Umwelt-Minister*innentagung: Klimakanzel am Dienstag.

Anlässlich der in Wilhelmshaven tagenden Umweltminister*innen des Bundes und der Länder findet am Dienstag, 10. Mai 2022, eine ökumenische Klimakanzel, verbunden mit einem Ukraine-Friedensgebet, statt. Beginn ist um 18:00 Uhr im Veranstaltungszelt des Klima- und Umweltcamps im Banter See-Park (gegenüber Hotel Atlantic) an der Jadeallee.

Mitwirkende der Andacht: Pastoralreferentin Daniela Surmann (Sankt Willehad), Pfarrer Meik Barwisch (Alt-katholische Gemeinde Wilhelmshaven), Student Florian Wiese (Brot für die Welt/Rogate-Kloster) und Br. Franziskus (Rogate-Kloster). Gemeindeglieder der Kirche St. Maria und St. Mauritius (Koptisch Gemeinde) sprechen und singen eine Friedensbitte aus ihrer orthodoxen Liturgie. Der Posaunenchor Jever spielt unter der Leitung von Kreiskantor Klaus Wedel.

Am Klimacamp beteiligen sich u.a. die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg, die Evangelisch-reformierte Kirche, die Regionalgruppe von Brot für die Welt, NABU und Greenpeace mit Vorträgen und Infoständen. Die „Klimakanzel“ ist ein Veranstaltungsformat des Demokratieprojektes „FrieslandVisionen“ des Rogate-Klosters in der Klimakatastrophe.

Ort: Klima- und Umweltcamp im Banter See-Park, Jadeallee, Wilhelmshaven.

Jever: Ökumenisches Friedensgebet für die Ukraine und letzte Klimakanzel am Donnerstag.

Am Donnerstag, 7. April, endet die ökumenische Reihe „Klimakanzel“ und die Ukraine-Friedensgebete des Demokratieprojektes „FrieslandVisionen“. Beginn ist um 19:30 Uhr in der Stadtkirche, Am Kirchplatz, 26441 Jever. Pastorin Katrin Jansen (Stadtkirche Jever) und Br. Franziskus (Rogate-Kloster) leiten die Liturgie. Marvin Zibell wird Klavier spielen.

Fritz Santjer (Bild: privat)

Impulsgeber an desem Abend ist Fritz Santjer. Er erinnert in seiner Ansprache an die vielen Heruausforderungen, die die Menschheit derzeit beschäftigen: „Wir haben nicht nur eine Klimakrise, wir haben ganz viele Krisen. Wir haben eine Pandemie, wir verpesten unsere Luft, vergiften unsere Böden und unsere Meere, unsere Erde versinkt im Plastikmüll, unsere Natur erlebt ein Artensterben und wir haben Krieg. Alles hängt zusammen und ist menschengemacht. Wir dürfen einzelne Krisen nicht isoliert betrachten. Wenn wir uns, unsere Kinder und Enkelkinder, das Leben und die Natur auf unserer Erde retten wollen, müssen wir diese Krisen alle zusammen und ganzheitlich lösen. Wir brauchen technologische Lösungen, aber auch einen Wertewandel und eine Änderung unserer Lebensgewohnheiten.“

Santjer ist im Rheiderland in Ostfriesland geboren und aufgewachsen. An der Universität in Siegen studierte er Elektrotechnik. Seit über 30 Jahren ist er beruflich im Bereich der erneuerbaren Energien tätig und setzt sich für die Energiewende ein, hat nationale und internationale Forschungsprojekte durchgeführt und leitet ein deutsches Richtliniengremium zur Netzanbindung von Energieerzeugern. Vor drei Jahren hat er zusammen mit anderen Wissenschafter*innen aus der Region die Regionalgruppe Wilhelmshaven-Friesland der Scientist for Future (S4F) gegründet und leitet diese seit dieser Zeit. S4F ist ein überparteilicher und überinstitutioneller Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die sich für eine nachhaltige Zukunft engagieren.

Die Klimakanzel ist das Gottesdienstformat der „FrieslandVisionen: Wie wollen wir morgen leben?“, dem Demokratie-Projekt des Rogate-Klosters für die Region Friesland. Es wird aus Bundesmitteln (Programm MITEINANDER REDEN für den ländlichen Raum) gefördert. 

