Fünf Fragen an: Sina Beckmann, Grünen-Kandidatin im Bundestagswahlkreis 26

Fünf Freitagsfragen an Sina Beckmann, Kandidatin von Bündnis 90/Die Grünen im Wahlkreis 26 für die Bundestagswahl 2021, über ihren Weg in die Politik, Vorbilder und wie sie morgen leben will. Ein Interview im Rahmen des Rogate-Demokratieprojekts „FrieslandVisionen: Wie wollen wir morgen leben?“.

Sina Beckmann (Bild: privat)

Beckmann ist gelernte Hotelfachfrau und Unternehmerin in Jever. Politisch setzt sie Schwerpunkte in den Feldern Tourismus, Mobilität, Küstenschutz und klimafreundlicher Wirtschaft.

Rogate-Frage: Frau Beckmann, was hat Sie motiviert, sich politisch zu engagieren und für den Deutschen Bundestag zu kandidieren?

Sina Beckmann: Seit 2009 bin ich nun selbstständig, bis 2017 sehr stark eingebunden. Zwar bin ich schon immer politisch interessiert, aber leider gab es kein Zeitfenster, sich auch politisch zu engagieren. 2018 änderte sich dann unsere berufliche Situation und es eröffnete sich ein freies Zeitfenster – dieses fülle ich seitdem mit politischer Arbeit. Ausschlaggebend war der Dürresommer 2018, da habe ich gedacht „Du musst was tun!“ 

Nicht reden, sondern machen ist eines meiner Credos und so möchte ich in Berlin im Bundestag mit anpacken.

Rogate-Frage: Warum haben Sie sich für Bündnis 90/Die Grünen als Ihre Partei entschieden?

Sina Beckmann: Ich stehe zu 100 Prozent zu erneuerbaren Energien, bin auch in dem Bereich selbstständig.

Wir haben eine lebensbedrohliche Klimakrise und ich bin der Meinung, dass wir hier klar agieren müssen, damit wir und alle weiteren Generationen ein gutes Leben haben können. Für mich sind die Grünen da ganz klar alternativlos. Das ist meine Partei!

Rogate-Frage: Sie nahmen als Interviewpartnerin einer Veranstaltung der „FrieslandVisionen“ teil. Wir nehmen die Frage auf: Wie wollen Sie, Frau Beckmann, morgen leben?

Sina Beckmann: So wie heute, würde ich Ihnen gerne antworten. Ich weiß, dass ich sehr privilegiert aufgewachsen bin: In einem Rechtsstaat, frei und ohne Kriege. Ich wurde nie vertrieben, mir ist nie Gewalt angetan worden und ich musste nie Hunger leiden. Für morgen möchte ich, dass wir das so beibehalten können. Und ich möchte in einer intakten Natur mit viel Biodiversität und Artenvielfalt leben. Die Erde ist die einzige, die wir haben. Schützen wir endlich, was wir zum Leben brauchen.

Rogate-Frage: Welche politischen Vorbilder haben Sie und wie bilden Sie sich Ihre Meinung?

Sina Beckmann: Meine Meinung bilde ich mir, wie würden wir heute sagen, klassisch. Über Nachrichtensendungen im Fernsehen wie die „Tagesschau“, die „Tagesthemen“ oder das „Heute Journal“. Außerdem habe ich ein Online-Abo unserer drei Zeitungen in der Region, also „Jeversches Wochenblatt“, „Wilhelmshavener Zeitung“ und „Anzeiger für Harlingerland„. Wenn ich die Zeit finde, lese ich auch gerne Hintergrund-Artikel in der „taz“ und der „Zeit„.

Die Frage zu den politischen Vorbildern ist gut. Ich lebe nicht so sehr in der Vergangenheit, sondern im Moment und für die Zukunft. Deshalb sind meine politischen Vorbilder all diejenigen, die sich aktiv für die Demokratie einsetzen. Ganz besonders möchte ich da allen ehrenamtlich Tätigen danken – ihr seid alle so wichtig! Ich mag Menschen, die eine Meinung haben und sie auch vertreten. Wir brauchen wieder mehr Typen in der Politik – natürlich sind hier alle Geschlechter angesprochen.

Rogate-Frage: Was bedeuten Ihnen Religion, Glaube, Spiritualität und die Kirche?

