Umwelt-Minister*innentagung: Klimakanzel am Dienstag.

Anlässlich der in Wilhelmshaven tagenden Umweltminister*innen des Bundes und der Länder findet am Dienstag, 10. Mai 2022, eine ökumenische Klimakanzel, verbunden mit einem Ukraine-Friedensgebet, statt. Beginn ist um 18:00 Uhr im Veranstaltungszelt des Klima- und Umweltcamps im Banter See-Park (gegenüber Hotel Atlantic) an der Jadeallee.

Mitwirkende der Andacht: Pastoralreferentin Daniela Surmann (Sankt Willehad), Pfarrer Meik Barwisch (Alt-katholische Gemeinde Wilhelmshaven), Student Florian Wiese (Brot für die Welt/Rogate-Kloster) und Br. Franziskus (Rogate-Kloster). Gemeindeglieder der Kirche St. Maria und St. Mauritius (Koptisch Gemeinde) sprechen und singen eine Friedensbitte aus ihrer orthodoxen Liturgie. Der Posaunenchor Jever spielt unter der Leitung von Kreiskantor Klaus Wedel.

Am Klimacamp beteiligen sich u.a. die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg, die Evangelisch-reformierte Kirche, die Regionalgruppe von Brot für die Welt, NABU und Greenpeace mit Vorträgen und Infoständen. Die „Klimakanzel“ ist ein Veranstaltungsformat des Demokratieprojektes „FrieslandVisionen“ des Rogate-Klosters in der Klimakatastrophe.

Ort: Klima- und Umweltcamp im Banter See-Park, Jadeallee, Wilhelmshaven.

Klimakanzel der FrieslandVisionen: Versuch einer theologischen Einordnung

Kreispfarrer Christian Scheuer, Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven (Bild: Axel Biewer)

„Klimakanzel“, das klingt gut und stimmig in meinen Ohren. Es ist dran, den Raubbau an Gottes Schöpfung zu thematisieren und Wege aufzuzeigen, wie das, was Gott einst gut gemacht hat, bewahren und erneuern zu helfen.

Andererseits: Darüber wurde doch schon oft genug geredet. Der Worte sind genug gewechselt, es ist Zeit etwas zu tun. Wenn jetzt keine Taten folgen, schließt sich der schmale Korridor, um das 1,5 Grad-Ziel noch zu erreichen, um dem Abschmelzen der Polkappen, der Erhöhung des Meeresspiegels, der Versteppung und Verödung des Landes und der unwiederbringlichen Zerstörung der Biodiversität Einhalt zu gebieten.

Schließlich: Muss die Kirche jetzt auch noch darüber reden? Haben die nicht genug eigene Probleme, haben die nicht selbst die Krise, sind sie in existentiellen Fragen für uns überhaupt noch ein vertrauenswürdiger Gesprächspartner? Oder springen sie gar auf den Zeitgeist auf, um sich bei denen anzubiedern, die sie längst verloren haben?

Ohne eine ordentliche Begründung und ohne ein gründliches Nachdenken kann und soll hier keine „Klimakanzel“ an den Start gehen und in die Landschaft gesetzt werden. Nachplappern, anbiedern, nur reden und heiße Luft produzieren, dafür ist das Thema zu wichtig und zu dringlich, als dass wir damit fahrlässig umgehen sollten. 

Deshalb einige Thesen zur Einordnung dessen, was hier passiert:

  • Die Kirchen beschäftigen sich seit fast 50 Jahren mit dem Thema der „Bewahrung der Schöpfung“. Auf der Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen 1975 in Nairobi wurde die Zusammen-gehörigkeit von ökologischem Gleichgewicht und sozialer Gerechtigkeit betont. In Vancouver 1983 wurde der Konziliare Prozess für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung begründet usw. Bis heute bleibt die Frage umstritten, wie es gelingen kann, eine Haltung zu entwickeln, die sich als Auslegung biblischer Texte im Licht des Evangeliums, als sachlich begründete Wahrnehmung heutiger Herausforderungen und als Beitrag zur öffentlichen Debatte in einer pluralen Gesellschaft vertreten lässt.
  • Den Kirchen kommt in Sachen Umweltschutz keine eigene Expertise zu. Sie sind auf das Expertenwissen anderer angewiesen, um sich dazu verhalten zu können. Genau diese Absicht verfolgen wir mit der Klimakanzel. Wir laden ein, geben unsere Kanzel frei und lassen andere zu Wort kommen, die sich als Wissenschaftler, Politiker, Aktivisten dazu aus berufenem Munde äußern können. Wir reihen uns ein in den Kreis der Lernenden, Hörenden, Mitdenkenden und Mitdiskutierenden, anstatt anderen vorzupredigen, was sie zu tun oder lassen haben. Dies möchte ein Lernort, kein Belehrort sein. Ein Ort, an dem wir einander Raum zur Orientierung geben. Geprägt wird dieser Raum durch das Kreuz, er ist also nicht wertfrei, sondern wertvoll, indem die Werte eines christlichen Weltverständnisses in der Diskussion mitschwingen. 
  • Der in den biblischen Schöpfungsberichten gegebene Gestaltungsauftrag des Menschen gegründet in einer Sicht der Erde als gute Gabe Gottes, der das, was er erschaffen hat, dem Menschen anvertraut. In der Auslegungsgeschichte von Genesis/1. Buch Mose 1, 28 (dominium terrae) ist daraus der bekannte Herrschaftsauftrag „Machet euch die Erde untertan“ geworden. Viel zu lange ist dies als Unterwerfung der Natur unter die Willkür des Menschen verstanden worden. Das Christentum förderte so eine anthropozentrische Sicht auf die Welt. Allein an den Möglichkeiten und Bedürfnissen des Menschen ausgerichtet, wurden Umwelt und Natur zur Ausbeutung freigegeben.
  • Die Geschichte des Christentums hat dazu beigetragen, dass das Verhältnis von uns Menschen zu unserer belebten und unbelebten Umwelt zu stark in den Hintergrund geraten konnte. Diese Erkenntnis muss zu einem gewandelten Verständnis führen, wonach der Mensch dem Schöpferwillen durch Fürsorge für die geschöpfliche Welt nachkommen soll. Wir Menschen sind eingebunden in die Gemeinschaft aller Kreaturen, sollen als gute Haushalter bewahren, schützen und erhalten.
  • Vor zehn Jahren hat meine Kirche ein integriertes Klimaschutzkonzept aufgelegt, eine Klimaschutz-beauftragte gibt uns in diesen Wochen Material und gute Ideen zum Fasten für den Klimaschutz an die Hand. Was heißt das konkret im Blick auf den Erhalt der Artenvielfalt? Im Blick auf die Schaffung von Blühweisen und Insektenhotels auf unseren Friedhöfen? Was heißt das im Blick auf die Verschmutzung der Meere und das Müllsammelprojekt mit der Konfirmanden- oder Kommuniongruppe? Was heißt das im Blick auf die weltweite Klimagerechtigkeit, auf den Einkauf fair gehandelter Waren in unseren Gemeinden und Gemeindehäusern?
  • Reicht das oder hilft das alles schon längst nicht mehr? Muss es auch um die Frage von Sonnenkollektoren auf denkmalgeschützten Gebäuden und Kirchen gehen, die wir in großer Anzahl betreiben, um Wind- und Sonnenenergie auf Ländern und Pachten, die uns in großer Fläche gehören?
  • Und wenn auch das alles nicht reicht? Schlechte Prognosen in Sachen Klimaneutralität lähmen viele Menschen, die an sich bereit sind, ihr Verhalten und die Verhältnisse zu ändern. Das Gefühl „ich kann ja doch nichts tun“ frustriert und macht Angst. Eine erhitzte Sicht der Dinge schadet der öffentlichen Debatte und einer sachgerechten Aushandlung der Argumente.
  • Nach dem Selbstverständnis unseres Glaubens ist uns nicht ein Geist der Furcht gegeben, sondern „der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit“ (2. Tim 1,7). Vielleicht liegt hier am ehesten der Beitrag der christlichen Kirchen. Weil wir darauf vertrauen dürfen, dass es Gottes guter Wille ist, „das Antlitz der Erde zu erneuern“, wie es in Psalm 104,30 heißt, haben wir eine über uns selbst hinausgreifende Hoffnung und Antriebsfeder, zu einem beharrlichen, konsequenten und leidenschaftlichen Schutz des Klimas und der Umwelt beizutragen. Dazu möchten wir möglichst vielen anderen wieder und neu Mut machen!