Jever: Ökumenisches Friedensgebet für die Ukraine und Klimakanzel am Donnerstag.

Das Demokratie-Projekt „FrieslandVisionen“ lädt am Donnerstag, 31. März 2022, zur vorerst vorletzten „Klimakanzel in der Krise“ in die Evangelisch-lutherische Stadtkirche in Jever ein. Beginn ist um 19:30 Uhr. In der Andacht wird zudem für den Frieden in der Ukraine gebetet. Liturgen sind Pastorin Katrin Jansen (Stadtkirche Jever) und Br. Franziskus (Rogate-Kloster). Kreiskantor Klaus Wedel gestaltet den musikalischen Rahmen der Andacht.

Dr. Frank Ahlhorn (Bild: privat)

Die Ansprache zur Klimakrisen-Thematik wird Dr. Frank Ahlhorn, Geschäftsführer Wadden Sea Forum, halten. Er wuchs in Waddens, einem Dorf in der Gemeinde Butjadingen, Landkreis Wesermarsch, auf und absolvierte das Studium der Mathematik und Umweltwissenschaften an der Universität Oldenburg, u.a. dort war er zehn Jahre war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Projektleiter in diversen nationalen und europäischen Forschungsprojekten, immer mit Bezug zur Küste und dem Klimawandel, tätig. Er ist Mitglied von Scientist for Future (S4F) Regionalgruppe Wilhelmshaven-Friesland.

Ahlhorn: „Ich kann ein anderes Lebensmodell wählen als mein Nachbar oder meine Nachbarin. Wir benötigen jedoch einen Grundkonsens über die uns umgebenden und lebensnotwendigen Randbedingungen. Und diese sind eng mit der Natur um uns herum verbunden. Wir müssen so wenig wie möglich in sie hineinwirken und unseren „Fußabdruck“ minimieren. Jede oder jeder muss bei sich selber anfangen. Jede oder jeder muss sich im Klaren darüber sein, was er oder sie bereit ist zu tun. Jede oder jeder muss sich bis zu einem gewissen Maß über die Konsequenzen seines Handelns oder Nichthandelns bewusst werden.“

Die Klimakanzel ist das Gottesdienstformat der „FrieslandVisionen: Wie wollen wir morgen leben?“, dem Demokratie-Projekt des Rogate-Klosters für die Region Friesland. Es wird aus Bundesmitteln (Programm MITEINANDER REDEN für den ländlichen Raum) gefördert. 

Die nächsten Klimakanzel-Termine auf einen Blick:

  • Donnerstag, 31. März 2022 | 19:30 Uhr, Ökumenische Klimakanzel mit Dr. Frank Ahlhorn, Varel, Geschäftsführer Wadden Sea Forum e.V. Liturgie: Pastorin Katrin Jansen (Stadtkirche Jever) und Br. Franziskus (Rogate-Kloster). Organist: Kreiskantor Klaus Wedel (Stadtkirche Jever). Ort: Stadtkirche Jever, Am Kirchplatz 28, 26441 Jever.
  • Donnerstag, 7. April 2022 | 19:30 Uhr, Ökumenische Klimakanzel mit Fritz Santjer, Cäciliengroden, Scientists for Future Wilhelmshaven-Friesland. Liturgie: Pastorin Katrin Jansen (Stadtkirche Jever) und Br. Franziskus (Rogate-Kloster). Musik: Marvin Zibell, Jever. Ort: Stadtkirche Jever, Am Kirchplatz 28, 26441 Jever.

Jever: Klimakanzel am Donnerstag fällt aus.

Die für Donnerstag, 24. März, geplante „Klimakanzel in der Krise“ in der Evangelisch-lutherische Stadtkirche in Jever muss leider ausfallen, da die Referentin erkrankt ist.

Die Klimakanzel ist ein Gottesdienstformat der „FrieslandVisionen: Wie wollen wir morgen leben?“, dem aktuellen Demokratie-Projekt des Rogate-Klosters für die Region Friesland. Es wird aus Bundesmitteln (Programm MITEINANDER REDEN für den ländlichen Raum) gefördert. 

