Fünf Fragen an: Hendrik Theemann, FDP-Kandidat im Bundestagswahlkreis 26

Fünf Freitagsfragen an Hendrik Theemann, FDP-Kandidat im Wahlkreis 26 für die Bundestagswahl 2021, über seine Unzufriedenheit mit der Großen Koalition, Digitalisierung und Kanzler a.D. Helmut Schmidt. Ein Interview im Rahmen des Rogate-Demokratieprojekts „FrieslandVisionen: Wie wollen wir morgen leben?“.

Hendrik Theemann (Bild: privat)

Hendrik Theemann (52) stammt aus Quickborn bei Hamburg. Nach dem Abitur und der anschließenden Offiziersausbildung bei der Marine studierte er Elektrotechnik und absolvierte eine Schiffstechnik-Ausbildung.

Rogate-Frage: Herr Theemann, was hat Sie motiviert, sich politisch zu engagieren und für den Deutschen Bundestag zu kandidieren?

Hendrik Theemann: Die Unzufriedenheit mit der großen Koalition führte dazu, dass ich vor circa zwölf Jahren in die FDP eingetreten bin. Im Laufe der Zeit habe ich mich zunehmend engagiert und bin bei Wahlen angetreten. Für den Bundestag kandidiere ich, da die derzeitige Bundesregierung bei den großen Themen unserer Zeit wie zum Beispiel Demographie, Digitalisierung oder Decarbonisierung kaum liefert. Als politischer Seiteneinsteiger und Dipl.-Ing. kann ich bei vielen zentralen Themen den kommenden Bundestag fachlich aufwerten und zum Beispiel die digitale Transformation aktiv unterstützen.

Rogate-Frage: Warum haben Sie sich für die FDP als ihre Partei entschieden?

Hendrik Theemann: Bei der FDP steht der Mensch im Mittelpunkt, sie setzt auf Eigenverantwortung und steht den staatlichen Akteuren sehr kritisch gegenüber. Bei Kernaufgaben des Staates, wie zum Beispiel die Gewährleistung der Sicherheit, steht die FDP für einen starken Staat.
Die FDP transportiert eine Aufbruchstimmung, setzt auf die Kraft der sozialen Marktwirtschaft, erkennt die Chancen und Risiken zum Beispiel der Globalisierung.

Rogate-Frage: Wie wollen Sie morgen leben?

Hendrik Theemann: Das Potential, welches die Digitalisierung besitzt, müssen wir für unsere Region heben. Auf diese Weise können wir die Lebensqualität der Menschen gerade in unserer Region verbessern. Darunter darf der Charakter der Region nicht leiden.
Ich möchte auch in einem Land leben, in dem meine Kinder einerseits die Möglichkeit haben, sich zu entfalten, andererseits dürfen sie nicht überfordert werden durch hohe Abgaben oder Auflagen.

Rogate-Frage: Welche politischen Vorbilder haben Sie und wie bilden Sie sich Ihre Meinung?

Hendrik Theemann: Helmut Schmidt, da er das Wohl des Landes über Parteiinteressen gestellt hat. Die politische Meinungsbildung erfolgt über verschiedenste Kanäle, beginnend im Gespräch im Bekanntenkreis bis hin zu den Angeboten der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten.

Rogate-Frage: Was bedeuten Ihnen Religion, Glaube, Spiritualität und die Kirche?

Hendrik Theemann: Ich bin zwar kein religiöser Mensch, meine Werte sind aber stark durch unseren abendländischen Wertevorrat geprägt. Glaube und Spiritualität sprechen mich kaum an, ich bin eher nüchterner Analytiker, der versucht auch komplexe Zusammenhänge zu verstehen und Thesen kritisch hinterfragt.

Rogate: Vielen Dank, Herr Theemann, für das Gespräch!

Weitere Interviews in der Reihe Freitagsfragen (Rogate-Kloster Sankt Michael zu Berlin ISSN 2367-3710) – und Antworten – finden Sie hier: Rogatekloster.de.


Der noch folgende Termin der Reihe „Wen wählen? Fünf Interviews zur Bundestagswahl 2021“:

  • Donnerstag, 26. August 2021 | 19:30 Uhr, Abendgebet. Orgel: Stadtkantor Markus Nitt. Lektorinnen: Heidrun Helbich (Ev.-luth. Thomaskirchengemeinde, Neuengroden) und N.N. Ort: Lutherkirche.
  • Donnerstag, 26. August 2021 | 20:15 Uhr, Demokratie-Reihe „Wen wähle ich?“ – Interview zur Bundestagswahl 2021 mit MdB Siemtje Möller (SPD). Ort: Lutherkirche.

Mehr Informationen zum Demokratieprojekt „FrieslandVisionen: Wie wollen wir morgen leben?“ finden Sie hier.

Reihe zur Bundestagswahl: Donnerstag mit Hans-Henning Adler (DIE LINKE)

In der Demokratiereihe „Wen wählen? Interviews zur Bundestagswahl 2021“ ist am Donnerstag (19. August) der Kandidat der Partei DIE LINKE für den Wahlkreis 26, Hans-Henning Adler, zu Gast. Der Oldenburger Politiker stellt sich den Fragen von Br. Franziskus (Rogate-Kloster).

Hans-Henning Adler (Bild: privat)

Der 71jährige Adler ist Rechtsanwalt und seit 1996 Mitglied im Rat der Stadt Oldenburg und Fraktionsvorsitzender der LINKEN. 2008 – 2013 war er Abgeordneter im Niedersächsischen Landtag, dort zuletzt ebenfalls als Fraktionsvorsitzender. Sein Buch „Kapitalmacht wirksam bändigen – Gedanken zu einem Sozialismus mit Durchsetzungschancen“ veröffentlichte der VSA-Verlag 2020.

