Stadtfest Berlin 2018: Eröffnungsgottesdienst am Freitag

Willkommen zur Eröffnung des 26. lesbisch-schwulen Stadtfestes Berlin!

2018 07 20 StadtfestgottesdienstAm Freitag, 20. Juli 2018 | 19:30 Uhr, ökumenischer Eröffnungsgottesdienst zum 26. Lesbisch-schwulen Stadtfest Berlin 2018.

Ort: Zwölf-Apostel-Kirche. Predigt: Prof. Dr. Traugott Roser, Münster. Orgel: Kantor Christoph Hagemann (Zwölf-Apostel-Gemeinde). Chor: Männer-Minne, Schwuler Männerchor Berlin, Leitung: Holger Perschke.

Weitere Mitwirkende: Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (Tempelhof-Schöneberg), Gemeindepastorin Dagmar Wegener (Baptisten Schöneberg), Superintendent Michael Raddatz (Evangelischer Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg), Dekan Ulf-Martin Schmidt (Alt-katholischen Gemeinde), Geschäftsführer Jörg Steinert (Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg), Ratsherr Florian Wiese (Die Linke Wilhelmshaven), Mitglieder der „iwi – erste queere Jugendgruppe in der Kirche“, Prädikant Sven Steinbach und Pfarrer Burkhard Bornemann (Zwölf-Apostel-Gemeinde).

Ministranten: Ministranten: Michaela Abromeit (Oberministrantin und Thuriferarin), Claudia Hackel (Navikularin), Uta Willers-Urban (Ceroferarin), Andrea Fleischer (Ceroferarin) und Dr. Christian Meier (Kruziferar).

Begrüßung: Gaby Tupper (MISS*ter CSD Berlin 2018), Melanie Hochwald und Michael Feitel. Kirchdienst: Heiko Hinrichs (Zwölf-Apostel-Gemeinde).

Anschließend Beisammensein im Seitenschiff und vor der Kirche, es gibt einen Getränkestand (Team Andrea & Klaus Borrmann).

Zehn Reden für die Stadt: Mittwoch mit Stefan Wenzel

34701193_2137876079562582_2448268436896219136_nAm Mittwoch, 4. Juli, spricht Landtagsabgeordneter Stefan Wenzel (Landkreis Göttingen) in der Reihe „Rede für die Stadt“ zum Stadtjubiläum Wilhelmshavens in der Christus- und Garnisonkirche. Titel seiner Ansprache: „Wilhelmshaven im globalen Netz von Vogelzug und Schifffahrtslinien“. Beginn ist um 19:00 Uhr.

Wenzel schlägt in seiner Rede inhaltlich den Bogen vom Ende des Feudalismus, zu dem Wilhelmshaven vor 100 Jahren maßgeblich beigetragen hat, bis hin auf die künftige Rolle des Hafens als einzigem natürlichen Tiefwasserhafen. Der ehemalige Umweltminister wird zudem die Perspektiven des Partnerschaftszentrums Nationalparks Wattenmeer von Dänemark, der Niederlande und Deutschlands im Schnittpunkt des Vogelzugs beleuchten.

Stefan Wenzel ist in Dänemark geboren und in Niedersachsen aufgewachsen. Er hat in Göttingen Agrarökonomie studiert, hat sich lange für ein Ende der Nutzung von Atomenergie engagiert und war fast fünf Jahre Umweltminister in Niedersachsen.

Stefan Wenzel MdL

Stefan Wenzel (Bild: Grüne Landtagsfraktion Niedersachsen)

Der halbstündige Vortrag ist eingebetet in eine Andacht, die Bruder Franziskus vom Rogate-Kloster Sankt Michael hält. Die Orgel spielt Stadtkantor Markus Nitt.

Der Eintritt ist frei. Am Ausgang wird eine Kollekte für die Stiftung „Diakonie am Meer“ gesammelt, die zukunftsweisende soziale Projekte in Friesland-Wilhelmshaven initiert und durchführt.