Die noch folgenden Klimakanzeln:

  • Donnerstag, 31. März 2022 | 19:30 Uhr, Ökumenische Klimakanzel mit Dr. Frank Ahlhorn, Varel, Geschäftsführer Wadden Sea Forum e.V. Liturgie: Pastorin Katrin Jansen, Jever, und Br. Franziskus Rogate-Kloster. Organist: Kreiskantor Klaus Wedel, Jever. Ort: Stadtkirche Jever, Am Kirchplatz 28, 26441 Jever.
  • Donnerstag, 7. April 2022 | 19:30 Uhr, Ökumenische Klimakanzel mit Fritz Santjer, Cäciliengroden, Scientists for Future Wilhelmshaven-Friesland. Liturgie: Pastorin Katrin Jansen, Jever, und Br. Franziskus Rogate-Kloster. Musik: Marvin Zibell, Jever. Ort: Stadtkirche Jever, Am Kirchplatz 28, 26441 Jever.

Willkommen zu unseren ökumenischen Friedensgebeten in WIlhelmshaven:

  • Dienstag, 5. April 2022 | 18:00 Uhr, ökumenisches Friedensgebet anlässlich des Überfalls Russlands auf die Ukraine. Die Friedensgebete werden getragen von den Gemeinden der St. Willehad-Gemeinde, der Neuapostolischen Kirche, der Banter Kirche und der Luther-Kirche, der Caritas im Dekanat Wilhelmshaven, dem Diakonischen Werk Friesland-Wilhelmshaven und dem Rogate-Kloster Sankt Michael. Ort: St. Willehadkirche, Bremer Straße 53, 26382 Wilhelmshaven.
  • Dienstag, 12. April 2022 | 18:00 Uhr, ökumenisches Friedensgebet anlässlich des Überfalls Russlands auf die Ukraine. Die Friedensgebete werden getragen von den Gemeinden der St. Willehad-Gemeinde, der Neuapostolischen Kirche, der Banter Kirche und der Luther-Kirche, der Caritas im Dekanat Wilhelmshaven, dem Diakonischen Werk Friesland-Wilhelmshaven und dem Rogate-Kloster Sankt Michael. Ort: St. Willehadkirche, Bremer Straße 53, 26382 Wilhelmshaven.
  • Dienstag, 29. März 2022 | 18:00 Uhr, ökumenisches Friedensgebet anlässlich des Überfalls Russlands auf die Ukraine. Die Friedensgebete werden getragen von den Gemeinden der St. Willehad-Gemeinde, der Neuapostolischen Kirche, der Banter Kirche und der Luther-Kirche, der Caritas im Dekanat Wilhelmshaven, dem Diakonischen Werk Friesland-Wilhelmshaven und dem Rogate-Kloster Sankt Michael. Ort: St. Willehadkirche, Bremer Straße 53, 26382 Wilhelmshaven.

Jever: Ökumenisches Friedensgebet für die Ukraine und Klimakanzel am Donnerstag.

Das Demokratie-Projekt „FrieslandVisionen“ lädt am Donnerstag, 17. März 2022, zum ökumenischen Ukraine-Friedensgebet und zu einer weiteren „Klimakanzel in der Krise“ in die Evangelisch-lutherische Stadtkirche in Jever ein. Beginn ist um 19:30 Uhr.

Kanzel-Gastredner des Abends ist Marius Blümel von „Brot für die Welt„. Er wird seinen Blick inhaltlich auf die weltweiten sozialen Auswirkungen des Klimawandels richten.

Blümel: „Der zweite Teil des 6. Sachstandberichtes des Weltklimarates IPCC, der im Februar veröffentlich wurde, benennt deutlich: das Zeitalter klimabedingter Schäden und Verluste ist bereits erreicht. Vor allem arme, marginalisierte Bevölkerungsgruppen in Ländern des globalen Südens sind von den klimabedingten Schäden am meisten betroffen, obwohl sie am wenigsten zur Klimakrise beigetragen haben.“

Marius Blümel (Bild: privat)

Marius Blümel ist seit Januar 2020 als „Brot für die Welt“-Referent zu gleichen Teilen im Diakonischen Werk der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg sowie im Diakonischen Werk der Ev.-reformierten Kirche tätig. Er hat knapp 16 Jahre im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit u.a. für den Evangelischen Entwicklungsdienst und das Zentrum für Mission und Ökumene in Südafrika gearbeitet.

