Rogate-Kloster im November: Vesper am Freitag

Willkommen am Freitag, 5. November 2021 | 19:00 Uhr, zur Vesper, unserem Abendgebet. 

Ort: Zwölf-Apostel-Kirche, An der Apostelkirche 1, Berlin-Schöneberg.

Erreichbar ist die Zwölf-Apostel-Kirche mit öffentlichen Verkehrsmitteln: über die U-Bahnhöfe: Kurfürstenstraße (U1) Nollendorfplatz (U1, U2, U3, U4). Oder per Bus: Kurfürstenstraße (M85, M48), Nollendorfplatz (M19, 187) und Gedenkstätte Dt. Widerstand (M29). Fahrrad- und PKW-Stellplätze vor dem Gemeindezentrum und in der Genthiner Straße. Adresse: An der Apostelkirche 1, Berlin-Schöneberg.

Wir danken der Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde für die Gastfreundschaft der Rogate-Gottesdienste in Schöneberg.

Vorschau Dezember:

  • Freitag, 3. Dezember 2021 | 19:00 Uhr, Vesper (Abendgebet). Organistin und Kantorin: Felicitas Eickelberg. Ort: Zwölf-Apostel-Kirche, An der Apostelkirche 1, Berlin-Schöneberg.
  • Sonntag, 5. Dezember 2021 | 14:00 Uhr, gemeinsamer Abendmahlsgottesdienst zum 2. Advent von Zwölf-Apostel-Gemeinde und Rogate-Kloster. Predigt: Pfarrer Burkhard Bornemann (Zwölf-Apostel-Kirche). Organistin und Kantorin: Felicitas Eickelberg. Lektor: Jürgen Doster. Leitung Flötenensemble: Sandra von Doering. Ort: Zwölf-Apostel-Kirche, An der Apostelkirche 1, Berlin-Schöneberg.
  • Freitag, 10. Dezember 2021 | 12:00 Uhr, Trauerfeier.

Gottesdienst: Willkommen zur Rogate-LGBTIQ*-Segensandacht am 1. Oktober

Rogate-Kloster: Freitag, 1. Oktober 2021 | 19:30 Uhr, Rogate-LGBTIQ*-Segensandacht in Berlin-Schöneberg

Nach 2020 fällt auch 2021 das Lesbisch-schwule Stadtfest Berlin und damit der traditionelle Eröffnungsgottesdienst des Rogate-Klosters in der Zwölf-Apostel-Kirche aus. Auf dem Weg zum nächsten Stadtfest 2022 feiert das Rogate-Kloster Sankt Michael am Freitag, 1. Oktober 2021 | 19:30 Uhr, eine Segensandacht für LGBTIQ*-Menschen und alle, die gern kommen möchten. 

Der Altar der Zwölf-Apostel-Kirche in Schöneberg. (Bild: Rogate-Kloster)

Mitwirkende sind Pfarrer_in Anna Trapp, Evangelischer Pfarrsprengel Bad Wilsnack, Pfarrer Burkhard Bornemann, Zwölf-Apostel-Gemeinde, Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, Tempelhof-Schöneberg, und Bruder Franziskus, Rogate-Kloster.

Ort: Zwölf-Apostel-Kirche, Berlin-Schöneberg, An der Apostelkirche 1.

Herzlich willkommen!

Erreichbar ist die Zwölf-Apostel-Kirche mit öffentlichen Verkehrsmitteln: über die U-Bahnhöfe: Kurfürstenstraße (U1) Nollendorfplatz (U1, U2, U3, U4). Oder per Bus: Kurfürstenstraße (M85, M48), Nollendorfplatz (M19, 187) und Gedenkstätte Dt. Widerstand (M29). Fahrrad- und PKW-Stellplätze vor dem Gemeindezentrum und in der Genthiner Straße. Adresse: An der Apostelkirche 1, Berlin-Schöneberg.

Andacht „Gebet für die Stadt – in der Coronakrise“ am 20. Mai

Zum „Gebet für die Stadt – in der Coronakrise“ am Donnerstag, 20. Mai, wird Oberbürgermeister Carsten Feist als Hauptredner erwartet. In der ökumenischen Andacht in der Sankt Willehad-Kirche wird er eine „Klage“ sprechen, die seine Sicht und Erfahrungen in der Zeit der Pandemie beinhaltet.

Es ist der achte Termin der Reihe, die die Situation verschiedener Bereiche gezielt in den Blick nimmt. Vertreter:innen der Wilhelmshavener Kultur, der Gastronomie, der ambulanten Pflege, der Hotellerie, des Einzelhandes, der Ärzteschaft und der Kindertagesstätten waren bislang Klagende.

Am Donnerstag vor Pfingsten endet das „Gebet für die Stadt“ dem Schwerpunkt der Auswirkungen der Coronazeit vorerst. Die Pfarrgemeinde Sankt Willehad und das Rogate-Kloster Sankt Michael hatten zu den besonderen Gebetsandachten eingeladen, die zeitgleich über den Youtube-Kanal der Gemeinde gestreamt werden. Liturgen sind Dechant Andreas Bolten und Bruder Franziskus. Beginn ist um 18:30 Uhr.

Termin: Donnerstag, 20. Mai 2021 | 18:30 Uhr, Gebet für die Stadt – in der Coronakrise: Mit Oberbürgermeister Carsten Feist, Stadt Wilhelmshaven. Orgel: Andreas Marth. Liturgie: Dechant Andreas Bolten und Br. Franziskus. Ort: Sankt Willehad-Kirche, Bremer Straße 53, 26382 Wilhelmshaven. Hier der Link zum Livestream.

