Ausstellungseröffnung: „Gepflegt in der Gegenwart“ morgen in Schöneberg. Grußwort von Mechthild Rawert.

Eröffnung der Fotoausstellung „Gepflegt in der Gegenwart“ des Paritätischen Berlin im Rogate-Kloster am 10. Mai 2015

Grußwort der Bundestagsabgeordneten Mechthild Rawert, Berichterstatterin für Pflege der SPD-Bundestagsfraktion, anlässlich der Eröffnung der Fotoausstellung „Gepflegt in der Gegenwart“ des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Berlin am Sonntag Rogate in der Zwölf-Apostel-Kirche, An der Apostelkirche 1, 10783 Berlin-Schöneberg:

Unsere Gesellschaft wird bunter und älter und gerade in Berlin steigt die Zahl der Singlehaushalte. Und wir werden insgesamt gesünder älter. Doch die Sorge, im Alter pflegebedürftig zu werden, beschäftigt uns alle. Jede und jeder sollte sich damit auseinandersetzen, dass unsere letzte Lebensphase wahrscheinlich von Pflegebedürftigkeit geprägt sein wird. Jeder zweite Mann und zwei von drei Frauen werden pflegebedürftig sein. Im Falle von Pflegebedürftigkeit wünschen wir uns, so lange wie möglich selbstbestimmt im eigenen Zuhause leben zu können. Schon jetzt werden zwei Drittel der Pflegebedürftigen zu Hause gepflegt.

Gute Pflege ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Sie geht uns alle an. Zu oft werden die Pflege und die hier Beschäftigten in den Medien negativ dargestellt. Pflege gilt als schlecht bezahlte Knochenarbeit. Die professionelle Leistung der Pflegefachkräfte erfährt noch immer nicht die notwendige gesellschaftliche Wertschätzung und Anerkennung. Das wird der Arbeit der Pflegefachkräfte und dem Engagement vieler Ehrenamtlicher in keiner Weise gerecht.

Umso mehr freue ich mich, dass auf Initiative des Rogate-Klosters die Ausstellung „Gepflegt in der Gegenwart“ in der Zwölf-Apostel-Kirche gezeigt wird. In der Ausstellung wird das tagtägliche Engagement der Pflegekräfte in den Blickpunkt gerückt. Gezeigt werden Fotos von Pflegenden und Pflegebedürftigen aus den Einrichtungen des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Berlin. Es wird sehr deutlich, dass wir die Arbeit der Beschäftigten mehr anerkennen und wertschätzen müssen.

Die Pflege ist eine Zukunftsbranche mit sicheren Arbeitsplatzperspektiven. Hier sind   viele sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse entstanden und viele werden noch entstehen. Und es steigt der Fachkräftebedarf. Noch immer pflegen vor allem Frauen. Pflegeberufe müssen durch gute Arbeit und gute Bezahlung attraktiver gestalten, auch für Männer.

Es ist wichtig, dass wir als ganze Gesellschaft über die Pflege reden und uns für das Recht auf ein würdevolles Leben in der Pflege einsetzen. Dafür gilt es die richtigen Weichen zu stellen. Pflegende Angehörige müssen entlastet und die professionelle Pflege attraktiver gemacht und aufgewertet werden. Flexible Lösungen für pflegende Berufstätige sind dringend geboten.

Mit dem Ersten Pflegestärkungsgesetz ist seit Anfang 2015 der erste wichtige Schritt getan. Mit dem Zweiten Pflegestärkungsgesetz und der Neuausrichtung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs plant die Große Koalition weitere Verbesserungen der Situation von Pflegebedürftigen und Angehörigen. Auch ist eine Reform der Pflegeausbildung geplant.

Ich freue mich auf meinem Besuch der Ausstellung am 28. Mai um 19:00 Uhr und dem anschließenden Gespräch zu den Herausforderungen der ambulanten Pflege.

Mit solidarischen Grüßen

Mechthild Rawert

Willkommen:

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Sonntag, 10. Mai 15 | 10:00 Uhr, Eucharistie am Sonntag Rogate

Sonntag, 10. Mai 15 | 10:00 Uhr, Eucharistie am Sonntag Rogate, Thema des Gottesdienstes “Spiritualität in der Pflege“, Predigt: Pastorin Dr. Astrid Giebel, Diakonie Deutschland. Anschließend Eröffnung der Fotoausstellung „Gepflegt in der Gegenwart“ des Paritätischen Berlin in den Seitenschiffen der Kirche. Sie läuft bis zum 2. Juni 2015. Öffnungszeiten: Offene Kirche, Sonnabends, 11:00 bis 15.00 Uhr und vor und nach den Gottesdiensten.

Erreichbar ist die Kirche mit öffentlichen Verkehrsmitteln und über die U-Bahnhöfe: Kurfürstenstraße (U1) Nollendorfplatz (U1, U2, U3, U4). Oder per Bus: Kurfürstenstraße (M85, M48), Nollendorfplatz (M19, 187) und Gedenkstätte Dt. Widerstand (M29). PKW-Stellplätze vor dem Gemeindezentrum und in der Genthiner Straße.

Die weiteren Gottesdienste in der kommenden Woche:

  • Dienstag, 12. Mai 15 | 19:00 Uhr, Vesper, das Abendgebet, danach Bibelgespräch
  • Himmelfahrt, Donnerstag, 14. Mai 15 | 20:30 Uhr, EUCHARISTIE AN HIMMELFAHRT, Abendmahlsgottesdienst, Zwölf-Apostel-Kirche. Organist: Manuel Rösler.
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