Rückblick: Predigt zum Stadtfest 2011 von Superintendentin Klostermeier.

Am Freitag, 17. Juni 2011, feiterten wir zur Eröffnung des Stadtfestes eine ökumenische Vesper. Über 230 Besucherinnen und Besucher folgten der Einladung in die Zwölf-Apostel-Kirche in Schöneberg. Hier ein Auszug der Predigt von Superintendentin Dr. Birgit Klostermeier:

„Vielleicht ist das die schwierigste Aufgabe, sich wie Gäste zu benehmen und nicht wie Eigentümer. Vielleicht die schwierigste Aufgabe, den eigenen Bogen an den Nagel zu hängen und darauf zu verzichten, die jeweils eigene Wahrheit als die einzig richtige zu behaupten und durchsetzen zu wollen. Gäste sein, das bedeutet, einander Raum und Leben lassen. Sensibel sein, deutlich und klar, wo der Gebrauch und der Missbrauch des anderen Menschen beginnt. Wo Körper, Seele und Geist bemächtigt werden durch den anderen. Aufmerksam sein für die Worte, die wie Pfeile treffen und ausgrenzen.

Unsere Menschengeschichte ist voll von gegenseitigen Bemächtigungen. Des Geistes, der Seele und des Körpers. Männer und Frauenkörper. Sie ist aber auch voll von gegenseitigen Befreiungen. Einander frei geben und lassen. Gäste sein und nicht Eigentümer.

Es ist wohl unsere größte gemeinsame Aufgabe, gesellschaftlich, institutionell, auch der Politik, auch der Kirchen, auch der Religionen, sich miteinander darüber zu verständigen, wie es geht, richtig zu leben –. Sich darüber verständigen, klar und konturiert, ohne auszugrenzen, ohne zu verletzen, ohne sich des anderen zu bemächtigen.“

Hier die Predigt von Superintendentin Dr. Birgit Klostermeier in voller Länge.

Die Liturgie der evangelischen Messe (Liturgie der Eucharistie nach dem Messbuch der Michaelsbruderschaft) finden Sie hier. Unsere Einladung dazu hier. Der Zwölf-Apostel-Gemeindebrief vom Juni 2011 mit Vesper-Infos dazu hier.  Das Fürbittengebet finden Sie hier. Einen RBB-Hörfunk-Bericht über das Rogatekloster in Zusammenhang mit dem Stadtfest finden Sie hier.

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