Willkommen: Gottesdienst für Mensch und Tier am Franziskustag

Das Rogate-Kloster lädt am Sonnabend, 3. Oktober 2020, zum traditionellen Gottesdienst für Mensch und Tier ein. Anlass ist der jährliche Gedenktag an den Heiligen Franziskus von Assisi, der als erster Tierschützer gilt. Der ökumensiche Gottesdienst beginnt um 15 Uhr in der Schöneberger Zwölf-Apostel-Kirche (An der Apostelkirche 1). Das Rogate-Kloster richtet seit 2011 regelmässig Tiersegnungsgottedienste aus.

Die Predigt hält in diesem Jahr Julia Enxing aus Dresden. In ihrer Forschung lässt sie sich die Theologieprofessorin herausfordern von Fragen wie dem Verhältnis von menschlichem zu tierischem Leben.

Der Gottesdienst wird musikalisch von Felicitas Eickelberg gestaltet. Sie wird die Orgel besonders leise und damit besonders tierfreundlich spielen. Beteiligt sind zudem Kreispfarrer Christian Scheuer, Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven, Pfarrvikarin Ruth Tuschling, Alt-katholische Gemeinde Berlin, und Bruder Franziskus vom Rogate-Kloster.

Prof. Dr. theol. Julia Enxing mit Lucy (Bild: Amac Garbe)

Die Predigerin: Prof. Dr. theol. Julia Enxing (Jg. 1983) studierte katholische Theologie und Philosophie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz sowie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Georgen, Frankfurt a. M., und promovierte 2012 an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. 2017 habilitierte sie an der Hochschule St. Georgen. Seit 2020 ist sie Professorin für Systematische Theologie an der Technischen Universität Dresden.

Termin: Sonnabend, 3. Oktober 2020 | 15:00 Uhr, Gottesdienst für Mensch und Tier zum Franziskustag. Predigt: Prof. Dr. Julia Enxing, Dresden. Liturgie: Kreispfarrer Christian Scheuer, Friesland-Wilhelmshaven, Pfarrvikarin Ruth Tuschling, Alt-katholische Gemeinde Berlin, und Bruder Franziskus, Rogate-Kloster. Grußwort: MdB Mechthild Rawert. Lektor*innen: Heide Grünefeld und Florian Wiese. Orgel: Felicitas Eickelberg. Ort: Zwölf-Apostel-Kirche Berlin-Schöneberg.

Corona-Pandemie: Der Gottesdienst findet unter Corona-Bedingungen statt: Die Namen und Anschriften müssen hinterlassen werden. Ein Mund-Nase-Schutz ist zu tragen. Im Gottesdienst darf im Sinne der Pandemie-Vorsorge derzeit nicht gesungen werden.

Zitat: Mein theologisches Nachdenken, Fragen, Sprechen und Schreiben ist ein gegenwartsinspirierter Prozess. Zweifel und Fragen des Lebendigen in dieser Zeit sind es, die mich zur (wissenschaftlichen) Reflexion anregen und zum Thema meiner Theologie werden.

Ich setze mich für eine Überwindung der Diskrepanz zwischen gedachter und gelebter Theologie ein. Dabei ist mir ein intensiver ökumenischer und internationaler Austausch besonders wichtig. Für mich ist Theologie ein partizipatives, inklusives, kritisches, lebensnahes, unabgeschlossenes und politisches Geschehen.

Als Theologin erhebe ich meine Stimme gegen rassistische, antisemitische, speziesistische und anderweitige Diskriminierungstendenzen.

Julia Enxing, Dresden

Jubiläum: Zehn Jahre Rogate-Kloster Sankt Michael zu Berlin

Es sollte ein großer ökumenischer Festgottesdienst mit Eucharistie und Ausstellung zum Monat der Diakonie werden, doch auch im Rogate-Kloster musste seit Beginn der Corona-Pandemie vieles ausfallen oder verschoben werden. Nun wird eine Eucharistie am Sonntag, 27. September 2020, an die Gründung der geistlichen Gemeinschaft vor zehn Jahren erinnern.