Wie gut, dass wir uns in der Ökumene unserer Kirchen im Schulterschluss anbieten als Forum für eine solche Klimakanzel, hier in der Kirchengemeinde St. Bonifatius in Varel des katholischen Dekanats, im zweiten Teil der Reihe in Jevers Stadtkirche des evangelischen Kirchenkreises. Ein herzlicher Dank für die Initiative des Rogate-Klosters im Rahmen der FrieslandVisionen, ein herzliches Dankeschön allen Fachleuten für Ihre Mitwirkung und die damit verbundenen Impulse. Und Dank für Ihr Interesse, liebe Gemeinde, in Zeiten, die die drängenden Fragen des Klimaschutzes nun schon seit zwei Jahren überlagern. Hören, nachdenken, still werden, beten und dann machen. Sie sind eingeladen, sich dazu auf den Weg zu machen. Die Reihe ist hiermit eröffnet, Gottes guter Segen begleite und geleite Herzen, Mund und Hände.

Ansprache von Kreispfarrer Christian Scheuer, Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven, zur Eröffnung der „Ökumenischen Klimakanzel“ des Demokratieprojektes FrieslandVisionen am 11. Februar 2022 in der Sankt Bonifatiuskirche zu Varel/Friesland. Siehe auch: „Die Bedeutung der Bibel für kirchenleitende Entscheidungen„, EKD-Grundlagentext 2021, S. 97 -109.

Hinweise zur Klimakanzel

Die „Klimakanzel“ ist ein Gottesdienstformat der„FrieslandVisionen“ des Rogate-Klosters in der Klimakrise. Eingebettet ist der erste neunteilige Durchgang der Reihe in ein Andachtsformat, d.h. die Rede wird durch liturgische Elemente wie Musik, eine Lesung, Gebet und Segen gerahmt. Dieser Teil wird von örtlichen Pastor:innen und Br. Franziskus vom Rogate-Kloster gestaltet.

Die „FrieslandVisionen: Wie wollen wir morgen leben?“ sind ein Demokratie-Projekt des Rogate-Klosters Sankt Michael für die Region Friesland (Niedersachsen). Das Projekt wird aus Bundesmitteln (Programm MITEINANDER REDEN für den ländlichen Raum) gefördert.

Übersicht der folgenden Termine der Klimakanzel:

In Varel, Friesland.

  • Donnerstag, 17. Februar 2022 | 19:30 Uhr, Ökumenische Klimakanzel mit Jürgen Rahmel, Varel, Dezernent Biosphärenreservat in der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer. Mitwirkende: Pfarrer Manfred Janssen (St. Bonifatius-Gemeinde) und Br. Franziskus (Rogate-Kloster). Ort: Sankt Bonifatiuskirche, Bürgermeister-Heidenreich-Str. 4, 26316 Varel.
  • Donnerstag, 24. Februar 2022 | 19:30 Uhr, Ökumenische Klimakanzel mit Siemtje Möller, Varel, Mitglied des Deutschen Bundestages und Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesministerium der Verteidigung. Mitwirkende: Pfarrer Manfred Janssen (St. Bonifatius-Gemeinde), Pastor Benno Gliemann (Luther-Kirchengemeinde Wihelmshaven/Studierendenseelsorge) und Br. Franziskus (Rogate-Kloster). Ort: Sankt Bonifatiuskirche, Bürgermeister-Heidenreich-Str. 4, 26316 Varel.

In Jever, Friesland.

In Berlin, Schöneberg.

  • Sonntag Rogate, 22. Mai 2022 | 18:00 Uhr, Ökumenische Klimakanzel. Liturgie: Dekan Ulf-Martin Schmidt (Alt-katholische Gemeinde Berlin) und Br. Franziskus (Rogate-Kloster). Ort: Dorfkirche Schöneberg, Hauptstraße 47–48, 10827 Berlin-Schöneberg.
  • Sonnabend, 25. Juni 2022 | 18:00 Uhr, Ökumenische Klimakanzel. Ort: Zwölf-Apostel-Kirche, An der Apostelkirche 1, Berlin-Schöneberg.

Gottesdienst: Willkommen zur Rogate-LGBTIQ*-Segensandacht am 1. Oktober

Rogate-Kloster: Freitag, 1. Oktober 2021 | 19:30 Uhr, Rogate-LGBTIQ*-Segensandacht in Berlin-Schöneberg

Nach 2020 fällt auch 2021 das Lesbisch-schwule Stadtfest Berlin und damit der traditionelle Eröffnungsgottesdienst des Rogate-Klosters in der Zwölf-Apostel-Kirche aus. Auf dem Weg zum nächsten Stadtfest 2022 feiert das Rogate-Kloster Sankt Michael am Freitag, 1. Oktober 2021 | 19:30 Uhr, eine Segensandacht für LGBTIQ*-Menschen und alle, die gern kommen möchten. 

Der Altar der Zwölf-Apostel-Kirche in Schöneberg. (Bild: Rogate-Kloster)

Mitwirkende sind Pfarrer_in Anna Trapp, Evangelischer Pfarrsprengel Bad Wilsnack, Pfarrer Burkhard Bornemann, Zwölf-Apostel-Gemeinde, Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, Tempelhof-Schöneberg, und Bruder Franziskus, Rogate-Kloster.

Ort: Zwölf-Apostel-Kirche, Berlin-Schöneberg, An der Apostelkirche 1.

Herzlich willkommen!

Erreichbar ist die Zwölf-Apostel-Kirche mit öffentlichen Verkehrsmitteln: über die U-Bahnhöfe: Kurfürstenstraße (U1) Nollendorfplatz (U1, U2, U3, U4). Oder per Bus: Kurfürstenstraße (M85, M48), Nollendorfplatz (M19, 187) und Gedenkstätte Dt. Widerstand (M29). Fahrrad- und PKW-Stellplätze vor dem Gemeindezentrum und in der Genthiner Straße. Adresse: An der Apostelkirche 1, Berlin-Schöneberg.

Andacht „Gebet für die Stadt – in der Coronakrise“ am 20. Mai

Zum „Gebet für die Stadt – in der Coronakrise“ am Donnerstag, 20. Mai, wird Oberbürgermeister Carsten Feist als Hauptredner erwartet. In der ökumenischen Andacht in der Sankt Willehad-Kirche wird er eine „Klage“ sprechen, die seine Sicht und Erfahrungen in der Zeit der Pandemie beinhaltet.

Es ist der achte Termin der Reihe, die die Situation verschiedener Bereiche gezielt in den Blick nimmt. Vertreter:innen der Wilhelmshavener Kultur, der Gastronomie, der ambulanten Pflege, der Hotellerie, des Einzelhandes, der Ärzteschaft und der Kindertagesstätten waren bislang Klagende.

Am Donnerstag vor Pfingsten endet das „Gebet für die Stadt“ dem Schwerpunkt der Auswirkungen der Coronazeit vorerst. Die Pfarrgemeinde Sankt Willehad und das Rogate-Kloster Sankt Michael hatten zu den besonderen Gebetsandachten eingeladen, die zeitgleich über den Youtube-Kanal der Gemeinde gestreamt werden. Liturgen sind Dechant Andreas Bolten und Bruder Franziskus. Beginn ist um 18:30 Uhr.

Termin: Donnerstag, 20. Mai 2021 | 18:30 Uhr, Gebet für die Stadt – in der Coronakrise: Mit Oberbürgermeister Carsten Feist, Stadt Wilhelmshaven. Orgel: Andreas Marth. Liturgie: Dechant Andreas Bolten und Br. Franziskus. Ort: Sankt Willehad-Kirche, Bremer Straße 53, 26382 Wilhelmshaven. Hier der Link zum Livestream.

