Meckel: Kennedys Worte machten “neue Ostpolitik” zu einer realistischen Option

Zum 50. Jahrestag der Rede John F. Kennedys „Ich bin ein Berliner!“ sprach am 23. Mai 2013 der frühere Außenminister der DDR, Markus Meckel, im Rogate-Kloster:

Zwölf-Apostel-Turm„Für diese Neuorientierung der „Politik für Berlin, für Deutschland und Europa“ war der Besuch John F. Kennedys von immenser Bedeutung. Willy Brandt fand in John F. Kennedy  den amerikanischen Präsidenten, der seinem Lebensgefühl nahe war und der die  Suchbewegung nach einem neuen Umgang mit der sowjetisch geprägten Welt unterstützte. Er knüpfte damit in einer neuen Weise an das Versprechen an, das Amerikaner und Briten 15 Jahre früher mit der Luftbrücke dieser Stadt gaben. Die klaren Worte und Signale Kennedys haben die spätere „neue Ostpolitik“ zu einer realistischen Option gemacht. Der legendäre Satz – „Ich bin ein Berliner!“ – hat der künftigen Politik Willy Brandts Raum gegeben, auf dass wir Berliner in Ost und West uns wieder begegnen konnten und das Gefühl der Zusammengehörigkeit lebendig blieb. Wir wissen alle, dass dies eine der zentralen Voraussetzungen darstellte für die spätere Wiedervereinigung dieser Stadt.

Berlin, das einstige Symbol der Teilung Europas und der Welt – diese Stadt wurde 1989 mit dem Fall der Mauer auch zum Symbol für das Ende des Kalten Krieges und für das Ende des Kommunismus.

Der Fall der Mauer kam überraschend – für jene, die sie gebaut hatten und über viele Jahre ihre Macht nur so erhalten konnten, für jene, die unter ihr litten und für jene, denen sie ein selbstverständlicher Teil ihrer Lebenswelt geworden war. Wir alle haben im November 1989 nicht damit gerechnet.“

Den vollständigen Wortlaut der Rede von Markus Meckel finden Sie hier.

Ein Grußwort des Regierenden Bürgermeisters, Klaus Wowereit, finden Sie hier.  Ein Wort der Bezirksbürgermeisterin, Angelika Schöttler, finden Sie hier.

Die weiteren Andachten der “Ich bin ein Berliner”-Reihe:

Erreichbar ist die für die Reihe gastgebende Zwölf-Apostel-Kirche mit öffentlichen Verkehrsmitteln und über die U-Bahnhöfe: Kurfürstenstraße (U1) Nollendorfplatz (U1, U2, U3, U4). Oder per Bus: Kurfürstenstraße (M85, M48), Nollendorfplatz (M19, 187) und Gedenkstätte Dt. Widerstand (M29). PKW-Stellplätze vor dem Gemeindezentrum und in der Genthiner Straße.

Klaus Wowereit: Grußwort zur Reihe „Ich bin ein Berliner!“

Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin

Grußwort des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Klaus Wowereit, für die Reihe „Ich bin ein Berliner“ des Rogate-Klosters St. Michael zu Berlin anlässlich des 50. Jahrestages des Berlin-Besuchs von US-Präsident Kennedy:

„Ich bin ein Berliner“: Mit diesen Worten schloss John F. Kennedy seine berühmte Rede am 26. Juni 1963 vor dem Schöneberger Rathaus ab. Die Worte wirkten wie Balsam auf die Seele der Menschen im geteilten Berlin. John F. Kennedy gab ihnen mit seinem begeisternden Auftritt Hoffnung und stärkte so die Verbundenheit des Westteils von Berlin mit den Vereinigten Staaten. Die Rede empfanden aber auch viele Menschen im Osten als Zeichen der Ermutigung über die Mauer hinweg.

Die Botschaft Kennedys wirkt bis heute nach. Sie fordert uns nicht nur zur Auseinandersetzung mit der Geschichte der Teilung heraus, sondern auch zur Besinnung auf das, was eine so bunte, lebendige und vielfältige Stadt wie Berlin heute und in Zukunft im Innersten zusammenhält. In diesem Sinne wünsche ich dem Rogate-Kloster und seiner Reihe „Ich bin ein Berliner“ viel Zuspruch und allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern Ermutigung zum Engagement für das friedliche und respektvolle Zusammenleben in der Hauptstadt Berlin.“

Willkommen am Donnerstag, 30. Mai 13, 19.30 Uhr, zur Reihe “Ich bin ein Berliner” mit  Mr. James D. Melville, Jr., Gesandter der Botschaft der Vereinigten Staaten.

