Seitenblick: Das päpstliche Ernennungsschreiben des neuen Berliner Erzbischofs, Dr. Rainer Maria Woelki.

Übersetzung des päpstlichen Ernennungsschreibens für den
Erzbischof von Berlin,
Dr. Rainer Maria Woelki

BENEDIKT, Bischof und Diener der Diener Gottes,
dem verehrten Bruder Rainer Maria Woelki, bisher Titularbischof von Scampa und Weihbischof der Erzdiözese Köln, an den Metropolitansitz zu Berlin befördert, Gruß und Apostolischen Segen!

Es ist Sache des Römischen Pontifex, Nachfolger des Seligen Petrus, für eine jede Partikularkirche mit größter Aufmerksamkeit Sorge zu tragen und ihr, wenn sie unbesetzt ist, nach sorgfältigem Ratschluss einen Hirten auszuwählen.

Im Wunsche, für den ausgezeichneten und von Uns geliebten Berliner Metropolitansitz zu sorgen, der vakant ist durch den zur vorgeschriebenen Zeit erfolgten Amtsverzicht des vor kurzem selig im Herrn entschlafenen verdienten Bischofs, Seiner Eminenz, des Herrn Georg Maximilian Sterzinsky, Kardinals der Heiligen Römischen Kirche, halten Wir dich für würdig, verehrter Bruder, der du ausgezeichnet bist durch bewährte Gaben des Geistes und des Herzens und in pastoralen Angelegenheiten reichlich erfahren, an die Spitze eben dieser Kirche zu treten.
Darum lösen Wir dich Kraft unserer höchsten Apostolischen Vollmacht von der Bindung an den Titularsitz von Scampa und vom erwähnten Amte des Weihbischofs und ernennen dich gemäß den Bestimmungen des geltenden Rechtes zum Erzbischof und Metropoliten von Berlin mit allen Rechten und Pflichten.
Wir tragen dir nun auf, Klerus und Volk dieses Schreiben bekannt zu machen; diese ermahnen Wir, dich freudig aufzunehmen und mit dir verbunden zu bleiben.

Dir, verehrter Bruder, stehe nun zur Seite die Selige Jungfrau Maria, deren unbefleckten Herzens wir heute gedenken. Mögest du – durch deren Patronat noch zusätzlich gestärkt – die deiner Sorge anvertrauten Gläubigen so weiden, dass diese fortfahren, täglich in den christlichen Tugenden zu wachsen, eifrig im Hören auf das Wort Gottes, im Ausüben von Werken der Barmherzigkeit und im würdigen Empfang der Sakramente, zumal der Eucharistie, des vom Himmel zum Heil der Menschen gegebenen Lebensbrotes. Ebenso seien Freude und Friede des Tröster-Geistes (vgl. Gal 5, 22) mit Dir, dem Weihbischof und den Dir anvertrauten Gläubigen, die Uns sämtlich lieb und teuer sind.

Gegeben zu Rom bei St. Peter, am zweiten Tag des Monats Juli im Jahre des Herrn 2011, dem siebten Unseres Pontifikates.
Benedikt

Das Liedheft für die Einführung von Dr. Rainer Maria Woelki am Sonnabend, 27. August 2011, finden Sie hier.

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