Die noch folgenden Reden für die Stadt und die Region Friesland-Wilhelmshaven:

Sommerkirche in Wilhelmshaven: Die Mondreihe endet am Abend

Bildschirmfoto 2017-07-04 um 22.31.10Heute Abend endet die siebenteilige Sommerkirche in der Christus- und Garnisonkirche Wilhelmshaven. Zur siebten und letzten Strophe des Liedes „Der Mond ist aufgegangen“ wird der Leiter des Wilhelmshavener Gesundheitsamtes, Dr. Christof Rübsamen, sprechen. Sein Thema: „Und lass uns ruhig schlafen“. 
Der Vortrag wird durch eine Andacht mit biblischen Texten, Orgelmusik, Abendliedern und Stille gerahmt. Florian Bargen spielt die Orgel. 
Die Reihe ist eine Initiative des Projekts Flüchtlingsarbeit – Koordination und Begleitung der Gemeinden im Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven, der Citykirche Wilhelmshaven und des Rogate-Klosters Sankt Michael zu Berlin. 

Wilhelmshaven: Siebenteilige Reihe „Der Mond ist aufgegangen“ startet am Montag

Bildschirmfoto 2017-07-04 um 22.31.10Am Montag startet in der Citykirche Wilhelmshaven eine siebenteilige Abendreihe zum Lied „Der Mond ist aufgegangen“. Verschiedene Impulsgeber nehmen in den kommenden Wochen in einem Kurzvortrag Bezug auf jeweils eine Strophe des vermutlich 1778 von Matthias Claudius gedichteten Liedes.

Oberbürgermeister Andreas Wagner spricht beispielsweise am 28. August über „Lass uns einfältig werden”. „Aus dieser Welt uns nehmen” ist das Thema von Juliane Kallusky vom Kinder- und Jugendhospiz Joshuas Engelreich am 4. September. Der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. med. Christof Rübsamen, referiert am 11. September über „Und lass uns ruhig schlafen”. Die verschiedenen Wortbeiträge werden durch eine Andacht mit biblischen Texten, Chorälen, verschiedene Musikstile und Stille gerahmt.

Der Unternehmensberater und Coach Axel Vehn ist der erste Redner und eröffnet die Andachtsreihe um 21 Uhr.

Die Sommerkirchenreihe ist eine Initiative des Projekts Flüchtlingsarbeit – Koordination und Begleitung der Gemeinden im Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven, der Citykirche Wilhelmshaven und des Rogate-Klosters Sankt Michael zu Berlin.

Alle Termine der Reihe:

Sommerkirche: Montags, 21:00 Uhr, Christus- und Garnisonkirche Wilhelmshaven

Montags, 21:00 Uhr, Christus- und Garnisonkirche Wilhelmshaven

  • 31. Juli 2017, „Der Mond ist aufgegangen”, mit Axel Vehn, RogateKl_DINlang_Sommerkirche Mond_RZ250717_front KopieUnternehmensberater und Coach für Führungskräfte. Orgel: Stadtkantor Markus Nitt. Lektorin: Diana Schulz-Leinert.
  • 7. August 2017, „Wie ist die Welt so stille”, mit Prof. Dr. Jörg Schneider, Jade Hochschule. Orgel: Florian Bargen
  • 14. August 2017, „Sachen, die wir getrost belachen“, Julia Muth, Pressesprecherin der Stadt Wilhelmshaven. Orgel: Florian Bargen. Lektorinnen: Sabine Wistuba, Natascha Faull.
  • 21. August 2017, „Wir spinnen Luftgespinste“, Landeskirchenmusikdirektorin Beate Besser, Oldenburg. Orgel: Florian Bargen. Lektorin: Natascha Faull.
  • 28. August 2017, „Lass uns einfältig werden”, Oberbürgermeister Andreas Wagner, Stadt Wilhelmshaven. Orgel: Florian Bargen. Lektorin: Natascha Faull.
  • 4. September 2017, „. . . aus dieser Welt uns nehmen”. Juliane Kallusky, Ehrenamtskoordinatorin im Kinder- und Jugendhospiz Joshuas Engelreich. Musik: Popkantor Steffen-Ulrich Schöps, Oldenburg. Orgel: Florian Bargen
  • 11. September 2017, „Und lass uns ruhig schlafen” mit Dr. med. Christof Rübsamen, Leiter Gesundheitsamt der Stadt Wilhelmshaven. Orgel: Florian Bargen. Lektorin: Sabine Wistuba.

