Fünf Fragen an: Claudia Goede, Pfarrerin Weihnachtskirche zu Spandau

Fünf Freitagsfragen an Claudia Goede, Pfarrerin an der Weihnachtskirche zu Berlin-Spandau, über den gestrigen Heiligen Abend, das Leben als „Weihnachtsfrau“ und Gott, der mitten in der Nacht zu uns kommt.

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Claudia Goede (Bild: Weihnachtskirchengemeinde)

Claudia Goede, 1962 geboren, studierte Theologie zuerst an der Kirchlichen Hochschule in Berlin (KIHO) und wechselte dann zur Ruprechts-Karls Universität in Heidelberg. 1. Theologisches Examen im Herbst 1989 in Berlin, 2. Theologisches Examen Herbst 1992 in Berlin. Ordination am 20.12.1992 in der St. Marienkirche. Seit Dezember 1992 Pastorin im Hilfsdienst und seit April 1996 Pfarrerin in der evangelischen Weihnachtskirchengemeinde in Berlin-Haselhorst. 2006 folgte eine Ausbildung zur Mediatorin am Amt für Kirchliche Dienste in Berlin.

Rogate-Frage: Frau Pfarrerin Goede, frohe und gesegnete Weihnachten Ihnen! Wie haben Sie den Heiligen Abend verbracht und was kommt an den Weihnachtstagen auf Sie zu?

Claudia Goede: Vor allem in der Kirche. Um 14.30 Uhr begann der erste Gottesdienst mit einem Krippenspiel, das unsere Konfirmandinnen und Konfirmanden gestaltet haben. Das musste ich natürlich sehen. Diesen Gottesdienst hat mein Kollege gehalten. Dann habe ich zwei Gottesdienste gehalten, den einen mit einem Krippenspiel, in dem Kinder und Eltern mitgespielt haben, und in dem anderen hat unser Chor mitgewirkt. Beide Gottesdienste waren auf ihre Art schön – der eine, in dem sich Kinder in Engel verwandeln und der andere mit viel Musik.

Ich habe mich gefreut, in den Gottesdiensten viele bekannte Gesichter zu sehen, darunter auch viele ehemalige Konfirmanden und Konfirmanden. Das ist immer schön zu hören, was sie gerade machen und wie es ihnen geht. Nach den drei Gottesdiensten haben wir gegessen und um 22.00 Uhr war ich wieder in der Kirche, diesmal zu einem besinnlichen Gottesdienst, den mein Kollege gehalten hat. Ich genieße diese Gottesdienste mit ihrer besonderen Atmosphäre.

Heute werde ich noch einen Gottesdienst halten, in dem wir viele Weihnachtslieder singen und in dem es auch um ein Weihnachtslied geht: „Es ist ein Ros entsprungen„.

Rogate-Frage: Was ist Weihnachten theologisch, kirchlich und persönlich für Sie?

Claudia Goede: Theologisch ist mir wichtig, dass Gott im Kleinen zu uns kommt, im Alltäglichen. Gott kommt zu Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen. Mitten in der Nacht, im Dunkeln entsteht Neues. Auch in der Schöpfung entsteht neues Leben im Dunkeln, auch in der hebräischen Bibel beginnt der neue Tag mit dem Abend, da wurde aus Abend und Morgen der erste Tag, heißt es da. „Weil Gott in tiefster Nacht erschienen, kann unsere Nacht nicht dunkel sein“, wird in einem modernen Lied gesungen. In einem Taize-Lied heißt es: „Inmitten unsrer Nacht entzünde ein Feuer, das nie mehr erlischt.“ Das hat für mich eine große symbolische Bedeutung.

Und drittens waren Joseph und Maria mit ihrem Kind darauf angewiesen, aufgenommen zu werden sowohl in Bethlehem als auch in auf ihrer Flucht nach Ägypten. Darum wird es in den Gottesdiensten, die ich halte, auch gehen – um Mitmenschlichkeit in Notsituationen und darauf, dass Jesus gleich zu Beginn seines Lebens mit auf die Flucht musste.