Wetterabhändig findet die Veranstaltung im Garten oder unter der Empore der Lutherkirchengemeinde statt. Beginn ist um 19:45 Uhr in der Brommystraße 71, Wilhelmshaven-Villenviertel.

Zuvor wird um 19:00 Uhr zu einem „Gebet für die Stadt“ in die Lutherkirche eingeladen. Traugott Böhlke spielt die Orgel. Lektoren sind Heidrun Helbich und Florian Wiese.

Die Reihe „Wen wählen?“ gehört zum Demokratieformat „FrieslandVisionen“ des Rogate-Klosters Sankt Michael. Dieses wird im Rahmen des Förder- und Qualifizierungsprogramms „MITEINANDER REDEN“ für Akteur/-innen in ländlichen Räumen durch die Bundeszentrale für politische Bildung gefördert.

In der kommenden Woche, Donnerstag, 26. August 2021, wird um 20:15 Uhr, die Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller (SPD) zum Interview erwartet. Seit Ende Juli waren bereits Anne Janssen (CDU), Sina Beckmann (Bündnis 90/Die Grünen) und Hendrick Theemann (FDP) Interviewgäste des Klosters in den Räumen der Lutherkirchengemeinde.

Informationen: FrieslandVisionen.de

Fünf Fragen an: Onna Buchholt, Kompetenznetzwerk Islam- und Muslimfeindlichkeit

Fünf Freitagsfragen an Onna Buchholt, Projektreferentin bei der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V. (aej), über den Einsatz für Chancengleichheit, vollumfängliche Teilhabe und eine Gesellschaft, in der alle Menschen angstfrei leben können. Ein Interview im Rahmen des Rogate-Demokratieprojekts „FrieslandVisionen: Wie wollen wir morgen leben?“.

Onna Buchholt (Bild: privat)

Onna Buchholt ist seit 2014 Projektreferentin bei der aej und studierte zuvor Islamwissenschaft, Politik und Geschichte an der Universität Münster. Sie engagiert sich für eine Rassismus-kritische Öffnung der Jugendverbandslandschaft und teilt sich die Projektleitung der aej-Trägerschaft im Kompetenznetzwerk Islam- und Muslimfeindlichkeit mit ihrer Kollegin Franziska Vorländer und lebt in Berlin.

Rogate-Frage: Frau Buchholt, was ist die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland und wer gehört dazu?

Onna Buchholt: Die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland ist die Dachorganisation Evangelischer Kinder- und Jugendarbeit auf Bundesebene. Wir vertreten die Interessen unserer 32 Mitglieder – darunter verschiedene evangelische Jugendwerke und –verbände, die Jugendarbeit der Mitgliedskirchen der EKD sowie die freikirchliche Jugendarbeit – gegenüber Politik, kirchlichen Institutionen und Fachorganisationen. Zu den größeren Mitgliedsorganisationen zählen neben der landeskirchlichen Jugendarbeit der Christliche Verein Junger Menschen (CVJM) und der Verband christlicher Pfandfinder und Pfadfinderinnen (VCP). Insgesamt vertritt die aej die Interessen von etwa 1,35 Millionen jungen Menschen.

Rogate-Frage: Sie befassen sich als evangelischer Verband mit Islam- und Muslimfeindlichkeit. Warum?

Onna Buchholt: Als Evangelische Jugend verstehen wir uns als ein Verband, der sich für gute Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen in Deutschland einsetzt und für Chancengerechtigkeit und ein gutes Miteinander stark macht, dies schließt auch Angehörige anderer Konfessionen und Religionen mit ein.

Aus diesem Selbstverständnis heraus haben wir vor etwa 15 Jahren damit begonnen, im Kontext der damals aufkommenden Diskussion um die „Interkulturelle Öffnung der Jugendverbandsarbeit“ Vereine junger Migrant*innen zu coachen, die aus den unterschiedlichsten Gründen noch über keine stabilen Strukturen als Jugendverband verfügten. Erste Kooperationsprojekte haben wir mit christlich-ökumenischen Partnern wie dem Orthodoxen Jugendbund, der Koptischen Jugend Deutschlands und dem Jugendverband der Evangelischen-Vietnamesischen Tin Lanh Gemeinden in Deutschland e.V.  durchgeführt, danach mit dem Bund der Alevitischen Jugendlichen als erstem nichtchristlichen Verband.

Durch unsere interreligiöse und ökumenische Arbeit bestanden seit den 2000er Jahren auch gute Kontakte zu muslimischen Jugendverbänden. Mit ihnen haben wir ab 2012 erste größere Projekte zusammen durchgeführt. Im Kontext der Rassismus-kritischen Öffnung der Jugendverbandsarbeit haben wir Barrieren struktureller und gesellschaftlicher Art erkannt, die einer Partizipation marginalisierter Jugendverbände entgegenwirken.

Wir möchten erreichen, dass die Strukturen der Kinder- und Jugendarbeit für alle da sind und keine Ausschlüsse produzieren. Insbesondere muslimische Jugendliche sind aber massiv von antimuslimischen Ressentiments und Rassismus betroffen und sehen sich einem generellen Misstrauensdiskurs ausgesetzt, der ihre vollumfängliche Teilhabe verhindert. Deshalb setzen wir uns in unseren Bezügen gegen Islamfeindlichkeit und antimuslimischen Rassismus ein.

Rogate-Frage: Daraus ist ein Kompetenznetzwerk Islam- und Muslimfeindlichkeit entstanden. Was passiert in diesem Netzwerk und welches Ziel steht dahinter?

