebens in der Zeit der Alten Kirche. Denn seit den Anfängen der Christenheit hat es geistlich verbindliches, spirituell verdichtetes und gemeinschaftliches Leben gegeben, das sich auf die Anbetung Christi richtete und eng mit tätiger Nächstenliebe verknüpft war. Die Tragfähigkeit und die Ausstrahlungskraft dieser Lebensform erweisen sich heute aufs Neue.“

Bischof Dr. Wolfgang Huber, April 2007
Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland

Aus der EKD-Schrift „Verbindlich leben“

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