Rogate-Frage: Wie kam es zu dem Namen Ihrer Gemeinde beziehungsweise der Weihnachtskirche und wie lebt es sich damit? 

Claudia Goede: Die Weihnachtskirche sollte zu Weihnachten 1935 eröffnet werden. Sie wurde am Epiphaniastag 1936 eingeweiht – mit einer kleinen Verspätung- beim Namen blieb es trotzdem. Der Name ist ziemlich einmalig, es gibt nur noch eine Weihnachtskirche und die befindet sich in Bethlehem. Einmalig zu sein, ist doch nett.

Bis Anfang der 90er Jahre arbeiteten drei Pfarrer in der Weihnachtskirche. Dass sie auch als „Weihnachtsmänner“ tituliert wurden, gefiel ihnen allerdings wenig. Ich finde es dagegen nett, „Weihnachtsfrau“ genannt zu werden.

Manchmal frage ich Kinder nach ihren Ideen, warum wir Weihnachtskirche genannt werden. Sie meinen, dass unsere Kirche nur zu Weihnachten geöffnet hat. Doch das wäre recht wenig.

Rogate-Frage: Jede Woche gibt es bei Ihnen ein Weihnachtscafé. Erinnert irgendwie an die Erzählung „Nicht nur zur Weihnachtszeit“ von Heinrich Böll, oder?

Claudia Goede: Ein Techniker fragte neulich, ob bei uns wohl ständig Weihnachten sei. Nein, auch im Weihnachtscafé, das jeden Mittwoch stattfindet, gibt es nicht dauernd Stollen. Ehrenamtliche Frauen backen jede Woche andern Kuchen. In der Sommerzeit sitzen wir gerne im Garten und genießen die Sonne. Nein, auch in der Weihnachtskirche wird Weihnachten nur in der Weihnachtszeit gefeiert.

Rogate-Frage: Welche Themen haben Ihre Gemeinde und Sie in diesem Jahr besonders beschäftigt und worauf freuen Sie sich im kommenden Jahr?

Claudia Goede: Anfang des Jahres haben wir einen Imam in die Gemeinde eingeladen, um von ihm einen Vortrag über den Islam zu hören. Eigentlich wollten wir in den folgenden Monaten eine Moschee besuchen, aber das haben wir immer wieder verschoben.

Natürlich hat uns auch die Flüchtlingsthematik beschäftigt. Wir haben im Stadtteil gemeinsam mit dem Gemeinwesenverein Kleidung wie auch Spielzeug, Schulsachen, Schuhe und vieles andere mehr gesammelt, was jede Woche in ein Heim gefahren wurde. In Haselhorst soll im nächsten Jahr ein Flüchtlingsheim aufgebaut werden. Da werden wir auch Kontakte knüpfen.

Eine weitere Thematik war der Prozess Spandau 2020. Hier sollen mehrere Gemeinden in unserem Kirchenkreis eine Region bilden mit circa 10 000 Gemeindegliedern. Da Gemeinden nur noch in der Lage sind, Teilzeitstellen zu besetzen, können Gemeinden, die sich zusammentun, ganze Stellen besetzen. Damit kann verhindert werden, dass prekäre Arbeitsverhältnisse geschlossen werden. Der Prozess der Regionenbildung ist für unsere Gemeinde noch nicht abgeschlossen. Wir haben aber schon viele Gespräche mit unseren Nachbargemeinden geführt. Mit dem neuen Sollstellen 2016-2020 gehen Personal-Einsparungen einher. Keiner unserer Mitarbeitenden hat eine ganze Stelle bei uns. Unsere Sozialpädagogin mussten wir mit 50 Prozent abordnen. Sie arbeitet nun mit 50 Prozent in einem Beratungsladen für ausländische Frauen. Unser Haus- und Kirchwart hat auch nur noch eine halbe Stelle. Diese Einschnitte mussten wir erst einmal verkraften.

