Gedenktag: Tag des Apostels Jakobus des Älteren.

Jakobus der Ältere (hebr. ‏יעקב בן־זַבדַי‎ Ja’akov ּBen-Savdai, Jakobus der Große, lateinisch Jakobus Maior, Jakobus Zebedäus, lat. Iacobus Zebedaei oder spanisch Santiago) († ca. 44 n. Chr.) ist eine Gestalt des Neuen Testaments. Er zählt zu den zwölf Aposteln Jesu Christi.

„18 Als nun Jesus am Galiläischen Meer entlangging, sah er zwei Brüder, Simon, der Petrus genannt wird, und Andreas, seinen Bruder; die warfen ihre Netze ins Meer; denn sie waren Fischer.
19 Und er sprach zu ihnen: Folgt mir nach; ich will euch zu Menschenfischern machen!
20 Sogleich verließen sie ihre Netze und folgten ihm nach.
21 Und als er von dort weiterging, sah er zwei andere Brüder, Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, seinen Bruder, im Boot mit ihrem Vater Zebedäus, wie sie ihre Netze flickten. Und er rief sie. 22 Sogleich verließen sie das Boot und ihren Vater und folgten ihm nach.“

Jakobus der Ältere ist der Bruder des Johannes, Sohn des Zebedäus. Nach Mt 4, 18-22 wurde er zusammen mit seinem Bruder unmittelbar nach Simon und Andreas, den Söhnen des Jonas, berufen. Jakobus und Johannes gehören zu dem ersten Viererglied in der Liste der Apostel und haben recht engen Kontakt zum Herrn gehabt. Jakobus wurde zusammen mit seinem Bruder der Beiname „Donnerskinder“ beigelegt (Mk 3, 17). Damit wollte der Herr wohl ihren Feuereifer anerkennen. Als ihre Mutter Salome aber begehrt, dass ihre Söhne zur Rechten und Linke Jesu sitzen dürfen, fragt Jesus sie, ob sie bereit seien, den Kelch und die Taufe, die Jesus empfängt, zu empfangen, worauf sie bejahen. Daraufhin gibt ihnen der Herr aber keine Zusage, sondern verweist auf den Willen des Vaters, der allein einem jeden seinen Platz im Himmelreich zuweist (Mk 10, 35-45). Immerhin sagt er, dass beide Kelch und Taufe Jesu empfangen werden (Vers 39).
Dies verwirklicht sich für Jakobus besonders bald. Er wurde vermutlich im Jahre 44 durch Herodes Agrippa hingerichtet, da dieser sich unter den Pharisäern Freunde zu machen suchte, indem er die „Sekte der Nazarener“, wie die Christen in der ersten Zeit genannt wurden, besonders hart verfolgte (Apg 12, 1f). Schon früh wurde der Bericht vom Tod des Jakobus, der ja in der Apostelgeschichte nur sehr knapp überliefert ist, ausgeweitet. Danach soll der Ankläger selbst durch das Zeugnis des Jakobus derart bewegt worden sein, dass er sich ebenfalls zum Herrn Jesus Christus bekannte und zusammen mit Jakobus verurteilt wurde. Auf dem Weg zum Richtplatz bat er den Apostel um Vergebung und empfing von diesem den Friedensgruß und Bruderkuß. Dann wurden beide zugleich enthauptet.
Vor seinem Märtyrertod soll Jakobus der altkirchlichen Überlieferung nach in Spanien gewesen sein und dort das Evangelium verkündigt haben. Demnach wäre er der Begründer der christlichen Gemeinde in dieser Gegend. Seine Gebeine werden in San Jago di Compastella verehrt. (Text: Das Kirchenjahr)

Der Jakobstag (St. Jakob, kurz Jakobus oder Jakobi) 25. Juli ist seit dem 8. Jahrhundert als Festtag für Jakobus den Älteren, Bruder des Evangelisten Johannes nachweisbar. In der evangelischen und katholischen Kirche ist sein Gedenktag der 25. Juli, an dem im Mittelalter in vielen Gegenden Europas Erntefeste oder Kirmes gefeiert wurde, in der orthodoxen Kirche ist es der 30. April, in der koptischen Kirche der 12. April und in der äthiopischen Kirche der 28. Dezember.

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