Zehn Jahre Rogate-Eröffnungsgottesdienste: Grußwort von Pfarrer Sebastian Wolfrum

Liebe Geschwister aus dem Rogate-Kloster in Berlin,

ich gratuliere euch herzlich zum zehnjährigen Bestehen der Gottesdienste zum lesbisch-schwulen Stadtfest in Berlin.

„Wenn ich ein Engel wäre …“ in diesem Jahr seid ihr dazu kreativ und ganz anders unterwegs. Ganz wie die biblischen Engel sich nicht von Mauern und unsichtbaren Hindernissen abhalten lassen, ihre Arbeit zu tun, so findet ihr Wege, Engel zu sein für die vielen queeren Menschen in der Stadt. Sichtbar sein, mutig laut werden, einstehen, davon konnte euch vor zehn Jahren Drohung und Gewalt nicht abhalten – was kann euch da ein Virus tun?  Es bringt euch zusammen und lässt euch kreativ werden.

Ich grüße auch mit den „Seligpreisungen queer.0“, aus dem Gottesdienst von 2019.

Euer Sebastian Wolfrum, Pfarrer aus Veitshöchheim
Pfarrer Sebastian Wolfrun (Bild: privat)
  • Selig sind, die zu sich selbst gefunden haben, denn Gott hat sie so gemacht.
  • Selig sind, die Gottes Vielfalt trauen, denn ihre Phantasie und Kreativität wird Tag für Tag genährt.
  • Selig sind, die sich nicht unterkriegen lassen von den Windungen und Brüchen des Lebens, Gott verspricht ihnen: ich bin bei dir.
  • Selig sind, die den Mund auftun für die Stummen. Denn durch ihr Handeln werden andere sichtbar.
  • Selig seid ihr, die ihr euch zeigt und die ihr laut seid, denn andere finden durch euch Frieden.
  • Selig seid ihr, die ihr Geschwisterliebe queerbunt praktisch lebt und dafür einsteht. Denn Gott lebt mitten unter euch.
  • Mögen Engel euch weiterhin begleiten, beflügeln und behüten.

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