Aktuell: Der Erzbischof von Canterbury zum Mord an David Kato.

Rowan Williams, Erzbischof von Canterbury und Ehrenvorsitzender der Anglikanischen Kirchengemeinschaft, hat den Mord an dem Ugander David Kato Kisule scharf verurteilt: „Der brutale Mord an David Kato Kisule, einem Schwulenaktivisten, ist hochgradig schockierend,“ sagte Williams. „Unsere Gebete und unser tiefes Mitleid gelten Davids Familie und seinen Freunde – und all denen, die in Angst um ihr Leben leben. David Kato Kisule wurde mit Gewalt und Tod bedroht und niemand sollte jemals so in Angst vor der Bigotterie anderer leben.“ Weiterhin forderte der Erzbischof dazu auf „gegen Einstellungen anzugehen, die das Leben von sexuellen Minderheiten gefährden.“
Bischöfin Katherine Jefferets Shori, die der amerikanischen Episkopalkirche (dem U.S. Ableger der Anglikanischen Kirchengemeinschaft) vorsteht, hofft darauf, „dass die Welt von Katos sanften und leisen Zeugnis lernt und ein Herz aus Fleisch an Stelle eines Herz aus Stein empfängt.“

Die Bischöfe äußerten sich während einer Sitzung der Primasse der Anglikanischen Kirchengemeinschaft in Dublin. Die Verlautbarung des Erzbischofs von Canterbury wurde explizit von den Primassen befürwortet. Sie erinnerten daran, dass sie 2005 die Diskrminierung und das Schikanieren von gleichgeschlechtlich liebenden Menschen als „Anathema“ (Kirchenbann) bezeichnet haben. Ferner bezogen sie sich auf den international anerkannten „Windsor Report„, der „jegliche Demonisierung von Homosexuellen und deren schlechte Behandlung“ als unvereinbar mit den Grundsätzen „christlicher Liebe“ bezeichnet hat. Der Erzbischof von Uganada hat sich unterdessen noch nicht zu der Tragodie geäußert, auch von Seiten der Evangelischen Kirche in Deutschland liegen keine Stellungnahmen vor.

The Archbishop of Canterbury, Dr Rowan Williams, who is currently in Dublin for the Primates‘ meeting, has made the following statement regarding the murder of the gay human rights activist David Kato Kisulle in Uganda:

„The brutal murder of David Kato Kisule, a gay human rights activist, is profoundly shocking. Our prayers and deep sympathy go out for his family and friends – and for all who live in fear for their lives. Whatever the precise circumstances of his death, which have yet to be determined, we know that David Kato Kisule lived under the threat of violence and death. No one should have to live in such fear because of the bigotry of others. Such violence has been consistently condemned by the Anglican Communion worldwide. This event also makes it all the more urgent for the British Government to secure the safety of LGBT asylum seekers in the UK. This is a moment to take very serious stock and to address those attitudes of mind which endanger the lives of men and women belonging to sexual minorities.“

Die Ökumenische Rogate-Initiative lädt am Sonnabend, 29.1.2011, 15.00 Uhr zu einem stillen Gedenken und zum Gebet vor der Botschaft der Republik Uganda ein. Mehr dazu hier. Update: Bilder von der Gedenkandacht hier.

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