Sina Beckmann: Der Glaube beflügelt, stärkt, kann viel Positives hervorrufen. Ich bewundere Menschen mit starkem Glauben, sie sind immer ganz besonders fokussiert. Religion und Kirche sind nicht ganz so mein Ding. Ich war mal katholisch, aber mein Leben passt nicht dazu. Ich bin ausgetreten. Spiritualität ist für mich mit Glaube gleichzusetzen. Ich denke, ich bin dafür zu sachlich, aber ich finde Menschen toll, die das so ausleben.

Rogate: Vielen Dank, Frau Beckmann, für das Gespräch!

Weitere Interviews in der Reihe Freitagsfragen (Rogate-Kloster Sankt Michael zu Berlin ISSN 2367-3710) – und Antworten – finden Sie hier: Rogatekloster.de.


Die noch folgenden Termine der Reihe „Wen wählen? Fünf Interviews zur Bundestagswahl 2021“:

  • Donnerstag, 19. August 2021 | 19:00 Uhr, Abendgebet. Ort: Lutherkirche, Brommystraße 71, 26384 Wilhelmshaven-Villenviertel. Orgel: Traugott Böhlke (St. Martinskirchengemeinde, Voslapp) Lektor:innen: Heidrun Helbich (Ev.-luth. Thomaskirchengemeinde, Neuengroden) und Florian Wiese (Rogate-Kloster). Ort: Lutherkirche.
  • Donnerstag, 19. August 2021 | 19:45 Uhr, Demokratie-Reihe „Wen wähle ich?“ – Interview zur Bundestagswahl 2021 mit Hans-Henning Adler (DIE LINKE.). Ort: Lutherkirche.
  • Donnerstag, 26. August 2021 | 19:00 Uhr, Abendgebet. Orgel: Stadtkantor Markus Nitt. Lektorinnen: Heidrun Helbich (Ev.-luth. Thomaskirchengemeinde, Neuengroden) und N.N. Ort: Lutherkirche.
  • Donnerstag, 26. August 2021 | 19:45 Uhr, Demokratie-Reihe „Wen wähle ich?“ – Interview zur Bundestagswahl 2021 mit MdB Siemtje Möller (SPD). Ort: Lutherkirche.

Mehr Informationen zum Demokratieprojekt „FrieslandVisionen: Wie wollen wir morgen leben?“ finden Sie hier.

Reihe zur Bundestagswahl: Donnerstag mit Hendrik Theemann (FDP)

In der dritten Veranstaltung von „Wen wählen? Interviews zur Bundestagswahl 2021“ ist am Donnerstag (12. August) FDP-Kandidat für den Wahlkreis 26, Hendrik Theemann, zu Gast. Der Friesländer Politiker stellt sich den Fragen von Br. Franziskus (Rogate-Kloster).

Wetterabhändig findet die Veranstaltung im Garten oder unter der Empore der Lutherkirchengemeinde statt. Beginn ist um 19:45 Uhr in der Brommystraße 71, Wilhelmshaven-Villenviertel.

Zuvor wird um 19:00 Uhr zu einem „Gebet für die Stadt“ in die Lutherkirche eingeladen. Traugott Böhlke spielt die Orgel. Lektorinnen sind Heidrun Helbich und Petra Mayer-Machtemes.

Die Reihe „Wen wählen?“ gehört zum Demokratieformat „FrieslandVisionen“ des Rogate-Klosters Sankt Michael. Dieses wird im Rahmen des Förder- und Qualifizierungsprogramms „MITEINANDER REDEN – Gespräche gestalten – Gemeinsam handeln“ für Akteur/-innen in ländlichen Räumen durch die Bundeszentrale für politische Bildung gefördert.

Die noch folgenden Termine der Reihe „Wen wählen? Fünf Interviews zur Bundestagswahl 2021“:

Informationen: FrieslandVisionen.de

FrieslandVisionen-Rückblick: „Wen wählen? Interview mit Sina Beckmann zur Bundestagswahl 2021“

Wen wähle ich?“ fragte am Donnerstag, 5. August, das Rogate-Kloster in der Lutherkirchengemeinde Wilhelmshaven, beim zweiten Termin der Bundestagswahl-Reihe der „FrieslandVisionen„. Diesmal war die Kandidatin von Bündnis 90/Die Grünen, Sina Beckmann, zu Gast. Die 40jährige stellte sich dem Interesse des Interviewers Br. Franziskus sowie weiteren eingereichten Fragen aus dem Publikum.

