Seitenblick: Karfreitagsprozession in Berlins Mitte.

Am 22. April 2011 um 11 Uhr findet in Berlin Mitte wieder eine Karfreitagsprozession statt. Veranstaltet wird die ökumenische Prozession vom Evangelischen Kirchenkreis Berlin Stadtmitte. Bischof Markus Dröge und der katholische Weihbischof Matthias Heinrich werden die Prozession begleiten und gemeinsam den Abschlusssegen sprechen.

Superintendent Bertold Höcker, der die Prozession zusammen mit dem damaligen Berliner Generalsuperintendent Ralf Meister im vergangenen Jahr initiiert hat, beruft sich auf überlieferte Traditionen. „Mit der Prozession wollen wir dem Karfreitag in der Mitte der Metropole Berlin wieder eine klar christliche Prägung geben“, so Höcker.

Nach Abschluss des Gottesdienstes im Berliner Dom werden Superintendent Höcker und Dompredigerin Petra Zimmermann das auf den Altarstufen des Domes liegende Kreuz aus der Kirche hinaustragen. „Das Kreuz ist grün, da im Mittelalter Grün die Farbe der Liebe war“, so Superintendent Höcker, „Damit wird das Kreuz als Triumphkreuz über den Tod gedeutet.“

Um 11 Uhr zieht die Prozession vom Dom aus zu sechs weiteren Erinnerungsorten, unter anderen der St. Marienkirche, der Ruine der Petri-Kirche und dem Bebelplatz mit dem Mahnmal zur Bücherverbrennung. Vor jedem der sieben Erinnerungsorten trägt ein Pfarrer eine Bibellesung vor. Gleichzeitig erinnert Bischof Dröge an Leidende in aller Welt, insbesondere im Zusammenhang mit dem Krieg in Libyen und den Katastrophen in Japan. Diese Erinnerungsgedanken werden mit der Historie der jeweiligen Orte verknüpft.

Die Prozession ist eine Schweige-Prozession. Aus theologischer Sicht symbolisiert das Schweigen Solidarität mit dem Schmerz und dem Leiden Christi. Die Klanghölzer als Ersatz für Musik geben dem Schrecken Ausdruck. Damit knüpft die Berliner Karfreitagsprozession an eine in vielen Jahrhunderten gewachsene Tradition an. Bertold Höcker: „Sie ist eine geistliche Übung, Leid auszuhalten und sich dem Schmerz zu stellen.“

Termin: Freitag, 22. April 2011, Berliner Dom, ab 10 Uhr Gottesdienst. Um 11 Uhr Beginn der Prozession.

Stationen: Berliner Dom, St. Marienkirche, St. Nikolaikirche, Ruine der Petrikirche Friedrichwerdersche Kirche, Französische Friedrichstadtkirche (Gendarmenmarkt), St. Hedwigskathedrale (Bebelplatz).

Voraussichtliche Dauer: 2 Stunden. Die Prozession ist für Rollstuhlfahrer geeignet, da barrierefrei.

Quelle: Presseinformation des Kirchenkreises Berlin-Mitte

Im Erzbistum Berlin ist der Jugendkreuzweg fester Bestandteil der Fastenzeit und findet an mehreren Terminen statt, die Sie hier finden.

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2 Antworten zu Seitenblick: Karfreitagsprozession in Berlins Mitte.

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