Herzlich willkommen zu unseren weiteren öffentlichen Andachten und Gottesdiensten:

  • Donnerstag, 27. Mai 2021 | 17:00 Uhr, Feierstunde Übergabe der „Berliner Ehrennadel für besonderes soziales Engagement“. Musik: Felicitas Eickelberg. Ort: Zwölf-Apostel-Kirche.
  • Donnerstag, 27. Mai 2021 | 18:30 Uhr, Vesper (Abendgebet). Musik: Felicitas Eickelberg. Ort: Zwölf-Apostel-Kirche.
  • Freitag, 3. September 2021 | 19:30 Uhr, Gebet für die Stadt – zur Eröffnung des CSD Wilhelmshaven. Musik: Landeskirchenmusikdirektorin Beate Besser, Oldenburg. Liturgie: N.N. und Br. Franziskus. Ort: Lutherkirche, Brommystr. 71, 26384 Wilhelmshaven-Villenviertel.
  • Freitag, 1. Oktober 2021 | 19:30 Uhr, „Wenn ich ein Engel wäre, dann….“, ökumenischer Eröffnungsgottesdienst zum 28. lesbisch-schwulen Stadtfest Berlin. Predigt: Pfarrer_in Anna Trapp, Evangelischer Pfarrsprengel Bad Wilsnack. Ort: Zwölf-Apostel-Kirche, Berlin-Schöneberg.
  • Sonntag, 3. Oktober 2021 | 11:00 Uhr, Erntedank-Gottesdienst für Mensch und Tier zum Franziskusfest. Predigt: N.N.. Liturgie: Pfarrer Burkhard Bornemann, Zwölf-Apostel-Gemeinde, und Bruder Franziskus, Rogate-Kloster. Ort: Zwölf-Apostel-Kirche Berlin-Schöneberg.

Rückblick: Reihe „Gebet für die Stadt – in der Coronakrise“ dokumentiert auf Youtube

Die einzelnen Andachten der ökumenischen Reihe „Gebet für die Stadt – in der Coronakrise“ sind auf dem Youtube-Kanal der Sankt-Willehadgemeinde Wilhelmshaven jeweils live übertragen worden und archiviert, um sie weiterhin abrufen zu können.

Bild: Screenshot der Ansicht des Youtubekanals der Sankt-Willehad-Gemeinde

Der nächste Termin: Donnerstag, 20. Mai 2021 | 18:30 Uhr, Gebet für die Stadt – in der Coronakrise: Mit Oberbürgermeister Carsten Feist, Stadt Wilhelmshaven. Liturgie: Dechant Andreas Bolten und Br. Franziskus. Ort: Sankt Willehad-Kirche, Bremer Straße 53, 26382 Wilhelmshaven. Hier der Link zum Livestream. Das Gebet wird hier zu sehen sein:

Andacht „Gebet für die Stadt – in der Coronakrise“ am 22. April

Die aktuelle Situation der Wilhelmshavener Kindertagesstätten steht am Donnerstag im Mittelpunkt einer Andacht in der Pfarrkirche Sankt Willehad. Die Leiterinnen der Kindertagesstätte Christus König in Fedderwardergroden, Sandra Neugebauer, und der Kindertagesstätte Arche Noah in Heppens, Daniela Cordes, werden stellvertredend im „Gebet für die Stadt – in der Coronakrise“ ihre pädagogische Arbeit, Herausforderungen und Unmöglichkeiten in der Pandemie beschreiben. Dechant Andreas Bolten und Bruder Franziskus gestalten die Liturgie. Beginn ist um 18:30 Uhr.

Die St. Willehad-Gemeinde und das Rogate-Kloster Sankt Michael setzen ihre gemeinsame Gottesdienstreihe bis Pfingsten mit fünf weiteren ökumenischen Andachten in die Pfarrkirche St. Willehad fort. Die Coronakrise und die Auswirkungen der Pandemie auf verschiedene Bereiche in Wilhelmshaven bilden den inhaltlichen Schwerpunkt. Die Übertragung im Livestream auf dem Youtube-Kanal der St. Willehad-Gemeinde ist geplant.

Termin: Donnerstag, 22. April 2021 | 18:30 Uhr, Gebet für die Stadt – in der Coronakrise: Die Situation der Kitas in Wilhelmshaven. Mit Sandra Neugebauer, Kindertagesstätte Christus König, und Daniela Cordes, Kindertagesstätte Arche Noah. Liturgie: Dechant Andreas Bolten und Br. Franziskus. Ort: Sankt Willehad-Kirche, Bremer Straße 53, 26382 Wilhelmshaven. Hier gehts zum Livestream der Andacht.

Hinweis: Die Gemeinde St. Willehad weist auf das aktuell geltende Hygienekonzept hin. Vor dem Besuch der Kirche besteht eine Anmeldepflicht vor Ort. Es sind medizinische Masken (OP- oder FFP2-Masken) zu tragen. Weitere Informationen hängen vor Ort aus sowie auf Willehad.de zu finden.

Bianca Ewering-Janßen und Marc Ewering: Die „Klage“ im „Gebet für die Stadt – in der Coronakrise“

Die römisch-katholische Kirchengemeinde Sankt Willehad und das ökumenische Rogate-Kloster Sankt Michael haben im März 2021 mit der dreiteiligen Andachtsreihe „Gebet für die Stadt – in der Coronakrise“ an die Herausforderungen und das Leid durch das Coronavirus und deren Folgen in der Stadtgesellschaft Wilhelmshavens erinnert. Menschen, die ganz unterschiedlich durch die Coronafolgen betroffen sind, kamen im „Gebet für die Stadt“ selber zu Wort und schilderten ihre Situation seit dem Beginn der Pandemie. Sie berichteten über die eigene Not, Existenzängste und den Umgang damit.

„Gebet für die Stadt – in der Coronakrise“ am 25. März 2021 (Bild: Gemeinde St. Willehad)

Am 25. März 2021 waren Bianca Ewering-Janßen (Kurvenhaven) und Marc Ewering (Spiel + Baby Dannmann) zu Gast, um einen Klageteil zu gestalten und inhaltlich zu füllen. Das Ehepaar schilderte in der Andacht, wie sie als Geschäftsinhaber mit den Herausforderungen in der Pandemie umgehen und welche Auswirkungen die behördlichen Maßnahmen auf sie haben. Hier dokumentieren wir den Beitrag der beiden:

#MARC: Meine Frau und ich sind Unternehmer. Wir sind selbständig. Was bedeutet das? Wir haben uns entschieden, etwas zu unternehmen, selbständig zu entscheiden, ein Risiko einzugehen und die Verantwortung zu übernehmen. Und wir tun dies beide aus voller Überzeugung.

Was bedeutet also diese Pandemie für uns? Was machen die Corona-Verordnungen mit uns? Die einfache Frage: „Wie geht es dir?“ ist schon schwierig zu beantworten. Ja, wie geht es mir? „Eigentlich“ gut, meine Frau und ich sind bisher vom Virus verschont geblieben, ebenso unsere Familien und Freunde.

Die ersten Familienangehörigen sind geimpft, da sind wir sehr dankbar. Aber unseren Geschäften geht es schlecht. Das sollten wir eigentlich trennen, aber das können wir nicht.