Herzlich willkommen zu unseren weiteren öffentlichen Andachten und Gottesdiensten:

  • Donnerstag, 27. Mai 2021 | 17:00 Uhr, Feierstunde Übergabe der „Berliner Ehrennadel für besonderes soziales Engagement“. Musik: Felicitas Eickelberg. Ort: Zwölf-Apostel-Kirche.
  • Donnerstag, 27. Mai 2021 | 18:30 Uhr, Vesper (Abendgebet). Musik: Felicitas Eickelberg. Ort: Zwölf-Apostel-Kirche.
  • Freitag, 3. September 2021 | 19:30 Uhr, Gebet für die Stadt – zur Eröffnung des CSD Wilhelmshaven. Musik: Landeskirchenmusikdirektorin Beate Besser, Oldenburg. Liturgie: N.N. und Br. Franziskus. Ort: Lutherkirche, Brommystr. 71, 26384 Wilhelmshaven-Villenviertel.
  • Freitag, 1. Oktober 2021 | 19:30 Uhr, „Wenn ich ein Engel wäre, dann….“, ökumenischer Eröffnungsgottesdienst zum 28. lesbisch-schwulen Stadtfest Berlin. Predigt: Pfarrer_in Anna Trapp, Evangelischer Pfarrsprengel Bad Wilsnack. Ort: Zwölf-Apostel-Kirche, Berlin-Schöneberg.
  • Sonntag, 3. Oktober 2021 | 11:00 Uhr, Erntedank-Gottesdienst für Mensch und Tier zum Franziskusfest. Predigt: N.N.. Liturgie: Pfarrer Burkhard Bornemann, Zwölf-Apostel-Gemeinde, und Bruder Franziskus, Rogate-Kloster. Ort: Zwölf-Apostel-Kirche Berlin-Schöneberg.

Andacht „Gebet für die Stadt – in der Coronakrise“ am 22. April

Die aktuelle Situation der Wilhelmshavener Kindertagesstätten steht am Donnerstag im Mittelpunkt einer Andacht in der Pfarrkirche Sankt Willehad. Die Leiterinnen der Kindertagesstätte Christus König in Fedderwardergroden, Sandra Neugebauer, und der Kindertagesstätte Arche Noah in Heppens, Daniela Cordes, werden stellvertredend im „Gebet für die Stadt – in der Coronakrise“ ihre pädagogische Arbeit, Herausforderungen und Unmöglichkeiten in der Pandemie beschreiben. Dechant Andreas Bolten und Bruder Franziskus gestalten die Liturgie. Beginn ist um 18:30 Uhr.

Die St. Willehad-Gemeinde und das Rogate-Kloster Sankt Michael setzen ihre gemeinsame Gottesdienstreihe bis Pfingsten mit fünf weiteren ökumenischen Andachten in die Pfarrkirche St. Willehad fort. Die Coronakrise und die Auswirkungen der Pandemie auf verschiedene Bereiche in Wilhelmshaven bilden den inhaltlichen Schwerpunkt. Die Übertragung im Livestream auf dem Youtube-Kanal der St. Willehad-Gemeinde ist geplant.

Termin: Donnerstag, 22. April 2021 | 18:30 Uhr, Gebet für die Stadt – in der Coronakrise: Die Situation der Kitas in Wilhelmshaven. Mit Sandra Neugebauer, Kindertagesstätte Christus König, und Daniela Cordes, Kindertagesstätte Arche Noah. Liturgie: Dechant Andreas Bolten und Br. Franziskus. Ort: Sankt Willehad-Kirche, Bremer Straße 53, 26382 Wilhelmshaven. Hier gehts zum Livestream der Andacht.

Hinweis: Die Gemeinde St. Willehad weist auf das aktuell geltende Hygienekonzept hin. Vor dem Besuch der Kirche besteht eine Anmeldepflicht vor Ort. Es sind medizinische Masken (OP- oder FFP2-Masken) zu tragen. Weitere Informationen hängen vor Ort aus sowie auf Willehad.de zu finden.

