Seitenblick: Predigt des EKD-Ratsvorsitzenden zum Erdbeben in Japan.

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Präses Nikolaus Schneider, hat heute morgen im Rahmen eines „Gottesdienst in Solidarität mit Japan“ in der Christuskirche zu Hamburg-Eimsbüttel die folgende Predigt gehalten:

„Es sind apokalyptische Bilder, liebe Gemeinde an den Fernsehgeräten und hier in der Kirche, die uns seit zwei Tagen aus Japan erreichen. Bilder, die uns den Atem verschlagen angesichts der unvorstellbaren Naturgewalt, die unterschiedslos Häuser, Schiffe und Menschen hinweg spülte. Es sind apokalyptische Ahnungen, die uns beschleichen, wenn wir den Rauch von Explosionen aus Atomkraftwerken aufsteigen sehen. Und manche fragen sich angesichts der noch unübersehbaren Katastrophe: Wo ist Gott? Wo und wie sollen wir in alledem die Menschenliebe und Menschennähe Gottes erkennen?

In diesen Tagen beginnt die Passionszeit. Christenmenschen bedenken in den vor uns liegenden Wochen bis zum Osterfest den Leidensweg Jesu. Der Gottessohn leidet mit und leidet für Menschen. Jesus hat sich dem Leiden der Menschen gestellt, hat mitgelitten, hat getröstet und geheilt. Jesus, der Gottessohn, hat das Leiden und Sterben am eigenen Leib erfahren. Sein Gefühl der Gottverlassenheit hat er am Kreuz herausgeschrien. Und die Gewissheit der Gottesnähe hat er im Leiden nicht preisgegeben. “Mein Gott, warum hast du mich verlassen“ und „In deine Hände befehle ich meinen Geist“. In dieser Spannung blicken wir Christenmenschen jetzt auch auf die Geschehnisse in Japan.“

Die Predigt von Präses Nikolaus Schneider finden Sie in voller Länge hier. Wir danken der EKD für die freundliche Genehmigung, diese hier zu veröffentlichen.

Ein Gebet des Rogate-Klosters für die Opfer des Erdbebens in Japan finden Sie zum Ausdrucken hier.

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Eine Antwort zu Seitenblick: Predigt des EKD-Ratsvorsitzenden zum Erdbeben in Japan.

  1. Rainer Braendlein schreibt:

    Hallo,

    bevor Herr Schneider das Evangelium erwähnt, sollte er erst einmal die Jungfrauengeburt anerkennen. Herr Schneider behauptet, Jesus sei durch Geschlechtsverkehr von Joseph und Maria gezeugt worden, d. h. Jesus sei nur ein ganz normaler Mensch gewesen. Wäre Jesus nur der leibliche Sohn von Joseph und Maria gewesen, hätte er niemals unsere Sünden tragen können. Nur der ewige Sohn Gottes, der durch ein Wunder des Hl. Geistes in den Leib der Maria kam, konnte die Sünde der Welt auf sich nehmen. Jesus war von Mutterleibe an der menschgewordene Christus. Christus kam herab aus der Ewigkeit, um der Heiland der Sünder zu werden.

    Wenn Herr Schneider die Jungfrauengeburt leugnet, leugnet er damit auch die Macht Jesu Christi Sünder zu erretten.

    Übrigens was den Japanern passiert ist, kann jederzeit auch uns passieren, denn wir sind Sünder wie sie und sollten schnellstens Buße tun, um Gottes Gericht zu entfliehen.
    Der Tod kann jeden Menschen jeden Tag treffen und darauf sollte seine Seele vorbereitet sein. Wenn viele Menschen gleichzeitig sterben, wie in Japan, wird nur die Omnipräsenz des Todes deutlich gemacht und so die Lebenden gewarnt. Für die einzelnen Toden macht es keinen Unterschied, ob sie bei einer Naturkatastrophe ums Leben kamen oder wegen einer Krankheit, eines Autounfalls usw..

    Siehe auch die Geschichte „Der Turm von Siloah“ (Lukas 13, 1-5).

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