In diesem und im nächsten Jahr arbeitet ein Pfarrer in der Entsendung bei uns. Er hat viele neue Ideen eingebracht. Abendgebete, Bibelgesprächskreis, Abendgottesdienste kamen dazu. Das hat viel Spaß gemacht. Eine unserer Kitas wurde umgebaut, im Januar ist das hoffentlich überstanden und die Kita sieht hell und ansprechend aus.

Ich freue mich, im nächsten Jahr interreligiöse Gespräche weiter zu führen und mit meinem Kollegen zusammenzuarbeiten. Ich freue mich, die Weihnachtskirchengemeinde mit unserem kleinen Team der Weihnachtskirche, mit unserem Gemeindekirchenrat und mit den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durch die Zeiten zu schippern. Ich freue mich auf viele Begegnungen und auf Gespräche über den Glauben.

Das ist ja das Schöne am Pfarrberuf, dass man vielen Menschen begegnet, etwas von ihrer Lebensgeschichte oder Lebensweise erfährt und gemeinsam mit anderen Gemeinde gestalten kann.

Rogate: Vielen Dank, Frau Pfarrerin Goede, für das Gespräch und Ihnen eine gesegnete Weihnachtszeit!

Mehr über die Weihnachtskirchengemeinde Spandau finden Sie hier: ev-weihnachtskirche.

Weitere Freitagsfragen – und Antworten – finden Sie hier: Rogatekloster.de

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Willkommen zu unseren nächsten öffentlichen Gottesdiensten in der Kapelle der gastgebenden Ev. Zwölf-Apostel-Kirche, An der Apostelkirche 1, 10783 Berlin-Schöneberg:

  • Gottesdienstliche Winterpause bis zum 12. Januar
  • Dienstag, 12. Januar 16 | 19:00 Uhr, Eucharistie, in der Kapelle, ohne Gesang/Musik
  • Dienstag, 19. Januar 16 | 19:00 Uhr, Vesper, in der Kapelle
  • Dienstag, 26. Januar 16 | 19:00 Uhr, Vesper, in der Kapelle
  • Sonntag, 31. Januar 16 | 10:00 Uhr, Predigtgottesdienst, in der Zwölf-Apostel-Kirche. Liturgie: Bruder Willehad Kaleb RGSM
  • Dienstag, 2. Februar 16 | 19:00 Uhr, Eucharistie, in der Kapelle, mit Posaunenmusik
  • Dienstag, 9. Februar 16 | 19:00 Uhr, Vesper, in der Kapelle
  • Dienstag, 16. Februar 16 | 19:00 Uhr, Vesper, in der Kapelle
  • Dienstag, 23. Februar 16 | 19:00 Uhr, Vesper, in der Kapelle
  • Unseren Fördervereinsflyer finden Sie hier.
  • Hier unser Monatsplan Dezember 15/Januar 16.

Das Rogate-Kloster im Mai: Weltkriegsgedenken, Politik und eine Fotoausstellung

Willkommen zu unseren Gottesdiensten im Mai 2015 in der gastgebenden Ev. Zwölf-Apostel-Kirche, An der Apostelkirche 1, 10783 Berlin-Schöneberg:

  • Donnerstag, 7. Mai 15 | 20:30 Uhr, Andacht mit Gedenken des Kriegsendes vor 70. Jahren und der Befreiung Deutschlands. Ansprache: Militärbischof Dr. Sigurd Rink.
    Donnerstag, 7. Mai 15 | 20:30 Uhr, Andacht mit Gedenken des Kriegsendes vor 70. Jahren und der Befreiung Deutschlands. Ansprache: Militärbischof Dr. Sigurd Rink.

