Integration und Kultur: Der Blick auf Wilhelmshaven – eine Intervention im Küstenmuseum

Bild aus der Ausstellung „Glaube, Liebe, Hoffnung. (M)eine Sicht auf Wilhelmshaven

Wilhelmshaven – „Interventionen“ nennen Museumsleute Aktionen, die bekannte Teile von Ausstellungen vorübergehend verändern. Vom 4. bis 23. Juni heißt es „Glaube, Liebe, Hoffnung. (M)eine Sicht auf Wilhelmshaven“ im Küstenmuseum Wilhelmshaven.

Zum Tag der Niedersachsen wird die Dauerausstellung des Museum durch diese Bilderausstellung erweitert und bietet so neue Blickwinkel auf diese Stadt.

Zehn Geflüchtete und zehn in Wilhelmshaven geborene bzw. schon länger hier lebende Menschen wurden von den Initiatoren aus dem Ev.-luth. Kirchenkreis, der Diakonie Friesland-Wilhelmshaven und dem Rogate-Kloster gebeten, sich mit einer Kamera auf den Weg zu machen. Ihre Bilder zeigen, was den Menschen wichtig ist, wie sie ihre Stadt sehen und was sie mögen.

Küstenmuseum Wilhelmshaven, Weserstraße 58, 26382 Wilhelmshaven-Südstadt

Öffnungszeiten: Dienstags bis Sonntags, 11.oo-17:oo Uhr (Februar-November)

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Willkommen zu unseren nächsten öffentlichen Gottesdiensten:

Willkommen am Sonntag Rogate.
  • Freitag, 24. Mai 2019|19:00 Uhr, Vesper (Abendgebet). Ort: Zwölf-Apostel-Kirche.
  • Sonntag, 26. Mai 2019|10:00 Uhr, Eucharistie am Sonntag Rogate. Orgel: Martin Küster. Musik: Eclectic Voices, London. Ort: Zwölf-Apostel-Kirche.
  • Mittwoch, 10. Juli 2019|19:00 Uhr, Politikerkanzel: „Was mich treibt?“. Liturgie: Bischof Thomas Adomeit, Oldenburg. und Br. Franziskus. Orgel: Kirchenmusikdirektor Thorsten Ahlrichs, Ganderkesee. Ort: Banter Kirche, Werftstr. 75, Wilhelmshaven-Bant. Bus-Line 2, Haltestelle „Banter Kirche“.
  • Mittwoch, 17. Juli 2019|19:00 Uhr, Politikerkanzel: „Was mich treibt?“. Orgel: Kirchenmusikdirektor Klaus Wedel, Jever. Ort: Banter Kirche, Werftstr. 75, Wilhelmshaven-Bant. Bus-Line 2, Haltestelle „Banter Kirche“.
  • Freitag, 19. Juli 2019|19:30 Uhr, ökumenischer Eröffnungsgottesdienst 27. lesbisch-schwules Stadtfest Berlin. Ort: Zwölf-Apostel-Kirche. Musik: Hauke Renken, Solo Vibraphon. Mitwirkende: Marian Moldenhauer (Präsident des Fecht-Clubs Grunewald Berlin e.V.), Ratsherr Florian Wiese (Wilhelmshaven).
  • Mittwoch, 24. Juli 2019|19:00 Uhr, Politikerkanzel: „Was mich treibt?“, Orgel: Stadtkantor Markus Nitt. Ort: Banter Kirche, Werftstr. 75, Wilhelmshaven-Bant. Bus-Line 2, Haltestelle „Banter Kirche“.

Bis zum 7.4.: Fotoausstellung „Glaube, Liebe, Hoffnung. (M)eine Sicht auf Wilhelmshaven“ in Bockhorn

Einladung zur Eröffnung der Ausstellung „Glaube, Liebe, Hoffnung. (M)eine Sicht auf Wilhelmshaven“ in Bockhorn

Am 8. März eröffnete die Foto-Ausstellung „Glaube, Liebe, Hoffnung. (M)eine Sicht auf Wilhelmshaven“ in der St.-Cosmas-und-Damian-Kirche Bockhorn. Das integrative Bilderprojekt geht der Frage nach, wie Menschen auf die Jadestadt und ihre zum Teil neue Heimat sehen und leben.