Beckmann ist gelernte Hotelfachfrau und Unternehmerin in Jever. Politisch setzt sie Schwerpunkte in den Feldern Tourismus, Mobilität, Küstenschutz und klimafreundlicher Wirtschaft. Es sind Themen, die auch das Rogate-Kloster in den „FrieslandVisionen“ bewegt: Wie mit der Klimakatastrophe umgehen? Wie das Leben an der Nordseeküste, trotz steigendem Meeresspiegel, gestalten? Doch erst einmal ging es um die Person Beckmann selbst.

Nach ihren politischen Anfängen befragte Br. Franziskus die Kandidatin: „Ich war schon immer politisch interessiert“, gab Beckmann zu, „aber es gab kein Zeitfenster, sich auch politisch zu engagieren“. Das habe sich 2018 geändert. Ausschlaggebend sei der Dürresommer gewesen, da habe sie gedacht: „Du musst was tun!“

Sina Beckmann (Bild: privat)

Was andere an ihr schätzen würden, wollte der Geistliche wissen und wie sie in der Zukunft leben möchte. „Als Unternehmerin möchte ich aktiv sein. Ich möchte Dinge umsetzen, genauso halte ich es bei der Politik. Ich möchte weniger reden um des Reden Willens, sondern mehr machen.“ Und weiter: „Ich bin direkt, ehrlich und gerade heraus. Das finde ich praktisch, denn so weiß man immer voran man ist. Aber ich weiß auch, dass diese Art manchmal zu direkt ist.“ so Beckmann. „Wie ich morgen leben möchte? So wie heute. Ich weiß, dass ich sehr privilegiert aufgewachsen bin. In einem Rechtsstaat, frei und ohne Kriege. Ich wurde nie vertrieben, mir ist nie Gewalt angetan worden und ich musste nie Hunger leiden. Für morgen möchte ich, dass wir das so beibehalten können. Und ich möchte in einer intakten Natur mit viel Biodiversität und Artenvielfalt leben.“

Die Erde ist die einzige, die wir haben, so Beckmann: „Schützen wir endlich, was wir zum Leben brauchen.“

Zum Abschluss eine Schnellrate-Runde. Sina Beckmann entschied sich fürs Zelt anstatt Hotel, für Hunde statt Katzen und für Tee statt Kaffee.

Welchen Start sich Beckmann bei einer erfolgreichen Wahl wünsche, hatte Br. Franziskus noch zum Abschluss gefragt: „Der Bundestag an sich ist ein guter Anfang – gerne mit Perspektive auf das Klimaschutz-Ministerium.“


Die noch folgenden Termine der Reihe „Wen wählen? Fünf Interviews zur Bundestagswahl 2021“:

Vor der Veranstaltung wird jeweils um 19:00 Uhr zu einem „Gebet für die Stadt“ in die Lutherkirche eingeladen.

Die „FrieslandVisionen“ werden bis Ende 2023 durch das Förder- und Qualifizierungsprogramm „MITEINANDER REDEN – Gespräche gestalten – Gemeinsam handeln“ für Akteur*innen in ländlichen Räumen durch die Bundeszentrale für politische Bildung gefördert.

Fünf Fragen an: Anne Janssen, CDU-Kandidatin im Bundestagswahlkreis 26

Fünf Freitagsfragen an Anne Janssen, CDU-Kandidatin im Wahlkreis 26 für die Bundestagswahl 2021, über ihren eigenen Weg in die Politik, den Wahrheitsgehalt in sozialen Medien und die Bedeutung gemeinsamen Singens. Ein Interview im Rahmen des Rogate-Demokratieprojekts „FrieslandVisionen: Wie wollen wir morgen leben?“.

Anne Janssen (Bild: privat)

Anne Janssen wurde 1982 in Jever geboren. Sie lebt mit ihrem Mann, der eine Druckerei führt, und ihren drei Kindern in Wittmund. Nach dem Abitur und einer Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin im Wittmunder Krankenhaus, hat sie in Oldenburg Lehramt studiert und ist nun Lehrerin an der Finkenburgschule in Wittmund. Besonders liegen ihr die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum, die Perspektiven der Landwirtschaft, die regionale Wirtschaft, die örtlichen Bundeswehrstandorte, der Tourismus und die Situation von Familien am Herzen.

Rogate-Frage: Frau Janssen, was hat Sie motiviert, sich politisch zu engagieren und für den Deutschen Bundestag zu kandidieren?

