Zitiert: Rogate-Kloster ist Ort des Gebetes und der Diakonie.

Das vor einem Jahr, am 29. September 2010, gegründete Ökumenische Rogate-Kloster St. Michael zu Berlin zieht spirituell Interessierte aus verschiedenen Kirchen aber auch Kirchenferne nach Schöneberg. Es sind Menschen mit der Berufung zum Eintritt in den Orden oder in die Rogate-Gemeinschaft. Es gibt aber auch viele, die das Kloster im Freundeskreis unterstützen. Das Kloster ist Ort des Gebetes und der Diakonie für Menschen in verschiedenen Lebenslagen.

Der Einsatz der Rogate-Initiative für Opferschutz und gegen Gewalt beispielgebend und anerkannt im Kiez. Es ist wichtig und leider nicht selbstverständlich, hier einen kirchlichen Akteur zu erleben.

Das Rogate-Kloster initiierte mit Freiwilligen eine Suppenküche in der Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde, die seit Mai wöchentlich warme Mahlzeiten für bis zu 70 Menschen anbietet. Angebote für ältere und einsame Menschen an Wochenenden sind geplant. Rogate steht für den Einsatz mit Herz, Wort und Tat und leistet einen wichtigen Beitrag für den sozialen Zusammenhalt in unseren Kiezen in Schöneberg.

Über die Kloster-Gründung in Schöneberg freue ich mich, denn sie zeugt vom Gemeinsinn, der Freude am gemeinsamen Handeln und von der Hoffnung der Christen.

In der Vielfalt unseres Stadtteiles wäre es ein großer Gewinn, wenn es gelänge, dem Konvent nachhaltig Räume zum Leben und für das karitative Engagement zur Verfügung zu stellen und eine Anbindung an die bestehenden Strukturen zu befördern. Mit dem Konvent hoffe ich, dass die Kirchen das Projekt als Ausdruck der Vielfalt wohlwollend prüft und engagiert nach Möglichkeiten der Unterstützung sucht.

Den Gründern der Rogate-Initiative und des Klosters ist für ihren Einsatz, ihre Kreativität und Beharrlichkeit trotz vieler Widerstände zu danken.

Ich wünsche eine glückliche Hand bei allen Projekten und freue mich auf weitere Begegnungen.

Lars Oberg, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, in einem Grußwort zum einjährigen Bestehen des Rogate-Klosters St. Michael zu Berlin am 29. September 2011.

Unser Programm zum Jubiläum:

Zum Jubiläum ein Vortragekreuz?! Die Spendenaktion für das Rogate-Kloster finden Sie hier.


Zitiert: In der kirchenfernen Stadt Berlin zur Verankerung des Glaubens beitragen.

„Wer an seinem Nächsten vorübergeht, der geht auch an Gott vorüber.“
Martin Luther (1483-1546)

Ein Kloster für alle christlichen Konfessionen in Deutschlands Hauptstadt zu errichten, ist eine ebenso fortschrittliche wie wegweisende Idee. Das Ökumenische Rogate-Kloster Sankt Michael hat es mit der Eröffnung am 29. September 2010 vermocht, einen Ort der Hoffnung und Offenheit für alle — auch für Schwule und Lesben — zu schaffen, in dem ohne Trennung gebetet werden kann. Gerade in einer kirchenfernen Stadt wie Berlin kann dies zu einer stärkeren Verankerung des christlichen Glaubens beitragen.

„Freundlich und offen füreinander, so wie Augustinus (Confessiones 4,8,13) das gemeinsame Leben beschreibt, so wollen wir unser neues Kloster in Berlin aufbauen.“ Nach diesem Motto lebt das Rogate-Kloster seine Offenheit und Toleranz gegenüber verschiedenster Konfessionen und Lebensarten aus. Bei meinem Besuch im Rogate Kloster am 17. Juni 2011 anlässlich einer Vesper zur Eröffnung des schwul-lesbischen Stadtfestes habe ich aus den Predigten immer eines herausgehört: Die Bestrebungen des Klosters sind, so wie auch schon Martin Luther predigte, die Nächstenliebe und Respekt vor allen Menschen. Das unterstütze ich gerne.