Marc Ewering, Inhaber Spiel + Baby Dannmann
Bianca Ewering-Janßen, Inhaberin Kurvenhaven (Bild: Sankt Willehadgemeinde)

#BIANCA: Der Kurvenhaven, ein Modegeschäft für Damenmode in großen Größen, ist mein Herzensprojekt. Da steckt viel Liebe drin.

Uns war es nicht vergönnt Kinder zu bekommen und ich war in meinem vorherigen Beruf nicht glücklich. Nach langem Abwägen habe ich mich dann entschlossen im November 2019 den Kurvenhaven zu eröffnen. Er ist mein Baby. Nur einen Monat später brach das Virus erstmalig in China aus und nach nur vier Monaten waren wir im ersten Lockdown.

Es ist immer noch ein Schock, auch nach über einem Jahr. Es war und ist für mich immer noch nicht vorstellbar, dass die Regierung uns von heute auf morgen ein Berufsverbot erteilen kann. Und zwar ohne dass wir uns haben etwas zu Schulden kommen lassen und ohne uns dafür angemessen zu entschädigen.

Natürlich müssen die Menschen geschützt werden! Aber da waren und sind viele Fragen: Wie geht es mit dem Kurvenhaven weiter? Wie geht es mit meinen Mitarbeitern weiter? Wie geht es mit der Ware weiter, die ich, wie üblich in meiner Branche, ein halbes bis dreiviertel Jahr im Voraus verbindlich bestelle?

Zumal ich im letzten September der Aussage von Herrn Spahn Glauben geschenkt habe, dass der erste fünfwöchige Lockdown nachträglich betrachtet ein Fehler war und es nie wieder zu einem Lockdown kommen würde. Ein Hohn mit dem Wissen von heute, da wir uns seit über drei Monaten im Lockdown befinden und ich mittlerweile nicht mehr weiß, wo ich die eintreffende Ware noch lagern, geschweige denn, wem ich sie verkaufen soll. Und die Ware muss bei Lieferung von mir bezahlt werden.

Da macht sich sehr schnell Verzweiflung breit. Plötzlich ist man davon abhängig, was andere entscheiden und hat nicht die geringste Möglichkeit, darauf Einfluss zu nehmen. Es bleibt ein Gefühl der Ohnmacht und Hilflosigkeit. Trotzdem heißt es weiter machen, Ideen entwickeln, alternative Absatzmöglichkeiten finden, um dem großen Warendruck entgegenzuwirken. Die Kundinnen weiterhin an sich zu binden, gerade bei so einem jungen Unternehmen, das sich im Aufbau befindet. Den Mitarbeitern eine Perspektive bieten.

So wurde ich kurzerhand zur Moderatorin, seit Dezember bin ich mit Kurvenhaven-TV montags um 18 Uhr live bei Facebook und präsentiere eine Modenschau mit Models. Die Kundinnen können dann im Anschluss die bestellte Ware an der Ladentür abholen oder sich zuschicken lassen. An dieser Stelle nochmal ein herzlicher Dank an alle Mitwirkenden! Das und auch der Zuspruch der Kundinnen hat mir die Kraft gegeben weiterzumachen.

Dabei fühle ich mich wie in einem Paralleluniversum, während die meisten Menschen gegen die Langeweile kämpfen, arbeite ich mehr als je zuvor. Und das alles im Prinzip ohne Einkommen. Denn natürlich können auch diese Aktivitäten eine geöffnete Ladentür nicht ersetzen.

Bianca Ewering-Janßen, Inhaberin Kurvenhaven

#MARC: Jetzt denken Sie vermutlich an die Coronahilfen. Leider ist eben nicht alles Gold, was glänzt. Diese Hilfen dürfen nur für betriebliche Festkosten verwendet werden, also meine Frau und ich dürfen davon nicht unseren privaten Lebensunterhalt bestreiten. Wir sollen Hartz IV beantragen und das haben wir tatsächlich bis heute nicht übers Herz gebracht.

Wir hatten uns den Antrag zuschicken lassen. Wo dieser vereinfacht sein soll, lässt sich für uns nicht erkennen. Zum einen ist der Antrag sehr aufwendig, die Zeit haben wir gar nicht. Zum anderen müssten wir alles offenlegen. Verstehen Sie mich nicht falsch, wir haben nichts zu verbergen. Vermutlich hätten wir sogar Anspruch. Aber es wurden beispielsweise die Kontoauszüge aller Konten verlangt, geschäftlich und privat. Sogar Kopien von Fahrzeugschein und Grundbuchauszug unseres privaten Hauses sollten beigelegt werden. Das alles, um Hilfe in einer Situation zu bekommen, für die wir absolut nichts können. Wir empfinden das als erniedrigend. Zudem haben wir von der Überbrückungshilfe III, die für Unternehmen gilt, die seit dem 16. Dezember geschlossen sind, noch keinen Cent gesehen.

Die Antragstellung startete erst Mitte Februar, also zu einem Zeitpunkt, als wir bereits zwei Monate geschlossen waren. Und dieser Antrag kann nur über einen Steuerberater gestellt werden. Da dieser in der Regel mehrere Klienten hat, können Sie sich vorstellen, dass sich das hinzieht. Zwischenzeitlich wurden dann auch noch die Auszahlungen komplett gestoppt, weil es einen Betrugsversuch gab. Es ist alles ein ziemlicher Nervenkrieg.

Ich habe das Glück, den Babybereich bei Spiel + Baby Dannmann auch während des Lockdowns offen halten zu können, da Babyfachgeschäfte von der Verordnung ausgenommen sind. Daher war bis Anfang März der Spielwarenbereich abgetrennt. Wir haben aber auf Vorbestellung auch gerne Spielwaren im Babybereich übergeben. Da aber alle anderen Geschäfte und Restaurants in der Marktstraße geschlossen waren, hat sich nur selten ein Kunde in meinen Laden verirrt. Also habe ich die Öffnungszeiten gekürzt und meine Mitarbeiterinnen gingen in Kurzarbeit.

Seit dem 8. März dürfen Kunden nun nach vorheriger Terminvereinbarung wieder die gesamte Fläche betreten. Und somit auch im Spielwarenbereich stöbern. Dabei hat der Gesetzgeber nicht festgelegt, wie weit im Voraus diese Termine zu buchen sind. Da mein Laden über 680 qm verfügt, und sich eine Kunde plus Begleitung auf 40 qm aufhalten darf, ist eigentlich immer noch ein spontaner Termin an der Tür möglich. Die Öffnungszeiten sind auch wieder ausgeweitet.