Anne Janssen: Ich war schon immer politisch interessiert und habe meinem Mann in den letzten zehn Jahren den Rücken für seine politische Arbeit in der Kommunalpolitik freigehalten. Als dann im vergangenen Jahr die Corona-Pandemie aufkam und grade der Gesundheitsbereich und der Bereich der Bildung sehr stark in den Fokus rückten und wir alle miteinander feststellen mussten, dass es in unserem Land noch erhebliche Defizite gibt, habe ich gemeinsam mit meiner Familie entschieden, diesen Schritt zu gehen, da ich als Lehrerin und Krankenschwester für diese Bereiche auf Bundesebene aktiv werden möchte.

Rogate-Frage: Warum haben Sie sich für die CDU als Ihre Partei entschieden?

Anne Janssen: Weil die CDU als Volkspartei der Mitte für das steht, was mir wichtig ist: Christliche und demokratische Werte. Aber auch das Prinzip Fördern und Fordern ist mir als Lehrerin nicht unbekannt. Diejenigen weiterbringen und fordern, die Ideen für unser Land haben und uns mit ihrem Know-how nach vorne bringen. Auf der anderen Seite aber auch die nicht vergessen, die auf Hilfe und Unterstützung in bestimmten Lebenssituationen angewiesen sind.

Rogate-Frage: Sie nahmen als Interviewpartnerin einer Veranstaltung der „FrieslandVisionen“ teil. Wir nehmen die Frage auf: Wie wollen Sie, Frau Janssen, morgen leben?

Anne Janssen: In einer Welt, die jeden so annimmt, wie man ist. Völlig egal, welche politische Ausrichtung, welchen Glauben, welche schulische Bildung oder welche Definition von Familie man für sich wählt, so lange es mit unserem Demokratieverständnis in Einklang zu bringen ist. In einer Welt, die auf konstruktiven Dialog setzt und gemeinsame Ziele für die Zukunft unserer Erde verfolgt.

Wir können die Augen vor dem Klimawandel nicht verschließen, müssen aber auch die Wirtschaft handlungsfähig bleiben lassen. Jedem müssen alle Wege und Chancen offenstehen.

Rogate-Frage: Welche politischen Vorbilder haben Sie und wie bilden Sie sich Ihre Meinung?

Anne Janssen: Ein richtiges politisches Vorbild in dem Sinne habe ich nicht. Meine Kindheit und Jugend wurden aber maßgeblich durch Helmut Kohl geprägt. Er wurde 1982 Bundeskanzler, in dem Jahr wurde ich geboren und er begleitete mich damit die ersten 16 Jahre meines Lebens. Rückblickend hat Angela Merkel die letzten 16 Jahre meines Lebens begleitet. Dies zeigt auch welche Stabilität unsere Partei mit sich bringt. Ich informiere mich und bilde mir meine Meinung über die üblichen Kanäle, Printmedien oder Fernsehen.

Bei Socialmedia bin ich immer etwas vorsichtig, da oft nur schwer nachzuvollziehen ist, woher die Informationen stammen und welchen Wahrheitsgehalt sie haben. Da muss man immer sehr differenziert schauen. Ich diskutiere aber auch gern mit anderen und versuche andere Meinungen und Sichtweisen zu hören, einzuordnen und mit meinen Ansichten zu vergleichen.

Rogate-Frage: Was bedeuten Ihnen Religion, Glaube, Spiritualität und die Kirche?

Anne Janssen: Im Laufe meines Lebens haben diese Dinge immer mehr an Bedeutung gewonnen. Ich gehe inzwischen regelmäßig in die Kirche. Gerade das gemeinsame Singen und in der Stille bei sich sein zu können, geben mir Kraft für neue Aufgaben. Als Krankenschwester, aber auch im privaten Umfeld kam und komme ich in Situationen, in denen man Abschied nehmen muss und gerade hier hilft mir der Gedanke, dass die Menschen, die uns verlassen müssen, nicht allein „im Himmel“ sind.

In Gesprächen mit Kindern wird mir immer wieder deutlich, wie wichtig es ist, seine Werte und seinen Glauben so in Worte zu fassen, das Kinder die Inhalte begreifen können. Das hilft auch mir, mir immer bewusst zu machen, was Religion und Glaube für mich sind und welche Bedeutung sie für mich haben.

Rogate: Vielen Dank, Frau Janssen, für das Gespräch!