„Der Klimawandel ist eine Herausforderung für uns alle!  Wir müssen gemeinsam handeln, jetzt!“ mahnt Blümel. „Unter den Folgen des Klimawandels leiden vor allem arme, marginalisierte Menschen in den Ländern des globalen Südens, obwohl sie am wenigsten zur Klimakrise beigetragen haben. Deshalb fordert Brot für die Welt eine Anhebung des deutschen Beitrages an der internationalen Klimafinanzierung.“

Die Klimakanzel ist das Gottesdienstformat der „FrieslandVisionen: Wie wollen wir morgen leben?“, dem Demokratie-Projekt des Rogate-Klosters für die Region Friesland. Es wird aus Bundesmitteln (Programm MITEINANDER REDEN für den ländlichen Raum) gefördert. 

Termin: Donnerstag, 17. März 2022 | 19:30 Uhr, Ökumenische Klimakanzel mit Marius Blümel, Oldenburg, Referent Brot für die Welt der Diakonie im Oldenburger Land. Liturgie: Pfarrer Walter Albers (Gemeinde Sankt Benedikt Jever) und Br. Franziskus (Rogate-Kloster). Organist: Kreiskantor Klaus Wedel (Stadtkirche Jever). Ort: Stadtkirche Jever, Am Kirchplatz 28, 26441 Jever. Es gibt eine FFP2-Maskenpflicht bis zum Sitzplatz.

Benefiz-Friedenskonzert für die Ukraine: Danke Jever!

Zu unserem gemeinsamen „Ukraine-Benefizkonzert für den Frieden“ in der Stadtkirche Jever kamen gestern 124 Menschen.

Friedenskonzert in der Stadtkirche Jever

Mitglieder des Marinemusikkorps Wilhelmshaven hatten Werke von W. A. Mozart, Antonio Vivaldi, Joseph Haydn und Mykola Lysenko.

Der Erlös des Abends war für das Aktionsbündnis Katastrophenhilfe und insbesondere für dessen Arbeit für die Ukraine bestimmt. 2.101,- Euro kamen am Ende zusammen. Dazu am Vorabend im Friedensgebet über 300,- Euro.

Zum Konzert hatten der Ev.-lutherische Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven, die Ev.-luth. Kirchengemeinde Jever, die Caritas im Dekanat Wilhelmshaven, das Rogate-Kloster Sankt Michael zu Berlin und das Demokratie-Projekt FrieslandVisionen eingeladen.

Schirmherr war Jevers Bürgermeister Jan Edo Albers. Er sprach ein Grußwort und rief zur Solidarität auf. Das Friedensgebet und der Rahmen des Konzerts wurde von Kreispfarrer Christian Scheuer und Pfarrer Thorsten Harland gestaltet.

Bruder Franziskus berichtete aus seiner Arbeit als Leiter des regionalen Diakonie-Krisenstabes und bat um eine großzügige Kollekte. Dieser Wunsch wurde erfüllt. Danke Jever!

Jever: Ukraine-Benefizkonzert mit dem Marinemusikkorps am Freitag

Zu einem „Ukraine-Benefizkonzert für den Frieden“ wird am Freitag, 11. März 2022, in die Stadtkirche Jever (Am Kirchplatz) eingeladen. Mitglieder des Marinemusikkorps Wilhelmshaven werden Werke verschiedener Komponisten spielen. 

Beginn ist um 20:00 Uhr. Der Erlös des Abends ist für das Aktionsbündnis Katastrophenhilfe und insbesondere für dessen Arbeit für die Ukraine bestimmt. Der Eintritt ist frei. Es wird um eine großzügige Kollekte am Ausgang gebeten.

Zum Konzert laden der Ev.-lutherische Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven, die Ev.-luth. Kirchengemeinde Jever, die Caritas im Dekanat Wilhelmshaven, das ökumensiche Rogate-Kloster Sankt Michael zu Berlin und das Demokratie-Projekt FrieslandVisionen ein.

Schirmherr ist Bürgermeister Jan Edo Albers (Jever). Er wird ein Grußwort sprechen. Der Rahmen des Konzerts wird von Kreispfarrer Christian Scheuer und Pfarrer Thorsten Harland gestaltet.

Im Zuge der Corona-Schutzmassnahmen ist eine Anmeldung und Datenregistrierung über kirchejever.church-events.de erforderlich. Es gilt die 3G-Regel. Eine FFP3-Maske muss bis zum Platz getragen werden.