Politikerkanzel Wilhelmshaven: Eröffnung mit Finanzminister Hilbers und Bischof Adomeit

Gestern Abend wurde in Anwesenheit von Bischof Thomas Adomeit die zehnteilige Gottesdienstreihe „Politikerkanzel: Was mich treibt.“ in der Banter Kirche eröffnet. Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers war der erste Redner. Er sprach von politischer Verantwortung, Vielfalt des Lebens, der Lust auf Zukunft und seinem persönlichem Glauben.

Eröffnung der Politikerkanzel mit (v.l.) Landtagsabgeordneten Holger Ansmann, Minister Reinhold Hilbers, Pastor Frank Moritz, Bischof Thomas Adomeit und Br. Franzikus (Bild: Florian Wiese)

„Der christliche Glaube ist ein fester Bestandteil meines Lebens. Er gibt mir Kraft, ist eine wichtige Stütze, gibt mir Halt und zeigt mir den Weg. Und man könnte sich nun fragen, ob sich der Glaube und politisches Wirken ausschließen. Ich kann dazu ganz klar sagen: Nein! Im Gegenteil! Politik und Glaube haben mehr Berührungspunkte als man denkt. Für mich sind mein christlicher Glaube und mein politisches Handeln fest verbunden. Ich lasse mich von den christlichen Werten leiten diese fließen natürlich auch in mein politisches Handeln ein.  

Wir Christen sind aufgerufen, uns in der Welt einzusetzen. Nicht nur an den Werten, auch am Praktizieren des Glaubens soll man uns erkennen. Auch an den Taten!“

Niedersachsens Finanzminiter Reinhold Hilbers in der „Politikerkanzel: Was mich treibt“ am 10. Juli 2019 in der Banter Kirche Wilhelmshaven

Die nächsten Termine der Politikerkanzel:

Ab 10. Juli: „Politikerkanzel: Was mich treibt.“ startet in der Banter Kirche Wilhelmshaven

Was treibt Menschen in die Politik? Warum tun sich Politikerinnen und Politiker ein Leben – meist mit hoher zeitlicher Belastung und großer Fremdbestimmung – an? Und wie gehen sie mit Anfeindungen um?

Die am 10. Juli in der Banter Kirche Wilhelmshaven beginnende Reihe „Politikerkanzel: Was mich treibt.“ geht der Frage nach Motivation, Engagement und der Bedeutung der Demokratie für unsere Gesellschaft nach. Zehn Politikerinnen und Politiker haben eine Einladung des Rogate-Klosters angenommen und kommen nach Wilhelmshaven. Sie nehmen sich nacheinander je einen Abend Zeit und geben in einer Andacht Auskunft über ihren Weg in die Politik, welche Erfahrungen sie in Regierungen und Parlamenten machen und wie sie mit Frustrationen umgehen.

Der Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg, Thomas Adomeit, eröffnet die Sommerreihe am Mittwoch, 10. Juli 2019. Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) ist der erste Redner auf der Politikerkanzel. Beginn 19:oo Uhr.

Drei weitere Landesminister beteiligen sich: Sozialministerin Dr. Carola Reimann (SPD), Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) und Berlins Bürgermeister und Kultursenator Dr. Klaus Lederer (Die Linke). Bundespräsident a.D. Christian Wulff ist Mitte August dabei. Die Präsidentin des Niedersächsischen Landtages, Dr. Gabriele Andretta (SPD), sowie die niedersächsischen Bundestagsabgeordneten Amira Mohamed Ali (Die Linke) und Katja Keul (Bündnis 90/Die Grünen) sprechen ebenfalls zum Thema. Ratsherr Dr. Michael von Teichman (FDP) bringt seine Sicht als Wilhelmshavener Kommunalpolitiker ein.

Politikerkanzel. Was mich treibt

Der Bischof des Katholischen Bistums der Alt-Katholiken in Deutschland, Dr. Matthias Ring, beschließt die Reihe am 11. September 2019. SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil (SPD) wird schließlich der letzte Redner der Politikerkanzel in der Banter Kirche sein.

Die liturgische Verantwortung für die Reihe tragen Kreispfarrer Christian Scheuer (Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven) und Bruder Franziskus (Rogate-Kloster). Musikalisch beteiligen sich Stadtkantor Markus Nitt, sowie die Kreiskantoren Thorsten Ahlrichs (am 10. Juli) sowie Klaus Wedel (am 17. Juli).