Weitere Interviews in der Reihe Freitagsfragen (Rogate-Kloster Sankt Michael zu Berlin ISSN 2367-3710) – und Antworten – finden Sie hier: Rogatekloster.de.


Mehr Informationen zum Demokratieprojekt „FrieslandVisionen: Wie wollen wir morgen leben?“ finden Sie hier.

Informationen zur Reihe „Wen wählen? Fünf Interviews zur Bundestagswahl 2021“ in der Lutherkirchengemeinde Wilhelmshaven (Juli/August 2021):

Mit der CDU-Wahlkreiskandidatin Anne Janssen startete am Donnerstag, 29. Juli, die Reihe „Wen wählen? Fünf Interviews zur Bundestagswahl 2021“ in der Lutherkirchengemeinde Wilhelmshaven. Veranstalter ist das Rogate-Kloster Sankt Michael mit seinem Demokratie-Programm „FrieslandVisionen: Wie wollen wir morgen leben?“.

Die Kandidierenden der im Bundestag vertretenden demokratischen Parteien aus dem Wahlkreis 26 sind zu einzelnen Rogate-Abenden eingeladen. Bis zum 26. August werden die jeweiligen Gäste durch Br. Franziskus in Form von Interviews über ihren Weg in die Politik, gesellschaftliche Vorstellungen und ethische Maßstäbe befragt.

Vor der Veranstaltung wird jeweils um 19:00 Uhr zu einem „Gebet für die Stadt“ in der Lutherkirche eingeladen.

Die noch folgenden Termine der Reihe:

Die „FrieslandVisionen“ werden bis Ende 2023 durch das Förder- und Qualifizierungsprogramm „MITEINANDER REDEN – Gespräche gestalten – Gemeinsam handeln“ für Akteur*innen in ländlichen Räumen durch die Bundeszentrale für politische Bildung gefördert.

FrieslandVisionen: „Wen wählen? Interview mit Sina Beckmann zur Bundestagswahl 2021“

Mit der Wahlkreiskandidatin von Bündnis 90/Die Grünen, Sina Beckmann, wird am Donnerstag, 5. August, die Reihe „Wen wählen? Fünf Interviews zur Bundestagswahl 2021“ fortgesetzt. Beckmann (40) ist gelernte Hotelfachfrau und Unternehmerin in Jever. Politisch setzt sie Schwerpunkte in den Feldern Tourismus, Mobilität, Küstenschutz und klimafreundlicher Wirtschaft. Beginn des Interviews ist um 19:45 Uhr. Der Ort ist (je nach Wetterlage) im Garten des Martin-Luther-Hauses oder in der Lutherkirche unter der Empore, Brommystr. 71, Wilhelmshaven.

Vor der Veranstaltung wird um 19:00 Uhr zu einem „Gebet für die Stadt“ in der Lutherkirche eingeladen. Traugott Böhlke spielt die Orgel, Lektorinnen sind Heidrun Helbich und Susanne Klenk. Liturg ist Br. Franziskus.

Veranstalter der Reihe ist das Rogate-Kloster Sankt Michael mit seinem Demokratie-Programm „FrieslandVisionen: Wie wollen wir morgen leben?“. Weitere Informationen: FrieslandVisionen.de

Die noch ausstehenden Termine der Reihe:

Die „FrieslandVisionen“ werden bis Ende 2023 durch das Förder- und Qualifizierungsprogramm „MITEINANDER REDEN – Gespräche gestalten – Gemeinsam handeln“ für Akteur*innen in ländlichen Räumen durch die Bundeszentrale für politische Bildung gefördert.

FrieslandVisionen startet mit „Wen wählen? Fünf Interviews zur Bundestagswahl 2021“

Mit der CDU-Wahlkreiskandidatin Anne Janssen startet am Donnerstag, 29. Juli, die Reihe „Wen wählen? Fünf Interviews zur Bundestagswahl 2021“ in der Lutherkirchengemeinde Wilhelmshaven. Veranstalter ist das Rogate-Kloster Sankt Michael mit seinem Demokratie-Programm „FrieslandVisionen: Wie wollen wir morgen leben?“.

Die Kandidierenden der im Bundestag vertretenden demokratischen Parteien aus dem Wahlkreis 26 sind zu einzelnen Rogate-Abenden eingeladen. Bis zum 26. August werden die jeweiligen Gäste durch Br. Franziskus in Form von Interviews über ihren Weg in die Politik, gesellschaftliche Vorstellungen und ethische Maßstäbe befragt. Beginn ist am 29. Juli, 19:45 Uhr, im Martin-Luther-Haus, Brommystraße 71.