Jever: Friedensgebet für die Ukraine und Klimakanzel am Donnerstag

Dr. Peter Ahmels (Bild: privat)

Mit einem Friedensgebet für die Ukraine wird die „Klimakanzel in der Krise“ am Donnerstag, 10. März 2022, 19:30 Uhr, in der Stadtkirche Jever fortgesetzt. Nach Umweltminister Olaf Lies in der vergangenen Woche wird Dr. Peter Ahmels, Landwirt und Senior Expert Bereich Erneuerbare Energien der Deutschen Umwelthilfe, die Kanzelrede halten.

Ahmels studierte Landwirtschaft und übernahm 1982 den elterlichen Hof im Wangerland. Nach der Promotion 1988 baute er 1991 die erste Windenergieanlage auf. Bis 2007 war er Präsident des Bundesverbandes Windenergie. Bis 2014 war Leiter der Abteilung Erneuerbare Energien, danach übernahm er die Leitung der Abteilung Energie und Klima bei der Deutschen Umwelthilfe (DUH) in Berlin. Er lebt in Berlin und Friesland.

Ahmels: „Erneuerbare Energien sind die Antwort auf die Klimakrise. Jetzt sind auch noch die Antwort auf die Versorgungskrise, denn sie können Gas ersetzen. Man muss Christian Lindner Chapeau zollen, er hat dafür den Begriff „Freiheitsenergien“ kreiert.“

Die „Klimakanzel“ ist ein Gottesdienstformat des Demokratieprojektes „FrieslandVisionen“ des Rogate-Klosters in der Klimakatastrophe. Eingebettet ist die Vortragsreihe in ein Andachtsformat, d.h. die Rede wird durch liturgische Elemente wie Musik, eine Lesung, Gebet und Segen gerahmt. Dieser Teil wird von örtlichen Pastor:innen und Br. Franziskus vom Rogate-Kloster gestaltet.

Die „FrieslandVisionen: Wie wollen wir morgen leben?“ werden aus Bundesmitteln (Programm MITEINANDER REDEN für den ländlichen Raum) gefördert.


Willkommen zu unseren nächsten Rogate-Gottesdiensten und Terminen:

Jever, Friesland:

Wilhelmshaven, Niedersachsen:

  • Heute, Dienstag, 8. März 2022 | 18:00 Uhr, ökumenisches Friedensgebet anlässlich des Überfalls Russlands auf die Ukraine. Bürgermeisterin Gesche Marxfeld wird als Vertreterin der Stadt Wilhelmshaven sprechen. Intervention: Pastorin Doris Möllenberg (Lutherkirche). Liturgie: Dechant Andreas Bolten (Sankt Willehad), Bezirksevangelist Eike Rosentreter (Neuapostolische Kirche Wilhelmshaven) und Bruder Franziskus (Rogate-Kloster). Orgel: Gerrit Junge (Neuapostolische Kirche Wilhelmshaven). Diakon Dr. Michael und Gemeindechor von St. Maria und St. Mauritius (Koptisch-orthodoxe Kirchengemeinde Wilhelmshaven). Die Friedensgebete werden getragen von der St. Willehad-Gemeinde, der Neuapostolischen Gemeinde Wilhelmshaven, der Caritas Wilhelmshaven, dem Diakonischen Werk Friesland-Wilhelmshaven, Banter Kirche und dem Rogate-Kloster Sankt Michael. Ort: St. Willehadkirche, Bremer Straße 53, 26382 Wilhelmshaven.

Fünf Fragen an: Erik Flügge, Katholik, Sozialdemokrat und Bestseller-Autor

Fünf Fragen an Erik Flügge, Geschäftsführer Squirrel & Nuts – Gesellschaft für strategische Beratung, über Egoismus, Gemeinsinn und eine problematische Verschleierung von Interessen in der Kirche. Ein Interview von Florian Wiese im Rahmen des Rogate-Demokratieprojekts „FrieslandVisionen: Wie wollen wir morgen leben?“.

Erik Flügge (Bild: Ruprecht Stempell)

Erik Flügge ist Katholik, Sozialdemokrat und Bestseller-Autor. In seinem gesellschaftlichen Engagement wirbt er dafür, Verfahren und Strukturen so zu verändern, dass man mit einer Ellenbogenmentalität nicht gewinnen kann. Er schrieb das Buch „Egoismus – Wie wir dem Zwang entkommen, anderen zu schaden“ im Dietz-Verlag.