Onna Buchholt: Von 2015-2019 waren wir mit unserem Kooperationsprojekt „Junge Muslime als Partner – FÜR Dialog und Kooperation! GEGEN Diskriminierung!“ bereits ein Teil der BMFSFJ-Bundesförderung „Demokratie leben!“ im Förderbereich der Prävention von Islam- und Muslimfeindlichkeit. Im Rahmen dieses Projekts entstand eine enge Zusammenarbeit mit CLAIM, der Allianz gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit, mit der wir eine gemeinsame Fachtagung auf die Beine stellten und später auch Mitglied im Netzwerk wurden. Aus dieser Zusammenarbeit ist die gemeinsame Trägerschaft des Kompetenznetzwerks Islam- und Muslimfeindlichkeit entstanden, zu dem auch ZEOK, das Zentrum für europäische und orientalische Kultur, gehört.

Unser Ziel als Kompetenznetzwerk ist eine Gesellschaft, in der alle Menschen angstfrei leben können – auch Muslim*innen, die in den vergangenen Jahren einer schockierend hohen Anzahl von Angriffen ausgesetzt waren, wie die offiziellen Polizeistatistiken seit 2017 belegen. Empirische Erhebungen zur Verbreitung von Vorurteilen zeigen seit vielen Jahren, dass etwas mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung der Meinung ist, der Islam passe nicht zu ihrer Kultur und den Islam als Bedrohung wahrnimmt. Das ist ein besorgniserregend hoher Anteil und eine Gefährdung unserer Demokratie, weil solche Einstellungen oft mit Forderungen nach einer Einschränkung der Grundrechte von Muslim*innen einhergehen.

Unsere Aufgabe als Kompetenznetzwerk ist, antimuslimischen Rassismus zu benennen und sichtbar zu machen, um breite Anteile der Bevölkerung für bestehende Diskriminierungsformen zu sensibilisieren. Die drei Träger im Kompetenznetzwerk fokussieren dabei unterschiedliche Themenbereiche und Zielgruppen; während CLAIM unter anderem das Monitoring von Vorfällen antimuslimischen Rassismus verbessern will und wissenschaftliche Expertise bereitstellt wirkt ZEOK in den Bereich der Kinder- und Jugendarbeit, indem sie vor allem Fachpersonal aus Kitas und anderen pädagogischen Kontexten weiterqualifizieren.

Als Jugendverband ist unsere Zielgruppe als aej die Jugendverbandslandschaft, in der wir für die Themen Antimuslimischer Rassismus und Islamfeindlichkeit sensibilisieren wollen. Wir bieten in diesem Kontext unterschiedliche Bildungsformate und Workshop-Konzepte an und haben eine mobile Ausstellung erarbeitet, die künftig auf Großveranstaltungen zum Einsatz kommen wird, sofern die Pandemie-Lage es zulässt. Darüber hinaus haben wir eine Bestandsaufnahme der Einstellungen von Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 29 Jahren gemacht, was Islamfeindlichkeit und weitere Syndrome gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit angeht sowie ihre Bezüge zu Religiosität und gesellschaftlichem Engagement. Die Ergebnisse der repräsentativen Studie werden zum Jahresende veröffentlicht.

Rogate-Frage: Wie äußert sich Islam- und Muslimfeindlichkeit in der Kirche und den Gemeinden?

Onna Buchholt: Innerhalb unserer eigenen jugendverbandlichen Strukturen erleben wir Islamfeindlichkeit und antimuslimischen Rassismus selten offen geäußert, sondern eher in Form einer Zurückhaltung und Distanz gegenüber potenziellen muslimischen Partnerorganisationen, die sich auch durch Unsicherheit im Kontakt äußern kann. Ein massives Problem im Kontext des islamfeindlichen Gesamtdiskurses ist das Misstrauen, das muslimischen Akteur*innen entgegengebracht wird. Anders als andere Jugendorganisationen sind Muslim*innen beispielsweise stets aufgefordert, ihre Werte offenzulegen und ihr Bekenntnis zur Demokratie zu bekräftigen. Oder ihr Verhalten und ihre Motive werden in Frage gestellt, weil vermutet wird, dass sie sich nicht wahrheitsgetreu äußern würden. Solche Einstellungen machen aber eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe unmöglich.

Wir wurden auch schon wenige Male von Einzelpersonen angefragt, inwieweit wir durch unsere Projekte zur Bildung einer muslimischen Parallelgesellschaft beitragen wollten oder unser Verweis auf antimuslimischen Rassismus als gesamtgesellschaftliches Problem wurde mit einer vermeintlichen Christ*innenverfolgung zu relativieren versucht, die es in Deutschland nicht gibt. Bei derartigen Äußerungen haben wir es mit sehr problematischen Ausdrücken von Verschwörungsideologie und der Abwehr einer Auseinandersetzung mit diskriminierenden und rassistischen Strukturen in unserer Gesellschaft zu tun. Es sind Vorstellungen, die in der Regel nicht von einer Gleichwertigkeit aller Menschen ausgehen.

Rogate-Frage: Wie nehmen Sie als Netzwerk grundsätzlich die mediale Berichterstattung über den Islam und Muslime wahr?

Onna Buchholt: Die mediale Berichterstattung über den Islam und Muslim*innen halten wir für oftmals problematisch und eine der Ursachen für die weite Verbreitung islamfeindlicher Einstellungen. Wenn in Medienberichten in den vergangenen zwanzig Jahren von Muslim*innen oder dem Islam die Rede war, dann nahezu ausschließlich in einer negativen Rahmung. Die Berichterstattung über Muslim*innen ist überwiegend problemorientiert, wie jüngere Studien zu den überregionalen Presseorganen oder beispielsweise der Besetzung von Talkshows zeigen. Die gelebte Normalität von deutschen Muslim*innen kommt in den Medien oder der Unterhaltungsindustrie praktisch nicht vor, so dass ein starkes Zerrbild von muslimischen Lebensentwürfen entsteht und in der Bevölkerung überwiegend Unkenntnis herrscht. Dazu kommt, dass legitime Kritik an spezifischen Aspekten der Religion oder muslimischen Communities regelmäßig zu Pauschalisierungen über die imaginierte Gesamtheit an Muslim*innen führt und Rassismen reproduziert.