Bereits vor elf Jahren, am 9. September 2009, gründete sich die Vorgängerorganisation, die „Ökumenische Rogate-Initiative“ als Verein. Zwanzig Personen aus verschiedenen Kirchen und Initiativen taten sich zusammen, um insbesondere in Schöneberg regelmässig Gottesdienste miteinander zu feiern.

Aus der Gruppe heraus wurde am 29. September 2010 das Rogate-Kloster gegründet. Es ist seit Juni 2013 als geistliche Gemeinschaft Teil der Evangelischen Kirche Berlin–Brandenburg–schlesische Oberlausitz und seit dem 1. November 2016 vom Katholischen Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland anerkannt. Seit seiner Gründung ist das Kloster Mitglied im Verbund der Diakonie Berlin-Brandenburg-schlesiche Oberlausitz.

Die Rogate-Mitglieder wirken neben Berlin in verschiedenen Bundesländern wie Hessen, Baden-Württemberg, Sachsen und Niedersachsen (Friesland und Wilhelmshaven). Schwerpunkte des Engagement liegen dabei in innovativen Gottesdienstformaten wie der „Politikerkanzel“ oder Demokratieprojekten wie dem „Wangerlandsofa„.

Die stärkste Aufmerksamkeits des Kloster-Engagement erfahren der jährliche Eröffnungsgottesdienst zum Lesbisch-schwulen Stadtfest Berlin sowie die Gottesdienste für Mensch und Tier. Lange Jahre lag der inhaltliche Schwerpunkt in der Begleitung Trauernder und von Andachten für Menschen, die an keiner Trauerfeier teilnehmen konnten. Die Gemeinschaft hat als Ziel, einen Konvent gemeinsamen Lebens und Arbeitens zu entwickeln. Dafür sucht sie einen Ort.

Termin: Sonntag, 27. September 2020 | 10:00 Uhr, Eucharistie zum St. Michaelisfest und zum Monat der Diakonie. Orgel: Felicitas Eickelberg. Ort: Zwölf-Apostel-Kirche.

Aktuell: Mitgliederversammlung des Rogate-Klosters wählt neuen Vorstand

Prof. Dr. Markus Beckmann (Nürnberg) und Florian Wiese (Wilhelmshaven) sind neu in den Vorstand des Trägervereins des Rogate-Klosters Sankt Michael zu Berlin gewählt worden.

Die Mitgliederversammlung wählte einstimmig Gründungsmitglied Beckmann zum 2. Vorsitzenden und Wiese zum Schatzmeister des 2009 gegründeten Vereins. Wiese ist Ratsherr im Rat der Stadt Wilhelmshaven und gehört der SPD-Fraktion an. 1. Vorsitzender bleibt Br. Franziskus Aaron (Wilhelmshaven/Berlin). Durch die Neuwahl sind Dr. Christian Meier und Uta Willers-Urban (beide Berlin) aus dem Vorstand ausgeschieden. Beide waren zuvor zurückgetreten.

Das ökumenische Kloster ist seit 2013 durch die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und seit 2016 durch das Katholische Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland anerkannt. Es besteht aus einer geistlichen Gemeinschaft, die seit ihrer Gründung in Berlin und seit 2017 in Wilhelmshaven und Friesland mit Demokratie-, Sozial und Kulturprojekten aktiv ist, darunter die Formate „Warum wählen?“,  „Zehn Reden für die Stadt“ sowie die „Politikerkanzel: Was mich treibt.“ Rogate ist zudem in Friesland-Wilhelmshaven im Interreligiösen Dialog engagiert.

Rogate-Förderverein verlegt Sitz nach Wilhelmshaven

Der Förderverein des Rogate-Klosters Sankt Michael wird künftig in Wilhelmshaven seinen Sitz haben. Die Mitgliederversammlung hat einstimmig eine entsprechende Satzungsänderung beschlossen.