Mit Einmalkameras machten sich zwanzig Personen auf den Weg durch Parks, zum Strand und in die Einkaufszonen. Sie suchten sich Orte aus, die sie in dieser Ausstellung teilen wollten. Die Bilder zeigen, was den Einzelnen wichtig ist und was sie mögen. Wie blicken nach Wilhelmshaven Geflüchtete auf die Stadt? Gibt es Unterschiede zu den hier schon länger lebenden Menschen? Die Aufnahmen zeigen u.a. Momentaufnahmen aus Sengwarden, dem Nassauhafen oder dem Kurpark.

Die Ausstellung wird in der St.-Cosmas-und-Damian-Kirche, Lauwstraße 5, 26345 Bockhorn, gezeigt und wurde am Freitag, 8. März, 15 Uhr, durch Pastorin Ute Ermerling und Diakonie-Geschäftsführerin Petra Meyer-Machtemes eröffnet. Weitere Öffnungszeiten sind nach den Gemeindegottesdiensten sowie während der Öffnungszeiten des Gemeindebüros, dienstags bis freitags, 8:00 bis 11:00 Uhr, und donnerstags, 14:00 bis 17:00 Uhr.

Mit Unterstützung der Diakonie Friesland-Wilhelmshaven, der Agentur Nolte Kommunikation und dem Rogate-Kloster Sankt Michael konnte das Fotoprojekt „Glaube, Liebe, Hoffnung. (M)eine Sicht auf Wilhelmshaven“ realisiert werden. 

Als Schirmherr wurde der in Wilhelmshaven geborene Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses, Ralf Wieland, gewonnen. Wieland über das Projekt und die Integrationsarbeit: „Flüchtlinge in unsere Obhut zu nehmen, ist mehr als ein rechtsstaatlicher Akt. Es ist vor allem ein Akt der Humanität. Wer in seinem Heimatland um Leib und Leben fürchten muss, alles zurücklässt und sich auf eine oft lebensgefährliche und zum Teil Jahre dauernde Flucht begibt, muss auf unsere Hilfe und Solidarität zählen können. Sich diesen Menschen zuzuwenden ist eine Frage der Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe. Ich freue mich deshalb, dass sich so viele Bürgerinnen und Bürger in meiner alten Heimatstadt Wilhelmshaven und in Berlin diesem Gebot verpflichtet fühlen und danach handeln.“

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Willkommen zu unseren öffentlichen Gottesdiensten:

Foto-Ausstellung „Glaube, Liebe, Hoffnung. (M)eine Sicht auf Wilhelmshaven.“ ab dem 1. Advent

RogateKl_Postkarte A6 hoch_Wanderausstellung_151118-2Viele Menschen, die als Geflüchtete nach Wilhelmshaven kamen, haben in der Jadestadt ein neues Zuhause gefunden. Nordseestadt und Küstenregion sind ihnen zur Heimat geworden, in der sie sich eine neue Lebenswelt aufgebaut haben und diese gestalten. Doch mit welchem Blick sehen die Neubürger ihre neue Umgebung und wie nehmen sie die Stadt am Meer wahr? Gibt es Unterschiede zu Wilhelmshavenern, die vor Ort schon lange leben?

Die Flüchtlingsarbeit des Kirchenkreises Friesland-Wilhelmshaven entwickelte aus dieser Idee ein Fotoprojekt. Mit Unterstützung der Nordwest-Zeitung, der Diakonie Friesland-Wilhelmshaven, der Agentur Nolte Kommunikation und des Rogate-Klosters Sankt Michael konnte das Fotoprojekt „Glaube, Liebe, Hoffnung. (M)eine Sicht auf Wilhelmshaven“ realisiert werden. Als Schirmherr wurde der in Wilhelmshaven geborene Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses, Ralf Wieland, gewonnen.

Zehn geflüchtete und zehn in Wilhelmshaven geborene oder schon länger lebende Menschen wurden gebeten, ihre Sicht auf die Stadt festzuhalten. Mit Einmalkameras machten sie sich auf den Weg und schauten, welche Orte sie in dieser Ausstellung teilen wollen. Die Bilder sollen zeigen, was den Menschen wichtig ist – wie sie ihre Stadt sehen und was sie mögen. Die Aufnahmen zeigen u.a. Momentaufnahmen aus den Stadtteilen, vom Strand und Alltagsleben.

Die Ausstellung wird in der Friedenskirche erstmalig gezeigt und im Gemeindegottesdienst zum 1. Advent, am 2. Dezember, 10 Uhr, durch Pastor Kai Wessels eröffnet. Weitere Öffnungszeiten sind ab dem 3. Dezember von Montags bis Freitags von 9:00 bis 12:00 und von 14:00 bis 16:00 Uhr.

Mitte Dezember endet die Ausstellung in Fedderwardergroden. In Wilhelmshaven-Neuengroden ist sie dann in der Thomaskirche ab dem 5. Januar zu sehen.

 

Fünf Fragen an Pater Georg Maria Roers SJ, Künstlerseelsorger, Kunst- und Kulturbeauftragter

Fünf Freitagsfragen an Pater Georg Maria Roers SJ, Erzbistum Berlin, über die Rolle von Jesus in seinem Leben, die Aufgaben eines Künstlerseelsorgers und die Bedingungen für Kulturschaffende in der Hauptstadt. Ein Beitrag zum Jahr der Barmherzigkeit.

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Pater Georg Maria Roers SJ (Bild: Erzbistum Berlin)

Pater Georg Maria Roers SJ ist über 30 Jahren Jesuit und arbeitet seit drei Jahren im Erzbistum Berlin. Zunächst war er als Tourismusseelsorger ein halbes Jahr auf der Insel Rügen eingesetzt, seit Herbst 2013 ist er Kunst- und Kulturbeauftragter und seit 2015 auch Künstlerseelsorger im Bistum. Zuvor war er zehn Jahre in dieser Funktion im Erzbistum München und Freising tätig und Rektor der Asamkirche. Roers beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit bildender Kunst, Literatur und Theater. Den Film hat er dabei im Blick. Im Jahr 2014 und 2015 war er Mitglied der ökumenischen Jury beim Filmfestival achtung berlin. Er ist zudem ist Lyriker und Redakteur von theo, ein Magazin unter dem Motto: „So geht katholisch auch“.

Rogate-Frage: Welche Bedeutung spielt Jesus in Ihrem Leben?

Georg Maria Roers: Auf diese Frage möchte ich eine Antwort in drei Etappen versuchen, die ersten beiden sind mit bestimmten Orten verbunden.

Die erste Etappe beginnt in meinem Heimatort Rees am Niederrhein. Vor 372 Jahren ist unsere Gemeinde, als erste überhaupt, nach Kevelaer gepilgert. Im selben Jahr, nämlich 1643, baute man dort eine Wallfahrtskapelle. Der jährliche Pilgerweg zur Consolatrix Afflictorum (Trösterin der Betrübten) hat mich nachhaltig geprägt. Maria hält Jesus lächelnd in ihren Armen und aus ihrem ausgebreiteten Mantel wird uns Schirm und Schild: „worunter wir sicher stehn bis alle Stürm vorübergehn.“ So heißt es in einem Kirchenlied im Gotteslob (534).

Die zweite Etappe hat mit der Gesellschaft Jesu zu tun, in die ich 1985 eintrat. Es mag prosaisch klingen, aber meine Berufung zum Jesuiten fand vor dem Grab des Hl. Ignatius in Rom statt. Ich betete innig vor der Silberstatue des Hl. Ignatius in La Chiesa del Gesù (also in der Mutterkirche unseres Ordens). Es liegt Nahe, dass sie dem Heiligsten Namen Jesu gewidmet ist. Diese erste Barockkirche der Welt wurde über dem Kirchlein Maria della Strada errichtet. Deren Fassade schmückte einst das Fresco der Madonna della Strada, das dort in der linken Seitenkapelle Unserer Lieben Frau Vom Wege verehrt wird. Es wurde vor einigen Jahren restauriert und ist nun in alter Pracht zu erleben, vermutlich so, wie es einst die ersten Gefährten der Gesellschaft Jesu sahen.

Mittlerweile trage ich den Namen Jesu im kontemplativen Gebet wie eine kostbare Lichtflamme in meinem Herzen. Das Herz-Jesu-Gebet habe ich durch Pater Franz Jalics SJ im Haus Gries vor 30 Jahren kennengelernt. Im Allgemeinen Römischen Kalender wird der Namenstag Jesu am 3. Januar gefeiert. Wenn man aber davon ausgeht, dass er ein Freund ist, der einen immer begleitet, wird man auch andere Feste mit ihm feiern. Das kann ich seit fast zwanzig Jahren auch in Form der Eucharistie tun: zur Zeit immer am Sonntagabend in Berlin in der Kirche St. Thomas von Aquin in der Katholischen Akademie in der Hannoverschen Straße 5.

Rogate-Frage: Sie sind Künstlerseelsorger im Erzbistum Berlin. Was für Aufgaben und Herausforderungen sind damit verbunden?

Georg Maria Roers: Der Künstlerseelsorger tut nichts anderes als der Seelsorger einer Gemeinde: er nimmt sich der Sorgen und Nöte der Menschen an, die sich an ihn wenden. Für mich heißt das, Freud und Leid der Künstlerinnen der Künstler, die hier in der Bundeshauptstadt und im Bistum leben, zu teilen.

Nicht alle Probleme lassen sich allerdings so einfach aus der Welt schaffen. Mir scheint die Wertschätzung der Arbeit der Kulturschaffenden in unserem sehr reichen Land in den letzten Jahren vernachlässigt worden zu sein. Hier bleibt einiges zu Wünschen übrig. Bildende Künstler verdienen in Deutschland durchschnittlich etwa 14.000.- Euro. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, es geht hier nicht um einen Tagessatz oder einen Monatsverdienst, sondern um die Einkünfte in einem Jahr. Damit gehören die Künstler wie einige Akademiker zu den Ärmsten in unserer Gesellschaft. Das betrifft die materielle Seite des Lebens. Die ideelle Seite zum Beispiel im Leben einer Malerin oder eines Malers sieht dagegen ganz anders aus. Es gibt durchaus eine hohe Zufriedenheit, wenn es um die Arbeit an einem konkreten Werk geht. Das Schlimmste für einen Künstler ist, seiner Arbeit nicht nachgehen zu können. Das wäre die Hölle auf Erden. Das Auf und Ab des Künstlerdaseins konnte man in Big Eyes im Kino sehen. In Wahrheit enden aber nicht alle Geschichten im Happy End. Und nicht nur da ist der Künstlerseelsorger gefragt, der ganz generell am Dialog der Kulturen in dieser Stadt interessiert ist.

Die Kontakte zu den sogenannten Kreativen werden von Jahr zu Jahr intensiver. Es gibt erstaunliche Phänomene in Berlin. Die meist besuchte Kirche war beim Gallery Weekend 2015 zum Beispiel die (ehemals katholische) St. Agnes Kirche, die heute die Galerie König beherbergt. Bei der Eröffnung waren circa 4000 Menschen dort: Die Sucht nach digitalen Bildern ist im Netz eher ein Problem, wenn es sich aber um Originale in einem Museum, einer Galerie oder einer Kirche handelt, sind sie eine Wohltat, vorausgesetzt, man glaubt unter anderem an die pastorale Kraft der Kunst.

Rogate-Frage: Was darf Kunst? Wo sehen Sie Grenzen künstlerischer Freiheit?

Georg Maria Roers: Die Kunst bzw. die künstlerische Freiheit ist durch das Grundgesetz geschützt. Das kann man bei Wikipedia nachschlagen. Allerdings sind damit andere Rechte nicht einfach außer Kraft gesetzt. Zwar wird zum Beispiel die Aktivistin Witt noch freundlich interviewt, nachdem sie bei einer Pressekonferenz in Frankfurt im neuen Gebäude der Europäischen Zentralbank auf den Tisch des Herrn Mario Draghi gestiegen ist: Die Freundlichkeit endete allerdings ganz schnell, als Frau Witt Weihnachten 2013 halbnackt auf dem Altar des Kölner Doms stand und zwar während der Liturgie. Da hat sie eindeutig eine Grenze überschritten. Es wurde ihr der Prozess gemacht und sie wurde für ihre Tat – im Namen des Volkes – verurteilt. Angeblich sei ein Messdiener durch ihren bloßen Busen mit der Aufschrift „I am God!“ traumatisiert worden, so wußte die Bild-Zeitung zu berichten: Auch Kardinal Meißner wird ziemlich geschockt gewesen sein, wie wohl die meisten frommen Gottesdienstbesucher. Es handelte sich eindeutig um einen Fall von Blasphemie. Die meisten Fälle sind aber komplizierter und werden oft gar nicht vor Gericht verhandelt. Den Weg einer gütlichen Einigung halte ich auf für effektiver, da man ja nicht noch zusätzlich für irgendetwas Geschmackloses Reklame machen möchte. Wenn es Teil des Kunstwerkes ist, eine bestimmte Grenze zu überschreiten, dann wird es schwieriger mit eindeutigen Urteilen. Heute würde sich niemand mehr über den Dreck unter den Fingernägeln der Apostel auf einem Gemälde von Caravaggio (1571-1610) aufregen. Seine Zeitgenossen aber waren damals entsetzt, denn der vorgegebene Stil war der Manierismus, wo alle Realität negiert wurde. Dieser schöne Schein wurde von Caravaggio zu Recht durchbrochen.

Rogate-Frage: Wo und wie hilft uns Kunst in der Übersetzung biblischer Botschaften? Kennen Sie ein Beispiel?

Georg Maria Roers: Es geht heutzutage nicht mehr darum eine Bibel zu illustrieren. Dennoch stellen sich bei mir bestimmte Bilder ein, wenn ich zum Beispiel an Engel denke. Ohne die Zeichnungen der Engelsgestalten von Paul Klee (1879-1940) hätte ich vermutlich gar keine Vorstellung davon, was diese Wesen eigentlich sind: nämlich freundliche Begleiter im Leben eines Menschen. Oder denken wir an den Film von Wim WendersHimmel über Berlin (1987) mit Otto Sander als Engel Cassiel, nach einem Drehbuch unter anderem von Peter Handke. Es gibt kaum einen Künstler von Rang, der sich nicht irgendwie mit der Bibel, der Thora, dem Koran oder allgemeinen religiösen oder spirituellen Fragen auseinandergesetzt hat.

Rogate-Frage: Wo und wie hilft uns Kunst in der Übersetzung biblischer Botschaften? Kennen Sie ein Beispiel?

Georg Maria Roers: Im Berliner Dom konnte man dazu eine hervorragende Ausstellung besuchen. Sie trug den Titel „Du sollst dir (k)ein Bildnis machen„.

Jede Woche wurden die Bilder gewechselt. Mit einem Dauerticket konnte man also jede Woche neue Erfahrungen machen. Und darum geht es: Gotteserfahrungen können nur ganz konkret gemacht werden. Die klassischen Felder sind: Liturgie, Diakonie beziehungsweise Caritas, Martyrium und die Koinonia, also die Gemeinschaft. Auch das Feld der Kunst und Kultur gehört dazu. Wer sich mit der Kultur eines bestimmtes Landes beschäftigt, wird fast automatisch auf diese Fragen stoßen und zwar nicht nur in Europa. In anderen Kulturen sind es dann eben nicht christliche Mönche, sondern zum Beispiel buddhistische Mönche, die zu einem Leben in Askese und Bescheidenheit aufrufen. Papst Franziskus hat nicht umsonst für 2016 ein Jubiläum der Barmherzigkeit ausgerufen. Das gilt für die ganze Menschheit.

Rogate: Vielen Dank, Pater Roers, für das Gespräch!

Mehr Infos finden Sie hier: Erzbistumberlin.de

Weitere Freitagsfragen – und Antworten – finden Sie hier: Rogatekloster.de

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Willkommen zu unseren nächsten öffentlichen Gottesdiensten in der gastgebenden Zwölf-Apostel-Kirche, An der Apostelkirche 1, 10783 Berlin-Schöneberg:

  • Dienstag, 9. Februar 16 | 19:00 Uhr, Vesper „Vertrauen – so tun als ob“, Abendgebet in der Kapelle (Sakristei, linke Seite der Kirche, Außeneingang)
  • Donnerstag, 11. Februar 16 | 19:30 Uhr, Komplet in der Passionszeit, Nachtgebet in der Kapelle (Sakristei)
  • Dienstag, 16. Februar 16 | 19:00 Uhr, Passionsvesper „Lust – leben wollen“, Abendgebet in der Kapelle (Sakristei)
  • Donnerstag, 18. Februar 16 | 19:30 Uhr, Kreuzweg, Gebetsgang durch die Kirche
  • Dienstag, 23. Februar 16 | 19:00 Uhr, Vesper „Liebe – alles was zählt“, Abendgebet in der Kapelle (Sakristei)
  • Donnerstag, 25. Februar 16 | 19:30 Uhr, Komplet in der Passionszeit, Nachtgebet in der Kapelle (Sakristei)
  • Dienstag, 1. März 16 | 19:00 Uhr, Eucharistie „Brot und Liebe“, in der Kapelle (Sakristei)
  • Donnerstag, 3. März 16 | 19:30 Uhr, Andacht „Die sieben Worte Jesu am Kreuz“, in der Kapelle (Sakristei)
  • Dienstag, 8. März 16 | 19:00 Uhr, PassionsvesperGroßes Herz. Sieben Wochen ohne Enge“ mit Vikarin Tanja Pilger-Janßen, Zwölf-Apostel-Gemeinde
  • Donnerstag, 10. März 16 | 19:30 Uhr, Komplet in der Passionszeit, Nachtgebet in der Kapelle (Sakristei)

 

Seitenblick: Annäherungen auf dem Kirchhof.

Bald eröffnet: Annäherungen – Eine Kunstausstellung auf dem Alten Zwölf-Apostel-Kirchhof mit Werken von Michael Bork (Grafiker), Erol Eldem (Schlosser und Schweißer), Nina Krivitskaya (Bau-Ingenieurin), Hermann Löw (Fotograf) und Wilhelm Matenaar (Kunstmaler).

Fünf Künstler aus verschiedenen Fachbereichen stellen nach einer dreimonatigen Zusammenarbeit in den Räumen des Alten Zwölf-Apostel-Kirchhofs in Schöneberg zum Thema Kunst auf Friedhöfen aus.
 

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Ausstellungseröffnung am Freitag, 18. November 2011, 17.oo Uhr, Kolonnenstraße 24 – 25, Berlin-Schöneberg. Weitere Öffnungszeiten: Sonnabend, 19. November, und Totensonntag, 20. Novermber, 12.oo bis 17.oo Uhr. Montag bis Donnerstag, 22. bis 25. November, 9.oo bis 16.oo Uhr und Freitag, 26.11., 9.oo bis 14.oo Uhr. Der Eintritt ist frei. Das Plakat zur Ausstellung finden Sie hier.

Seitenblick: Kunstaktion in der Zwölf-Apostel-Kirche.

Derzeit ist in der Zwölf-Apostel-Kirche eine kleine Kunstaktion einer externen Künstlerin zu sehen: Eine „Schriftrolle“ wird von der Decke zur Kanzel geführt.

Ein direkter Eindruck ist möglich in unseren nächsten Gottesdiensten:

Dienstag, 16. August, 19.oo Uhr, Vesper.

Donnerstag, 18. August, 20.oo Uhr, Rosenkranz-Andacht.

Sonnabend, 20. August, 12.oo Uhr, Mittagsgebet.

Dienstag, 23. August, 19.oo Uhr, Vesper am Abend vor dem Tag des Apostels Bartholomäus.