Rogate-Frage: Herr Flügge, wie definieren Sie Egoismus und was hat das mit dem Zwang zu tun, anderen zu schaden?

Erik Flügge: Egoismus ist eine ganz natürliche Eigenschaft des Menschen. Der Gegenwert zum Gemeinschaftsinteresse. Wir drehen uns zum Teil um andere und zum Teil um uns selbst. Aber die Abmischung beider Impulse wird beeinflusst durch die Gesellschaft in der wir leben. In einer Gesellschaft, die Kooperation notwendig macht, steigt der Gemeinsinn. Eine Gesellschaft, die den Individualismus betont, steigt der Egoismus. Unsere Gesellschaft betont den Individualismus massiv. 

Rogate-Frage: Gibt es einen gesunden Egoismus? Wann fängt dieser an, schädlich zu werden?

Erik Flügge: Selbstverständlich gibt es einen gesunden Egoismus. Er ist ein Antrieb zur Höchstleistung. Wer selbst etwas für sich erreichen will, wer nicht immer nur auf andere Rücksicht nimmt, wer nicht immer alles genau gleich macht wie alle anderen, der kommt voran. Zum Problem wird dieser Antrieb, wenn alle nur noch diesen Antrieb leben und kaum noch Rücksicht nehmen. In genau so einer Gesellschaft leben wir heute und deshalb haben auch so viele Menschen das Gefühl, dass der Egoismus immer mehr zunimmt. Dieses Gefühl ist die Summe aller Einzelindividualismen. 

Rogate-Frage: Sie sind ein kritischer Beobachter der Lebenswirklichkeit von Kirche. Gibt es in der Religion und in den Kirchen auch Formen von Egoismus und wie äußern sich diese?

Erik Flügge: In der Kirche mangelt es wahrlich nicht an Egoismen. Wenn Leute finden, dass eine bestimmte Kirchenbank nur ihnen gehört. Wenn einzelne Kleriker meinen, dass für sie keine Regeln gelten. Wenn Gemeinden nur an sich denken statt an die ganze Kirchengemeinde. Überall wo man das Interesse des Gegenübers nicht mehr zulässt, da herrscht der Geist des Egoismus. 

Rogate-Frage: Sie sind Mitglied einer Partei. Ist die Arbeit dort von Egoismus geprägt? Wie nehmen Sie diesen dort wahr und wie äußert er sich?

Erik Flügge: In Parteien gibt es nach meiner Erfahrung nicht mehr oder weniger Egoismus als in der Kirche. Der Unterschied ist nur, dass man klarer mit persönlichen Interessen umgeht. In der Politik kann man sagen: „Ich will diesen Posten!“ In der Kirche muss so tun, als ob man ihn gar nicht wollte, obwohl man ihn unbedingt haben will. Das ändert aber nichts daran, dass man den Posten will. Es entsteht nur eine problematische Verschleierung der Interessen. 

Rogate-Frage: Wie gehen Sie selbst mit Egoismen in Ihrem privaten Umfeld um? Sind Sie dort genauso kritisch wie in Ihrer Arbeit?

Erik Flügge: Zuerst einmal muss ich nicht in meinem Umfeld kritisch mit Egoismus umgehen, sondern auch bei mir selbst. Ich bin genauso wenig vor Egoismus gefeit wie jeder andere auch. Das über sich selbst zu wissen, ist das Fundament, auf dem man agieren sollte. Weil ich weiß, dass ich genauso anfällig bin wie mein Umfeld, kann ich Verfahren so gestalten, dass sie für alle funktionieren: Einladungen, bei denen jeder etwas mitbringt. Gemeinsame Aktivitäten, bei denen man sich verständigt, wo die finanziellen Limits aller Beteiligten liegen. Aber auch das Werben in Büchern und Reden dafür, dass wir in unserer Gesellschaft mehr Verfahren einführen, die zur Kooperation zwingen, um Erfolg zu haben. So wird aus persönlichem Gewinnstreben etwas Gutes für alle. 

Rogate: Vielen Dank, Herr Flügge, für das Gespräch!

Weitere Interviews in der Reihe Freitagsfragen (Rogate-Kloster Sankt Michael zu Berlin ISSN 2367-3710) – und Antworten – finden Sie hier: Rogatekloster.de.