Ich bin der festen Überzeugung, dass das Rogate-Kloster einen wichtigen Beitrag im konfessionsübergreifenden Dialog leistet und Anlaufstelle für alle Gläubigen sein wird.

Auf diesem Wege gratuliere ich Ihrem Mut und Ihrer Hingabe und wünsche Ihnen noch viele erfolgreiche sowie erfüllende Jahre!

Herzliche Grüße

Dr. Jan-Marco Luczak, Mitglied des Deutschen Bundestags, Wahlkreisabgeordneter für Tempelhof-Schöneberg, in einem Grußwort zum einjährigen Bestehen des Rogate-Klosters.

Das Programm zum Jubiläum:

  • Sonntag, 25. September,, 19.oo Uhr, Rogate-Konzert. Schola Cantorum, einer der besten Chöre Norwegens, konzertiert in der Zwölf-Apostel-Kirche. Eintritt frei. Kollekte erbeten.
  • Montag, 3. Oktober, 15.oo Uhr, Gottesdienst für Mensch und Tier (mit Tiersegnung). Eine filmische Einladung dazu hier:

     

Zitiert: Berlin ist die Stadt der Widersprüche.

„Wir verstehen die Vielfalt unserer Gaben und Talente als Gewinn“, ist genauso Teil Ihres Selbstverständnisses wie der Wunsch, sich nicht gegenüber anderen abzugrenzen und im Glauben zu wachsen. Berlin ist die Stadt der Vielfalt – der Vielfalt der Herkunft, der religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen, der sexuellen Orientierungen. Berlin ist die Stadt der Widersprüche und die Stadt, die fähig ist, mit diesen Widersprüchen nicht nur zu leben, sondern sie – bei allen Problemen, die wir haben – produktiv zu wenden. Ich wünsche Ihnen, dass sie als ökumenisches Kloster diese Vielfalt annehmen können und ein lebendiger Teil unseres vielfältigen Berlins werden.

Grußwort von Dr. Klaus Lederer, MdA, Landesvorsitzender DIE LINKE. Berlin zum 1. Jahrestag der Gründung des Ökumenischen Rogate-Klosters St. Michael zu Berlin.

Unser Festprogramm:

    • Sonntag, 25. September,, 19.oo Uhr, Rogate-Konzert. Schola Cantorum, einer der besten Chöre Norwegens, konzertiert in der Zwölf-Apostel-Kirche. Eintritt frei. Kollekte erbeten.
    • Montag, 3. Oktober, 15.oo Uhr, Gottesdienst für Mensch und Tier (mit Tiersegnung). Eine filmische Einladung dazu hier:

Zitiert: Schon wichtige Zeichen gesetzt.

Zum ersten Jahrestag der Gründung übermittle ich allen Freunden und Aktiven des Ökumenischen Rogate-Klosters herzliche Grüße.

Diese junge klösterliche Gemeinschaft mag noch ein zartes Pflänzchen sein. In der kurzen Zeit ihres Bestehens hat sie jedoch schon wichtige Zeichen gesetzt. So bietet die Initiative den Menschen unterschiedlicher Konfessionen einen gemeinsamen spirituellen Ort der Ruhe und der Meditation. Gleichzeitig ermutigt sie zum Engagement für das friedliche und respektvolle Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion und Lebensweise in der Hauptstadt Berlin und darüber hinaus zum Einsatz für die Menschenrechte auch in anderen Regionen der Welt. Gerade in Zeiten, in denen häufig mehr das Trennende statt das Gemeinsame betont wird, ist solches Engagement besonders wertvoll.

In diesem Sinne wünsche ich dem Rogate-Kloster auch für die Zukunft alles Gute.

Klaus Wowereit
Regierender Bürgermeister von Berlin

Grußwort des Regierenden Bürgermeisters zum Jahrestag der Rogate-Klostergründung am 29. September 2011

Zitiert: Einsatz für eine tolerantere Kirche.