Die weiteren Andachten der “Ich bin ein Berliner”-Reihe:

Erreichbar ist die für die Reihe gastgebende Zwölf-Apostel-Kirche mit öffentlichen Verkehrsmitteln und über die U-Bahnhöfe: Kurfürstenstraße (U1) Nollendorfplatz (U1, U2, U3, U4). Oder per Bus: Kurfürstenstraße (M85, M48), Nollendorfplatz (M19, 187) und Gedenkstätte Dt. Widerstand (M29). PKW-Stellplätze vor dem Gemeindezentrum und in der Genthiner Straße.

Presseschau: Die Berliner Woche hat in ihrer aktuellen Ausgabe einen Artikel über die Reihe veröffentlicht. Sie finden den Bericht hier.

Gottesdienst: „Ich bin ein Berliner“ mit dem Gesandten der US-Botschaft

Mr. James D. Melville: "Ich bin ein Berliner"

Mr. James D. Melville: „Ich bin ein Berliner“

Willkommen am Donnerstag, 30. Mai 13, 19.30 Uhr, zur Reihe „Ich bin ein Berliner“ mit  Mr. James D. Melville, Jr., Gesandter der Botschaft der Vereinigten Staaten.

Falls es Ihnen möglich ist, bitten wir für diesen Termin um eine Anmeldung per eMail (Post at Rogatekloster de), Fax 030.788 3435 oder bei Facebook.

Unser Gast James Melville traf am 16. August 2012 in Berlin ein und hat das Amt des Stellvertretenden Leiters der Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika in Deutschland übernommen.

Zuletzt war Melville im US-Außenministerium in der Position des geschäftsführenden Leiters der Abteilung für europäische und eurasische Angelegenheiten (EUR) und der Abteilung für internationale Organisationen (IO) tätig. Als geschäftsführender Leiter von EUR und IO war er für die Unterstützung aller 79 Dienststellen von EUR und IO im Ausland sowie den inländischen Bedarf beider Abteilungen verantwortlich. Von 2008 bis 2010 war er Gesandter-Botschaftsrat an der US-Botschaft in London und zuvor von 2005 bis 2008 an der Botschaft in Moskau. Bei seiner ersten Auslandsverwendung war Melville von 1986 bis 1988 als stellvertretender General Services Officer an der US-Botschaft bei der DDR. Weitere Posten waren die Seychellen, St. Petersburg, die Ständige Vertretung der Vereinigten Staaten bei der NATO und Paris. In Washington war er im Bereich legislative Angelegenheiten, als diensthabender Beamter im Lagezentrum und im Prüfungsausschuss des auswärtigen Dienstes tätig.

Melville spricht Russisch, Deutsch und Französisch. Der Berufsdiplomat hat einen Abschluss mit Auszeichnung in Geschichte der Boston University, einen J.D. der juristischen Fakultät der Rutgers University und ist Mitglied der Anwaltskammern von New Jersey und New York. Ursprünglich stammt Melville aus Bradley Beach (New Jersey).

Die weiteren Andachten der „Ich bin ein Berliner“-Reihe:

Erreichbar ist die für die Reihe gastgebende Zwölf-Apostel-Kirche mit öffentlichen Verkehrsmitteln und über die U-Bahnhöfe: Kurfürstenstraße (U1) Nollendorfplatz (U1, U2, U3, U4). Oder per Bus: Kurfürstenstraße (M85, M48), Nollendorfplatz (M19, 187) und Gedenkstätte Dt. Widerstand (M29). PKW-Stellplätze vor dem Gemeindezentrum und in der Genthiner Straße.

Gottesdienstreihe startet heute: Ich bin ein Berliner!

Am Donnerstag, 23. Mai 2013, startet das Rogate-Kloster mit dem ehemaligen Außenminister Markus Meckel als erstem Redner die fünfteilige Andachtsreihe „Ich bin ein Berliner!“ in der Zwölf-Apostel-Kirche. Mehr über die Abendgottesdienste und die weitere Rednerin und Redner am Ende dieses Artikels.