Täglich lesen wir uns durch Verordnungen, die auch gerne mal über Nacht geändert werden. So zum Beispiel die Erfassung der Kontaktdaten. Der Passus stand ursprünglich in der Corona-Verordnung vom 6. März des Landes Niedersachsen nicht drin. Er wurde am Abend des 12. März nachträglich eingefügt, aber bereits zum 13. März in Kraft gesetzt. Und dabei möchten wir eigentlich nur eins: Unsere Kunden glücklich machen! Ich möchte in meinem Spielwarengeschäft in leuchtende Kinderaugen sehen und den Satz hören: „Das habe ich mir schon immer gewünscht.“

Marc Ewering, Inhaber Spiel + Baby Dannmann

#BIANCA: Und ich liebe es, wenn meine Kundin gefühlt zehn Zentimeter größer das Geschäft verlässt, weil ich ihr mit typgerechter, modischer Kleidung zeigen kann, wie schön sie ist und wie sie ihre Vorzüge unterstreicht.

Stattdessen bangen wir von Ministerpräsidentenkonferenz über Pressekonferenz zu Corona Verordnung des Landes Niedersachsen. Wir haben gelernt, Behördendeutsch zu lesen und passen unsere Betriebe ständig an.

Es fing von März bis April letzten Jahres mit dem ersten Lockdown an. Dann ein Sommer mit gefühlt ein wenig Normalität. Im November kam der Teil-Lockdown. Dieser brachte uns wieder einen großen Einbruch, da eine Fußgängerzone ohne Cafés und Toiletten in der kalten Jahreszeit nicht gerade zum Verweilen einlädt. Ab Dezember dann der komplette Lockdown, lediglich mit Abhol- und Lieferservice. Dieser Lockdown wurde mehrfach verlängert. Seit dem 8. März haben wir zwar offiziell weiterhin geschlossen, aber Beratung und Verkauf nach Terminvereinbarung ist möglich. Erst ohne Erfassung der Kontaktdaten, dann plötzlich mit.

Diese Veränderungen kommen teilweise so kurzfristig, dass wir kaum reagieren können. So auch das aktuelle Beispiel. Erst werden für Gründonnerstag und Karsamstag Ruhetage angeordnet. Nur zwei Tage später wird diese Anordnung zurückgenommen. Wir ändern also die Planung für die Mitarbeiter, verteilen die Stunden in den Schichten neu, nur um dann alles wieder rückgängig zu machen. Was ich im Übrigen jetzt nicht mache. Ich gönne meinen Mitarbeiterinnen und mir jetzt die fünf Tage Ruhe und Zeit mit der Familie. Das haben wir uns verdient.

Gleichzeitig müssen wir diese Ungerechtigkeit ertragen, dass Marktkauf und Kaufland ohne Begrenzung das volle Sortiment anbieten dürfen. Dort durften durchgehend auch Spielwaren und Bekleidung verkauft werden, dort muss auch jetzt kein Termin vereinbart werden. Dort darf sich ein Kunde auf 10 qm aufhalten, bei uns ein Kunde inklusive einer Begleitung auf 40 Quadratmeter. Wir sind wütend und die Kunden mittlerweile massiv verunsichert.

Da war die Pressemitteilung der Stadt Wilhelmshaven diese Woche nicht besonders förderlich. Die Stadtverwaltung warf den Einzelhändlern vor, die Vorgaben zu verwässern und drohte mit Bußgeldern. Auch dass einzelne Fachgeschäfte wie Blumenläden und Buchläden plötzlich ohne Terminvereinbarung öffnen dürfen, trägt nicht gerade zum allgemeinen Verständnis bei. Bisher konnte uns keiner erklären, was der Unterschied zwischen einer Topfpflanze, einem Buch, oder eben einem Pullover und einem Spielzeug ist.

Wir müssen aufpassen, dass wir nicht zynisch werden. Und dann denken wir an die Gastronomie und Hotellerie, die immer noch nicht öffnen darf, aber dabei zusehen muss, wie körpernahe Dienstleistungen möglich sind und der volle Flieger nach Malle abhebt. Gleichzeitig sind die Theater und Kinos geschlossen. Da geht es uns gut. Aber wir spüren auch, dass sich allgemein Unverständnis breit macht, weil die Nachvollziehbarkeit nicht mehr gegeben ist.

Ebenso spüren wir leider auch, dass die Solidarität nachlässt, wurden während des ersten Lockdowns noch großzügig Gutscheine gekauft, um die regionalen Geschäfte zu unterstützen, siegt doch mittlerweile die Bequemlichkeit und bei Amazon ist alles schnell angeklickt.

Bianca Ewering-Janßen, Inhaberin Kurvenhaven
Marc Ewering, Inhaber Spiel + Baby Dannmann Bild: Sankt Willehadgemeinde)

#MARC: Die Schwierigkeit ist der Föderalismus. Erst erfolgen die Bund-Länder-Beratungen in der Ministerpräsidentenkonferenz. Diese schließen mit einer Pressekonferenz ab, auf der die Ergebnisse dieser Konferenz mitgeteilt werden.

Diese Ergebnisse sind für die einzelnen Bundesländer aber nicht verbindlich. Die Länder arbeiten ihre Verordnungen im Anschluss separat aus. Die niedersächsische Corona-Verordnung weicht an vielen Stellen von dem Ergebnis der Beratungen ab. Beispielsweise dürften wir auch bei einer Inzidenz von unter 35 in Wilhelmshaven unser Geschäft nicht komplett öffnen. In anderen Bundesländern ist dies üblich.

Wir haben den Glauben in die Regierung, in die Politik verloren. Zu oft gab es schon Versprechungen, die nicht eingehalten wurden. Das Vertrauen ist leider nachhaltig gestört. Wir haben großen Respekt, wenn Menschen, wie aktuell Frau Merkel, Fehler eingestehen und sich entschuldigen. Aber was weiterhin fehlt, ist die Perspektive.

Die aktuelle Niedersächsische Corona-Verordnung tritt mit Ablauf des 28. März außer Kraft. Das ist Sonntag, heute in drei Tagen. Und wir wissen immer noch nicht, was dann kommt. Wir wissen nicht, was wir unseren Mitarbeitern sagen sollen, ob und wann sie nächste Woche arbeiten dürfen. Wir können keine Ware, keine Öffnungszeiten planen. Nichts!

