Seitenblick: „Herzlich willkommen im Erzbistum Berlin!“

Statement von Diözesanadministrator Weihbischof Dr. Matthias Heinrich:

„Das Jahr 2011 steht im Erzbistum Berlin unter dem Motto „Herzlich willkommen!“ Damit begrüßen wir natürlich zunächst und zuallererst Papst Benedikt XVI. in unserem Bistum, wenn er im September in Berlin landet. Wir freuen uns, dass er als Nachfolger des Apostels Petrus, als oberster Hirte der katholischen Kirche nach Berlin kommt. Das ist für uns vor allem ein geistliches Ereignis. „Herzlich willkommen!“ wird auch unser Motto sein, wenn zum Jahreswechsel 2011/2012 das europäische Jugendtreffen von Taizé in Berlin stattfindet (28. Dezember 2011 – 1. Januar 2012).
Darüber hinaus nehmen wir diese Ereignisse zum Anlass, auch grundsätzlich willkommen zu sagen: Herzlich willkommen ist der Zugezogene in seiner neuen Pfarrgemeinde, der Hilfesuchende in unseren caritativen Einrichtungen, aber auch ein jeder, der uns nach dem Grund unserer Freude fragt. Wir wollen uns darauf besinnen, dass Kirche einladend sein will, dass sie offen und sensibel sein will für „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute“ und von morgen. „Herzlich willkommen!“ gilt auch all denen, die sich im Herbst im Erzbistum Berlin in die Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände wählen lassen und Verantwortung übernehmen wollen (12./13. November 2011). Und ein besonderes „Herzlich willkommen!“ wollen wir natürlich auch unserem neuen Erzbischof zurufen, von dem ich hoffe, dass er noch in diesem Jahr ernannt wird.
Wenn der Heilige Vater Berlin besucht, kommt er in die deutsche Hauptstadt, in die katholische Diaspora und in eine Stadt, die wie keine zweite in Deutschland weltkirchlich geprägt ist:
In Berlin ist fast jeder fünfte Katholik nicht-deutscher Herkunft, es gibt mehr als ein Dutzend fremdsprachige Gemeinden. Ich weiß auch, dass viele polnische Nachbarn mit uns den Papstbesuch feiern werden. Migranten suchen Hilfe in unseren Gemeinden und Einrichtungen, Zuzüge aus ganz Deutschland bereichern unsere Pfarrgemeinden. Für uns ist es ein besonderes Fest, wenn mit Papst Benedikt XVI. als unserem Oberhirten sichtbar die Weltkirche zu uns kommt: Wir erleben Weltkirche im Alltag unserer Gemeinden, ein solches Fest bestärkt uns, gerade in unserer Diasporasituation. Viele Katholiken betrachten die gewachsene Rolle von Berlin als deutscher Hauptstadt und Sitz der Bundesregierung nach wie vor mit Staunen. Es macht uns stolz, dass der Heilige Vater in einer Stadt, die nicht katholisch geprägt ist, mit den höchsten Vertretern unseres Staates zusammentreffen und vor dem Deutschen Bundestag sprechen wird.
Papst Benedikt XVI. kommt aber auch in eine Stadt, in der nur noch jeder Dritte einer der beiden großen Kirchen angehört, das wird für den Besuch sicherlich eine Rolle spielen. Dennoch ist Berlin damit keine gottlose Stadt, im Ökumenischen Rat Berlin-Brandenburg sind 30 Mitgliedskirchen zusammengeschlossen, es gibt eine starke jüdische und muslimische Gemeinde und viele Menschen, die auch in Berlin nach Gott suchen. Der Papst hat bei seinen bisherigen Reisen stets den Glauben der Menschen gestärkt und seine Kritiker schon häufig überrascht. Ich bin überzeugt, dass ihm das auch in Berlin gelingen wird. Ich gehe zudem davon aus, dass trotz möglicher Proteste Berlin seinem Ruf als gastfreundliche Stadt treu bleiben wird. Wir können unterschiedliche Meinungen ertragen und ich bin sicher, dass sich der Papst mit seiner Botschaft Gehör verschafft.
In Berlin wird der Papst nach seiner Ankunft offiziell durch den Bundespräsidenten im Schloss Bellevue begrüßt. Während seiner Zeit in Berlin wohnt der Papst in der Apostolischen Nuntiatur. Große Erwartungen werden an die Rede des Papstes im Deutschen Bundestag gestellt. Der genaue Zeitpunkt wird derzeit noch geklärt. Ich freue mich, dass der Heilige Vater auch dem Wunsch so vieler Gläubiger nachgekommen ist, eine Eucharistie in Berlin zu feiern. Ich weiß, wie viele öffentliche Diskussionen es um den Ort gegeben hat und die Planungen sind hier noch nicht abgeschlossen.
Die Internetseiten der Deutschen Bischofskonferenz und der drei Bistümer informieren ab sofort über den aktuellen Planungsstand. Wir haben gemeinsam eine Internetseite zur Papstreise eingerichtet, Sie finden sie hier.

Das Logo zum Papstbesuch in Deutschland 2011 wird hier erklärt.

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3 Antworten zu Seitenblick: „Herzlich willkommen im Erzbistum Berlin!“

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