Fünf Fragen an: Dr. Birgit Klostermeier, Kirchenkreis Schöneberg

Fünf Freitagsfragen an Superintendentin Dr. Birgit Klostermeier über mehr Möglichkeiten, Fantasie und zwei sich annähernde Berliner Kirchenkreise.

Superintendentin Dr. B. KlostermeierDr. Birgit Klostermeier stammt aus Nordrhein-Westfalen, studierte in Göttingen, Heidelberg und Basel Soziologie und Theologie, war Pastorin in Hannover und Loccum, und ist seit 2011 Superintendentin in Berlin-Schöneberg. Zum 1. Januar 2015 wird sie eine andere Aufgabe in der Landeskirche Hannover übernehmen.

Rogate-Frage: Frau Superintendentin Dr. Klostermeier, Sie sind mit Ihren Mitarbeitenden und den Gremien auf dem Weg in einen neuen Kirchenkreis. Wie kam es zu der Absicht die Kirchenkreise Tempelhof und Schöneberg zu vereinen und wer hatte die Idee?

Birgit Klostermeier: Als der kleinste Kirchenkreis in Berlin ist Schöneberg schon seit Längerem mit der Idee beschäftigt. Auf einer gemeinsamen Kreiskirchenratsrüste im Frühjahr 2013 hat es dann zwischen Tempelhof und Schöneberg gewissermaßen „gefunkt“, und wir sind nach Hause gefahren mit der Vorstellung: Das könnte richtig gut werden!

Rogate-Frage: Geht es um finanzielle Einsparungen oder was erhoffen Sie sich durch die Neustrukturierung der Kirchenkreise genau?

Birgit Klostermeier: Es geht vor allem um mehr Freiheit und mehr Möglichkeiten der Gestaltung. Beides gewinnen wir durch eine Neuordnung der Kirchenkreise. So können wir neue und besser ausgestattete Stellen schaffen, die der gemeindlichen Arbeit zugute kommen. Das Motto heißt: Mehr Köpfe, mehr Ideen, mehr Kooperationsmöglichkeiten“. Und: „In Ruhe agieren, statt in Hektik reagieren.“ Wenn es finanzielle Einsparungen gibt, dann auf der kreiskirchlichen Leitungsebene, auf der personelle Veränderungen sowieso anstehen.

Rogate-Frage: Welche Reaktionen erreichen Sie aus den Schöneberger Gemeinden und von deren Gemeindegliedern?

Birgit Klostermeier: Viele stimmen zu und sagen: das ist sinnvoll. Manche Gemeindeglieder verbinden mit dem Wort „Fusion“, was sie aus ihren eigenen beruflichen Zusammenhängen kennen, Einsparung von Stellen und Zentralisierung. Befürchtungen werden laut, der Gestaltungsspielraum der Gemeinden könne sich einschränken. Dies soll nach dem Willen der Kreissynoden gerade nicht sein, ganz im Gegenteil wollen wir so gemeindliche Möglichkeiten, Lebenswertes und Liebgewordenes, erhalten. Das „böse F –Wort“ würde ich deshalb in ein schöneres umwandeln, wie „Fantasie“.

Rogate-Frage: Sie haben im März zu einer großen Informationsveranstaltung „in der geografischen Mitte des neuen Kirchenkreises“ eingeladen. Wie sehen die weiteren Schritte aus und was wird bis zum Zusammenschluss passieren?

Birgit Klostermeier: Das Interesse an der Veranstaltung war überwältigend und wir haben gemerkt, wie Viele mitdenken wollen. Die Steuerungsgruppe nimmt deshalb eine Menge dort gewonnener Anregungen auf. So werden wir zukünftig über Newsletter regelmäßig über den Prozess informieren und Gemeinden dabei unterstützen, sich gegenseitig kennen zu lernen. Bis zum Sommer wollen wir den Kreiskirchenräten und Gemeinden einen Zeitplan vorlegen. Die Herbstsynoden 2014 werden erstmals zumindest zeitweise gemeinsam tagen. 2015 wird es in Arbeitsgruppen und Synoden um die engeren Absprachen gehen, die wichtige Finanzsatzung zum Beispiel, ehe dann zum Ende des nächsten Jahres die Synoden über die Neuordnung entscheiden.

Rogate-Frage: Was wird sich für unsere gastgebende Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde und für das im Kirchenkreis Schöneberg angesiedelte Rogate-Kloster ändern?

Birgit Klostermeier: Es wird keine fusionsbedingten Kündigungen geben und Vereinbarungen gelten auch weiterhin. Ansonsten: „Mehr Köpfe, mehr Ideen, mehr Kooperationsmöglichkeiten“– das wird zu spüren sein und auch für die Zwölf-Apostel-Gemeinde und das Rogate-Kloster einen, so hoffe ich, guten und motivierenden Unterschied machen.

Rogate: Vielen Dank.

Mehr Infos über den Kirchenkreis finden Sie hier: schoeneberg-evangelisch.de

Weitere Freitagsfragen – und Antworten – finden Sie hier: Rogatekloster.de

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Willkommen zu unseren öffentlichen Gottesdiensten in der gastgebenen Ev. Zwölf-Apostel-Kirche, An der Apostelkirche 1, 10783 Berlin-Schöneberg, Lageplan:

  • Dienstag, 29. Juli 14|19:00 Uhr, VESPER, das Abendgebet
  • Dienstag, 5. August 14 |19:00 Uhr, VESPER, das Abendgebet
  • Donnerstag, 7. August 14 |19:30 Uhr, KOMPLET, das Nachtgebet
  • Sonnabend, 9. August 2014, 12:00 Uhr, Mittagsgebet und Andacht für Trauernde, Neuen-Zwölf-Apostel-Kirchhof, Werdauer Weg 5, S Schöneberg.
  • Unseren kompletten August-Plan finden Sie hier.
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