Marc Ewering, Inhaber Spiel + Baby Dannmann

#BIANCA: Was bleibt ist Hoffnung. Hoffnung, dass das Impfen nun schnell voranschreitet. Hoffnung, unsere Geschäfte bald wieder vollständig öffnen zu dürfen. Hoffnung, dass die Gastronomie wieder öffnen darf, damit die Innenstadt wieder einladend für einen Shoppingbummel ist. Hoffnung, dass die Hotellerie und sonstige Beherbergungen wieder öffnen dürfen, damit die Touristen wiederkommen, die auch für uns wichtig sind. Hoffnung auf eine neue, lebenswerte Zukunft.

Bianca Ewering-Janßen, Inhaberin Kurvenhaven

Das Gebet für die Stadt wurde live auf dem Youtube-Kanal der Gemeinde gestreamt.

Kollektenergebnis: In unserer dreiteiligen Andachtsreihe „Gebet für die Stadt – in der Coronakrise“ wurde jeweils eine Kollekte für die Arbeit von United4Rescue gesammelt. Wir sind Bündnismitglied. Die drei Sammlungen erbrachten insgesamt 283,20 Euro. Vielen Dank an alle Unterstützer:innen!

Heike Fürstenwerth und Daniel Dorsch: Die „Klage“ im „Gebet für die Stadt – in der Coronakrise“

Die römisch-katholische Kirchengemeinde Sankt Willehad und das ökumenische Rogate-Kloster Sankt Michael haben mit der dreiteiligen Andachtsreihe „Gebet für die Stadt – in der Coronakrise“ an die Herausforderungen und das Leid durch die Pandemie und deren Folgen in der Stadtgesellschaft Wilhelmshaven erinnert. Menschen, die ganz unterschiedlich durch die Coronafolgen betroffen sind, kamen im „Gebet für die Stadt“ selber zu Wort und schilderten ihre Situation seit dem Beginn der Pandemie. Sie berichteten im Rahmen eines Klageteils über die eigene Not, Existenzängste und den Umgang damit.

(Bild: Sankt Willehadgemeinde)

Am 18. März 2021 waren Heike Fürstenwerth und Daniel Dorsch, Inhaber Hotel Fürstenwerth und Café MORGÆN Wilhelmshaven, zu Gast. Sie beschrieben eindrücklich, wie es ihrem Betrieb, ihren Mitarbeitenden und ihnen persönlich in der Pandemie ergeht. Hier dokumentieren wir den Beitrag der beiden:

Es ist der 17. März 2020. Eine WhatsApp-Nachricht an unser Team: „Wie Ihr alle mitbekommen habt, treffen Daniel und ich täglich neue Entscheidungen. Entscheidungen, welche wir Tage zuvor noch nicht einmal im Ansatz in unser Denken aufgenommen haben – so fern und abstrakt und leider so nah ist dieser ganze Mist, der nicht nur uns, sondern alle da draußen derzeit einholt. Es ist nicht so, dass rein niemand kommt und bei uns konsumiert. Aber wir merken, wie es Tag für Tag weniger werden.

Auch wächst bei uns die Unsicherheit, wie lange wir verantwortungsvoll uns, Euch und den Gästen gegenüber noch geöffnet haben können.

So sind die Tage gefüllt mit lauter Fragezeichen, mit stündlichem „Auf und Ab“. Wir erhoffen uns Klarheit bei einem morgigen Gespräch mit unserem Steuerbüro. All das, was Ihr in den Medien derzeit zu hören bekommt, gilt es zu besprechen, abzuwägen und genau unter die Lupe zu nehmen. Denn wir werden Hilfe benötigen – so viel ist klar. Inwiefern und was das für uns und auch für Euch heißt, wird sich somit erst die kommenden Tage genau zeigen. Wir werden Euch direkt darüber in Kenntnis setzen! Ich habe keine Ahnung, wohin die Reise noch geht.

Ich danke Euch aber für Euer bisheriges Verständnis! Für Euer „Kein Problem, Heike! Dann geh ich halt eher nach Hause!“.

Einen Tag später, am 18. März 2020. Eine weitere Nachricht ans Team: „Hallo zusammen, heute haben bereits Gespräche mit einigen von Euch stattgefunden. Die momentane Situation bringt uns wirtschaftlich extrem an unsere Grenzen. So werden wir auf das ein oder andere Hilfspaket vom Staat zurückgreifen müssen. Ab morgen werden drei von Euch komplett auf Kurzarbeit umgestellt. […]

Für die Aushilfen unter Euch gilt, dass ich all Eure Schichten streichen musste. Es tut mir unglaublich leid, weil ihr so nicht die Möglichkeit bekommt, das benötigte Geld zum Lebensunterhalt hinzuzuverdienen. […] Ich habe keine Ahnung, ob dieser Plan aufgeht. Nicht derzeit, wo alles drunter und drüber läuft. Ich hoffe aber auf Euer Verständnis… ich kann leider keine anderen Ergebnisse liefern, was mich und Daniel selber extrem unglücklich zurücklässt.

Solltet Ihr Fragen haben, so wendet Euch sehr gerne an uns. Lasst uns gemeinsam diese Zeit so gut es geht überstehen! Und vor allen Dingen: Lasst uns gesund bleiben!“

Abends am selben Tag dann die nächste Nachricht:

„Und während ich die Zeilen heute am Spätnachmittag an Euch schrieb, war vorne das Ordnungsamt zu Besuch und teilte die nächsten Neuigkeiten mit: AB SOFORT dürfen nur noch höchstens Vierer-Tische angenommen werden. Keine Fünfer-Gruppen oder mehr!!! Müssen zwischen den verschiedenen Parteien mindestens zwei Meter Abstand sein. Muss eine Bezahlt-Reihe im Laden kenntlich sein, in welcher die Gäste mit einem Abstand von 1.5 Metern zueinanderstehen. Diese neuen Auflagen werden im laufenden Betrieb kontrolliert. Sollte da irgendetwas missachtet werden, erhalten wir keine Verwarnung, sondern direkt eine Strafanzeige!!! So haben wir nun Tische rausgeräumt, manchen Tisch doch stehen gelassen (damit‘s nicht gar so leer aussieht) und diese wiederum gekennzeichnet!“

Am nächsten Tag, den 19. März, beschlossen wir, unser Café komplett zu schließen. Die Auflagen nahmen uns unsere Betriebsfähigkeit. Es kamen keine Gäste mehr. Unter Tränen schickten wir das gesamte Team in Kurzarbeit und schlossen den Laden zu.

