Barbara Hendricks: „Wir sind noch nicht am Ziel!“

Das Lesbisch-schwule Stadtfest findet zum 25. Mal statt. Das ist an sich schon ein Grund zum Feiern. Aber in diesem Jahr haben wir noch einen bedeutenden Grund mehr. Wir haben die „Ehe für alle“ erreicht – ein Recht, das von vielen erstritten wurde und auf das wir alle lange gehofft haben.

Und obwohl es die Forderung danach und die gesellschaftlichen Mehrheiten dafür schon lange gab, war es doch eine zum jetzigen Zeitpunkt unerwartete und überraschende Wendung, die die Entscheidung noch in dieser Wahlperiode möglich gemacht hat.

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Barbara Hendricks im Rogate-Kloster

In der Politik sprechen wir nicht gern von Wundern. Hier in einer Kirche fällt das wesentlich leichter. Vielleicht war das, was wir da gerade erlebt haben, und wofür so viele Menschen lange gekämpft haben, tatsächlich ein kleines Wunder –
der Heilige Geist weht ja bekanntlich, wo und bei wem er will!

Jedenfalls macht uns diese unerwartete Wendung sehr glücklich und bestärkt uns in der Hoffnung, dass Gleichberechtigung und Akzeptanz in unserer Gesellschaft weiter wachsen können. Die Entwicklung macht natürlich vor allem diejenigen glücklich, die jetzt eine Ehe schließen können und die sich jetzt um eine Adoption bemühen können.

Das war ein langer Weg. Wir denken deshalb auch an diejenigen, die für diese Gleichberechtigung gekämpft haben – ihre Durchsetzung aber nicht mehr miterleben konnten.

Der mit der Ehe für alle verbundene gesellschaftspolitische Fortschritt reicht weit über die individuelle und partnerschaftliche Ebene hinaus: Eine Gesellschaft kann nur dann das Beste aus ihren Fähigkeiten und Talenten machen, wenn jede und jeder die Freiheit hat, sein Glück, ihr Glück, zu suchen. Auch in diesen Tagen des Glücks bleibt unser Motto: Erst, wenn wir alle die gleichen Rechte haben, sind wir alle frei. Wir sind jetzt dieser Vision wieder ein Stück näher gekommen!

Aber wir sind noch nicht am Ziel. Wir wissen und erleben es, dass es bei uns Diskriminierungen gibt – gegenüber Homosexuellen, Transsexuellen und Transgender, aber auch gegen Menschen mit Migrationshintergrund, gegen Geflüchtete und Menschen mit Behinderungen. Das nehmen wir nicht hin! Aber dafür brauchen wir immer auch Mut und Zivilcourage.

19959189_10155698138275815_8956122530963984521_nWir leben in einer Zeit, in der in vielen Teilen Europas und der Welt Respekt und Akzeptanz eher auf dem Rückzug sind. Dieser Trend ist alarmierend, weil er zu neuer Diskriminierung führen kann. Deshalb ist die Ehe für alle ein so wichtiger Fortschritt – und ein Hoffnungszeichen.

Vor anderthalb Jahren hat die Weltgemeinschaft in Paris ein Klimaabkommen geschlossen, weil sie sich einig war, dass der Klimawandel große Ungerechtigkeiten und neue große Unsicherheiten mit sich bringen wird. Auch das ist eine große Ermutigung. Gerade jetzt, wo der amerikanische Präsident aus dem Abkommen aussteigen will, steht die Staatengemeinschaft zusammen, damit das Abkommen umgesetzt werden kann.

Und wir können daraus die Hoffnung schöpfen, dass die Staatengemeinschaft auch bei den anderen großen globalen Themen zu einem gemeinsamen Handeln finden wird – bei Hunger, Armut, Gerechtigkeit, Bildung, Gesundheit.

Persönliche und nationale Egoismen, wie wir sie verstärkt beobachten, dürfen nicht der Maßstab für die Welt von morgen sein. Es muss wieder viel mehr um das Verbindende gehen, nicht das Trennende. Alle sind auf Frieden, Gerechtigkeit und eine intakte Schöpfung angewiesen.

Im Großen kann nur gelingen, was auch im Kleinen versucht wird. Hier im Rogate-Kloster Sankt Michael sind heute die Angehörigen verschiedener Kirchen versammelt. Gemeinsam suchen sie auch hier nach dem Verbindenden und nicht nach dem, was sie möglicherweise trennt. Ich finde das beeindruckend und ermutigend und möchte allen Beteiligten für ihr Engagement danken. Engagement ist kein Wunder – aber etwas Wunderbares!

Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks im Eröffnungsgottesdienst zum 25. Lesbisch-schwulen Stadtfest 2017 am 14. Juli 2017 im Rogate-Kloster Sankt Michael in Berlin-Schöneberg.

24. Lesbisch-schwules Stadtfest Berlin: Die Predigt aus dem Eröffnungsgottesdienst

Am Freitag, 15. Juli 2016, feierten wir den Eröffnungsgottesdienst des 24. Lesbisch-schwulen Stadtfestes Berlin. Daraus hier die Predigt zu „Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer“ (Predigttext Matthäus 12, 1-8) von Oberkonsistorialrätin Dr. Christina-Maria Bammel:

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Dr. Christina-Maria Bammel (Bild: EKBO)

Liebe abendliche Festgemeinde, Brüder und Schwestern, der Auftakt eines Stadtfestes. Und was für eins – fröhlich selbstbewusst, unbeschwert, hoffentlich ohne Zwischenfälle, ohne Störer, ohne Gewalt?

Cory James Connell, Tevin Eugene Crosby, Deonka Drayton, Simon Adrian Carrillo Fernandez, Leroy Valentin Fernandez, Mercedez, Peter O, Juan Ramon, Paul, Frank Hernandez, Miguel Honorato, Javier, Jason, Benjamin.

Das sind Namen der Opfer von Orlando. Nicht alle. Bei weitem nicht. Opfer von sinnloser, kranker Gewalt. Opfer mit Namen, Lebensgeschichten, Schulabschlüssen, Berufen, Erfolgen und Misserfolgen. Sie haben geliebt und gelacht, sie fehlen jetzt. Viel zu schnell und viel zu brutal aus dem Leben und Lieben gerissen. Die Welt hat geweint und Orlando steht noch immer in Schock und Trauer. Wenn die Nachrichtensender abgezogen, die Blumenmeere von der Straßenreinigung abgeholt sind, wenn der Täter selbst festgesetzt oder gar getötet ist, bleibt doch die Frage: War es das letzte Mal? Wie wird das nächste Opfer heißen? Die nächsten Opfer? Wird das Land je begreifen? Auf den Demonstrationen in den Tagen danach war auf Schildern zu lesen: “Ich bin eine Zielscheibe.” Oder “Bin ich das nächste Opfer?”

Tausende von Menschen haben sich gezeigt, sind Hand in Hand gegangen, vereint in der Sehnsucht: Um Himmels willen keine weiteren Opferlisten mehr, keine Opferverzeichnisse mehr, in denen man den Namen eines lieben Freundes, einer Angehörigen suchen muss. Und dann diese Gewissheit haben, die alles zerreißt. Nein, bloß solche Listen von Opfern nicht mehr sehen und erleben müssen. Wieviele Opferlisten mussten wir lesen und müssten wir noch niederschreiben, wollten wir all die Namen sammeln, derer, die dem Ausgrenzungswahn und der Feindseligkeit geopfert wurden. Namen, die festgelegten angeblich immer schon so gewesenen Normen geopfert wurden, die ausgesprochen lebensverneinenden Moralvorstellungen und herrschenden Meinungen buchstäblich geopfert wurden. Opfererfahrungen unzähliger Art auch mitten im Leben. Opfer von morbider, irrationaler Scheu in Sachen sexueller Prägung. Etliche von Ihnen könnten davon erzählen, eigene schmerzliche Erfahrungen berichten, Verluste benennen. Opfer von Homophobie, einer Furcht, die unmenschlich macht und sogar in die Bereitschaft führen kann zu töten. Der tödliche Schuss, die angetane mörderische Gewalt – sie ist die grausame Spitze eines Berges von Opferlisten.

Nein, diese Opfer sollen nicht mehr sein, jene im Sinne der victims. Keine victims mehr – nicht in Orlando, nicht in Brüssel, Istanbul oder Nizza! Es gibt schon so viele zu erinnern, ihrer zu gedenken, sie im Gedächtnis zu behalten. Und dafür ist es heute Abend Ort und Zeit: Im Gedächtnis halten, auch das ist ein Teil unseres Feierns. Jeder Gottesdienst ist ein solches Im-Gedächtnis-halten. Wir sind nicht für uns selber da, wir nehmen in das feiernde Erinnern all jene hinein, die bei Gott Namen, Würde haben; sie haben auch in unserem Gedächtnis nach menschenmöglicher Weise Namen und Gedächtnis. Feiern ist auch dieses: im Gedächtnis halten. Auch mit weinenden Augen und Herzen.

Wir halten Gedächtnis auch im Wissen um das andere Opfer, das sacrificium/ sacrifice. Unser Glauben kommt von ganz wesentlich von hier. Dieses Opferwort, sacrificium, es ist ein Beziehungswort. Es erzählt etwas über unsere Beziehung mit dem, der dieses Opfer erhält. Schon zu Zeiten des Tempels in Jerusalem haben Menschen Gott etwas dargeboten, angeboten, um der Beziehung willen. Im englischen offer finden wir noch etwas von diesem Gott-etwas-Darbieten wieder, auch wenn das offer längst ein Kaufe-und-Verkaufe-Wort geworden ist.

Allerdings: Gebet, Erfüllung der Mizwot, Studium der Tora, sie wurden nach der Zerstörung des Tempels in Jerusalem zunehmend zu den eigentlichen, geistige Opfern. Darüber haben sich die Rabbinen intensiv ausgetauscht. Olah, Mincha, Sebach, Chattat, Ascham, all diese Opferarten wurden nach der Zerstörung des Tempels in Jerusalem mehr und mehr abgelöst. Eben durch die geistigen Opfer, die Beziehung mit Gott stiften, diese erhalten, nähren und stärken: Gebet, Erfüllung der Mizwot, Studium der Tora. Wenn es darum geht, mit Gott in Beziehung zu bleiben, dann darf es nicht darum gehen, ob die eine Gabe, das eine Opfer, besser ist als das andere.. Entscheidend ist doch, mit welcher Herzenskraft, mit welcher Haltung diese Gabe, dieses Opfer Gott zu Füßen oder Gott in den Arm gelegt wird. Das hatte auch schon der Prophet Hosea für wichtig gehalten.