Seit bald einem Jahr bereichert das Rogate-Kloster Sankt Michael die ökumenische Landschaft Berlins. Damals wurde es gegründet von Menschen unterschiedlicher Bekenntnisse und mit unterschiedlicher Nähe zum Glauben. Sie wollten nicht das Trennende in den Vordergrund stellen, sondern das, was sie verbindet: den Wunsch, Gemeinschaft und Nächstenliebe zu leben und so zu einer menschenfreundlicheren Gesellschaft beizutragen.

Sie sind mit dem Ziel angetreten, sich gemeinsam für ihren Kiez und die Menschen in Berlin zu engagieren, z.B. indem sie soziale Maßnahmen und Bildungsprojekte initiieren. Die Vielfalt ihrer Konfessionen und persönlichen Hintergründe nehmen sie als Reichtum wahr. Ein Grundpfeiler ihrer Gemeinschaft ist deshalb die Toleranz – ein Wert, für den sie sich auch öffentlich einsetzen.

Auf den ersten Blick scheint es ungewöhnlich, in der heutigen Zeit in einer Stadt wie Berlin ein Kloster zu gründen. Doch gerade in einer schnelllebigen Metropole gibt ein Ort verbindlicher Gemeinschaft wichtige Impulse. Aus den gemeinsamen Gebeten und Andachten schöpft die Gemeinschaft Kraft und kann dadurch auch Anregungen an die Berliner Gemeinden geben.

Viele gute Ideen und Vorsätze standen am Anfang des Rogate-Klosters Sankt Michael. Im vergangenen Jahr wurden schon viele davon umgesetzt. Gegen Hunger und Armut organisiert die Gemeinschaft z.B. in Zusammenarbeit mit der Zwölf-Apostel-Gemeinde eine Suppenküche für Menschen mit geringem Einkommen. Die Feier einer Vesper anlässlich der Eröffnung des lesbisch-schwulen Stadtfestes – trotz der massiven Anfeindungen aus einigen evangelikalen Lagern – zeigt, dass die Rogate-Gemeinschaft es mit dem Einsatz für eine tolerantere Gesellschaft und auch eine tolerantere Kirche ernst meint.

Nach diesem erfolgreichen Jahr hat das Rogate-Kloster sich für die Zukunft einiges vorgenommen. Die Gemeinschaft will ein eigenes Gebäude mit Gottesdienst- und Wohnmöglichkeiten anschaffen. Ein geeignetes Objekt und die finanziellen Mittel müssen gefunden werden. Auch die Zusammenarbeit mit der EKBO und dem Erzbistum Berlin soll enger werden. Für die kommenden Projekte wünsche ich der Rogate-Gemeinschaft viel Erfolg, Durchhaltevermögen und Begeisterung und hoffe, dass es ihr weiterhin gelingt, Brücken zu bauen – zwischen den Konfessionen und vor allem zwischen den Menschen.

Siegmund Ehrmann, MdB, Beauftragter für Kirchen und Religionsgemeinschaften der SPD-Bundestagsfraktion, in einen Grußwort zum einjährigen Bestehen des Rogate-Klosters St. Michael zu Berlin.

Zitiert: Helfend und aufbauend eingreifen.

Sehr geehrter Ehrwürdiger Bruder Franziskus,

ich begrüße es sehr, dass sich eine christliche Gemeinschaft im Schöneberger Norden sozial engagiert. Dieser Bezirksteil leidet unter etlichen sozialen Problemen: Straßenprostitution, hoher Anteil von Hartz-IV-Familien, Kinderarmut, Probleme im Zusammenhang mit hohem Emigrantenanteil in der Bevölkerung usw.

Daraus erwachsen Spannungen zwischen den Menschen. Einhergehend mit den Problemen ist aber auch ein Verlust der Werteorientierung  zu verzeichnen: Ob es sich nun um die sog. bürgerlichen Tugenden handelt oder schlicht um die gegenseitige Achtung von Mensch zu Mensch dreht – Armut, sozialer Abstieg, schlechte Zukunftsaussichten verbinden sich oft mit dem Verlust von Selbstwertgefühl und das wiederum ist oft die Wurzel von mangelnder Verankerung in unserer Gesellschaft und fehlendem Verantwortungsgefühl für sich selbst und/oder Andere.