Willkommen zu unseren nächsten Rogate-Gottesdiensten und Terminen:

Wilhelmshaven, Niedersachsen:

  • Weltfrauentag, Dienstag, 8. März 2022 | 18:00 Uhr, ökumenisches Friedensgebet anlässlich des Überfalls Russlands auf die Ukraine. Bürgermeisterin Gesche Marxfeld wird als Vertreterin der Stadt Wilhelmshaven sprechen. Intervention: Pastorin Doris Möllenberg (Lutherkirche). Liturgie: Dechant Andreas Bolten (Sankt Willehad), Bezirksevangelisst Eike Rosentreter (Neuapostolische Kirche Wilhelmshaven) und Bruder Franziskus (Rogate-Kloster). Orgel: Gerrit Junge (Neuapostolische Kirche Wilhelmshaven). Diakon Dr. Michael und Gemeindechor von St. Maria und St. Mauritius (Koptisch-orthodoxe Kirchengemeinde Wilhelmshaven). Die Friedensgebete werden getragen von der St. Willehad-Gemeinde, der Neuapostolischen Gemeinde Wilhelmshaven, der Caritas Wilhelmshaven, dem Diakonischen Werk Friesland-Wilhelmshaven, Banter Kirche und dem Rogate-Kloster Sankt Michael. Ort: St. Willehadkirche, Bremer Straße 53, 26382 Wilhelmshaven.
  • Weltfrauentag, Dienstag, 15. März 2022 | 18:00 Uhr, ökumenisches Friedensgebet anlässlich des Überfalls Russlands auf die Ukraine. Intervention: Pastorin Doris Möllenberg (Lutherkirche). Liturgie: Dechant Andreas Bolten (Sankt Willehad), Bezirksevangelisst Eike Rosentreter (Neuapostolische Kirche Wilhelmshaven) und Bruder Franziskus (Rogate-Kloster). Orgel: Gerrit Junge (Neuapostolische Kirche Wilhelmshaven). Diakon Dr. Michael und Gemeindechor von St. Maria und St. Mauritius (Koptisch-orthodoxe Kirchengemeinde Wilhelmshaven). Die Friedensgebete werden getragen von der St. Willehad-Gemeinde, der Neuapostolischen Gemeinde Wilhelmshaven, der Caritas Wilhelmshaven, dem Diakonischen Werk Friesland-Wilhelmshaven, Banter Kirche und dem Rogate-Kloster Sankt Michael. Ort: St. Willehadkirche, Bremer Straße 53, 26382 Wilhelmshaven.

Jever, Friesland, Niedersachsen:

Berlin, Schöneberg:

Jever: Friedensgebet für die Ukraine und Klimakanzel am Donnerstag

Terminhinweis: Ökumenisches Friedensgebet für die Ukraine und Klimakanzel am Donnerstag in Jever – Termin am 3. März mit dem niedersächsischen Umweltminster Olaf Lies

Die erste „Klimakanzel“ in Jever am Donnerstag, 3. März 2022, wird anlässlich des Überfalls Russlands um ein Friedensgebet für die Ukraine erweitert. Dazu laden die evangelisch-lutherische Stadtkirchengemeinde und das ökumenische Rogate-Kloster Sankt Michael ein. Auf Einladung des Rogate-Klosters wird Umweltminister Olaf Lies (SPD) als Impulsgeber in der neunteiligen Klimakanzel-Reihe erwartet und eine Rede zur Klimakrise halten. 

Beginn ist um 19:30 Uhr in der Stadtkirche. Die Liturgie gestalten Kreispfarrer Christian Scheuer (Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven), Pastor Thorsten Harland (Stadtkirche Jever) und Br. Franziskus (Rogate-Kloster). Vertreter der koptischen Gemeinde aus Wilhelmshaven werden sich an der ökumenischen Friedensliturgie beteiligen. Kreiskantor Klaus Wedel gestaltet die Andacht musikalisch. 

Die „FrieslandVisionen: Wie wollen wir morgen leben?“ sind ein Demokratie-Projekt des Rogate-Klosters für die Region Friesland. Das Projekt wird aus Bundesmitteln (Programm MITEINANDER REDEN für den ländlichen Raum) gefördert und läuft bis Oktober 2023. 


Willkommen zu unseren weiteren Rogate-Gottesdiensten: