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Beauftragter für den interreligiösen Dialog im Landkreis Friesland

Der Landkreis Friesland hat zum 1. Dezember 2020 Bruder Franziskus als Beauftragten im Ehrenamt für den interreligiösen Dialog ernannt.

Kontakt zum Beauftragten

Br. Franziskus, Mobil 0176.340 82 760

Mail: bruderfranziskus@frieslandglaubt.de

Postanschrift: Rogate-Kloster, Haus der Diakonie, Weserstraße 192, 26382 Wilhelmshaven-Bant

Religiöse Gemeinden bzw. Gedenkstätten und Weltanschauungsgemeinschaften

– Liste im Aufbau –

Fehlt Ihre Gemeinde bzw. Ihre Gemeinschaft in dieser Liste? Dann schicken Sie bitte gern eine Mail mit den Angaben (Name/Anschrift/Ort/Homepage/Mailadresse/Telefonnummer), damit Sie hier eingepflegt werden können und öffentlich sichtbar sind. Vielen Dank!

Hintergrund und Grundlagen für den Dialog

Im Folgenden soll über die Grundlagen Arbeit des Beauftragten und die Aufgaben und Zielsetzungen des interreligiösen Dialogs in Friesland informiert werden.

Der Dialog zwischen den Religionen und ihren Gemeinden kann erheblich zum gesellschaftlichen Frieden, zum Abbau von Spannungen und zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements beitragen. Der interreligiöse Dialog hat große Chancen auf eine gelingende Kommunikation, wenn er auf Augenhöhe und in gegenseitiger Wertschätzung, Verlässlichkeit sowie im respektvollen Miteinander der Teilnehmenden stattfindet.

Es geht dabei nicht um die Feststellung von Trennendem zwischen den Religionsgemeinschaften, sondern um die Suche nach Gemeinsamkeiten und die Stärkung der Zivilgesellschaft und der Demokratie. Auch das Erarbeiten gemeinsam getragener Problemlösungsansätze wird gefördert und angeregt.

Der interreligiöse Dialog findet auf verschiedenen Ebenen statt. Er ist nicht auf einen intellektuellen Austausch zwischen religiösen Würdenträgern und theologisch geschulten Kräften begrenzt, sondern er findet im Idealfall zwischen möglichst vielen Angehörigen der Religionen, der Geschlechter und Weltanschauungen statt, die die Verständigung mit dem Ziel gesellschaftlichen und sozialen Friedens wollen.

Nicht erst nach den antisemitischen bzw. rassistischen Anschlägen von Halle und Hanau ist die Notwendigkeit eines Stärkung der Handliungsfähigkeit von ausgleichenden Kräften innerhalb der Religionsgemeinschaften und der einzelnen Communitys gegeben. Auch für diese Aufgaben soll die Ernennung eines Beauftragten des Landkreises dienen.

Zudem sollen Persönlichkeiten in den friesländischen Religionsgemeinschaften stärker vernetzt werden, die die Ideen eines gesellschaftlichen Miteinanders auf der Basis unseres Grundgesetzes, der Freiheit der Religionsausübung, der Demokratieförderung und des gesellschaftlichen und sozialen Friedens stützen. Eine positiv orientierte Arbeitsweise des interreligiösen Dialogs, wie er beispielsweise im „Berliner Forum der Religionen“ praktiziert wird, könnte auch für Friesland richtungweisend sein.

Interreligiöser Dialog braucht das gegenseitige Interesse, Respekt vor den Überzeugungen der Anderen, Gesprächs- und Begegnungsmöglichkeiten, Kontinuität und Verlässlichkeit, vertrauensbildende Maßnahmen, Offenheit und Entwicklungsperspektiven. Vorraussetzungen sind auch die Bereitschaft, Trennendes auszuhalten, identifizierbare Ansprechpartner zu benennen und Verabreden einer Arbeitsform für einen Dialog auf Augenhöhe miteinander.

Der 2018 gegründete „Arbeitskreis Religionenhaus“ hatte angeregt, ehrenamtliche Beauftragte für den interreligiösen Dialog in Friesland und Wilhelmshaven zu benennen, um eine bessere Kommunikation zu initiieren. Damit solle insbesondere die Kommunikation zwischen den jüdischen, yezidischen, den muslimischen und christlichen Gemeinden verbessert werden.

Ziele des interreligiösen Dialogs in Friesland:

  • Verstetigung des interreligiösen Dialogs auf Ebene des Landkreises.
  • Neustart bzw. Ausbau bestehender Netzwerke und Kommunikationsebenen.
  • Gründung eines „Rates der Religionsgemeinden Friesland“, auch in Kooperation mit Wilhelmshavener Gemeinden.
  • Begegnungs- und Informationsmöglichkeiten initiieren für Interessierte an einem Interreligiösen Dialog.
  • Brücken bauen zwischen Religionsgemeinden und der Verwaltung des Landkreises und der örtlichen Gemeinden sowie zur Stadt Wilhelmshaven.
  • Vertretung des Landkreises im Arbeitskreis Religionenhaus und in überörtlichen Netzwerken der interreligiösen Kommunikation
  • Unterstützung und Beratung von Institutionen und Initiativen die der Integration von Migranten dienen.
  • Ansprechpartner der Religionsgemeinden für Stellungnahmen für Beantragungen von Drittmitteln.