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Was ist geschehen? Corona platzte in unser Leben. Ließ sich nieder und machte es sich so richtig bequem. Bestimmt war es unglaublich naiv von uns, nicht im Januar und Februar 2020 bereits zu erkennen, was auf uns zukommt. Zu verstehen, was es für uns – für unser kleines Café und Hotel – für Folgen haben kann. Aber wir hätten zu dem Zeitpunkt eh nichts ändern können. Was uns zum Verhängnis wurde?

Wir waren kurz vor Fertigstellung unserer Renovierungsarbeiten einiger Hotelbäder. Diese Arbeiten begannen im Dezember 2019. Wir waren sehr glücklich und stolz, dass wir vier Bäder renovieren konnten aus Eigenmitteln. Aus Angespartem der letzten Jahre. Wer schon mal ein Bad renoviert hat, weiß, mit welchen Kosten dies verbunden ist. Und dann kam von heute auf morgen das Aus für unser Unternehmen. Wir verdienten nichts mehr. Nichts!

Aber es mussten Rechnungen bezahlt werden. Nicht nur die Handwerkerrechnungen, die fleißig hineinflatterten… das Team sollte sein Geld bekommen, Darlehen liefen weiter, die sogenannten Fixkosten mussten beglichen werden. Die zugesagten Hilfen wurden direkt beantragt und kamen vier Wochen später. Natürlich hätten wir die Möglichkeit gehabt, diverse Zahlungen zu stunden, also aufzuschieben. Unser Steuerberater ermahnte uns, dies nicht zu tun, denn irgendwann kommt der Zeitpunkt der Zahlung. Also stundeten wir nicht. Wir zahlten weiter, was eben zu zahlen war.

Hilfe von der Hausbank, um Tilgungen auszusetzen? Natürlich doch! Das kostet aber extra! 500,- Euro Bearbeitungsgebühr. Also haben wir uns auf privatem Wege Gelder geliehen, um uns am Leben zu halten. Denn was ein Unternehmen an Fixkosten in vier Wochen zu leisten hat, ist nicht mal eben mit ein paar hundert Euro zu begleichen.

Wir liefen mehr als blank und als die Soforthilfe dann da war, waren wir auf Null. Also musste ein Kredit her! Es ging nicht anders. Das Lebenswerk meiner Schwiegereltern und das von uns neu Erschaffene aufzugeben, war keine Option! Während alle ihre Wohnungen entrümpelten und Gärten pflegten, saßen wir täglich im MORGÆN, beantragten irgendwo irgendwelche Hilfen, integrierten PayPal als Bezahlfunktion, versuchten ein Konzept zu entwickeln, mit dem wir wenigstens etwas Geld generieren konnten und machten weiterhin über die sozialen Netzwerke auf uns aufmerksam. Denn was weiterhin Bestand hatte, das waren die vielen Menschen – Gäste wie Mitarbeiter – die nur darauf warteten, uns irgendwie zu unterstützen.

Wir guckten uns für unser Hotel das Prinzip des „Hoteloffice“ aus anderen Städten ab. Wer zu Hause nicht vernünftig arbeiten kann, kann sich bei uns Tageweise ein Zimmer buchen. Dies Angebot wurde angenommen. Von einem Gast. Jede Woche an dem Tag, an dem seine Putzfrau seine Wohnung reinigte. Immerhin!

Im MORGÆN öffneten wir einen Kiosk. Gegen Vorbestellung konnte man Kuchen abholen. Die Menschen waren glücklich, auch nur ein klitzekleines bisschen vom MORGÆN bei sich daheim zu erleben, zu genießen. Und wir waren glücklich, derart Zuspruch zu erfahren.

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Mit unserem Team waren wir im steten Austausch! Wir motivierten die Menschen zu mehr Bewegung, weniger Netflix und riefen auch mal Ärzte an, wenn das Deutsch nicht so gut war um mitzuteilen, dass der Körper in den Streikmodus schaltet. Der Kampf in dieser Krise zeigte wieder mehr, dass wir es nicht nur mit extremen finanziellen Sorgen zu tun hatten, sondern als Chefs auch eine Verantwortung und Fürsorgepflicht jedem einzelnen unserer Mitarbeiter gegenüber.

Menschen, die plötzlich nur noch einen Bruchteil ihres Gehalts durch Kurzarbeitergeld bekommen, aber trotzdem die vollen festen Beträge an Miete, Nebenkosten und Krippenbeiträge et cetera zu leisten haben. Menschen, deren Familien nicht in Deutschland wohnen und durch die Krise komplett abgeschnitten wurden aus ihrem sozialen Miteinander. Alleine dastehen. Jeden Tag alleine bestreiten. Das macht was mit uns Menschen. Und es macht nichts Gutes. So ging ein Aufatmen durch die Reihen, als es hieß, wir dürfen am 12. Mai wieder öffnen.

Zwei Monate seit Schließung im März 2020 ohne nennenswerten Umsatz. Wir hatten ab diesem Zeitpunkt im Café weniger als die Hälfte an Plätzen zur Verfügung aufgrund der Abstandsregelungen. Somit auch weniger an Umsatz. Dafür mehr Ausgaben. Kanisterweise musste Desinfektionsmittel geordert werden. Masken für das komplette Team. Plexiglasabtrennungen integrieren, Lüftungsanlage in Betrieb nehmen.

Gute zwei Wochen hat es dann gedauert, bis die Menschen sich auch getraut haben, wieder vor die Tür zu gehen.

Es ist der 7. Juni 2020. Mal wieder eine WhatsApp-Nachricht an unser Team: „Hallo zusammen! Ich schicke Euch hier den Plan für den restlichen Juni. […] Wir erfahren, wie alle anderen auch, alle neuen Regelungen und Lockerungen ein paar Tage vorher durch die Medien. Und somit kann es hier auch immer noch zu Änderungen kommen, was die Schichtplanung angeht.

Es ist schwierig, einen Plan zu schreiben und dabei zu versuchen, allen so gut es geht gerecht zu werden. Die Festangestellten sind derzeit nach wie vor alle in Kurzarbeit. Zwar nicht mehr zu 100 Prozent, aber keiner ist auch zu 100 Prozent wieder bei uns.