Er selbst bekam dieses Wort Gottes in den Mund gelegt: „Denn ich habe Lust an der Liebe, und nicht am Opfer, und an der Erkenntnis Gottes, und nicht am Brandopfer.“ Nicht das Eine gegen das Andere ausspielen. Nicht Opfer oder Liebe. Sondern schlicht sehen: Opfer ohne Lust, Opfer ohne Liebe, sind wertlose Gaben, weil sie keine Beziehung stiften. Ich nehme sie nicht direkt von meinem Herzen.

Was geben Menschen von sich für andere, für den anderen auch Geliebten hinein, um die Beziehung, um die Liebe siegen zu lassen? Manchmal in Form von Opfern, und zwar im besten Sinne: Als Beziehungsvertiefer, als wertvollste Gabe von Herzen kommend zum Herzen des anderen geradewegs gehend. Opfer als Beziehungsvertiefer sind keine wertlosen überholten Gaben. Diese Gaben erhalten das Lebensmittel Liebe.

Als ich vor 20 Jahren in der city of brotherly love studierte, in Philadelphia keine zwei Stunden von New York entfernt, da teilte ich das Haus mit 7 Frauen. Auf der Etage nebenan wohnten Pam und Cathy. Pam aus dem ärmsten Viertel der Stadt stammend, sichtbar schwer fehlernährt, mit abgebrochener Schulbiographie und vielen Verletzungserfahrungen in der Herkunftsfamilie. Und Cathy, ihre große Liebe, erfolgreicher shooting-star der Biowissenschaften aus Canada stammend auf ein Gastsemester an die Pennsylvania University gekommen. Zu Haus in Canada war die große Karriere schon mit Händen zu greifen. Aber Pam, die sich nie im Leben vorstellen konnte, ihre Heimatstadt zu verlassen, Pam hielt Cathy fest. Kanada war keine Option. Und Cathy ließ sich halten. Manche Gaben sind in Form und Gestalt von Entscheidungen auch Beziehungsvertiefer. Partnerschaft und Liebe sind keine Einbahnstraßen, sondern immer Gelegenheit über sich hinaus zu wachsen und zu reifen. Pam wuchs über sich hinaus, indem Cathy ihr die Türen in eine Ausbildung öffnete, ihr die Welt zeigte. Am Morgen des 11. September 2001 befand sich Pam gerade in einem Bewerbungsgespräch in einem der twin tower in New York…

Die Liebe siegt und empfindet sich unter Umständen gar nicht als Opfer zugunsten des Anderen. Die Liebe siegt.

Ckw6gIrXEAAOI6t„Love defeats hate, light defeats darkness!“/ Liebe überwindet den Hass, Licht überwindet die Dunkelheit. So ähnlich war auf leuchtenden Bannern zu lesen – in Orlando. Und dahinter der Regenbogen. Eine Nation versinkt doch nicht ganz in Trauer und Gewalt. Eine Nation versucht, mit vielen anderen Menschen auf der Welt das Leben ins Licht zu heben….

In dieser Reihe stehen auch wir heute Abend, feiernd, in dem wir die Erinnerung binden an die Hoffnung; indem wir das Gedenken an die Opfer zusammen binden mit der unbändigen Lust am Leben und am Lieben; das versuchen Menschen guten Willens an vielen Orten, das versuchen zahlreiche Bewegungen wie auch die LGBT community – und zwar im Namen der Liebe.

Im Namen der Liebe, im Namen der Sorge um den Nächsten, um die Nächste, müssen gegebenenfalls auch Gesetze ausgesetzt werden. Davon spricht Jesus, wenn er im Namen der Menschlichkeit übermäßigen Hunger stillt und ein Sabbatruhegesetz mit der Weite des Herzens lesen kann.

Er liest dieses Gesetz mit den Augen der Barmherzigkeit, mit den Augen der Güte. Güte und Barmherzigkeit sind Schwestern, die zur großen Familie der Liebe gehören.

Die Barmherzigkeit als Weite des Herzens ist die Lieblingshaltung Gottes, die uns umarmt. Niemand soll hungrig vor Liebe, hungrig in Sachen Liebe von Gottes Tisch wieder aufstehen und weg gehen.

Es ist diese Gottes-Haltung des Umarmens, die können auch wir. Dazu sind wir sogar beauftragt. Das meint: Wir sind als Christen nicht in der Welt um zu verurteilen, sondern um die Herzen zu öffnen. Manchmal fordert uns das viel ab, sogar ein Opfer. Aber es bleibt dabei, das ist unsere erste Aufgabe! Dafür haben wir ein Maß:

Gott ist das Maß der Barmherzigkeit. Barmherzigkeit ist nicht mit Herablassung zu verwechseln. Barmherzigkeit braucht Neubesinnung und bitte nicht nur nach innen gerichtet. Barmherzigkeit bedeutet, empfindsam bleiben für die erbarmungswürdigen Zeichen dieser Zeit, für die Wundmale dieser Zeit, geschlagen durch Barbarei, wie auch wieder in der vergangenen Nacht.

Wie kommt Barmherzigkeit in mir zum Ziel, vor allem aber zum Wirken? Zunächst mal die Festelltung, ob wir vielleicht zu wenig Barmherzigkeit gelebt haben. Vielleicht haben wir als Christen zu blut- und zu kraftlos von der Barmherzigkeit gesprochen in den vergangenen Jahren. Vielleicht haben wir auch den falschen Gebrauch zugelassen. Eine falsch verstandene Barmherzigkeit – in paternalistischer Weise von oben herab gegenüber Minderheiten etwa. Schluss damit. Wir wissen: Barmherzigkeit ist nicht billig zu haben, sie ist kein Widerspruch zum Recht, zu den Ordnungen, Barmherzigkeit ist: Aufatmen lassen.

Nur indem wir selbst Barmherzigkeit, das barmende Herz, das angesprochene Herz wirken lassen in uns, nur dann können wir uns auch positionieren gegen Hochmut und Verächtlichmachung. Ja, wir setzen unsere ganze und vor allem Gottes Barmherzigkeit dagegen. Wissend: Barmherzigkeit ist eine Haltung, keine Handlung, schon gar keine einmalige. Unbarmherzig ist es dagegen, aus menschlicher Selbstüberschätzung heraus Gottes Liebe verknappen zu wollen. Unbarmherzig und ausgesprochen unredlich ist es, den Zuspruch Gottes an alle Menschen dieser Erde, aus Gottes Mund zurück nehmen zu wollen, ihn eingrenzen zu wollen.

Unbarmherzig ist beispielsweise der viel zu oft gehörte Satz, nicht alle Paare sollen den gleichen Gottesdienst haben, wenn sie ihre Liebe unter Gottes Anspruch und Zuspruch stellen wollen. Wer so argumentiert, der liest die Ordnungen Gottes gerade nicht mit Herzensweite. Herzensweite aber ist in bestem und altem Sinne Liberalität, wie wir sie meinen.

Unredlich und fernab aller Barmherzigkeit ist es, Menschen ganz gleich welcher sexuellen Identität entgegen zu schleudern, Gott liebe ja alle Sünder. Hin und wieder habe ich das in vergangenen Diskussionen gehört und bin es so leid. Aber nicht zu müde, um zurück zu sagen: Eine Identität ist eine Identität, ist keine Sünde.

Etwas ganz anderes aber stellt uns alle an den Abgrund der Sünde: da wo wir nicht mehr auf Gottes Kraft setzen, wo wir aufhören einander zu vertrauen. Da stehen alle am Abgrund der Sünde, wo Liebe verzwängt und verknappt wird. Von diesem Abgrund lasst uns zurücktreten.

„Die Liebe überwältigt den Hass, das Licht die Dunkelheit.“

Kreuz und quer wollen wir das weitersagen und weitersingen, mit geöffneten, mit barmendem Herzen, mit all der Güte und der Kraft zur Barmherzigkeit, die in uns ist. Es wird uns einiges kosten. Aber was ist dieses Opfer schon verglichen damit, was wir gewonnen haben, indem wir lieben können, ganz gleich in welcher Orientierung und Identität.

Allen Menschen Zeit zum Aufatmen geben, sie aufatmen lassen und damit der Seele neue Kraft zufließen lassen – das ist Liebe im Kleid der Barmherzigkeit. Wir brauchen sie, ersehnen sie.

Kommt, sagt Jesus, ich gehe mit euch durch die Felder weil sie reif sind, weil geerntet und genährt werden wird. Und niemand geht mit leeren Händen davon. Niemand bleibt außen vor. Dafür ist es Zeit: Zeit der Barmherzigkeit.

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Das Fürbittengebet des Eröffnungsgottesdienstes finden Sie hier.

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Willkommen zu unseren nächsten öffentlichen Gottesdiensten in der Zwölf-Apostel-Kirche, An der Apostelkirche 1, 10783 Berlin-Schöneberg:

  • Donnerstag, 21. Juli 2016 | 19:00 Uhr, Komplet mit Entpflichtung von Br. Willehad Kaleb RGSM
  • Sonntag, 7. August 2016 | 10:00 Uhr, Eucharistie am 11. Sonntag nach Trinitatis
  • Sonntag, 4. September 2016 | 10:00 Uhr, Eucharistie zum Diakonie-Sonntag „Barmherzigkeit: Größer als unser Herz“, am 16. Sonntag nach Trinitatis, mit einer Ausstellungseröffnung
  • Montag, 3. Oktober 2016 | 15:00 Uhr, Gottesdienst für Mensch und Tier. Predigt: Pfarrerin Andrea Richter.
  • Sonntag, 23. Oktober 2016 | 10:00 Uhr, Eucharistie am 22. Sonntag nach Trinitatis, mit dem Botkyrka Kammarkör der Tumba Kirche, Schweden

Rückblick: Grußwort Propst Stäblein zur Flüchtlingskrise

Trauergottesdienst am 2. Oktober 2015

Der Kirchenkreis Schöneberg und das Rogate-Kloster haben am 2. Oktober 2015, im Anschluss an ein bundesweites Totengeläut, zu einem zentralen Berliner Gedenk-Gottesdienst für auf der Flucht gestorbene Menschen eingeladen. Als Vertreter der Landeskirche EKBO sprach Propst Dr. Christian Stäblein ein Grußwort:

„Liebe Gemeinde hier an diesem Abend, liebe Gäste, Damen, Herren, Kinder, liebe Schwestern und Brüder, liebe Trauernde, Klagende, Fragende,

an diesem Abend trauern und beklagen wir das Leid. Viele Menschen sind auf der Flucht. Viele Menschen sind auf der Flucht umgekommen. Auf Schiffen. In Autos. Zu Fuß. Sie haben Geliebte, Nahe, Angehörige verloren. Einen Bruder. Eine Mutter. Eine Tochter. Einen Sohn. Einen Vater. Eine Schwester. Wir haben Mitmenschen verloren. Kinder Gottes.
Das beklagen wir an diesem Abend, darüber trauern wir, das sagen wir an diesem Abend und erinnern und ermahnen damit uns alle: achtet das Leben, achtet Gott, der dieses Leben ge- schaffen hat, achtet das und sorgt also: für die Menschen auf der Flucht, auf der Suche nach Leben. Achtet und sorgt: für humane Wege, für menschliches Miteinander der Fürsorge.

In diesen Zeiten ist es gut, wenn wir zusammenstehen. Wir brauchen einander in den Gemeinden und auf den verschiedenen Ebenen unserer Kirche. Unsere Hoffnung wächst im Miteinander und im Gebet füreinander. Für die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz bete und trauere ich mit Ihnen – Trauer, die uns im Glauben verbindet, Trauer die uns über Religionen und Konfessionen und Einstellungen hinweg verbindet. Trauer und Mut, die Dinge anzugehen und zu ändern.

Für die evangelische Kirche möchte ich an dieser Stelle auch einen Moment danken: Den Menschen, die helfen, die sich unermüdlich einsetzen und kämpfen für Mitmenschlichkeit, für Fürsorge. Menschen, die beten und die in dieser Stunde trauern. Menschen in der Stadt und auf dem Land, Menschen in Kirchengemeinden, in Einrichtungen und Werken, Menschen aus der Ferne und der Nachbarschaft.

Jeder und jede von Ihnen hat möglicherweise ein Gesicht vor Augen, ein Gesicht, das in den letzten Wochen viel dafür getan hat, damit Hilfe möglich wird. Nehmen Sie diesen Menschen, nehmen Sie dieses Gesicht mit ins Gebet in dieser Stunde, darum bitte ich Sie.

Die Trauer möge uns verbinden. Gottes Kraft möge uns stärken.“

Hinweis: Ein Gebet von Pfarrer Martin Germer zu diesem Anlass finden Sie hier.

Aktuell: Entpflichtung von Benedikt als Bruder des Rogate-Klosters

Zum Leben einer Geistlichen Gemeinschaft gehört das Kommen und das Gehen.

Wir sind dennoch traurig, dass Br. Benedikt unser Kloster verlassen hat. Er ging auf eigenen Wunsch. Wir hätten ihn gern in der Gemeinschaft gehalten.

Er war uns sehr lieb, wichtig und ein sorgsamer, humorvoller Begleiter.

Er wurde vergangene Woche, im Rahmen einer Vesper, von seinem Versprechen entpflichtet und verabschiedet. Möge Gott seinen weiteren Weg mit Segen begleiten.

Rückblick: Das Kyrie aus dem Eröffnungsgottesdienst des 23. Stadtfestes Berlin

Eröffnungsgottesdienst des 23. Lesbisch-schwulen Stadtfests Berlin

Eröffnungsgottesdienst des 23. Lesbisch-schwulen Stadtfests Berlin (Bild: Ulrike Biskup/Kirchenkreis Schöneberg)

Rund 150 Besucherinnen und Besucher kamen zum Eröffnungsgottesdienst des 23. Lesbisch-schwulen Stadtfests Berlin am Freitag, 19. Juni 2015, in das Rogate-Kloster in der gastgebenden Zwöf-Apostel-Kirche zu Schöneberg. Pfarrer Burkhard Bornemann, amtierender Superintendent des Kirchenkreises Berlin-Schöneberg, hielt die Predigt. Mitwirkende waren der Friedenauer Posaunenchor, Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, Dekan Ulf-Martin Schmidt, MdB Mechthild Rawert und Vikarin Anna Trapp (Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche). An der Orgel: Malte Mevissen. Fotos mit Eindrücken aus dem Gottesdienst sowie vom Stadtfest finden Sie hier.

Geschäftsführer Jörg Steinert (LSVD Berlin-Brandenburg) formulierte den Text des Kyrie, das er auch vortrug. Hier der Wortlaut:

Sprecher: Gott, zur Klage erheben wir vor dir unsere Stimmen. Noch immer kämpfen wir auf dieser Welt mit Anfeindungen gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender. Dabei sind wir genauso schockiert über gewalttätige Übergriffe wie über die psychische Gewalt.

Liturg:  Send uns Deinen Geist, der uns beten heißt, (Evangelisches Gesangbuch 178.8)

Gemeinde: Herr, erbarme Dich!

Sprecher: Immer noch müssen wir für unsere Gleichberechtigung auf politischer Ebene kämpfen. Manchmal stoßen wir auf hartnäckigen Widerstand, gerade im Kampf gegen staatliche Diskriminierung. Aus den mutigen Vorstößen anderer Länder, wie dem in Irland, ziehen wir jedoch unsere Kraft. So rufe ich zu dir, und habe den Wunsch, dass du uns hörst und stützt, Gott: „Öffne die Herzen unserer Politikerinnen und Politiker“.

Liturg:  Lass uns als Waisen nicht, send uns des Trösters Licht, (Evangelisches Gesangbuch 178.8)

Gemeinde: Christus, erbarme Dich.

Sprecher: Herr, wir können und wollen nicht akzeptieren, dass Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer Geschlechtsidentität aus ihrer Heimat flüchten müssen, hier bei uns in Deutschland aufs Neue menschenunwürdigen Bedingungen ausgesetzt sind. Wir stehen fassungslos da, wenn Flüchtlinge auf Intoleranz und Diskriminierung in ihren Unterkünften treffen. Gott, erhöre uns.

Liturg: Dass das Herz entbrennt, Deinen Weg erkennt, (Evangelisches Gesangbuch 178.8)

Gemeinde:  Herr, erbarme Dich!

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Willkommen zu unseren öffentlichen Gottesdiensten in der gastgebenden Ev. Zwölf-Apostel-Kirche, An der Apostelkirche 1, 10783 Berlin-Schöneberg:

Rückblick: Predigt vom Pfarrer Burkhard Bornemann im Eröffnungsgottesdienst des 23. Stadtfestes Berlin

Einzug des Predigers Burkhard Bornemann (Foto: Ilse Bohn)

Pfarrer Burkhard Bornemann, amtierender Superintendent des Kirchenkreises Berlin-Schöneberg, hielt am Freitag die Predigt im Eröffnungsgottesdienst des 23. Lesbisch-schwulen Stadtfests Berlin. Mitwirkende waren zudem der Friedenauer Posaunenchor, Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, Dekan Ulf-Martin Schmidt, Geschäftsführer Jörg Steinert (LSVD Berlin-Brandenburg), MdB Mechthild Rawert und Vikarin Anna Trapp (Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche). Orgel: Malte Mevissen. Fotos davon finden Sie hier. Sie können die Ansprache von Pfarrer Bornemann hier im Wortlaut nachlesen:

„Wenn zwei sich lieben, küssen sie sich.

Ein Kuss ist ein Kuss ist ein Kuss – in diesem Sinne eine kleine Hommage an Gertrude Stein und ihre Rose.

Wenn zwei, die sich lieben, sich begehren, ist das ihrem Kuss anzusehen, abzuspüren.

In einer Welt, die vor Gewalt, Hass, Ausgrenzung zu bersten droht – wird der Kuss als Provokation wahrgenommen.

Der Kuss der Begehren ausdrückt, der erotische Kuss: Das Erleben, da sind zwei glücklich – und ich gehöre nicht dazu – löst Neid aus. Kann Neid auslösen. Das kenne ich auch von mir – Neid ist kein schönes Gefühl. Und deshalb anderen verbieten wollen, ihr Glück zu zeigen – auch in der Öffentlichkeit zu leben – das ist schäbig. Und alltäglich.

Der Kuss Menschen gleichen Geschlechtes – zeigt schnell, wie homophob wie ablehnend und ausgrenzend nicht nur restriktive Gesellschaften, auch angeblich liberale immer noch sind. Wie sehr Homophobie immer noch „drin“ steckt.

Ein Kuss ist ein Kuss ist ein Kuss

Zeichen einer Welt ohne Ablehnung ohne Ausgrenzung – in der Lesben, Schwule, Trans- und Intersex-Menschen frei und selbstbewusst leben, in der wir frei lieben und unsere Liebe offen zeigen können ohne Angst

Das ist die Welt von der die biblischen Propheten sprechen – der Welt der Neuschöpfung. Im 65. Kapitel im Jesaja- Buch heißt es: „Denn siehe, ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, dass man der vorigen nicht mehr gedenken und sie nicht mehr zu Herzen nehmen wird. Freuet euch und seid fröhlich immerdar. Denn siehe, ich will Wonne schaffen und Freude und ich will fröhlich sein und mich freuen über mein Volk. Man soll in ihm nicht mehr hören die Stimme des Weinens noch die Stimme des Klagens.“ Das ist die Welt, die Gott für uns gedacht hat, eine Welt nicht von Krieg und Raffgier, von Neid und Ausgrenzung – eine umfassende Welt, in der die Liebe und unsere Liebesfähigkeit zählt, unsere Fähigkeit zu Freude. Zum Fest.

Jeden Tag erleben wir, wie weit wir davon entfernt sind.

Und doch: Wer sein Ziel kennt, findet den Weg.

Es gibt Stationen des Weges: Die Ehe-für-Alle ist eine solche Station.

Sie ist wichtig, um gleiches Recht zu gewähren. Um in der rechtlichen Gleichstellung nicht Partnerschaft 1. Klasse und 2. Klasse zu unterscheiden.

Deshalb werden wir nicht lockerlassen, dieses Recht einzufordern.

Ich bin auch fest davon überzeigt, dass die geschlechtsunabhängige Ehe, die Ehe/für/Alle dieses altgewordene Rechtsinstitut der Ehe, diese so brüchige Vereinbarung insgesamt beleben kann. Der Bruch mit der Heteronormativität der Ehe gibt der Ehe an sich eine Chance zur Lebendigkeit, die sie meiner Wahrnehmung nach als normative Verbindung von Mann/Frau längst verloren hat.

Doch ist die Ehe/für/Alle eine Wegstation, nicht das Ziel.

Trotzdem ist alles, was sich um dieses Anliegen herum konstruktiv ereignet, Leuchtfeuer für die Liebe, für das Leben, für gelingende Gemeinschaft.

Sei es das Votum aus Irland – sei es der Gerichtsentscheid in Mexiko – Gründe der Freude! Sei es die Entscheidung der Synode der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz, bis zum nächsten Jahr die rechtlichen und gottesdienstlichen Bedingungen zu schaffen, dass auch für gleichgeschlechtliche Paare die Trauung kirchlich vollgültig vollzogen wird. Dass in meiner Kirche dieser Weg gegangen wird – das freut mich als Mensch der Kirche besonders. Es zeigt sie als entwicklungsfähig und inzwischen auch entwicklungsbereit. Berührt und bewegt von den Humanisierungskräften des Christus Jesus – in seinem Geist der bedingungslosen Annahme eines Jeden/ einer Jeden – in dem eigenen So-sein, so bunt so vielfältig so unterschiedlich wir Menschen sind und lieben und begehren.

Ein Kuss ist ein Kuss ist ein Kuss

So ist ein Kuss ein schönes Zeichen als Einladung für das 23. Lesbisch- schwule Stadtfest. Wie wir auf dem Plakat an vielen Orten aufgehängt sehen konnten.

Und hat doch in konkreter Gestaltung zu Irritationen, zu deutlicher Kritik geführt. Schließlich, neben anderen Gründen zum Ausstieg der Lesbenberatung aus dem diesjährigen Stadtfest, die nun nicht mit einem Stand vertreten ist.

Diese Irritation und Kritik gilt es erst einmal wahrzunehmen und ernst zu nehmen. Der gemeinsame Weg der Emanzipation der LGBTI – Community ist da wirklich herausgefordert. Da läuft etwas deutlich schief, wenn sich Lesben in der Community deutlich marginalisiert erleben. Wenn ganz unverhohlen bei dem Anliegen der Ehe/für/Alle von der „Schwulen-Ehe“ gesprochen werden kann, ist das ganz offensichtlich nur ein eklatantes Beispiel für eine gesellschaftliche Grundtendenz, die weit in die Community hineinreicht. Für mich war es in aller eigenen deutlichen Beschämung – dass ich es gar nicht bemerkt hatte, so sehr mit der eigenen Lebenswirklichkeit in Kirche und Gesellschaft beschäftigt war, da war es die Titelstory der „Siegessäule“ im März „Lesben raus – Vom Verschwinden einer Identität“, der mir geholfen hat, wahrzunehmen und auch zu verstehen. Stephanie Kuhnen schreibt dort: „Die Verliererinnen sind wieder einmal die Lesben, die nach der Normalisierung auf die billigen Plätze verwiesen wurden und allmählich aus der Legende der erfolgreichen Emanzipation geschrieben werden. So wiederholt sich die Erfahrung mit der zweiten Frauenbewegung, deren Impulsgeberinnen in vielen Fällen Lesben waren, die sich solidarisch mit allen Frauen im Kampf gegen Misogynie und für ein selbstbestimmtes Leben engagierten und am Ende ihre politischen und autonomen Treffpunkte wie FrauenLesbenzentren verloren und von den heterosexuellen Frauen in den Institutionen verdrängt wurden. In der lesbisch-schwulen Bewegung sieht es nicht anders aus: Lesben kämpfen für alle Homosexuellen, Bisexuellen und Transgender – und die bürgerlichen Schwulen weitgehend und mit wenig sichtbaren Ausnahmen für sich selbst, wie es scheint.“ Diese Worte nehme ich sehr ernst, auch die Kritik am Plakat, die hier Klischees und mangelnde Realität verbunden mit Fehlern im Arabischen – damit: mangelnde Achtsamkeit und fehlende Sensibilität für Gegebenheiten wahrnimmt. Ernstnehmen und im guten Sinne damit auseinandersetzen – das ist geboten. Beschimpfen und Verächtlichmachen der Kritik oder gar von Menschen – so wie es die Geschäftsführerin der Lesbenberatung gerade erlebt – das ist finster.

Wenn wir das Ziel im Auge behalten, bedeutet es ungeteilte Menschlichkeit ungeteilte Menschenrechte ungeteilte Emanzipation – im Miteinander.

Am Ende des 65. Kapitels von Jesaja heißt es: „Wolf und Schaf sollen beieinander weiden; der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind. Sie werden weder Bosheit noch Schaden tun“ – so malt es diese Vision eines befriedeten Lebens.

Die Regenbogenfahne im Eröffnungsgottesdienst des Rogate-Klosters zum Stadtfest. Bild: Christiane Weidner

Im Blick auf das Ziel eines offenen Lebens ohne Ausgrenzung darf auch immer wieder – und trotz alledem, was weiterhin bruchstückhaft und enttäuschend ist – darf auch immer wieder gefeiert werden. Das gemeinsame Feiern von Menschen, deren Gemeinschaft eigentlich unmöglich ist – das hat Jesus immer wieder praktiziert – für ihn ist genau das Fest Vorgriff auf das Reich Gottes – das Ziel…. Okay, das wird nicht bei jedem Gottesdienst deutlich…. Nicht jedes Fest strahlt das aus. Aber es gilt für unsere Feste: So darf es sein.

Der offen schwul lebende Imam Muhsin Hendricks, der in Südafrika praktiziert, schreibt: „Wir feiern die sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität als natürlichen Weg und Gottes Schöpfung.“

Das ist für mich die rechte Haltung, das diesjährige Lesbisch-schwule Stadtfest zu feiern – das ist der innere Beweggrund dieses Gottesdienstes und seines Abendmahles –

Wir feiern die sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität als natürlichen Weg und Gottes Schöpfung.

Amen.“

Lesen Sie auch: Fünf Freitagsfragen an Pfarrer Burkhard Bornemann, amtierender Superintendent des Kirchenkreises Schöneberg, über den heutigen Eröffnungsgottesdienst zum 23. Lesbisch-schwulen Stadtfest Berlin, das Leben in der Kiez-Gemeinde und wie die Kirche Stellung beziehen sollte.

Mehr Infos finden Sie hier: zwoelf-apostel-berlin.de

Weitere Freitagsfragen – und Antworten – finden Sie hier: Rogatekloster.de _________________________________________________

Willkommen zu unseren öffentlichen Gottesdiensten in der gastgebenden Ev. Zwölf-Apostel-Kirche, An der Apostelkirche 1, 10783 Berlin-Schöneberg:

  • Heute, Sonntag, 21. Juni 15, Teilnahme mit eineRogate Kl_Postkarte_Mond_RZ080615_Web (verschoben) 1 Kopiem Info-Stand auf dem “23. Stadtfest des Regenbogenfonds“, Schöneberg
  • Dienstag, 23. Juni 15 | 19:00 Uhr, VESPER, das Abendgebet, Zwölf-Apostel-Kirche
  • St. Johannistag, Mittwoch, 24. Juni | 18:00 Uhr, Eucharistie, Hauskirche Maria von Magdala, Alt-katholische Gemeinde Berlin, Detmolder Straße 4, 10715 Berlin-Wilmersdorf
  • Donnerstag, 25. Juni | 20:30 Uhr, Andacht “Der Mond ist aufgegangen. Musik – Wort – Sommerabendsegen”. Impuls: Pater Engelbert Petsch, Aktion “Die Flamme der Hoffnung – The Flame Of Hope”, zu „Der Mond ist aufgegangen”. Orgel: Manuel Rösler. Violoncello: Emily Saße.
  • Dienstag, 30. Juni 15 | 19:00 Uhr, VESPER, das Abendgebet, Zwölf-Apostel-Kirche
  • Unseren Juni-Plan finden Sie hier, den Juli-Plan finden Sie hier.

Presseschau: „Ökumene mit ungewöhnlichen Katholiken“

Ein Beitrag im Tagesspiegel von Benjamin Lassive in der Ausgabe vom 7. April 2015

„…Zuvor allerdings erinnerte Bruder Franziskus vom evangelischen Rogate-Kloster in seiner Predigt an die Geschichte der Jünger, die auf dem Weg nach Emmaus dem auferstandenen Jesus begegneten. Die Auferstehung hätten sie zunächst nicht begreifen können. Erst beim Abendmahl hätten sie gemerkt, wen sie vor sich hätten. „Jesus bricht mit ihnen das Brot … das Vertraute wird jetzt sichtbar.“ So sei es auch heute: Egal, was Menschen theologisch über das Abendmahl dächten: „Uns verbindet die Form, die Sehnsucht und die Freude, dass wir gemeinsam etwas Heiliges tun.“

Den Artikel finden Sie in voller Länge hier.

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Willkommen zu unseren öffentlichen Gottesdiensten in der gastgebenden Ev. Zwölf-Apostel-Kirche, An der Apostelkirche 1, 10783 Berlin-Schöneberg:

    • Dienstag, 7. April 15 | 19:00 Uhr, Vesper, das Abendgebet, Zwölf-Apostel-Kirche
    • Donnerstag, 9. April 15 | 20:30 Uhr, Komplet, das Nachtgebet, Zwölf-Apostel-Kirche
    • Dienstag, 14. April 15 | 19:00 Uhr, Vesper, das Abendgebet, danach Bibelgespräch
    • Donnerstag, 16. April 15 | 20:30 Uhr, Fürbitt-Andacht, in der Zwölf-Apostel-Kirche
    • Dienstag, 21. April 15 | 19:00 Uhr, Vesper, das Abendgebet, anschließend Mitgliederversammlung des Trägervereins
    • Donnerstag, 23. April 15 | 20:30 Uhr, Komplet, das Nachtgebet, Zwölf-Apostel-Kirche
Donnerstag, 7. Mai 15 | 20:30 Uhr, Andacht mit Gedenken des Kriegsendes vor 70. Jahren und der Befreiung Deutschlands. Ansprache: Militärbischof Dr. Sigurd Rink.

Donnerstag, 7. Mai 15 | 20:30 Uhr, Andacht mit Gedenken des Kriegsendes vor 70. Jahren und der Befreiung Deutschlands. Ansprache: Militärbischof Dr. Sigurd Rink.

  • Dienstag, 28. April 15 | 19:00 Uhr, Vesper, das Abendgebet, danach Bibelgespräch
  • Donnerstag, 30. April 15 | 20:30 Uhr, Meditative Andacht, Zwölf-Apostel-Kirche
  • Dienstag, 5. Mai 15 | 19:00 Uhr, Vesper, das Abendgebet, Zwölf-Apostel-Kirche
  • Donnerstag, 7. Mai 15 | 20:30 Uhr, Andacht mit Gedenken des Kriegsendes vor 70. Jahren und der Befreiung Deutschlands. Ansprache: Militärbischof Dr. Sigurd Rink. Orgel: Malte Mevissen.