    Dienstag, 5. Mai 15 | 19:00 Uhr, Vesper, das Abendgebet, Zwölf-Apostel-Kirche

  • Donnerstag, 7. Mai 15 | 20:30 Uhr, Andacht mit Gedenken des Kriegsendes vor 70. Jahren und der Befreiung Deutschlands. Ansprache: Militärbischof Dr. Sigurd Rink. Mit Pastorin Ann-Katrin Bosbach, Victoria-Gemeinde. Orgel: Malte Mevissen.
  • Sonntag, 10. Mai 15 | 10:00 Uhr, Eucharistie am Sonntag Rogate, Thema des Gottesdienstes „Spiritualität in der Pflege„, Predigt: Pastorin Dr. Astrid Giebel, Diakonie Deutschland. Anschließend Eröffnung der Fotoausstellung „Gepflegt in der Gegenwart“ des Paritätischen Berlin in den Seitenschiffen der Kirche. Sie läuft bis zum 2. Juni 2015. Öffnungszeiten: Offene Kirche, Sonnabends, 11:00 bis 15.00 Uhr und vor und nach den Gottesdiensten.
  • Dienstag, 12. Mai 15 | 19:00 Uhr, Vesper, das Abendgebet, danach Bibelgespräch
  • Himmelfahrt, Donnerstag, 14. Mai 15 | 20:30 Uhr, EUCHARISTIE AN HIMMELFAHRT, Abendmahlsgottesdienst, Zwölf-Apostel-Kirche
  • Eröffnung der Fotoausstellung „Gepflegt in der Gegenwart“ am 10. Mai 2015

    Dienstag, 19. Mai 15 | 19:00 Uhr, Vesper, das Abendgebet, Zwölf-Apostel-Kirche, anschließend Mitgliederversammlung des Fördervereins

  • Donnerstag, 21. Mai 15 | 20:30 Uhr, Fürbitt-Andacht, Zwölf-Apostel-Kirche
  • Dienstag, 26. Mai 15 | 19:00 Uhr, Vesper, das Abendgebet, Zwölf-Apostel-Kirche
  • Donnerstag, 28. Mai 15 | 19:00 Uhr, Rundgang Ausstellung „Gepflegt in der Gegenwart“ mit MdB Mechthild Rawert, Gespräch zu den Herausforderungen und Bedingungen der ambulanten Pflege heute, anschließend Andacht:
  • Donnerstag, 28. Mai 15 | 20:30 Uhr, Andacht, Zwölf-Apostel-Kirche
  • Unseren Mai-Plan finden Sie hier.

Vorschau Juni 2015:

  • Freitag, 19. Juni 15 | 19:30 Uhr, Eröffnungsgottesdienst des 23. lesbisch-schwulen Stadtfestes des Regenbogenfonds e.V., Predigt: Pfarrer Burkhard Bornemann, amtierender Superintendent im Kirchenkreis Schöneberg. Mit dem Friedenauer Posaunenchor,  Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler und Dekan Ulf-Martin Schmidt. Orgel: Malte Mevissen.
  • Sonnabend & Sonntag, 20. und 21. Juni 15, Teilnahme mit einem Info-Stand auf dem „23. Stadtfest des Regenbogenfonds„, Schöneberg
  • St. Johannistag, Mittwoch, 24. Juni | 18:00 Uhr, Eucharistie, Hauskirche Maria von Magdala, Alt-katholische Gemeinde Berlin, Detmolder Straße 4, 10715 Berlin-Wilmersdorf
  • Donnerstag, 25. Juni | 20:30 Uhr, Andacht „Der Mond ist aufgegangen. Musik – Wort – Sommerabendsegen“. Impuls: Pater Engelbert Petsch, Aktion „Die Flamme der Hoffnung – The Flame Of Hope“, zu „Der Mond ist aufgegangen“. Orgel: Christoph Hagemann, Kreiskantor Schöneberg.

Ostern 2015: Der Herr ist auferstanden!

Osterkerze in der Zwölf-Apostel-Kirche
Osterkerze in der Zwölf-Apostel-Kirche

Der Herr ist auferstanden!
Er ist wahrhaftig auferstanden!