Vor der Veranstaltung wird jeweils um 19:00 Uhr zu einem „Gebet für die Stadt“ in der Lutherkirche eingeladen. Stadtkantor Markus Nitt spielt am Eröffnungstag die Orgel, Lektorinnen sind Heidrun Helbich und Susanne Klenk.

Die einzelnen Termine der Reihe:

Die „FrieslandVisionen“ werden bis Ende 2023 durch das Förder- und Qualifizierungsprogramm „MITEINANDER REDEN – Gespräche gestalten – Gemeinsam handeln“ für Akteur*innen in ländlichen Räumen durch die Bundeszentrale für politische Bildung gefördert.

Das Rogate-Kloster engagiert sich seit über zehn Jahren in unterschiedlichen demokratiefördernden Vorhaben in Berlin, Friesland und Wilhelmshaven. Im Nordkreis Frieslands wurde von Rogate zuletzt das „WangerlandsofaHör mal zu!“ gemeinsam mit der Volkshochschule, Diakonie und Kirchengemeinden veranstaltet, musste aber durch die Coronapandemie im März 2020 vorzeitig beendet werden. 2019 verantwortete das ökumenische Kloster in Wilhelmshaven die Reihe „Politikerkanzel: Was mich treibt.“ in der Banter Kirche und 2018 die „Zehn Reden für die Stadt und das Land“ in der Christus- und Garnisonkirche.

Infos: FrieslandVisionen.de

Pressespiegel: „Rogate-Gemeinschaft St. Michael in Berlin – Ein Kloster ohne Mauern“

Deutschlandradio Kultur

„Das Rogate-Kloster in Berlin ist gar nicht wirklich in Berlin, sondern eine dezentrale Angelegenheit. Auch ein eigenes Gebäude gibt es nicht. Und die Mitglieder fühlen sich gerade in ihrer Unterschiedlichkeit verbunden.

Wer an ein Kloster denkt, denkt oft an das mittelalterliche Bild von Nonnen oder Mönchen, die sich den ganzen Tag Gott zuwenden, und an Klostermauern, hinter denen die Gemeinschaft lebt. Das ökumenische Rogate-Kloster Sankt Michael könnte davon kaum weiter entfernt sein.“

Den Beitrag von Lea De Gregorio vom 25. Juli 2021 finden Sie hier.

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Herzlich willkommen zu unseren nächsten öffentlichen Andachten und Gottesdiensten:

  • Dienstag, 27. Juli 2021 | 19:30 Uhr, ökumenischer SommerBibelAbend. Mit Pastoralreferentin Daniela Surmann (Sankt Willehad) und Br. Franziskus (Rogate). Ort: Lutherkirche, Brommystraße 71, 26384 Wilhelmshaven-Villenviertel.
  • Donnerstag, 29. Juli 2021 | 19:00 Uhr, Abendgebet. Lektorin: Heidrun Helbich und Susanne Klenk. Orgel: Stadtkantor Markus Nitt. Ort: Lutherkirche, Brommystraße 71, 26384 Wilhelmshaven-Villenviertel.
  • Donnerstag, 29. Juli 2021 | 19:45 Uhr, Demokratie-Reihe „Wen wähle ich?“ – Interview zur Bundestagswahl 2021 mit Anne Janßen (CDU). Ort: Lutherkirche, Brommystraße 71, 26384 Wilhelmshaven-Villenviertel.
  • Dienstag, 3. August 2021 | 19:30 Uhr, ökumenischer SommerBibelAbend. Mit Pastoralreferentin Daniela Surmann (Sankt Willehad) und Br. Franziskus (Rogate). Ort: Lutherkirche, Brommystraße 71, 26384 Wilhelmshaven-Villenviertel.
  • Donnerstag, 5. August 2021 | 19:00 Uhr, Abendgebet. Orgel: Traugott Böhlke (St. Martinskirchengemeinde, Voslapp) Lektorinnen: Heidrun Helbich (Ev.-luth. Thomaskirchengemeinde, Neuengroden) und Susanne Klenk (Ev.-luth. Stephanuskirchengemeinde, Fedderwarden). Ort: Lutherkirche, Brommystraße 71, 26384 Wilhelmshaven-Villenviertel.
  • Donnerstag, 5. August 2021 | 19:45 Uhr, Demokratie-Reihe „Wen wähle ich?“ – Interview zur Bundestagswahl 2021 mit Sina Beckmann (Bündnis 90/Die Grünen). Ort: Lutherkirche, Brommystraße 71, 26384 Wilhelmshaven-Villenviertel.