Es ergeben sich Wochenenden, an welchen wir langsam wieder Aushilfen benötigen! Ich hoffe natürlich, dass Ihr alle noch dabei seid und Lust habt auf uns und das MORGÆN. ♥️ Wir haben Lust, auch wenn einiges komplett anders läuft.

Es gibt Tage, die laufen miserabel und andere Tage, da läuft es ganz gut. Trotzdem versuchen wir weiter, das beste aus der momentanen Situation zu machen. Und vor allen Dingen, ruhig zu bleiben. Keiner kann die Zeit zurückdrehen, niemand kann was dran ändern. Und so gießen wir weiterhin den leckersten Kaffee in Wilhelmshaven, kredenzen unsere Frühstücke und Bowls und Kuchen und haben Spaß am Leben und am Miteinander. Und jeden Tag aufs Neue freuen wir uns, Euch wieder um uns zu haben – das war ganz schön deprimierend so allein…“

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Die Zeit bis zum nächsten Lockdown lief sehr gut. Die Menschen kamen und waren unendlich glücklich, endlich wieder Orte zum Verweilen zu haben. Orte, an denen man sich zu mehreren Treffen durfte. Die Gastronomie ist ein wichtiger Pfeiler in unserer Gesellschaft. Bei uns kann man die Seele baumeln lassen, sein „Sein“ genießen. Das klingt so nebensächlich, ist es aber bei weitem nicht! Wir sind soziale Wesen! Wir brauchen einander! Die Gastronomie und Hotellerie sorgen für derlei Miteinander bei einem absolut hygienischen hohen Standard.

Dann die Ernüchterung: Der nächste Lockdown im November 2020. Wir waren ruhiger als beim ersten Lockdown im Frühjahr. Nicht mehr panisch. Es flossen keine Tränen. Es wurde uns Hilfe vom Staat zugesagt. Bessere Hilfen als beim ersten Mal. Auch wenn diese lange auf sich warten ließen.

Wir hatten uns über den Sommer ein finanzielles Polster zulegen können. Eigentlich wollten wir direkt den zuvor nicht geplanten Kredit aus dem Frühjahr wieder zurückzahlen. Aber daraus wurde nichts. Wir mussten diesen nutzen, um die Durststrecke bis zur ersten Abschlagszahlung zu überstehen.

Obendrein versuchten wir weiterhin täglich das To-Go-Geschäft im Café am Laufen zu halten. Der Zulauf wurde bis zum Schluss immer weniger. Bis Weihnachten hielten wir stand. Danach schlossen wir das Tor zum MORGÆN bis in den Februar dieses Jahres. Seitdem haben wir jeden Samstag geöffnet und verkaufen alles zum Mitnehmen.

Das Geschäft im Hotel läuft seit November mehr als schleppend. Die Firmen schicken ihre Leute nicht mehr auf Reisen und somit bleiben unsere Betten leer. Die erste Abschlagszahlung der Novemberhilfe erreichte uns kurz vor Weihnachten. Die Auszahlung der kompletten außerordentlichen Wirtschaftshilfen waren dann Ende Februar dieses Jahres abgeschlossen. Die Überbrückungshilfe III, welche einen Teil unserer Fixkosten für die Zeit ab Januar bis zur Rückkehr zur regulären Öffnung unseres Geschäftes übernimmt, ist die nächste Formalität, welche nun beantragt wird.

Wenn wir uns vor Augen führen, dass wir Ende April dieses Jahres – und darauf wird es nach den aktuellen Informationen mindestens hinauslaufen – mit unserem Unternehmen nur einen Bruchteil von Umsatz machen konnten als in jedem anderen normalen halben Jahr, wird uns beiden schlecht! Also versuchen wir nicht drüber nachzudenken. Wir können es doch nicht ändern. Ändern können wir aber unsere Einstellung. Zu uns selbst. Unserem bisherigen Tun. Zu unserem Unternehmen. Und so birgt jeder noch so große Mist auch immer etwas Gutes in sich.

Heike Fürstenwerth und Daniel Dorsch, Inhaber Hotel Fürstenwerth und Café MORGÆN

Das Gebet für die Stadt wurde live auf dem Youtube-Kanal der Gemeinde gestreamt.

Kollektenergebnis: In unserer dreiteiligen Andachtsreihe „Gebet für die Stadt – in der Coronakrise“ wurde jeweils eine Kollekte für die Arbeit von United4Rescue gesammelt. Wir sind Bündnismitglied. Die drei Sammlungen erbrachten insgesamt 283,20 Euro. Vielen Dank an alle Unterstützer:innen!

Andacht „Gebet für die Stadt – in der Coronakrise“ am 25. März

Die aktuelle Situation des Wilhelmshavener Einzelhandels steht im „Gebet für die Stadt – in der Coronakrise“ am Donnerstag im Mittelpunkt. Bianca Ewering-Janßen (Kurvenhaven) und Marc Ewering (Spiel + Baby Dannmann) schildern in der Andacht, wie sie als Geschäftsinhaber mit den Herausforderungen in der Pandemie umgehen. Die ökumenische Andacht beginnt um 18:30 Uhr in der Sankt Willehad-Kirche. Das Gebet für die Stadt wird live auf dem Youtube-Kanal der St. Willehad-Gemeinde gestreamt.

Die katholische Kirchengemeinde und das ökumenische Rogate-Kloster Sankt Michael erinnern mit der Andachtsreihe an das Leid durch die Pandemie und deren Folgen in der Stadtgesellschaft Wilhelmshaven. Menschen, die ganz unterschiedlich durch die Coronafolgen betroffen sind, kommen im „Gebet für die Stadt“ selber zu Wort.

Das Gebet für die Stadt wird live auf dem Youtube-Kanal der Gemeinde gestreamt.

Termin: Donnerstag, 25. März 2021 | 18:30 Uhr, Gebet für die Stadt – in der Coronakrise. Mit Bianca Ewering-Janßen und Marc Ewering, Kurvenhaven und Spiel + Baby Dannmann. Musik: Andreas Marth. Liturgie: Pastoralreferentin Daniela Surmann und Br. Franziskus. Ort: Sankt Willehad-Kirche, Bremer Straße 53, 26382 Wilhelmshaven. Am Ausgang wird eine Kollekte für United4Rescue erbeten.