Willkommen in der Osterwoche:

  • Morgen, Ostermontag, 6. April 2015 | 10:00 Uhr, ökumenische Eucharistie, mit der Alt-katholischen Gemeinde
  • Dienstag, 7. April 15 | 19:00 Uhr, Vesper, das Abendgebet, Zwölf-Apostel-Kirche
  • Donnerstag, 9. April 15 | 20:30 Uhr, Komplet, das Nachtgebet, Zwölf-Apostel-Kirche

Der April im Rogate-Kloster: Karwoche und ökumenische Eucharistie an Ostern

Willkommen zu unseren öffentlichen Gottesdiensten in Berlin-Schöneberg im Monat April:

  • Gründonnerstag, 2. April | 19:00 Uhr, Eucharistie in der Michaelskirche, Bessemer Straße 97/101, 12103 Berlin-Schöneberg, Bus 106 (Richtung Lindenhof, Haltestelle Bessemer Straße). Orgel: Shin-Hyang Yun
  • Karfreitag, 3. April 15 | 15:00 Uhr, KREUZWEG-ANDACHT
  • Ostermontag, 6. April 2015 | 10:00 Uhr, ökumenische Eucharistie, mit der Alt-katholischen Gemeinde

    Ostermontag, 6. April 2015 | 10:00 Uhr, ökumenische Eucharistie, mit der Alt-katholischen Gemeinde, Zwölf-Apostel-Kirche

  • Dienstag, 7. April 15 | 19:00 Uhr, Vesper, das Abendgebet, Zwölf-Apostel-Kirche
  • Donnerstag, 9. April 15 | 20:30 Uhr, Komplet, das Nachtgebet, Zwölf-Apostel-Kirche
  • Dienstag, 14. April 15 | 19:00 Uhr, Vesper, das Abendgebet, danach Bibelgespräch
  • Donnerstag, 16. April 15 | 20:30 Uhr, Fürbitt-Andacht, in der Zwölf-Apostel-Kirche
  • Dienstag, 21. April 15 | 19:00 Uhr, Vesper, das Abendgebet, anschließend Mitgliederversammlung des Trägervereins, Zwölf-Apostel-Kirche
  • Donnerstag, 23. April 15 | 20:30 Uhr, Komplet, das Nachtgebet, Zwölf-Apostel-Kirche
  • Dienstag, 28. April 15 | 19:00 Uhr, Vesper, das Abendgebet, danach Bibelgespräch, Zwölf-Apostel-Kirche
  • Donnerstag, 30. April 15 | 20:30 Uhr, Meditative Andacht, Zwölf-Apostel-Kirche
  • Den April-Plan finden Sie hier.

Erreichbar ist die Zwölf-Apostel-Kirche mit öffentlichen Verkehrsmitteln über die U-Bahnhöfe: Kurfürstenstraße (U1) Nollendorfplatz (U1, U2, U3, U4). Oder per Bus: Kurfürstenstraße (M85, M48), Nollendorfplatz (M19, 187) und Gedenkstätte Dt. Widerstand (M29). PKW-Stellplätze vor dem Gemeindezentrum und in der Genthiner Straße.

Rogate-Kloster im Oktober: Tiersegnung, Kriegsgedenken und Testamentsberatung.

Willkommen zu unseren öffentlichen Gottesdiensten im Oktober 2014 in der gastgebenden Ev. Zwölf-Apostel-Kirche, An der Apostelkirche 1, 10783 Berlin-Schöneberg, Lageplan.

Unseren Gottesdienstplan für den Oktober 2014 finden Sie hier.

Ausgewählte Rogate-Gottesdienste und Veranstaltungen:

  • Donnerstag, 2. Oktober 2014 | 19:30 Uhr, Komplet, das Nachtgebet
  • 1975214_857746527575550_8870122910474125824_nFreitag, 3. Oktober 2014 | 15:00 Uhr, Gottesdienst für Mensch und Tier. Hier der Flyer 2014. Predigt: Thomas Schimmel. Mit dem Kummelby Kirchenchor aus Sollentuna-Stockholm. Orgel: Uwe Schamburek.
  • Dienstag, 7. Oktober 14 | 19:00 Uhr, VESPER, das Abendgebet
  • Donnerstag, 9. Oktober 14 | 19:30 Uhr, Komplet, das Nachtgebet
  • Sonnabend, 11. Oktober 2014 | 12:00 Uhr, Mittagsgebet und Andacht für Trauernde, Neuer-Zwölf-Apostel-Kirchhof, Werdauer Weg 5, S Schöneberg. Mit Gedenken an die Toten des 1. Weltkrieges. Mit Andacht für TrauerndeBezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, Tempelhof-Schöneberg. Orgel: Martin Schmidt.
  • Dienstag, 14. Oktober 14 | 19:00 Uhr, VESPER, das Abendgebet
  • Donnerstag, 16. Oktober 14 | 19:30 Uhr, Komplet, das Nachtgebet
  • Dienstag, 21. Oktober 14 |19:00 Uhr, VESPER, das Abendgebet, anschließend Rogate-Abend: Testament und Patentenverfügung. Referent: Rechtsanwalt Holger Hillnhütter.
  • Donnerstag, 23. Oktober 14 | 19:30 Uhr, Eucharistie
  • Sonnabend, 25. Oktober 2014 | 18:00 Uhr, Lichtvesper, Zwölf-Apostel-Kirche (mit der Alt-katholischen Gemeinde)
  • Dienstag, 28. Oktober 2014 | 19:00 Uhr, VESPER, das Abendgebet
  • Donnerstag, 30. Oktober 2014 | 19:30 Uhr, Komplet, das Nachtgebet

Vorschau November:

Erreichbar ist die Zwölf-Apostel-Kirche mit öffentlichen Verkehrsmitteln und über die U-Bahnhöfe: Kurfürstenstraße (U1) Nollendorfplatz (U1, U2, U3, U4). Oder per Bus: Kurfürstenstraße (M85, M48), Nollendorfplatz (M19, 187) und Gedenkstätte Dt. Widerstand (M29). PKW-Stellplätze vor dem Gemeindezentrum und in der Genthiner Straße.

Fünf Pfingst-Fragen an Hans-Joachim Ditz, Geschäftsführer Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Berlin

Fünf Fragen zum Pfingstfest an Geschäftsführer Hans-Joachim Ditz über einen ökumenischen Brief, das Verbindende zwischen den Kirchen und den gemeinsamen Auftrag der Christen in der Welt.

Hans-Joachim DitzHans-Joachim Ditz ist römisch-katholischer Theologe und Sozialpädagoge/-arbeiter. Er hat in Paderborn, Innsbruck und Berlin studiert, stammt aus NRW, genauer aus dem Sauerland und ist Westfale. Zurzeit arbeitet er als Geschäftsführer für den Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Berlin und ebenso als Geschäftsführer für den Ökumenischen Rat Berlin-Brandenburg (ÖRBB).

Rogate-Frage: Die Landessynode der EKBO und der Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Berlin wenden sich mit einem „Ökumenischen Pfingstbrief 2014″ an alle Christen in ihren jeweiligen Kirchen. Warum?

Hans-Joachim Ditz: Pfingsten ist das Geburtsfest der Kirche, und zwar der einen Kirche Jesu Christi. Zwar haben sich im Laufe der Jahrhunderte viele Konfessionen gebildet, aber für alle, die an Christus glauben, gilt der ökumenische Grundsatz: Uns verbindet mehr als uns trennt. Deshalb haben Synode und Diözesanrat zu Pfingsten einen gemeinsamen Brief geschrieben, um an diesen Grundsatz zu erinnern. Übrigens treffen sich die Vorstände beider Gremien seit Jahren regelmäßig zweimal im Jahr.

Rogate-Frage: Unter dem Motto „Lasst uns unseren Stärken vertrauen“ werben sie in dem Schreiben um die Nutzung von „Synergieeffekten bei den pastoralen Reformprozessen in beiden Kirchen“. Was schwebt Ihnen da vor? Mehr strukturelle Ökumene?

Hans-Joachim Ditz: Gerade im ekklesiologischen Grundvollzug der „diakonia“, der tätigen Nächstenliebe, können wir wechselseitig voneinander profitieren. Ich habe das selbst schon vor Jahren in der kirchlichen Obdachlosenarbeit in Kreuzberg erlebt. Wenn eine evangelische Kirchengemeinde sich gegenüber Senat und Bezirk für mehr Gerechtigkeit im Umgang mit Obdachlosen und Armen einsetzt, dann hat sie das nicht nur für ihre Projekte getan, sondern für die Kirchengemeinden der anderen Konfessionen mit. Solche Synergieeffekte sollen genutzt werden in den Reformprozessen, wo beide Kirchen ja über ihren eigenen Kirchturm hinaus in die Gesellschaft blicken wollen. Nicht alle müssen alles tun. Das gilt meines Erachtens auch für das aktuelle große Projekt „Bet- und Lehrhaus St. Petri“ in Berlin-Mitte. Auch hier könnten sich die anderen Christen in ökumenisch-geschwisterlicher Verbundenheit durch die evangelische St. Petri-/St. Mariengemeinde vertreten fühlen, auch wenn ihre Kirchen nicht selbst am Projekt beteiligt sind.

Rogate-Frage: Im Brief heißt es: „Damit auch nachfolgende Generationen diesen Geburtstag noch oft feiern können, muss Kirche sich wandeln.“ An welchen konkreten Wandel denken Sie dabei auch in Ihrer Kirche?

Hans-Joachim Ditz: Der gerade zu Ende gegangene Katholikentag in Regensburg hatte das Motto „Mit Christus Brücken bauen“. Brücken verbinden und ermöglichen so Beziehungen. Unsere Kirche(n) müssen Brücken bauen gerade zu den Menschen in der säkularen Gesellschaft. Die Kirche darf sich nicht als Insel der Seligen verstehen, nicht als Refugium für einen „heiligen Rest“. Wir haben einen Auftrag für die Welt, wir sollen Gottes Reich und seine Gerechtigkeit in dieser Welt anbrechen lassen (vgl. Mt  6,33). Der Einsatz für Gerechtigkeit in der Welt setzt aber Gerechtigkeit nach innen voraus, sonst ist er nicht glaubwürdig. Da warten innerkatholisch noch einige Fragen auf Klärung: die Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen zu den Sakramenten, die Verwirklichung einer vollen Geschlechtergerechtigkeit nach der neuen Schöpfungsordnung (vgl. Gal 3,28), also zum Beispiel der Zugang von Frauen zu den geistlichen Ämtern, eine ermutigende und barmherzigen Ehe- und Sexualmoral, inklusive eines unaufgeregten Umgangs mit Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierung. Um nur einige wenige „Baustellen“ zu nennen.

Rogate-Frage: Manche haben in den vergangenen Jahren eher einen Stillstand in der Ökumene ausgemacht. Welche mutmachende Wirkung hat Papst Franziskus für ein neues Denken und neue Wege?

Hans-Joachim Ditz: Papst Franziskus hat in seinem Apostolischen Schreiben „Evangelii Gaudium“ (Nr. 244-246) dazu aufgerufen, Ängstlichkeit und Misstrauen auf dem gemeinsamen Pilgerweg abzulegen. Vielmehr sollen wir die Gaben des Heiligen Geistes in den anderen Kirchen „als ein Geschenk aufnehmen, das auch für uns bestimmt ist“ (Nr. 246). Das ist doch eine wunderbare Position, um die Haltung der Rechthaberei in der Ökumene zu überwinden. „Durch einen Austausch der Gaben kann der Geist uns immer mehr zur Wahrheit und zum Guten führen“, schreibt der Papst. Ich hoffe, die Kirchen lassen den Heiligen Geist in ihre Mauern und Köpfe ein. Pfingsten steht ja vor der Tür.

Rogate-Frage: Wie sieht die Ökumene in Berlin im Jahr 2054 aus? 

Hans-Joachim Ditz: Nachdem wir 40 Jahre „durch die Wüste“ mit vielen Diskussionen, Konferenzen und Symposien gegangen sind, hat sich das Modell der Leuenberger Konkordie (= Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft der lutherischen, reformierten und methodistischen Kirchen) auch auf alle anderen Kirchen ausgeweitet und wir feiern im Jahr 2054 beim 17. „Berliner Fest der Kirchen“ auf dem Alexanderplatz ein gemeinsames Abendmahl.

Rogate: Vielen Dank, Herr Ditz, für das Gespräch!

Den Ökumenischen Pfingstbrief 2014″ finden Sie hier: https://rogatekloster.files.wordpress.com/2014/06/c3b6kumenischer-pfingstbrief-2014.pdf

Weitere (Freitags-)Fragen – und Antworten – finden Sie hier: Rogatekloster.de

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Willkommen zu unseren öffentlichen Gottesdiensten in der gastgebenen Ev. Zwölf-Apostel-Kirche, An der Apostelkirche 1, 10783 Berlin-Schöneberg, Lageplan:

Rogate-Kloster im April: Karwoche, Ostern und Ökumene.

Willkommen zu unseren öffentlichen Gottesdiensten im April in der gastgebenen Ev. Zwölf-Apostel-Kirche, An der Apostelkirche 1, 10783 Berlin-Schöneberg, Lageplan:

  • Dienstag, 8. April 14 |19:00 Uhr, VESPER – anschließend Bibelabend
  • Donnerstag, 10. April 14 |19:30 Uhr, Kreuzweg-Andacht

Die Karwoche 2014 auf dem Neuen-Zwölf-Apostel-Kirchhof:

  • Die Karwoche im Rogate-KlosterSonnabend, 12. April 14 |12:00 Uhr, Mittagsgebet: ANDACHT FÜR TRAUERNDE, Kapelle auf dem Neuen Zwölf-Apostel-Kirchhof, Werdauer Weg, S Schöneberg
  • Dienstag, 15. April 14 |19:00 Uhr, VESPER – Kapelle auf dem Neuen Zwölf-Apostel-Kirchhof, Werdauer Weg, S Schöneberg
  • Gründonnerstag, 17. April |19:30 Uhr, EUCHARISTIE – in der Kapelle auf dem Neuen Zwölf-Apostel-Kirchhof, Werdauer Weg, S Schöneberg. Orgel: Erik Hoeppe.
  • Karfreitag, 18. April 14 |15:00 Uhr, ANDACHT „DIE LETZTEN WORTE JESU AM KREUZ“ – in der Kapelle auf dem Neuen Zwölf-Apostel-Kirchhof, Werdauer Weg, S Schöneberg

Das Heilige Osterfest in der Zwölf-Apostel-Kirche:

  • Ökumenische Eucharistie, Ostermontag, 11 Uhr

    Ostermontag, 21. April 14 | 11:00 Uhr, ÖKUMENISCHE EUCHARISTIE – in der Zwölf-Apostel-Kirche – zusammen mit der Alt-katholischen Gemeinde Berlin

  • Dienstag, 22. April 14 |19:00 Uhr, VESPER – anschließend offene Teerunde
  • Donnerstag, 24. April 14 |19:30 Uhr, KOMPLET, das Nachtgebet
  • Dienstag, 29. April 14 |19:00 Uhr, VESPER, das Abendgebet

Unseren Monatsplan April 14 mit allen Gottesdiensten finden Sie hier.

Terminvorschau: