Jever: Ökumenisches Friedensgebet für die Ukraine und letzte Klimakanzel am Donnerstag.

Am Donnerstag, 7. April, endet die ökumenische Reihe „Klimakanzel“ und die Ukraine-Friedensgebete des Demokratieprojektes „FrieslandVisionen“. Beginn ist um 19:30 Uhr in der Stadtkirche, Am Kirchplatz, 26441 Jever. Pastorin Katrin Jansen (Stadtkirche Jever) und Br. Franziskus (Rogate-Kloster) leiten die Liturgie. Marvin Zibell wird Klavier spielen.

Fritz Santjer (Bild: privat)

Impulsgeber an desem Abend ist Fritz Santjer. Er erinnert in seiner Ansprache an die vielen Heruausforderungen, die die Menschheit derzeit beschäftigen: „Wir haben nicht nur eine Klimakrise, wir haben ganz viele Krisen. Wir haben eine Pandemie, wir verpesten unsere Luft, vergiften unsere Böden und unsere Meere, unsere Erde versinkt im Plastikmüll, unsere Natur erlebt ein Artensterben und wir haben Krieg. Alles hängt zusammen und ist menschengemacht. Wir dürfen einzelne Krisen nicht isoliert betrachten. Wenn wir uns, unsere Kinder und Enkelkinder, das Leben und die Natur auf unserer Erde retten wollen, müssen wir diese Krisen alle zusammen und ganzheitlich lösen. Wir brauchen technologische Lösungen, aber auch einen Wertewandel und eine Änderung unserer Lebensgewohnheiten.“

Santjer ist im Rheiderland in Ostfriesland geboren und aufgewachsen. An der Universität in Siegen studierte er Elektrotechnik. Seit über 30 Jahren ist er beruflich im Bereich der erneuerbaren Energien tätig und setzt sich für die Energiewende ein, hat nationale und internationale Forschungsprojekte durchgeführt und leitet ein deutsches Richtliniengremium zur Netzanbindung von Energieerzeugern. Vor drei Jahren hat er zusammen mit anderen Wissenschafter*innen aus der Region die Regionalgruppe Wilhelmshaven-Friesland der Scientist for Future (S4F) gegründet und leitet diese seit dieser Zeit. S4F ist ein überparteilicher und überinstitutioneller Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die sich für eine nachhaltige Zukunft engagieren.

Die Klimakanzel ist das Gottesdienstformat der „FrieslandVisionen: Wie wollen wir morgen leben?“, dem Demokratie-Projekt des Rogate-Klosters für die Region Friesland. Es wird aus Bundesmitteln (Programm MITEINANDER REDEN für den ländlichen Raum) gefördert.