Hinweis: Die Gemeinde St. Willehad weist auf das geltende Hygienekonzept hin. Vor dem Besuch der Kirche besteht eine Anmeldepflicht vor Ort. Es sind medizinische Masken (OP- oder FFP2-Masken) zu tragen. Weitere Infos hängen vor Ort aus sowie auf Willehad.de.

Andacht „Gebet für die Stadt – in der Coronakrise“ am 18. März

Die Sankt-Willehad-Gemeinde und das Rogate-Kloster Sankt Michael laden am Donnerstag, 18. März, zum zweiten „Gebet für die Stadt – in der Coronakrise“. Diesmal wird besonders die Situation der lokalen Gastronomie und der Hotelbetriebe während der Pandemie in den Blick genommen. Gastredner sind Heike Fürstenwerth und Daniel Dorsch, Inhaber des Hotel Fürstenwerth und Café MORGÆN. Beginn ist um 18:30 Uhr in der Pfarrkirche Sankt Willehad, Bremer Str. 53, Wilhelmshaven.

Einladungsplakat für das „Gebet in der Stadt – in der Coronakrise.“ (Agentur Nolte Kommunikation, Berlin)

Die katholische Kirchengemeinde und das ökumenische Kloster wollen mit der Andachtsreihe an die Herausforderungen und das Leid durch die Pandemie und deren Folgen in der Stadtgesellschaft Wilhelmshaven erinnern. Menschen, die ganz unterschiedlich durch die Coronafolgen betroffen sind, kommen im „Gebet für die Stadt“ selber zu Wort und schildern ihre aktuelle Situation. Sie berichten über die eigene Not und den Umgang damit.

Heike Fürstenwerth: „Wir haben zu Beginn des ersten Lockdowns gelitten. Sehr, sehr sogar, weil wir absolut überrascht worden sind. Uns wurde förmlich der Boden unter den Füßen weggerissen. Nach einigen Wochen hat sich der tosende Ozean an Emotionen gelegt und wir trieben auf ihn, an einer Planke haltend, und erlebten den Ozean als eine ruhige Naturgewalt. Mit Sonnenaufgängen und tollen Tieren. Uns konnte er erstmal nichts mehr anhaben.“ Daniel Dorsch ergänzt: „Wir sind grundsätzlich voller Zuversicht, dass sich alles wieder zum Guten wendet. Wir tragen ein positives Grundgefühl in uns. Wir haben viele Lehren draus ziehen können und sind dran gewachsen. Und das sehen wir als Hauptaugenmerk im Leben: an Geschehnissen und Erlebten zu wachsen.

Termin: Donnerstag, 18. März 2021 | 18:30 Uhr, Gebet für die Stadt – in der Coronakrise. Mit Heike Fürstenwerth und Daniel Dorsch, Hotel Fürstenwerth und Café MORGÆN Wilhelmshaven. Musik: Andreas Marth. Liturgie: Dechant Bolten und Br. Franziskus. Ort: Sankt Willehad-Kirche, Bremer Straße 53, 26382 Wilhelmshaven. Das Gebet für die Stadt wird live auf dem Youtube-Kanal der Gemeinde gestreamt.

Hinweis: Die Gemeinde St. Willehad weist auf das geltende Hygienekonzept hin. Vor dem Besuch der Kirche besteht eine Anmeldepflicht vor Ort. Es sind medizinische Masken (OP- oder FFP2-Masken) zu tragen. Weitere Infos hängen vor Ort aus sowie auf Willehad.de.

Das Gebet für die Stadt wird live auf dem Youtube-Kanal der Gemeinde gestreamt.

Andacht „Gebet für die Stadt – in der Coronakrise“ am 11. März

Am Donnerstag startet die Andachtsreihe „Gebet für die Stadt – in der Coronakrise“ mit einem besonderem Blick auf die Situation der ambulanten Pflegedienste. Bianca Bolle, Pflegedienstleiterin der Diakoniestation Wilhelmshaven, dem ambulanten Pflegedienst der evangelischen Kirche, wird sprechen. Beginn ist um 18:30 Uhr in der Pfarrkirche Sankt Willehad, Bremer Str. 53.

Einladungsplakat für das „Gebet in der Stadt – in der Coronakrise.“ (Agentur Nolte Kommunikation, Berlin)

Die römisch-katholische Pfarrgemeinde Sankt Willehad in Wilhelmshaven und das ökumenische Rogate-Kloster Sankt Michael wollen mit der Andachtsreihe an die Herausforderungen und das Leid durch die Pandemie und deren Folgen in der Stadtgesellschaft Wilhelmshaven erinnern.

Pfarrer Andreas Bolten: „Wir wissen, dass viele ältere und pflegebedürftige Menschen mit wenig Kontakten oder allein zuhause sind. Wie ergeht es ihnen in dieser Pandemie? Wie ergeht es den Pflegenden und Betreuenden? Sie übernehmen einen wichtigen Dienst in unserer Gesellschaft.“

Bruder Franziskus ergänzt: „Die mediale und politische Öffentlichkeit ist während der Pandemie stark auf Krankenhäuser und Pflegeheime und die Lage dort fokussiert. Wir wollen hingegen im „Gebet für die Stadt“ hören, was Corona in den ambulanten Pflegediensten verändert hat und wie die Mitarbeitenden mit den Herausforderungen umgehen.“ “

Das besondere der neuen Andachtsform: Menschen, die ganz unterschiedlich durch die Coronafolgen betroffen sind, kommen im „Gebet für die Stadt“ selber zu Wort und schildern ihre Situation. Sie berichten über die eigene Not und die Lage ihrer Patienten oder Mitarbeitenden und Kollegen*innen.

Termin: Donnerstag, 11. März 2021 | 18:30 Uhr, Gebet für die Stadt – in der Coronakrise. Mit Bianca Bolle, Diakoniestation Wilhelmshaven. Musik: Stadtkantor Markus Nitt. Liturgie: Dechant Bolten und Br. Franziskus. Ort: Sankt Willehad-Kirche, Bremer Straße 53, 26382 Wilhelmshaven.

Die Gemeinde St. Willehad weist auf das geltende Hygienekonzept hin. Vor dem Besuch der Kirche besteht eine Anmeldepflicht vor Ort. Es sind medizinische Masken (OP- oder FFP2-Masken) zu tragen. Weitere Infos hängen vor Ort aus sowie auf Willehad.de.