Rogate-Demokratieprojekt „FrieslandVisionen: Wie wollen wir morgen leben?“ startet

Mit „FrieslandVisionen: Wie wollen wir morgen leben?“ startet das Rogate-Kloster Sankt Michael kommende Woche ein neues Projekt für die Region Friesland. Inhaltlich soll der Blick in unterschiedlichen Veranstaltungsformaten stärker auf die Zukunft und mögliche Lösungsansätze für die vielfältigen Problemlagen der Gegenwart gerichtet werden.

Wie mit der Klimakatastrophe umgehen? Wie das Leben an der Nordseeküste, trotz steigendem Meeresspiegel, gestalten? Wie konstruktiv dem demographischen Wandel begegnen und über die Schulzeit hinaus junge Menschen in der Region halten?

„Zu den FrieslandVisionen gehören Fragen nach der Teilhabe unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen, Dörfer mit Zukunft, nach Beteiligungsformaten und nach der Transformation in eine nachhaltige und mit der Ökologie kompatible Ökonomie in der Region“ so Projektleiter und Initiant Br. Franziskus. Weitere Themen werden Mobilität auf dem Land, Digitalisierung, Erhalt und Umbau der Infrastruktur, sanfter Tourismus, Minderheitenpartizipation, Diversität, Zukunft der Demokrate und Integration sein.

Höhepunkt der FrieslandVisionen sind „Zehn Reden für das Leben an der Küste“, die in den beiden kommenden Jahren an verschiedenen Orten abwechselnd zwischen Wangerooge und Bockhorn, Zetel, Jever und auch in Wilhelmshaven gehalten werden.

Die „FrieslandVisionen“ werden bis Ende 2023 durch das Förder- und Qualifizierungsprogramm „MITEINANDER REDEN – Gespräche gestalten – Gemeinsam handeln“ für Akteur:innen in ländlichen Räumen durch die Bundeszentrale für politische Bildung mit 10.000 Euro finanzell gefördert. Weitere Drittmittel sollen eingeworben werden.

Das Rogate-Kloster engagiert sich seit über zehn Jahren in unterschiedlichen demokratiefördernden Vorhaben in Berlin, Friesland und Wilhelmshaven.

Im Nordkreis Frieslands wurde von Rogate zuletzt das „Wangerlandsofa? Hör mal zu!“ gemeinsam mit der Volkshochschule, Diakonie und Kirchengemeinden veranstaltet, musste aber durch die Coronapandemie im März 2020 vorzeitig enden. 2019 verantwortete das ökumenische Kloster in Wilhelmshaven die Reihe „Politikerkanzel: Was mich treibt.“ in der Banter Kirche und 2018 die „Zehn Reden für die Stadt und das Land“ in der Christus- und Garnisonkirche.

Das 2010 gegründete Rogate–Kloster St. Michael ist seit Juni 2013 als geistliche Gemeinschaft Teil der Evangelischen Kirche Berlin–Brandenburg–schlesische Oberlausitz und seit dem 1. November 2016 vom Katholischen Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland anerkannt. Es ist Mitglied im Verbund der Diakonie.

Rogate-Reihe „SommerBibelAbend“ in Wilhelmshaven

Während der Schulferien lädt das ökumenische Rogate-Kloster Sankt Michael zur Reihe „SommerBibelAbend“ in den Garten des Martin-Luther-Hauses in Wilhelmshaven ein. Am Dienstag, 27. Juli, startet die erste von sechs Veranstaltungen.

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, Teilnehmende sollten Neugierde, eventuell eine eigene Bibel sowie Offenheit für andere Zugänge zu religiösen Texten mitbringen. Beginn ist jeweils um 19:30 Uhr in der Brommystraße 73 im Villenviertel. 

Pastoralreferentin Daniela Surmann (St. Willehad) und Bruder Franziskus (Rogate) leiten die Gesprächsrunden im Gemeindegarten neben der Lutherkirche. Die jeweilige Textauswahl für die Abende orientiert sich an den inhaltlichen Themen der evangelischen Gottesdienste der darauffolgenden Sonntage. 

Die Termine:

Fünf Fragen an: Dr. Marek Wede, Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat

Fünf Fragen an Dr. Marek Wede, Pressesprecher im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, über den Unterschied von Künstler- und Ordensnamen, wer über die Eintragung in den Personalausweis entscheidet und die Nutzung von Gebrauchsnamen im Rechtsverkehr.

Rogate-Frage: Herr Dr. Wede, was sind aus Sicht Ihres Ministeriums „Ordensnamen“ und inwieweit unterscheiden Sie diese von „Künstlernamen“? 

Marek Wede: Unter einem Künstlernamen ist ein von einem bürgerlichen Namen mit hinreichender individueller Unterscheidungskraft abweichender Name zu verstehen, der in bestimmten Lebensbereichen in Zusammenhang mit einer künstlerischen oder freischaffenden Tätigkeit geführt wird und dadurch Verkehrsgeltung erlangt hat, sodass er anstelle des Namens die Identität und die Individualität der Person ausdrückt. 

Für die Eintragung eines Ordensnamens ist dagegen die Verleihung des Ordensnamens, die durch den Orden der jeweiligen Religionsgemeinschaft ausgestellt wird, erforderlich. Ordens- oder Künstlernamen sind jedenfalls dann im Reisepass einzutragen, wenn sie sich aus einem früheren Personalausweis, einem früheren Reisepass oder dem Melde-, Personalausweis- beziehungsweise Passregister ergeben. In Zweifelsfällen hat die antragstellende Person durch Vorlage geeigneter Unterlagen darzulegen, dass sie unter dem von ihr angegebenen Ordens- beziehungsweise Künstlernamen bekannt ist. 

Rogate-Frage: Warum gibt es zur Frage der Ordensnamen gesetzliche Bestimmungen? Welche Bedeutung gibt dadurch der Staat diesen religiösen Namen und deren Nutzung? 

Marek Wede: Das Pass- und Personalausweisgesetz regelt, welche Daten in die hoheitlichen Dokumente eingetragen werden dürfen. Grundsätzlich sind dies nur solche Daten, die für die Identifizierung einer Person erforderlich sind. Bestimmten Sonderkonstellationen, so etwa in bestimmten Fällen bei Künstler- oder Ordensnamen, kommen im Rechtsverkehr eine besondere Bedeutung zu, weshalb für diese eine Eintragung zugelassen wird. 

Rogate-Frage: Gibt es eine Schätzung oder ist bekannt, wie viele Ordensnamen bundesweit anerkannt und von den Meldebehörden eingetragen wurden? 

Marek Wede: Eine bundesweite Statistik, wie viele Ordensnamen in Pässe oder Personalausweise eingetragen wurden, liegt dem BMI nicht vor. 

Rogate-Frage: Wer entscheidet nach welchen Kriterien, ob ein Ordensname anerkannt und in amtliche Dokumente eingetragen werden darf? 

Marek Wede: Die Entscheidung über die Eintragung eines Ordensnamens trifft die örtlich zuständige Pass- oder Personalausweisbehörde unter Berücksichtigung aller konkreten Umstände des Einzelfalls.  

Rogate-Frage: Welche Verpflichtungen gehen Träger:innen durch die Registrierung der Namen ein und welche Rechte sind damit für sie verbunden? Können beispielsweise Bankgeschäfte, Fahrkartenkäufe, Verträge und Führerscheinprüfungen mit dem Ordensnamen unterschrieben werden? 

Marek Wede: Durch die Eintragung eines Ordensnamen entstehen keine besonderen Pflichten aus dem Pass- oder Personalausweisgesetz. Grundsätzlich kennt das deutsche Namensrecht keine strikte Namensführungspflicht. Statt des Geburts- oder Familiennamens kann im allgemeinen Verkehr ein davon abweichender Gebrauchsname verwendet werden. Der Gebrauchsname wird im Rechtsverkehr anerkannt, der Träger kann auch mit diesem Namen unterzeichnen, wenn mit der Namensunterschrift die eindeutige Identifizierung der Person möglich ist.

Rogate: Vielen Dank, Herr Dr. Wede, für das Gespräch.

Weitere Interviews in der Reihe Freitagsfragen (Rogate-Kloster Sankt Michael zu Berlin ISSN 2367-3710) – und Antworten – finden Sie hier: Rogatekloster.de.