Rogate: Vielen Dank, Frau Buchholt, für das Gespräch.

Weitere Interviews in der Reihe Freitagsfragen (Rogate-Kloster Sankt Michael zu Berlin ISSN 2367-3710) – und Antworten – finden Sie hier: Rogatekloster.de.


Mehr Informationen zum Demokratieprojekt „FrieslandVisionen: Wie wollen wir morgen leben?“ finden Sie hier.


Herzlich willkommen zu unseren nächsten öffentlichen Andachten und Termine:

  • Dienstag, 17. August 2021 | 19:30 Uhr, ökumenischer SommerBibelAbend. Mit Br. Franziskus (Rogate). Ort: Lutherkirche, Brommystraße 71, 26384 Wilhelmshaven-Villenviertel.
  • Donnerstag, 19. August 2021 | 19:00 Uhr, Abendgebet. Ort: Lutherkirche, Brommystraße 71, 26384 Wilhelmshaven-Villenviertel. Orgel: Traugott Böhlke (St. Martinskirchengemeinde, Voslapp) Lektor:innen: Heidrun Helbich (Ev.-luth. Thomaskirchengemeinde, Neuengroden) und Florian Wiese (Rogate-Kloster). Kirchdienst: N.N. Ort: Lutherkirche, Brommystraße 71, 26384 Wilhelmshaven-Villenviertel.
  • Donnerstag, 19. August 2021 | 19:45 Uhr, Demokratie-Reihe „Wen wähle ich?“ – Interview zur Bundestagswahl 2021 mit Hans-Henning Adler (DIE LINKE.). Ort: Lutherkirche, Brommystraße 71, 26384 Wilhelmshaven-Villenviertel.
  • Dienstag, 24. August 2021 | 19:30 Uhr, ökumenischer SommerBibelAbend. Mit Pastoralreferentin Daniela Surmann (Sankt Willehad) und Br. Franziskus (Rogate). Ort: Lutherkirche, Brommystraße 71, 26384 Wilhelmshaven-Villenviertel.
  • Donnerstag, 26. August 2021 | 19:30 Uhr, Abendgebet. Orgel: Stadtkantor Markus Nitt. Lektorinnen: Heidrun Helbich (Ev.-luth. Thomaskirchengemeinde, Neuengroden) und N.N. Ort: Lutherkirche, Brommystraße 71, 26384 Wilhelmshaven-Villenviertel.
  • Donnerstag, 26. August 2021 | 20:15 Uhr, Demokratie-Reihe „Wen wähle ich?“ – Interview zur Bundestagswahl 2021 mit MdB Siemtje Möller (SPD). Ort: Lutherkirche, Brommystraße 71, 26384 Wilhelmshaven-Villenviertel.

Fünf Fragen an: Sina Beckmann, Grünen-Kandidatin im Bundestagswahlkreis 26

Fünf Freitagsfragen an Sina Beckmann, Kandidatin von Bündnis 90/Die Grünen im Wahlkreis 26 für die Bundestagswahl 2021, über ihren Weg in die Politik, Vorbilder und wie sie morgen leben will. Ein Interview im Rahmen des Rogate-Demokratieprojekts „FrieslandVisionen: Wie wollen wir morgen leben?“.

Sina Beckmann (Bild: privat)

Beckmann ist gelernte Hotelfachfrau und Unternehmerin in Jever. Politisch setzt sie Schwerpunkte in den Feldern Tourismus, Mobilität, Küstenschutz und klimafreundlicher Wirtschaft.

Rogate-Frage: Frau Beckmann, was hat Sie motiviert, sich politisch zu engagieren und für den Deutschen Bundestag zu kandidieren?

Sina Beckmann: Seit 2009 bin ich nun selbstständig, bis 2017 sehr stark eingebunden. Zwar bin ich schon immer politisch interessiert, aber leider gab es kein Zeitfenster, sich auch politisch zu engagieren. 2018 änderte sich dann unsere berufliche Situation und es eröffnete sich ein freies Zeitfenster – dieses fülle ich seitdem mit politischer Arbeit. Ausschlaggebend war der Dürresommer 2018, da habe ich gedacht „Du musst was tun!“ 

Nicht reden, sondern machen ist eines meiner Credos und so möchte ich in Berlin im Bundestag mit anpacken.

Rogate-Frage: Warum haben Sie sich für Bündnis 90/Die Grünen als Ihre Partei entschieden?

Sina Beckmann: Ich stehe zu 100 Prozent zu erneuerbaren Energien, bin auch in dem Bereich selbstständig.

Wir haben eine lebensbedrohliche Klimakrise und ich bin der Meinung, dass wir hier klar agieren müssen, damit wir und alle weiteren Generationen ein gutes Leben haben können. Für mich sind die Grünen da ganz klar alternativlos. Das ist meine Partei!

Rogate-Frage: Sie nahmen als Interviewpartnerin einer Veranstaltung der „FrieslandVisionen“ teil. Wir nehmen die Frage auf: Wie wollen Sie, Frau Beckmann, morgen leben?

Sina Beckmann: So wie heute, würde ich Ihnen gerne antworten. Ich weiß, dass ich sehr privilegiert aufgewachsen bin: In einem Rechtsstaat, frei und ohne Kriege. Ich wurde nie vertrieben, mir ist nie Gewalt angetan worden und ich musste nie Hunger leiden. Für morgen möchte ich, dass wir das so beibehalten können. Und ich möchte in einer intakten Natur mit viel Biodiversität und Artenvielfalt leben. Die Erde ist die einzige, die wir haben. Schützen wir endlich, was wir zum Leben brauchen.

Rogate-Frage: Welche politischen Vorbilder haben Sie und wie bilden Sie sich Ihre Meinung?

Sina Beckmann: Meine Meinung bilde ich mir, wie würden wir heute sagen, klassisch. Über Nachrichtensendungen im Fernsehen wie die „Tagesschau“, die „Tagesthemen“ oder das „Heute Journal“. Außerdem habe ich ein Online-Abo unserer drei Zeitungen in der Region, also „Jeversches Wochenblatt“, „Wilhelmshavener Zeitung“ und „Anzeiger für Harlingerland„. Wenn ich die Zeit finde, lese ich auch gerne Hintergrund-Artikel in der „taz“ und der „Zeit„.

Die Frage zu den politischen Vorbildern ist gut. Ich lebe nicht so sehr in der Vergangenheit, sondern im Moment und für die Zukunft. Deshalb sind meine politischen Vorbilder all diejenigen, die sich aktiv für die Demokratie einsetzen. Ganz besonders möchte ich da allen ehrenamtlich Tätigen danken – ihr seid alle so wichtig! Ich mag Menschen, die eine Meinung haben und sie auch vertreten. Wir brauchen wieder mehr Typen in der Politik – natürlich sind hier alle Geschlechter angesprochen.

Rogate-Frage: Was bedeuten Ihnen Religion, Glaube, Spiritualität und die Kirche?

Sina Beckmann: Der Glaube beflügelt, stärkt, kann viel Positives hervorrufen. Ich bewundere Menschen mit starkem Glauben, sie sind immer ganz besonders fokussiert. Religion und Kirche sind nicht ganz so mein Ding. Ich war mal katholisch, aber mein Leben passt nicht dazu. Ich bin ausgetreten. Spiritualität ist für mich mit Glaube gleichzusetzen. Ich denke, ich bin dafür zu sachlich, aber ich finde Menschen toll, die das so ausleben.

Rogate: Vielen Dank, Frau Beckmann, für das Gespräch!

Weitere Interviews in der Reihe Freitagsfragen (Rogate-Kloster Sankt Michael zu Berlin ISSN 2367-3710) – und Antworten – finden Sie hier: Rogatekloster.de.


Die noch folgenden Termine der Reihe „Wen wählen? Fünf Interviews zur Bundestagswahl 2021“:

  • Donnerstag, 19. August 2021 | 19:00 Uhr, Abendgebet. Ort: Lutherkirche, Brommystraße 71, 26384 Wilhelmshaven-Villenviertel. Orgel: Traugott Böhlke (St. Martinskirchengemeinde, Voslapp) Lektor:innen: Heidrun Helbich (Ev.-luth. Thomaskirchengemeinde, Neuengroden) und Florian Wiese (Rogate-Kloster). Ort: Lutherkirche.
  • Donnerstag, 19. August 2021 | 19:45 Uhr, Demokratie-Reihe „Wen wähle ich?“ – Interview zur Bundestagswahl 2021 mit Hans-Henning Adler (DIE LINKE.). Ort: Lutherkirche.
  • Donnerstag, 26. August 2021 | 19:00 Uhr, Abendgebet. Orgel: Stadtkantor Markus Nitt. Lektorinnen: Heidrun Helbich (Ev.-luth. Thomaskirchengemeinde, Neuengroden) und N.N. Ort: Lutherkirche.
  • Donnerstag, 26. August 2021 | 19:45 Uhr, Demokratie-Reihe „Wen wähle ich?“ – Interview zur Bundestagswahl 2021 mit MdB Siemtje Möller (SPD). Ort: Lutherkirche.

Mehr Informationen zum Demokratieprojekt „FrieslandVisionen: Wie wollen wir morgen leben?“ finden Sie hier.

Reihe zur Bundestagswahl: Donnerstag mit Hendrik Theemann (FDP)

In der dritten Veranstaltung von „Wen wählen? Interviews zur Bundestagswahl 2021“ ist am Donnerstag (12. August) FDP-Kandidat für den Wahlkreis 26, Hendrik Theemann, zu Gast. Der Friesländer Politiker stellt sich den Fragen von Br. Franziskus (Rogate-Kloster).

Wetterabhändig findet die Veranstaltung im Garten oder unter der Empore der Lutherkirchengemeinde statt. Beginn ist um 19:45 Uhr in der Brommystraße 71, Wilhelmshaven-Villenviertel.

Zuvor wird um 19:00 Uhr zu einem „Gebet für die Stadt“ in die Lutherkirche eingeladen. Traugott Böhlke spielt die Orgel. Lektorinnen sind Heidrun Helbich und Petra Mayer-Machtemes.

Die Reihe „Wen wählen?“ gehört zum Demokratieformat „FrieslandVisionen“ des Rogate-Klosters Sankt Michael. Dieses wird im Rahmen des Förder- und Qualifizierungsprogramms „MITEINANDER REDEN – Gespräche gestalten – Gemeinsam handeln“ für Akteur/-innen in ländlichen Räumen durch die Bundeszentrale für politische Bildung gefördert.

Die noch folgenden Termine der Reihe „Wen wählen? Fünf Interviews zur Bundestagswahl 2021“:

Informationen: FrieslandVisionen.de

FrieslandVisionen-Rückblick: „Wen wählen? Interview mit Sina Beckmann zur Bundestagswahl 2021“

Wen wähle ich?“ fragte am Donnerstag, 5. August, das Rogate-Kloster in der Lutherkirchengemeinde Wilhelmshaven, beim zweiten Termin der Bundestagswahl-Reihe der „FrieslandVisionen„. Diesmal war die Kandidatin von Bündnis 90/Die Grünen, Sina Beckmann, zu Gast. Die 40jährige stellte sich dem Interesse des Interviewers Br. Franziskus sowie weiteren eingereichten Fragen aus dem Publikum.

Beckmann ist gelernte Hotelfachfrau und Unternehmerin in Jever. Politisch setzt sie Schwerpunkte in den Feldern Tourismus, Mobilität, Küstenschutz und klimafreundlicher Wirtschaft. Es sind Themen, die auch das Rogate-Kloster in den „FrieslandVisionen“ bewegt: Wie mit der Klimakatastrophe umgehen? Wie das Leben an der Nordseeküste, trotz steigendem Meeresspiegel, gestalten? Doch erst einmal ging es um die Person Beckmann selbst.

Nach ihren politischen Anfängen befragte Br. Franziskus die Kandidatin: „Ich war schon immer politisch interessiert“, gab Beckmann zu, „aber es gab kein Zeitfenster, sich auch politisch zu engagieren“. Das habe sich 2018 geändert. Ausschlaggebend sei der Dürresommer gewesen, da habe sie gedacht: „Du musst was tun!“

Sina Beckmann (Bild: privat)

Was andere an ihr schätzen würden, wollte der Geistliche wissen und wie sie in der Zukunft leben möchte. „Als Unternehmerin möchte ich aktiv sein. Ich möchte Dinge umsetzen, genauso halte ich es bei der Politik. Ich möchte weniger reden um des Reden Willens, sondern mehr machen.“ Und weiter: „Ich bin direkt, ehrlich und gerade heraus. Das finde ich praktisch, denn so weiß man immer voran man ist. Aber ich weiß auch, dass diese Art manchmal zu direkt ist.“ so Beckmann. „Wie ich morgen leben möchte? So wie heute. Ich weiß, dass ich sehr privilegiert aufgewachsen bin. In einem Rechtsstaat, frei und ohne Kriege. Ich wurde nie vertrieben, mir ist nie Gewalt angetan worden und ich musste nie Hunger leiden. Für morgen möchte ich, dass wir das so beibehalten können. Und ich möchte in einer intakten Natur mit viel Biodiversität und Artenvielfalt leben.“

Die Erde ist die einzige, die wir haben, so Beckmann: „Schützen wir endlich, was wir zum Leben brauchen.“

Zum Abschluss eine Schnellrate-Runde. Sina Beckmann entschied sich fürs Zelt anstatt Hotel, für Hunde statt Katzen und für Tee statt Kaffee.

Welchen Start sich Beckmann bei einer erfolgreichen Wahl wünsche, hatte Br. Franziskus noch zum Abschluss gefragt: „Der Bundestag an sich ist ein guter Anfang – gerne mit Perspektive auf das Klimaschutz-Ministerium.“


Die noch folgenden Termine der Reihe „Wen wählen? Fünf Interviews zur Bundestagswahl 2021“:

Vor der Veranstaltung wird jeweils um 19:00 Uhr zu einem „Gebet für die Stadt“ in die Lutherkirche eingeladen.

Die „FrieslandVisionen“ werden bis Ende 2023 durch das Förder- und Qualifizierungsprogramm „MITEINANDER REDEN – Gespräche gestalten – Gemeinsam handeln“ für Akteur*innen in ländlichen Räumen durch die Bundeszentrale für politische Bildung gefördert.

Fünf Fragen an: Anne Janssen, CDU-Kandidatin im Bundestagswahlkreis 26

Fünf Freitagsfragen an Anne Janssen, CDU-Kandidatin im Wahlkreis 26 für die Bundestagswahl 2021, über ihren eigenen Weg in die Politik, den Wahrheitsgehalt in sozialen Medien und die Bedeutung gemeinsamen Singens. Ein Interview im Rahmen des Rogate-Demokratieprojekts „FrieslandVisionen: Wie wollen wir morgen leben?“.

Anne Janssen (Bild: privat)

Anne Janssen wurde 1982 in Jever geboren. Sie lebt mit ihrem Mann, der eine Druckerei führt, und ihren drei Kindern in Wittmund. Nach dem Abitur und einer Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin im Wittmunder Krankenhaus, hat sie in Oldenburg Lehramt studiert und ist nun Lehrerin an der Finkenburgschule in Wittmund. Besonders liegen ihr die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum, die Perspektiven der Landwirtschaft, die regionale Wirtschaft, die örtlichen Bundeswehrstandorte, der Tourismus und die Situation von Familien am Herzen.

Rogate-Frage: Frau Janssen, was hat Sie motiviert, sich politisch zu engagieren und für den Deutschen Bundestag zu kandidieren?

Anne Janssen: Ich war schon immer politisch interessiert und habe meinem Mann in den letzten zehn Jahren den Rücken für seine politische Arbeit in der Kommunalpolitik freigehalten. Als dann im vergangenen Jahr die Corona-Pandemie aufkam und grade der Gesundheitsbereich und der Bereich der Bildung sehr stark in den Fokus rückten und wir alle miteinander feststellen mussten, dass es in unserem Land noch erhebliche Defizite gibt, habe ich gemeinsam mit meiner Familie entschieden, diesen Schritt zu gehen, da ich als Lehrerin und Krankenschwester für diese Bereiche auf Bundesebene aktiv werden möchte.

Rogate-Frage: Warum haben Sie sich für die CDU als Ihre Partei entschieden?

Anne Janssen: Weil die CDU als Volkspartei der Mitte für das steht, was mir wichtig ist: Christliche und demokratische Werte. Aber auch das Prinzip Fördern und Fordern ist mir als Lehrerin nicht unbekannt. Diejenigen weiterbringen und fordern, die Ideen für unser Land haben und uns mit ihrem Know-how nach vorne bringen. Auf der anderen Seite aber auch die nicht vergessen, die auf Hilfe und Unterstützung in bestimmten Lebenssituationen angewiesen sind.

Rogate-Frage: Sie nahmen als Interviewpartnerin einer Veranstaltung der „FrieslandVisionen“ teil. Wir nehmen die Frage auf: Wie wollen Sie, Frau Janssen, morgen leben?

Anne Janssen: In einer Welt, die jeden so annimmt, wie man ist. Völlig egal, welche politische Ausrichtung, welchen Glauben, welche schulische Bildung oder welche Definition von Familie man für sich wählt, so lange es mit unserem Demokratieverständnis in Einklang zu bringen ist. In einer Welt, die auf konstruktiven Dialog setzt und gemeinsame Ziele für die Zukunft unserer Erde verfolgt.

