Rückblick: Das Kyrie aus dem Eröffnungsgottesdienst des 23. Stadtfestes Berlin

Eröffnungsgottesdienst des 23. Lesbisch-schwulen Stadtfests Berlin

Eröffnungsgottesdienst des 23. Lesbisch-schwulen Stadtfests Berlin (Bild: Ulrike Biskup/Kirchenkreis Schöneberg)

Rund 150 Besucherinnen und Besucher kamen zum Eröffnungsgottesdienst des 23. Lesbisch-schwulen Stadtfests Berlin am Freitag, 19. Juni 2015, in das Rogate-Kloster in der gastgebenden Zwöf-Apostel-Kirche zu Schöneberg. Pfarrer Burkhard Bornemann, amtierender Superintendent des Kirchenkreises Berlin-Schöneberg, hielt die Predigt. Mitwirkende waren der Friedenauer Posaunenchor, Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, Dekan Ulf-Martin Schmidt, MdB Mechthild Rawert und Vikarin Anna Trapp (Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche). An der Orgel: Malte Mevissen. Fotos mit Eindrücken aus dem Gottesdienst sowie vom Stadtfest finden Sie hier.

Geschäftsführer Jörg Steinert (LSVD Berlin-Brandenburg) formulierte den Text des Kyrie, das er auch vortrug. Hier der Wortlaut:

Sprecher: Gott, zur Klage erheben wir vor dir unsere Stimmen. Noch immer kämpfen wir auf dieser Welt mit Anfeindungen gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender. Dabei sind wir genauso schockiert über gewalttätige Übergriffe wie über die psychische Gewalt.

Liturg:  Send uns Deinen Geist, der uns beten heißt, (Evangelisches Gesangbuch 178.8)

Gemeinde: Herr, erbarme Dich!

Sprecher: Immer noch müssen wir für unsere Gleichberechtigung auf politischer Ebene kämpfen. Manchmal stoßen wir auf hartnäckigen Widerstand, gerade im Kampf gegen staatliche Diskriminierung. Aus den mutigen Vorstößen anderer Länder, wie dem in Irland, ziehen wir jedoch unsere Kraft. So rufe ich zu dir, und habe den Wunsch, dass du uns hörst und stützt, Gott: „Öffne die Herzen unserer Politikerinnen und Politiker“.

Liturg:  Lass uns als Waisen nicht, send uns des Trösters Licht, (Evangelisches Gesangbuch 178.8)

Gemeinde: Christus, erbarme Dich.

Sprecher: Herr, wir können und wollen nicht akzeptieren, dass Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer Geschlechtsidentität aus ihrer Heimat flüchten müssen, hier bei uns in Deutschland aufs Neue menschenunwürdigen Bedingungen ausgesetzt sind. Wir stehen fassungslos da, wenn Flüchtlinge auf Intoleranz und Diskriminierung in ihren Unterkünften treffen. Gott, erhöre uns.

Liturg: Dass das Herz entbrennt, Deinen Weg erkennt, (Evangelisches Gesangbuch 178.8)

Gemeinde:  Herr, erbarme Dich!

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Willkommen zu unseren öffentlichen Gottesdiensten in der gastgebenden Ev. Zwölf-Apostel-Kirche, An der Apostelkirche 1, 10783 Berlin-Schöneberg:

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