Seitenblick: Bienenvölker auf dem Berliner Domdach.

Zwei Bienenvölker kommen auf das Dach des Berliner Domes. Den Anstoß gab die Aktion „Berlin summt!“, die sich für eine funktionierende Stadtnatur und die Bewahrung von Ökosystemen durch den Schutz der Honig- und Wildbienen und die Ausbildung von Nachwuchsimkern einsetzt. Nicht nur für Einwohner und Touristen soll Berlin attraktiv zum Leben und Wohnen sein – auch für die Tiere, selbst die kleinsten. Dieses Anliegen, die Bewahrung der Schöpfung, unterstützt die Gemeinde des Berliner Doms.
Am 19. April werden die Bienen ihr neues Zuhause beziehen und in die Umgebung ausschwärmen. Das nahe gelegene Kastanienwäldchen und der Monbijou-Park versprechen gute Nahrung.
Nach Aussagen des Imkers ist eine Ernte von ca. 40 Kilo Honig zu erwarten – und im nächsten Jahr wird dann sicherlich Dom-Honig im Dom-Shop zu erwerben sein.

Sucht man in der Geschichte der christlichen Tradition zeigen sich Parallelen, die die Unterbringung von Bienen auf Kirchendächern geradezu nahelegen. So ist von Bienen und vor allem Honig in der Bibel häufig zu lesen. Das Paradies ist das Land, in dem Milch und Honig fließen. In einem der bekanntesten Kirchenlieder ist von der „unverdrossnen Bienenschar“ die Rede.

Einer unserer Brüder ist Imker. Klar: Unser Kloster soll auch Heimat für ein Bienenvolk werden. Doch summen sie in Hessen.

In der christlichen Bildkultur ist das Motiv der honigtriefenden Eiche ein Zeichen der goldenen Zeit und wird auf das Kommen Christi übertragen. Mittelalterliche Mariendarstellungen zeigen oft Bienenkörbe im Hintergrund – die vermeintliche Fortpflanzung der Biene ohne Begattung galt als Symbol für die jungfräuliche Geburt.
In vielen Klöstern wurde und wird die Imkerei gepflegt – auch um das begehrte Bienenwachs für die Herstellung von Kerzen zu gewinnen.

Bienen vertragen auch Glockenklang:

„Du sollst niemand rühmen um seines großen Ansehens willen, noch jemand verachten um seines geringen Ansehens willen. Denn die Biene ist ein kleines Vögelein und gibt doch die allerbeste Frucht.“ Jesus Sirach 11, 2-3

Quelle: Information des Berliner Doms.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Seitenblicke. abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Seitenblick: Bienenvölker auf dem Berliner Domdach.

  1. Renate Wienicke schreibt:

    Einfach nur schön!!! Und Paul Gerhardts „Geh aus, mein Herz und suche Freud“ ist es auch. Ich freu mich schon auf den Sommer, wenn wir es wieder gerne und oft singen.
    Gruß! Renate

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s