Wir können die Augen vor dem Klimawandel nicht verschließen, müssen aber auch die Wirtschaft handlungsfähig bleiben lassen. Jedem müssen alle Wege und Chancen offenstehen.

Rogate-Frage: Welche politischen Vorbilder haben Sie und wie bilden Sie sich Ihre Meinung?

Anne Janssen: Ein richtiges politisches Vorbild in dem Sinne habe ich nicht. Meine Kindheit und Jugend wurden aber maßgeblich durch Helmut Kohl geprägt. Er wurde 1982 Bundeskanzler, in dem Jahr wurde ich geboren und er begleitete mich damit die ersten 16 Jahre meines Lebens. Rückblickend hat Angela Merkel die letzten 16 Jahre meines Lebens begleitet. Dies zeigt auch welche Stabilität unsere Partei mit sich bringt. Ich informiere mich und bilde mir meine Meinung über die üblichen Kanäle, Printmedien oder Fernsehen.

Bei Socialmedia bin ich immer etwas vorsichtig, da oft nur schwer nachzuvollziehen ist, woher die Informationen stammen und welchen Wahrheitsgehalt sie haben. Da muss man immer sehr differenziert schauen. Ich diskutiere aber auch gern mit anderen und versuche andere Meinungen und Sichtweisen zu hören, einzuordnen und mit meinen Ansichten zu vergleichen.

Rogate-Frage: Was bedeuten Ihnen Religion, Glaube, Spiritualität und die Kirche?

Anne Janssen: Im Laufe meines Lebens haben diese Dinge immer mehr an Bedeutung gewonnen. Ich gehe inzwischen regelmäßig in die Kirche. Gerade das gemeinsame Singen und in der Stille bei sich sein zu können, geben mir Kraft für neue Aufgaben. Als Krankenschwester, aber auch im privaten Umfeld kam und komme ich in Situationen, in denen man Abschied nehmen muss und gerade hier hilft mir der Gedanke, dass die Menschen, die uns verlassen müssen, nicht allein „im Himmel“ sind.

In Gesprächen mit Kindern wird mir immer wieder deutlich, wie wichtig es ist, seine Werte und seinen Glauben so in Worte zu fassen, das Kinder die Inhalte begreifen können. Das hilft auch mir, mir immer bewusst zu machen, was Religion und Glaube für mich sind und welche Bedeutung sie für mich haben.

Rogate: Vielen Dank, Frau Janssen, für das Gespräch!

Weitere Interviews in der Reihe Freitagsfragen (Rogate-Kloster Sankt Michael zu Berlin ISSN 2367-3710) – und Antworten – finden Sie hier: Rogatekloster.de.


Mehr Informationen zum Demokratieprojekt „FrieslandVisionen: Wie wollen wir morgen leben?“ finden Sie hier.

Informationen zur Reihe „Wen wählen? Fünf Interviews zur Bundestagswahl 2021“ in der Lutherkirchengemeinde Wilhelmshaven (Juli/August 2021):

Mit der CDU-Wahlkreiskandidatin Anne Janssen startete am Donnerstag, 29. Juli, die Reihe „Wen wählen? Fünf Interviews zur Bundestagswahl 2021“ in der Lutherkirchengemeinde Wilhelmshaven. Veranstalter ist das Rogate-Kloster Sankt Michael mit seinem Demokratie-Programm „FrieslandVisionen: Wie wollen wir morgen leben?“.

Die Kandidierenden der im Bundestag vertretenden demokratischen Parteien aus dem Wahlkreis 26 sind zu einzelnen Rogate-Abenden eingeladen. Bis zum 26. August werden die jeweiligen Gäste durch Br. Franziskus in Form von Interviews über ihren Weg in die Politik, gesellschaftliche Vorstellungen und ethische Maßstäbe befragt.

Vor der Veranstaltung wird jeweils um 19:00 Uhr zu einem „Gebet für die Stadt“ in der Lutherkirche eingeladen.

Die noch folgenden Termine der Reihe:

Die „FrieslandVisionen“ werden bis Ende 2023 durch das Förder- und Qualifizierungsprogramm „MITEINANDER REDEN – Gespräche gestalten – Gemeinsam handeln“ für Akteur*innen in ländlichen Räumen durch die Bundeszentrale für politische Bildung gefördert.

FrieslandVisionen: „Wen wählen? Interview mit Sina Beckmann zur Bundestagswahl 2021“

Mit der Wahlkreiskandidatin von Bündnis 90/Die Grünen, Sina Beckmann, wird am Donnerstag, 5. August, die Reihe „Wen wählen? Fünf Interviews zur Bundestagswahl 2021“ fortgesetzt. Beckmann (40) ist gelernte Hotelfachfrau und Unternehmerin in Jever. Politisch setzt sie Schwerpunkte in den Feldern Tourismus, Mobilität, Küstenschutz und klimafreundlicher Wirtschaft. Beginn des Interviews ist um 19:45 Uhr. Der Ort ist (je nach Wetterlage) im Garten des Martin-Luther-Hauses oder in der Lutherkirche unter der Empore, Brommystr. 71, Wilhelmshaven.

Vor der Veranstaltung wird um 19:00 Uhr zu einem „Gebet für die Stadt“ in der Lutherkirche eingeladen. Traugott Böhlke spielt die Orgel, Lektorinnen sind Heidrun Helbich und Susanne Klenk. Liturg ist Br. Franziskus.

Veranstalter der Reihe ist das Rogate-Kloster Sankt Michael mit seinem Demokratie-Programm „FrieslandVisionen: Wie wollen wir morgen leben?“. Weitere Informationen: FrieslandVisionen.de

Die noch ausstehenden Termine der Reihe:

Die „FrieslandVisionen“ werden bis Ende 2023 durch das Förder- und Qualifizierungsprogramm „MITEINANDER REDEN – Gespräche gestalten – Gemeinsam handeln“ für Akteur*innen in ländlichen Räumen durch die Bundeszentrale für politische Bildung gefördert.

FrieslandVisionen startet mit „Wen wählen? Fünf Interviews zur Bundestagswahl 2021“

Mit der CDU-Wahlkreiskandidatin Anne Janssen startet am Donnerstag, 29. Juli, die Reihe „Wen wählen? Fünf Interviews zur Bundestagswahl 2021“ in der Lutherkirchengemeinde Wilhelmshaven. Veranstalter ist das Rogate-Kloster Sankt Michael mit seinem Demokratie-Programm „FrieslandVisionen: Wie wollen wir morgen leben?“.

Die Kandidierenden der im Bundestag vertretenden demokratischen Parteien aus dem Wahlkreis 26 sind zu einzelnen Rogate-Abenden eingeladen. Bis zum 26. August werden die jeweiligen Gäste durch Br. Franziskus in Form von Interviews über ihren Weg in die Politik, gesellschaftliche Vorstellungen und ethische Maßstäbe befragt. Beginn ist am 29. Juli, 19:45 Uhr, im Martin-Luther-Haus, Brommystraße 71.

Vor der Veranstaltung wird jeweils um 19:00 Uhr zu einem „Gebet für die Stadt“ in der Lutherkirche eingeladen. Stadtkantor Markus Nitt spielt am Eröffnungstag die Orgel, Lektorinnen sind Heidrun Helbich und Susanne Klenk.

Die einzelnen Termine der Reihe:

Die „FrieslandVisionen“ werden bis Ende 2023 durch das Förder- und Qualifizierungsprogramm „MITEINANDER REDEN – Gespräche gestalten – Gemeinsam handeln“ für Akteur*innen in ländlichen Räumen durch die Bundeszentrale für politische Bildung gefördert.

Das Rogate-Kloster engagiert sich seit über zehn Jahren in unterschiedlichen demokratiefördernden Vorhaben in Berlin, Friesland und Wilhelmshaven. Im Nordkreis Frieslands wurde von Rogate zuletzt das „WangerlandsofaHör mal zu!“ gemeinsam mit der Volkshochschule, Diakonie und Kirchengemeinden veranstaltet, musste aber durch die Coronapandemie im März 2020 vorzeitig beendet werden. 2019 verantwortete das ökumenische Kloster in Wilhelmshaven die Reihe „Politikerkanzel: Was mich treibt.“ in der Banter Kirche und 2018 die „Zehn Reden für die Stadt und das Land“ in der Christus- und Garnisonkirche.

Infos: FrieslandVisionen.de

Pressespiegel: „Rogate-Gemeinschaft St. Michael in Berlin – Ein Kloster ohne Mauern“

Deutschlandradio Kultur

„Das Rogate-Kloster in Berlin ist gar nicht wirklich in Berlin, sondern eine dezentrale Angelegenheit. Auch ein eigenes Gebäude gibt es nicht. Und die Mitglieder fühlen sich gerade in ihrer Unterschiedlichkeit verbunden.

Wer an ein Kloster denkt, denkt oft an das mittelalterliche Bild von Nonnen oder Mönchen, die sich den ganzen Tag Gott zuwenden, und an Klostermauern, hinter denen die Gemeinschaft lebt. Das ökumenische Rogate-Kloster Sankt Michael könnte davon kaum weiter entfernt sein.“

Den Beitrag von Lea De Gregorio vom 25. Juli 2021 finden Sie hier.

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Herzlich willkommen zu unseren nächsten öffentlichen Andachten und Gottesdiensten:

  • Dienstag, 27. Juli 2021 | 19:30 Uhr, ökumenischer SommerBibelAbend. Mit Pastoralreferentin Daniela Surmann (Sankt Willehad) und Br. Franziskus (Rogate). Ort: Lutherkirche, Brommystraße 71, 26384 Wilhelmshaven-Villenviertel.
  • Donnerstag, 29. Juli 2021 | 19:00 Uhr, Abendgebet. Lektorin: Heidrun Helbich und Susanne Klenk. Orgel: Stadtkantor Markus Nitt. Ort: Lutherkirche, Brommystraße 71, 26384 Wilhelmshaven-Villenviertel.
  • Donnerstag, 29. Juli 2021 | 19:45 Uhr, Demokratie-Reihe „Wen wähle ich?“ – Interview zur Bundestagswahl 2021 mit Anne Janßen (CDU). Ort: Lutherkirche, Brommystraße 71, 26384 Wilhelmshaven-Villenviertel.
  • Dienstag, 3. August 2021 | 19:30 Uhr, ökumenischer SommerBibelAbend. Mit Pastoralreferentin Daniela Surmann (Sankt Willehad) und Br. Franziskus (Rogate). Ort: Lutherkirche, Brommystraße 71, 26384 Wilhelmshaven-Villenviertel.
  • Donnerstag, 5. August 2021 | 19:00 Uhr, Abendgebet. Orgel: Traugott Böhlke (St. Martinskirchengemeinde, Voslapp) Lektorinnen: Heidrun Helbich (Ev.-luth. Thomaskirchengemeinde, Neuengroden) und Susanne Klenk (Ev.-luth. Stephanuskirchengemeinde, Fedderwarden). Ort: Lutherkirche, Brommystraße 71, 26384 Wilhelmshaven-Villenviertel.
  • Donnerstag, 5. August 2021 | 19:45 Uhr, Demokratie-Reihe „Wen wähle ich?“ – Interview zur Bundestagswahl 2021 mit Sina Beckmann (Bündnis 90/Die Grünen). Ort: Lutherkirche, Brommystraße 71, 26384 Wilhelmshaven-Villenviertel.