Eine Einrichtung wie die Ihre kann hier helfend und aufbauend eingreifen – sei es durch menschliche Nähe, praktische soziale Hilfe und Unterstützung.

Ihre Arbeit verdient Respekt und Anerkennung durch Politik und Gesellschaft.

Monika Thamm, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, in einem Grußwort zum einjährigen Bestehen des Rogate-Klosters am 29. September und zum zweijährigen Gründungstag der Rogate-Initiative e.V. am 9. September.

Zitiert: Konsequenz beim Thema Vielfalt und Toleranz und gelebte Exegese.

Liebe Brüder des Rogate-Ordens,
liebe Mitglieder der Rogate-Gemeinschaft,
liebe Freunde und Unterstützer der Rogate-Initiative!

Am 29. September 2010 hat Berlin durch Ihre gemeinschaftliche Initiative eine geistliche und soziale Bereicherung erfahren, auf die Sie als Gründer und Träger und wir Berliner insgesamt stolz sein können!
Lassen Sie mich Ihnen offen gestehen, was in mir an vorderster Stelle eine tiefe Sympathie für Ihre Gemeinschaft erweckt: Es ist Ihre Konsequenz beim Thema Vielfalt und Toleranz und Ihre gelebte Exegese dessen, was für Martin Luther die einzige Quelle des Glaubens war, die heilige Schrift („sola scriptura“).

Denn das zentrale Motiv dieser Schrift, der zentrale Wert des Christentums zieht sich als roter Faden und Rückgrat durch das neue Testament. Das neue Testament identifiziert ihn als die Lösung schlechthin für die Probleme des einzelnen wie auch der Gemeinschaft, als die perfekte Antwort auf die Unbilden und bisweilen die schmerzliche Absurdität des Lebens, als die einzige Rettung. Er ist die Quelle von Freude, sozialer Heimat, von Identifikation, Identität und von Verantwortung für sich und den Nächsten. Dieser zentrale christliche Wert ist: Liebe.

Nun habe ich es schon früher nie verstanden, wie manche – auch kirchliche Institutionen – die gelebte Liebe zwischen zwei Menschen einteilen konnten in eine „gute“ Form, diejenige zwischen Mann und Frau und eine „schlechte“ Form, diejenige zwischen zwei Menschen gleichen Geschlechts. Ich hörte dann bisweilen staunend, dass in der Liebe zwischen zwei gleichgeschlechtlichen Partnern ein erotisch motiviertes Begehren (Cupiditas) überwiege, während zwischen Mann und Frau eine platonisch-hochachtende Nächstenliebe (Caritas) angenommen wurde. Was diese Anteile mit dem Geschlecht der Liebenden zu tun haben, verstand ich damals wie heute nicht.

Die gelebte Liebe zweier Menschen bedeutet vor allem die gegenseitige Übernahme von Verantwortung füreinander. Darin liegt für mich als Liberaler ihr unschätzbarer Wert. Die Entscheidung, die Initiative des Einzelnen, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen, ist die existentielle Basis einer jeden Gemeinschaft. Sie ist immer gut und völlig unabhängig von Geschlecht, äußeren Faktoren oder körperlichen Merkmalen der Beteiligten.

Sie machen als christliche Gemeinschaft keinen Unterschied zwischen „guter“ und „schlechter“ Liebe. Diese Akzeptanz der Vielfalt und die Achtung der Liebe in ihren Formen leben Sie und fördern Sie. Damit sind Sie eine Bereicherung unserer Stadt, von deren Sorte wir weiß Gott mehr gebrauchen können und dafür danke ich Ihnen!

Ich wünsche Ihnen in diesem Sinne ein frohes Jubiläum, stetiges Wachstum und die Kraft, in einem geduldigen Dialog untereinander, mit Bürgern, Kirchen und anderen Religionsgemeinschaften, mit Politik und Gesellschaft die Freiheit der Gedanken, die Freiheit der Gefühle und dort, wo es Not tut, auch das Freiwerden zum Lieben weiterhin zu fördern!

Christoph Meyer
FDP-Fraktionsvorsitzender im
Abgeordnetenhaus von Berlin