Der Eintritt ist frei. Es wird – zur Deckung der Kosten – eine Ausgangskollekte geben.

Im Anschluss an die Gottesdienste wird ins Banter Gemeindehaus eingeladen: In Kooperation mit der Evangelischen Erwachsenenbildung Niedersachsen (EEB) gibt es jeweils ein Nachgespräch.

Die Politikerkanzel ist ein Gemeinschaftsprojekt des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Friesland-Wilhelmshaven, des Rogate-Klosters Sankt Michael (Berlin/Wilhelmshaven) und des Demokratieprojekts „Wangerlandsofa? Hör mal zu!“. Die Kirchengemeinde Bant hat freundlicherweise den Veranstaltern die Nutzung von Kirche und Gemeindehaus für die Reihe angeboten.

Informationen: Politikerkanzel.de

Rückblick: Friedenspfahl-Enthüllung in Wilhelmshaven

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Vorlage der Agentur Nolte Kommunikation für die Friedensverse auf dem Pfahl vor dem Haus der Diakonie in Wilhelmshaven

Rückblick 2018: Mit einer Andacht übergab am 20. November Kreispfarrer Christian Scheuer den ersten Wilhelmshavener Friedenspfahl. Die Stele wurde von der Holzwerkstatt der VHS Wilhelmshaven und der Agentur Nolte Kommunikation gestaltet. Sie mahnt gemeinsam mit 250.000 Friedenspfählen in 191 Ländern in vielen verschiedenen Sprachen zum Frieden.

Ein Friedenspfahl wird, so erklärte Scheuer, nicht aufgestellt, sondern gepflanzt. So wie der Frieden nicht gesetzt werden könne, sondern wachsen müsse. Frieden sei ein Prozess und Arbeit. Niemals fertig im Sinne von abgeschlossen. So solle auch der Wilhelmshavener Friedenspfahl vorm Diakonischen Werk Ausgangspunkt aller werden, die sich für mehr Frieden einsetzen.
 
Der Friedenspfahl füge sich ein in die Versöhnungsarbeit in der Stadt Wilhelmshaven. Die beiden Weltkriege seien auch von Wilhelmshaven geführt worden und habe hier tiefe Wunden hinterlassen. Der holländische Friedenswunsch erinnere an die vielen niederländischen Zwangsarbeiter, die in Wilhelmshavener Lagern gelitten haben und gestorben sind.
 
Kritisch sieht Scheuer die aktuelle Tendenz weltweiten Wiederaufrüstens. Ein europäische Armee ist kein Fortschritt, mahnte der Kreispfarrer. Wir brauchen wirksame Schritte für einen globalen Frieden.
 
2018 11 20 FriedenspfahlenthüllungDie Aufstellung der Friedenspfähle wird von der Word Peace Prayer Society gefördert. Friedenspfähle gehen zurück auf eine Idee des japanischen Philosophen und Friedenskämpfers Masahisa Goi, der 1969 die ersten Gebetspfähle aufstellte.
 
Die Initiative zur Aufstellung des 1. Wilhelmshavener Friedenspfahls war von der Flüchlingsarbeit des Kirchenkreises Friesland-Wilhelmshaven ausgegangen und von der Stiftung Diakonie am Meer sowie vom Rogate-Kloster unterstützt worden. Der Pfahl trägt zudem die Logos des Kirchenkreises Friesland-Wilhelmshaven, der Stiftung Diakonie am Meer, der Diakonie Deutschland und des Rogate-Kloster Sankt Michael zu Berlin.

Zehn Reden für die Stadt: Am Montag spricht Europa-Ministerin Birgit Honé

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Ministerin Birgit Honé (Bild: MB Niedersachsen)

Am Montag, 13. August, wird die vorletzte „Rede für die Stadt“ von der Niedersächsischen Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, Birgit Honé, gehalten. Die Veranstaltung beginnt um 19:oo Uhr in der Citykirche Wilhelmshaven.