Wir freuen uns über das folgende Grußwort der Bezirksbürgermeisterin

Bezirksbürgermeisterin Angelika SchöttlerEs war ein denkwürdiger Tag für die Berlinerinnen und Berliner als US-Präsident John F. Kennedy am 26. Juni 1963 vor dem Rathaus Schöneberg den magischen Satz „Ich bin ein Berliner“ auf deutsch sagte und sich damit klar zur eingeschlossenen Stadt West-Berlin und zum Bündnis mit der Bundesrepublik Deutschland bekannte. Noch heute kommen viele Besucherinnen und Besucher zu uns ins Rathaus Schöneberg, die diese Rede zur „Freiheit“ an jenem Tag gehört haben und sich mit vielen Emotionen daran erinnern. Diese besondere Rede und auch die Freiheitsglocke, die bei uns jeden Tag seit dem 24. Oktober 1950 um 12 Uhr schlägt, sind deutliche Zeichen des Beistands und Zusammenhalts.

Das wiedervereinigte Berlin ist heute ein großer Anziehungspunkt für Menschen aus aller Welt – es steht für Demokratie und Toleranz. Gerade von der jungen Generation wird der besonders freie Flair der Stadt empfunden und gelebt. Aus unserer historischen Verantwortung für die Zeit des Nationalsozialismus und den Erfahrungen der Teilung Berlins und Deutschlands ist eine starke Gesellschaft erwachsen, die sich für ein friedliches Miteinander aller Menschen, egal welcher sozialer, ethnischer, religiöser Herkunft oder sexueller Orientierung einsetzt. Sich für die Gleichstellung und Partizipation – auch gegen Widerstände – stark zu machen, ist ein Garant für eine lebens- und liebenswerte Stadt.

Gelebte Solidarität und persönlicher Einsatz von verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen machen auch insbesondere unseren Bezirk Tempelhof-Schöneberg aus und bieten ein großes Stück Lebensqualität. In diese Reihe gehört natürlich auch das Engagement des Rogate-Klosters Sankt Michael zu Berlin, das mit seinen Veranstaltungsreihen die Attraktivität des Bezirks bereichert. In diesem Sinn wünsche ich allen Bürgerinnen und Bürgern eine spannende Andachtsreihe zum Thema „ich bin ein Berliner“.

Angelika Schöttler, Bezirksbürgermeisterin

Gottesdienstreihe: "Ich bin ein Berliner"Das Rogate-Kloster lädt ein:

Erreichbar ist die Zwölf-Apostel-Kirche mit öffentlichen Verkehrsmitteln und über die U-Bahnhöfe: Kurfürstenstraße (U1) Nollendorfplatz (U1, U2, U3, U4). Oder per Bus: Kurfürstenstraße (M85, M48), Nollendorfplatz (M19, 187) und Gedenkstätte Dt. Widerstand (M29). PKW-Stellplätze vor dem Gemeindezentrum und in der Genthiner Straße.

Gottesdienst: Willkommen zu den Rogate-Andachten im Mai.

Rogate-Gottesdienste im Mai 2013Willkommen zu unseren öffentlichen Gottesdiensten in der gastgebenen Ev. Zwölf-Apostel-Kirche, An der Apostelkirche 1, 10783 Berlin-Schöneberg, Lageplan:

Jeweils am Dienstag feiern wir um 19 Uhr eine Vesper (in der Ordnung des Ev. Gesangbuchs Nr. 785). Am Donnerstag laden wir um 19.30 Uhr zur Ev. Messe bzw. zur Komplet ein.

Ausgewählte Gottesdienste und Veranstaltungen:

Erreichbar ist die Zwölf-Apostel-Kirche mit öffentlichen Verkehrsmitteln und über die U-Bahnhöfe: Kurfürstenstraße (U1) Nollendorfplatz (U1, U2, U3, U4). Oder per Bus: Kurfürstenstraße (M85, M48), Nollendorfplatz (M19, 187) und Gedenkstätte Dt. Widerstand (M29). PKW-Stellplätze vor dem Gemeindezentrum und in der Genthiner Straße.