Interreligiöse Ausstellung zum Monat der Diakonie: „Glaube, Liebe, Hoffnung“ im Rogate-Kloster

Zum Monat der Diakonie 2019 sind in der Schöneberger Zwölf-Apostel-Kirche in Berlin-Schöneberg Bilder und Exponate eines interreligiösen Ausstellungsprojektes zu sehen. Über 180 Fotomotive und Texttafeln dokumentieren die religiöse Vielfalt einer Stadt am Beispiel von Wilhelmshaven sowie das Verbindende der verschiedenen Religionsgemeinschaften und deren Gemeinden im Alltag. Ziel ist die Verständigung zwischen den Angehörigen verschiedener Weltanschauungen sowie das Motto des Diakonie-Monats „Haltung zeigen. Zusammenhalt fördern“.

Der Fotograf Arne Schulz hatte für das Ausstellungsprojekt im Sommer an der Nordsee verschiedene Orte religiöser Praxis aufgesucht und seine Eindrücke mit beeindruckenden Bildern festgehalten. Beispielsweise ist das Leben von Schwestern des Schönstattordens, einer buddhistischen Meditation oder vietnamesische Migranten im Gebet zu sehen. Texte beschreiben zudem Alltag, Ritus, Orte, Kleidung, Klang und Leben der verschiedenen Glaubenswelten.

Ausstellung im Rogate-Kloster (Bild: Marcel Talartsik)

Ausstellungsort ist das Rogate-Kloster in der Zwölf-Apostel-Kirche, An der Apostelkirche 1, Berlin-Schöneberg. Öffnungszeiten sind sonnabends, 11:00 bis 15:00 Uhr, sowie vor und nach den Gottesdiensten. Bis zum 13. Oktober ist die Ende September mit einem Gottesdienst eröffnete Schau zu sehen. Der Eintritt ist frei. Kirchengemeinde und Rogate-Kloster haben für die Ausstellung eine Kooperation verabredet.

Zudem wird als Teil des Projektes „(M)eine Sicht auf Wilhelmshaven“ gezeigt. Das integrative Bilderprojekt von Migranten und länger dort lebenden Menschen geht der Frage nach, wie verschieden Menschen auf ihre zum Teil neue Heimat sehen und leben. Als Schirmherr wurde der in Wilhelmshaven geborene Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses, Ralf Wieland, gewonnen.

Die Ausstellung „Glaube, Liebe Hoffnung – praxis pietatis“ ist ein Projekt der Arbeitsgemeinschaft „Religionenhaus Wilhelmshaven“ und des Demokratieinitiative „Wangerlandsofa? Hör mal zu!“ des Förderprogramms „MITEINANDER REDEN“ und aus der im Küstenmuseum Wilhelmshaven bis zum 15. September gezeigten Sonderschau „Wilhelmshaven glaubt. 150 Jahre religiöse Vielfalt an der Jade“ hervorgegangen. Die Schau wird gefördert vom Ev.-luth. Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven, Aktion Mensch, dem Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, der Volksbank Wilhelmshaven eG, der Ja-Wir-Stiftung, dem Diakonischen Werk Friesland-Wilhelmshaven, der Dr. Buhmann Stiftung und dem Rogate-Kloster Sankt Michael.

Erreichbar ist die Zwölf-Apostel-Kirche mit öffentlichen Verkehrsmitteln: über die U-Bahnhöfe: Kurfürstenstraße (U1) Nollendorfplatz (U1, U2, U3, U4). Oder per Bus: Kurfürstenstraße (M85, M48), Nollendorfplatz (M19, 187) und Gedenkstätte Dt. Widerstand (M29). Fahrrad- und PKW-Stellplätze vor dem Gemeindezentrum und in der Genthiner Straße. Adresse: An der Apostelkirche 1, Berlin-Schöneberg.

Integration und Kultur: Der Blick auf Wilhelmshaven – eine Intervention im Küstenmuseum

Bild aus der Ausstellung „Glaube, Liebe, Hoffnung. (M)eine Sicht auf Wilhelmshaven

Wilhelmshaven – „Interventionen“ nennen Museumsleute Aktionen, die bekannte Teile von Ausstellungen vorübergehend verändern. Vom 4. bis 23. Juni heißt es „Glaube, Liebe, Hoffnung. (M)eine Sicht auf Wilhelmshaven“ im Küstenmuseum Wilhelmshaven.

Zum Tag der Niedersachsen wird die Dauerausstellung des Museum durch diese Bilderausstellung erweitert und bietet so neue Blickwinkel auf diese Stadt.

Zehn Geflüchtete und zehn in Wilhelmshaven geborene bzw. schon länger hier lebende Menschen wurden von den Initiatoren aus dem Ev.-luth. Kirchenkreis, der Diakonie Friesland-Wilhelmshaven und dem Rogate-Kloster gebeten, sich mit einer Kamera auf den Weg zu machen. Ihre Bilder zeigen, was den Menschen wichtig ist, wie sie ihre Stadt sehen und was sie mögen.

Küstenmuseum Wilhelmshaven, Weserstraße 58, 26382 Wilhelmshaven-Südstadt

Öffnungszeiten: Dienstags bis Sonntags, 11.oo-17:oo Uhr (Februar-November)

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Willkommen zu unseren nächsten öffentlichen Gottesdiensten:

Willkommen am Sonntag Rogate.
  • Freitag, 24. Mai 2019|19:00 Uhr, Vesper (Abendgebet). Ort: Zwölf-Apostel-Kirche.
  • Sonntag, 26. Mai 2019|10:00 Uhr, Eucharistie am Sonntag Rogate. Orgel: Martin Küster. Musik: Eclectic Voices, London. Ort: Zwölf-Apostel-Kirche.
  • Mittwoch, 10. Juli 2019|19:00 Uhr, Politikerkanzel: „Was mich treibt?“. Liturgie: Bischof Thomas Adomeit, Oldenburg. und Br. Franziskus. Orgel: Kirchenmusikdirektor Thorsten Ahlrichs, Ganderkesee. Ort: Banter Kirche, Werftstr. 75, Wilhelmshaven-Bant. Bus-Line 2, Haltestelle „Banter Kirche“.
  • Mittwoch, 17. Juli 2019|19:00 Uhr, Politikerkanzel: „Was mich treibt?“. Orgel: Kirchenmusikdirektor Klaus Wedel, Jever. Ort: Banter Kirche, Werftstr. 75, Wilhelmshaven-Bant. Bus-Line 2, Haltestelle „Banter Kirche“.
  • Freitag, 19. Juli 2019|19:30 Uhr, ökumenischer Eröffnungsgottesdienst 27. lesbisch-schwules Stadtfest Berlin. Ort: Zwölf-Apostel-Kirche. Musik: Hauke Renken, Solo Vibraphon. Mitwirkende: Marian Moldenhauer (Präsident des Fecht-Clubs Grunewald Berlin e.V.), Ratsherr Florian Wiese (Wilhelmshaven).
  • Mittwoch, 24. Juli 2019|19:00 Uhr, Politikerkanzel: „Was mich treibt?“, Orgel: Stadtkantor Markus Nitt. Ort: Banter Kirche, Werftstr. 75, Wilhelmshaven-Bant. Bus-Line 2, Haltestelle „Banter Kirche“.