„Wilhelmshaven hat Stärken und Schwächen, wie alle Städte und Regionen in Niedersachsen, Deutschland und Europa. Entscheidend ist, dass wir die Städte und Regionen in unserem Bemühen, sie zu fördern, nicht über einen Kamm scheren, sondern individuelle Lösungen entwickeln.“, so Ministerin Honé.

In ihrem Beitrag wird die Ministerin insbesondere darauf eingehen, wie die Landesregierung den Strukturwandel in Wilhelmshaven und der Region unterstützt und was Europa damit zu tun hat.

„Wandel ist niemals abgeschlossen. Es ist gut in Bewegung zu bleiben, denn Veränderungen hat es immer gegeben und das gilt auch für die Zukunft. Wichtig ist, dass wir die Chancen nutzen und uns gemeinsam aufstellen: Miteinander füreinander“, ermutigt die Ministerin.

RogateKl_Aushang A4_Reden Stadt 9_060618Der halbstündige Vortrag der Landesministerin wird von einer Andacht umrahmt, die Rogate-Bruder Franziskus Aaron leitet. Florian Bargen spielt die Orgel.

Der Eintritt ist frei. Am Ausgang wird eine Kollekte für die Stiftung „Diakonie am Meer“ erbeten, die innovative soziale und kirchliche Projekte in Friesland-Wilhelmshaven ermöglicht.

Veranstaltet wird die Sommerreihe „Zehn Reden für die Stadt“ vom Evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven, der Christus- und Garnisonkirche und vom Rogate-Kloster Sankt Michael zu Berlin.

Abschluss der Reihe: Am Dienstag, 21. August, wird Diakonie-Präsident Ulrich Lilie die Reihe mit der zehnten und damit letzten Rede beschließen. Oberkirchenrat Thomas Adomeit, Vertreter im Bischofsamt der Evangelisch-Lutherischen Kirche Oldenburg, leitet die Litugie. Die Vareler Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller wird Lektorin sein. Stadtkantor Markus Nitt begleitet die Andacht musikalisch. Anschließend lädt das Diakonische Werk zu einem WohnzimmerXXL-Konzert mit Majanko in das Soziale Kaufhaus, Banter Weg 12a, Wilhelmshaven-Bant, ein. Der Eintritt ist hier ebenfalls frei.

Zehn Reden für die Stadt: Am Mittwoch spricht Ratsherr Martin Ehlers

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Martin Ehlers (Bild: privat)

Am Mittwoch, 8. August, wird Ratsherr Martin Ehlers eine „Rede für die Stadt“ in der Citykirche Wilhelmshaven, Am Kirchplatz 1, halten. In seiner Ansprache wird sich der Jurist und Unternehmer mit globalen Megatrends und den damit verbundenen Herausforderungen und Chancen für die Jadestadt und die Region, für die kommunale Politik und das bürgerschaftliche Engagement befassen.

Der Abend ist Teil der Sommerreihe „Zehn Reden für die Stadt“ zum 150jährigen Stadtjubiläum Wilhelmshavens. Sie wird veranstaltet vom Evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven, der Citykirche Wilhelmshaven (Christus- und Garnisonkirche) und vom Rogate-Kloster Sankt Michael zu Berlin.
Bruder Franziskus Aaron leitet Andacht, die den halbstündigen Vortrag umrahmt. Die Orgel spielt Stadtkantor Markus Nitt. Beginn aller Reden ist jeweils um 19:00 Uhr.

38614891_1926477967373153_5598676104412921856_nDer Eintritt ist frei. Am Ausgang wird eine Kollekte für die Stiftung „Diakonie am Meer“ gesammelt, die innovative soziale und kirchliche Projekte in Friesland-Wilhelmshaven initiert und durchführt.

Die beiden noch folgenden „Reden für die Stadt“ und die Region Friesland-Wilhelmshaven:

  • Montag, 13. August, Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, Birgit Honé, Hannover. Orgel: Florian Bargen.
  • Dienstag, 21. August, Diakonie-Präsident Ulrich Lilie, Berlin. Orgel: Stadtkantor Markus Nitt. Anschließend WohnzimmerXXL-Konzert mit Majanko, Soziales Kaufhaus, Banter Weg 12a, Wilhelmshaven-Bant.