Barbara Hendricks: „Wir sind noch nicht am Ziel!“

Das Lesbisch-schwule Stadtfest findet zum 25. Mal statt. Das ist an sich schon ein Grund zum Feiern. Aber in diesem Jahr haben wir noch einen bedeutenden Grund mehr. Wir haben die „Ehe für alle“ erreicht – ein Recht, das von vielen erstritten wurde und auf das wir alle lange gehofft haben.

Und obwohl es die Forderung danach und die gesellschaftlichen Mehrheiten dafür schon lange gab, war es doch eine zum jetzigen Zeitpunkt unerwartete und überraschende Wendung, die die Entscheidung noch in dieser Wahlperiode möglich gemacht hat.

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Barbara Hendricks im Rogate-Kloster

In der Politik sprechen wir nicht gern von Wundern. Hier in einer Kirche fällt das wesentlich leichter. Vielleicht war das, was wir da gerade erlebt haben, und wofür so viele Menschen lange gekämpft haben, tatsächlich ein kleines Wunder –
der Heilige Geist weht ja bekanntlich, wo und bei wem er will!

Jedenfalls macht uns diese unerwartete Wendung sehr glücklich und bestärkt uns in der Hoffnung, dass Gleichberechtigung und Akzeptanz in unserer Gesellschaft weiter wachsen können. Die Entwicklung macht natürlich vor allem diejenigen glücklich, die jetzt eine Ehe schließen können und die sich jetzt um eine Adoption bemühen können.

Das war ein langer Weg. Wir denken deshalb auch an diejenigen, die für diese Gleichberechtigung gekämpft haben – ihre Durchsetzung aber nicht mehr miterleben konnten.

Der mit der Ehe für alle verbundene gesellschaftspolitische Fortschritt reicht weit über die individuelle und partnerschaftliche Ebene hinaus: Eine Gesellschaft kann nur dann das Beste aus ihren Fähigkeiten und Talenten machen, wenn jede und jeder die Freiheit hat, sein Glück, ihr Glück, zu suchen. Auch in diesen Tagen des Glücks bleibt unser Motto: Erst, wenn wir alle die gleichen Rechte haben, sind wir alle frei. Wir sind jetzt dieser Vision wieder ein Stück näher gekommen!

Aber wir sind noch nicht am Ziel. Wir wissen und erleben es, dass es bei uns Diskriminierungen gibt – gegenüber Homosexuellen, Transsexuellen und Transgender, aber auch gegen Menschen mit Migrationshintergrund, gegen Geflüchtete und Menschen mit Behinderungen. Das nehmen wir nicht hin! Aber dafür brauchen wir immer auch Mut und Zivilcourage.

19959189_10155698138275815_8956122530963984521_nWir leben in einer Zeit, in der in vielen Teilen Europas und der Welt Respekt und Akzeptanz eher auf dem Rückzug sind. Dieser Trend ist alarmierend, weil er zu neuer Diskriminierung führen kann. Deshalb ist die Ehe für alle ein so wichtiger Fortschritt – und ein Hoffnungszeichen.

Vor anderthalb Jahren hat die Weltgemeinschaft in Paris ein Klimaabkommen geschlossen, weil sie sich einig war, dass der Klimawandel große Ungerechtigkeiten und neue große Unsicherheiten mit sich bringen wird. Auch das ist eine große Ermutigung. Gerade jetzt, wo der amerikanische Präsident aus dem Abkommen aussteigen will, steht die Staatengemeinschaft zusammen, damit das Abkommen umgesetzt werden kann.

Und wir können daraus die Hoffnung schöpfen, dass die Staatengemeinschaft auch bei den anderen großen globalen Themen zu einem gemeinsamen Handeln finden wird – bei Hunger, Armut, Gerechtigkeit, Bildung, Gesundheit.

Persönliche und nationale Egoismen, wie wir sie verstärkt beobachten, dürfen nicht der Maßstab für die Welt von morgen sein. Es muss wieder viel mehr um das Verbindende gehen, nicht das Trennende. Alle sind auf Frieden, Gerechtigkeit und eine intakte Schöpfung angewiesen.

Im Großen kann nur gelingen, was auch im Kleinen versucht wird. Hier im Rogate-Kloster Sankt Michael sind heute die Angehörigen verschiedener Kirchen versammelt. Gemeinsam suchen sie auch hier nach dem Verbindenden und nicht nach dem, was sie möglicherweise trennt. Ich finde das beeindruckend und ermutigend und möchte allen Beteiligten für ihr Engagement danken. Engagement ist kein Wunder – aber etwas Wunderbares!

Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks im Eröffnungsgottesdienst zum 25. Lesbisch-schwulen Stadtfest 2017 am 14. Juli 2017 im Rogate-Kloster Sankt Michael in Berlin-Schöneberg.

Stadtfest Berlin: Eröffnungsgottesdienst am Freitag in Schöneberg

RogateKl_Aushang A4_Stadtfest2017_111116Glocken werden am Freitag das 25. Lesbisch-schwule Stadtfest 2017 in Berlin einläuten. Ein ökumenischer Gottesdienst in Berlin-Schöneberg ist am Wochenende (15. bis 16. Juli 2017) die Auftaktveranstaltung des Großevents im Zeichen des Regenbogens, dem Symbol der weltweiten LGBTIQ-Bewegung. Das Rogate-Kloster lädt in die evangelische Zwölf-Apostel-Kirche zu einer Eucharistiefeier am Abend. Beteiligte aus Politik wie Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks, aus der Ökumene und der Aids-Arbeit wirken mit.

Das Lesbisch-Schwule Stadtfest (auch Motzstraßenfest genannt) ist ein jährlich stattfindendes Straßenfest um den Nollendorfplatz in Berlin-Schöneberg. Veranstaltet wird es vom Berliner Regenbogenfonds. Es findet seit 1993 jährlich im Sommer statt und erstreckt sich über die Motzstraße, Eisenacher Straße, Fuggerstraße und die Kalckreuthstraße. Mit 350.000 Besuchern ist es heute das größte Pride-Straßenfest in Europa.

Willkommen am Freitag, 14. Juli 2017 | 19:30 Uhr, Eröffnungsgottesdienst zum 25. Lesbisch-schwulen Stadtfest Berlin. Predigt: Bischof Dr. Matthias Ring (Katholisches Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland). Predigttext: 1. Petrus 4, 7-10. Weitere Mitwirkende: Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit), Die Schwestern des Hospizdienstes Tauwerk, Dekan Ulf-Martin Schmidt (Alt-Katholische Gemeinde Berlin), Pastorin Dagmar Wegener (Baptistische Gemeinde Schöneberg), Geschäftsführer Jörg Steinert (Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg, LSVD) und Bundestagsabgeordnete Mechthild Rawert (SPD).  Ort: Zwölf-Apostel-Kirche. Musik: Kiezorchester Schöneberg, Leitung: Johanna Arabella Hagemann. Orgel: Malte Mevissen. Kirchdienst: Christopher Chandler (Zwölf-Apostel-Gemeinde) und Melanie Hochwald (Rogate-Kloster). Ministranten: Andrea Fleischer, Uta Willers-Urban und Markus Beckmann (alle Rogate-Kloster) sowie Joachim Debes (Alt-katholische Gemeinde Sachsen). Ort: Zwölf-Apostel-Kirche.

Stadtfest-Eröffnung: Grußwort von Margit Gottstein, Staatssekretärin für Verbraucherschutz und Antidiskriminierung

Berlin ist eine Regenbogenstadt – eine Regenbogenhauptstadt, wie wir es als Berliner Landesregierung in unserer Koalitionsvereinbarung 2016 genannt haben. Die Menschen in Berlin sind so wunderbar verschieden: Jung und alt, unterschiedlicher Hautfarbe, ethnischer und sozialer Herkunft. Sie fühlen sich verschiedenen Religionen oder keiner Religion zugehörig, leben mit oder ohne Behinderung. Es sind Frauen, Männer, trans- und intergeschlechtliche Menschen, Lesben, Schwule, Bi- und Heterosexuelle. Sie leben in Partnerschaften, Familien, als Single oder in anderen Lebensformen. Das Zusammenleben in dieser Stadt gelingt, wenn die Menschen aufeinander zugehen, sich gegenseitig respektieren und den Alltag gemeinsam erleben und gestalten.

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Grußwort von Staatssekretärin Margitt Gottstein

Besondere Höhepunkte unseres Zusammenlebens sind Feste, wie das Lesbisch-Schwule Stadtfest, das in diesem Jahr zum 25. Mal stattfindet, und schon zum 8. Mal wird es durch einen Gottesdienst in der Zwölf-Apostel-Kirche eröffnet.

Ich begrüße es sehr, dass die Alt-katholische Kirche signalisiert: Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen sind in Ihrer Gemeinde willkommen und ihre Liebe wird als Gabe Gottes Wert geschätzt. Segnungen gleichgeschlechtlicher Paare praktizieren Sie seit 2014 und Sie ringen darum, dass sie auch das Sakrament der kirchlichen Trauung erhalten können.

Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern anderer Glaubens- und Weltanschauungsgemeinschaften rufen Sie in diesem Jahr mit einer Kampagne des Bündnisses gegen Homophobie alle Religionen und Kirchen unter dem Motto „Traut euch! Traut uns“ dazu auf, mutig zu sein, die lang gehegten Überzeugungen in Bezug auf die heterosexuelle Exklusivität der Ehe endlich den gelebten Realitäten der Menschen anzupassen und die „Trauung für alle“ zu ermöglichen. Die Liebe der einen darf nicht weniger wert angesehen werden als die Liebe der anderen.

Auch auf politischer Ebene haben wir intensiv daran gearbeitet, durch die Öffnung der Ehe alle Paare rechtlich gleich zu stellen – unabhängig von der Geschlechtszugehörigkeit und -identität der Beteiligten. Am 30. Juni hat der Bundestag endlich für die Ehe für Alle gestimmt. Gleiche Rechte und damit verbundene Rituale sind unverzichtbar und unerlässlich. Sie gewährleisten nicht nur die unteilbaren Menschenrechte, sie sind auch von hoher symbolischer Kraft. Selbst wenn sich zum Beispiel ein lesbisches Paar nicht verheiraten möchte, wüssten diese beiden Frauen, sie wären dem Staat und den Kirchen genauso willkommen wie die heterosexuellen Eltern der Schulfreund*innen ihrer Kinder. Ganz bestimmt eine gute Gewissheit für die ganze Familie.

Für eine breite gesellschaftliche Akzeptanz brauchen wir deshalb weiterhin viele Menschen, die sich dafür einsetzen, dass jede und jeder Einzelne ohne Gewalt, Diskriminierung und Ausgrenzung und in frei gewählter Lebensform leben kann, in Berlin, der Regenbogenstadt, und ebenso europa- und weltweit. Mit dem Eröffnungsgottesdienst zum Lesbisch-Schwulen Straßenfest tragen Sie die Botschaft weiter: „Religion und Homosexualität schließen sich nicht aus!“ Sie zeigen: Die christliche Liebesbotschaft gilt für alle. Dafür danke ich Ihnen!

Margit Gottstein, Staatssekretärin für Verbraucherschutz und Antidiskriminierung

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Das Grußwort der Staatssekretärin richtet sich an die Teilnehmenden des folgenden Gottesdienstes:

Freitag, 14. Juli 2017 | 19:30 Uhr, Eröffnungsgottesdienst zum 25. Lesbisch-RogateKl_Aushang A4_Stadtfest2017_111116schwulen Stadtfest Berlin. Predigt: Bischof Dr. Matthias Ring (Katholisches Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland). Predigttext: 1. Petrus 4, 7-10. Weitere Mitwirkende: Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit), Die Schwestern des Hospizdienstes Tauwerk, Dekan Ulf-Martin Schmidt (Alt-Katholische Gemeinde Berlin), Pastorin Dagmar Wegener (Baptistische Gemeinde Schöneberg), Geschäftsführer Jörg Steinert (Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg, LSVD) und Bundestagsabgeordnete Mechthild Rawert (SPD).  Ort: Zwölf-Apostel-Kirche. Orgel: Malte Mevissen. Kirchdienst: Christopher Chandler (Zwölf-Apostel-Gemeinde) und Melanie Hochwald (Rogate-Kloster). Ministranten: Andrea Fleischer, Uta Willers-Urban und Markus Beckmann (alle Rogate-Kloster) sowie Joachim Debes (Alt-katholische Gemeinde Sachsen). Ort: Zwölf-Apostel-Kirche.