Hintergrund für die Entscheidung ist das seit 2017 zunehmende Engagement der Rogate-Klosters in der Region Friesland-Wilhelmshaven. Die Rogate-Gottesdienst-Reihen „Politikerkanzel: Was mich treibt“, „Zehn Reden für die Stadt“ oder das Demokratieprojekt „Wangerlandsofa? Hör mal zu!“ hatten u.a. Alt-Bundespräsident Christian Wulff sowie verschiedene Mitglieder des Bundestages und niedersächsische Landesminister als Redner in die Banter Kirche (Wilhelmshaven) gelockt. 

Das 2010 gegründete Rogate-Kloster selbst wird seinen Hauptsitz in Berlin behalten. Die Anerkennung als Einrichtung und Geistliche Gemeinschaft der Evangelischen Kirche-Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz ist an ein spirituelles Leben vor Ort gebunden. Es ist Mitglied im Verbund der Diakonie. Die Mehrzahl der Rogate-Mitglieder leben im Ostdeutschland, auch daher wird das Kloster regelmässige öffentliche Angebote in der Hauptstadt anbieten, ein Büro unterhalten und Gottesdienste feiern. Letzteres ist derzeit durch die Corona-Pandemie erheblich eingeschränkt.

Das ökumenische Kloster ist seit 2013 von der evangelischen Landeskirche und seit 2016 durch das Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland anerkannt.

Website: www.KlosterBerlin.de

Zehn Jahre Rogate-Eröffnungsgottesdienste: Grußwort von MdB Dr. Jan-Marco Luczak

Liebe CSD-Community, liebe Freunde und Wegbegleiter des Rogate-Klosters, lieber Bruder Franziskus,

in diesem Jahr ist alles ein wenig anders, aber anders sein ist – wie ich finde –  völlig OK. Um Anderssein, um Vielfalt und dessen Akzeptanz und das gemeinsame Kennenlernen des Anderen wäre es beim diesjährigen 28. schwul-lesbischen Stadtfest in Berlin gegangen.

Bis heute hat sich das Fest zu einem der größten Pride-Straßenfeste in Europa etabliert. Jedes Jahr lockt es rund 350.000 Besucher aus der ganzen Welt an. Das ist ein starkes Signal für Offenheit und Toleranz.

Es zeigt, dass buntes vielfältiges Leben – wofür Berlin und insbesondere Schöneberg steht – etwas Wunderbares ist und dass man friedlich gemeinsam miteinander feiern kann. Vielfalt macht unsere Welt interessanter, bunter, lebendiger und spannender. Vielfalt bereichert.

Leider sehen das immer noch nicht alle so. Erst im vergangenen Monat mussten wir in Berlin miterleben, dass es bei einer Pride-Demo wieder zu homophoben Übergriffen und Beleidigungen gekommen ist. Deswegen ist es so wichtig, dass wir immer wieder ein Zeichen für die Vielfalt, für Offenheit, für Akzeptanz und Toleranz setzen.

Der ökumenische Gottesdienst, traditionell zur Eröffnung des schwul-lesbischen Stadtfestes, das ist ein solches, starkes Zeichen, welches wir in die Gesellschaft hinaustragen. An diesem Gottesdienst beteiligen sich Intersexuelle, Baptisten, Lesben, Lutheraner, Schwule, römische und Alt-Katholiken, Bisexuelle, Reformierte, Queere, Ordensleute, Trans*, Mitglieder aus fremdsprachigen Gemeinden, und viele viele mehr ….

Ich finde, gerade das ist ein Sinnbild für Vielfalt, Toleranz und Offenheit, die wir leben und lieben. Und heute, vor fast genau zehn Jahren, wurde dieses konfessionsübergreifende Projekt, dieser ökumenische Gottesdienst,
vom Rogate-Kloster ins Leben gerufen. Das hat, wie ich weiß, viel Kraft und auch viel Mut gekostet.

Es mussten viele Widerstände überwunden werden, denn gerade in traditionell geprägten Lebensbereichen wie der Religion treffen Veränderungen und Anderssein nicht immer sofort auf fruchtbaren Boden.

Sie, lieber Bruder Franziskus, Sie waren der Spiritus Rector des Ganzen. Sie haben mit viel Mut, mit viel Leidenschaft, diese Widerstände, die es gab, überwunden.

Sie haben für Akzeptanz und Toleranz gekämpft und sich konsequent gegen Homo- und Transphobie eingesetzt. Ihr Mut und ihr Engagement haben viel bewegt. Sie haben den ökumenischen Gottesdienst zu dem gemacht, was er heute ist: Ein treuer und fester Wegbegleiter des Stadtfestes. Einen Ort, wo Vielfalt über viele Grenzen hinweg verbindet und nicht spaltet.

Dafür möchte ich Ihnen danken und meine tiefe Anerkennung aussprechen. Dieser ökumenische Gottesdienst schafft jedes Jahr aufs Neue einen ganz besonderen Ort der Harmonie, des Zusammenseins und des Dazugehörens. Einen Ort, wo Vielfalt über viele Grenzen hinweg verbindet und nicht spaltet.

Wir werden ihn in diesem Jahr – zum zehnjährigen Jubiläum – ganz besonders vermissen, aber keinesfalls vergessen. Wir werden die wichtige Botschaft, die von ihm ausgeht, diese Botschaft von Toleranz, von Offenheit und christlicher Nächstenliebe auch weiter gemeinsam nach außen tragen, bis wir im nächsten Jahr hoffentlich wieder zusammenkommen können und auch wieder gemeinsam Andacht halten, beten, singen und ein Fest voller Nächstenliebe und Vielfalt feiern können.

In diesem Sinne, meinen herzlichen Dank, bleiben Sie gesund und auf bald,

Ihr Jan-Marco Luczak, Mitglied des Deutschen Bundestages, CDU

Rogate-Gottesdiensttradition: Ein Beispiel aus dem Jahr 2011.

Angesichts der Corona-Pandemie können wir leider keine verlässlichen Angaben machen, wann wir wieder zu Rogate-Gottesdiensten und Veranstaltungen einladen können.

Eine Auswahl der geplanten Rogate-Termine:

Zehn Jahre Rogate-Eröffnungsgottesdienste: Grußwort von Pfarrer Sebastian Wolfrum

Liebe Geschwister aus dem Rogate-Kloster in Berlin,

ich gratuliere euch herzlich zum zehnjährigen Bestehen der Gottesdienste zum lesbisch-schwulen Stadtfest in Berlin.

„Wenn ich ein Engel wäre …“ in diesem Jahr seid ihr dazu kreativ und ganz anders unterwegs. Ganz wie die biblischen Engel sich nicht von Mauern und unsichtbaren Hindernissen abhalten lassen, ihre Arbeit zu tun, so findet ihr Wege, Engel zu sein für die vielen queeren Menschen in der Stadt. Sichtbar sein, mutig laut werden, einstehen, davon konnte euch vor zehn Jahren Drohung und Gewalt nicht abhalten – was kann euch da ein Virus tun?  Es bringt euch zusammen und lässt euch kreativ werden.

Ich grüße auch mit den „Seligpreisungen queer.0“, aus dem Gottesdienst von 2019.

Euer Sebastian Wolfrum, Pfarrer aus Veitshöchheim
Pfarrer Sebastian Wolfrun (Bild: privat)
  • Selig sind, die zu sich selbst gefunden haben, denn Gott hat sie so gemacht.
  • Selig sind, die Gottes Vielfalt trauen, denn ihre Phantasie und Kreativität wird Tag für Tag genährt.
  • Selig sind, die sich nicht unterkriegen lassen von den Windungen und Brüchen des Lebens, Gott verspricht ihnen: ich bin bei dir.
  • Selig sind, die den Mund auftun für die Stummen. Denn durch ihr Handeln werden andere sichtbar.
  • Selig seid ihr, die ihr euch zeigt und die ihr laut seid, denn andere finden durch euch Frieden.
  • Selig seid ihr, die ihr Geschwisterliebe queerbunt praktisch lebt und dafür einsteht. Denn Gott lebt mitten unter euch.
  • Mögen Engel euch weiterhin begleiten, beflügeln und behüten.

Zehn Jahre Rogate-Eröffnungsgottesdienste: Grußwort von MdB Renate Künast

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Pressespiegel: „Demokratie – nie selbstverständlich“

Nordwest-Zeitung

Hooksiel – Das rote Sofa aus dem Diakonie-Kaufhaus hat extra einen neuen Bezug erhalten – zwölfmal sollen Gäste darauf im Walter-Spitta-Haus Hooksiel Platz nehmen. Den Anfang im Demokratie-Projekt „Wangerlandsofa“ des Rogate-Klosters Berlin gemeinsam mit Diakonie, evangelisch-lutherischer Gemeinde und katholischer Erwachsenenbildung machten am Donnerstagabend Landrat Sven Ambrosy und Bürgermeister Björn Mühlena.“

Den Artikel „Demokratie – nie selbstverständlich“ vom 26. Oktober 2019 von Melanie Hanz finden Sie hier.

Nordwest-Zeitung

Hooksiel – Wie halten wir unsere Gesellschaft zusammen? Wo und wie können wir über Themen miteinander diskutieren und uns – respektvoll und offen – die Meinung sagen? Und wo entwickeln wir neue Ideen und verabreden uns, um Visionen wahr werden zu lassen? Diese Fragen haben das ökumenische Rogate-Kloster St. Michael in Berlin, das Diakonische Werk Friesland und die ev. Kirchengemeinde Hooksiel dazu bewogen, das „Wangerland-Sofa“ aufzustellen.“

Den Artikel „Gespräche auf dem roten Sofa“ vom 24. Oktober 2019 von Melanie Hanz finden Sie hier.

Wilhelmshavener Zeitung

„Hooksiel/WAN – „Bestens ausgefragt“ fühlten sich Frieslands Landrat Sven Ambrosy und der Wangerländer Bürgermeister Björn Mühlena nach zwei Stunden auf dem roten Sofa. Sie waren die ersten Gäste auf dem „Wangerlandsofa“, einem Demokratie-Projekt, das in Wilhelmshaven in vergleichbarer Form bereits Publikumserfolge feierte (die WZ berichtete). Wie dort war es auch hier Bruder Franziskus vom ökumenischen Rogate-Kloster St. Michael, der am Donnerstagabend als Moderator im Walter-Spitta-Haus in Hooksiel fungierte.“

Den Artikel „Politiker müssen auf die Couch“ finden vom 26. Oktober 2019 Sie hier.

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Willkommen zu den nächsten Veranstaltungen des Projektes „Wangerlandsofa? Hör mal zu!“:

Pressespiegel: „Eine Welle der Solidarität in Wilhelmshaven und Friesland“

Jeverisches Wochenblatt

„WILHELMSHAVEN/JEVER – Nach dem Angriff auf die Synagoge in Halle zeigten sich die Menschen in Friesland und Wilhelmshaven am Donnerstag solidarisch mit der jüdischen Gemeinschaft. Mehr als 200 waren Donnerstagabend 19 Uhr dem Aufruf des Ev.-luth. Kirchenkreises Friesland-Wilhelmshaven und des Rogate-Klosters Sankt Michael gefolgt und fanden sich zu einer Kundgebung auf dem Synagogenplatz in Wilhelmshaven zusammen.“

Den Artikel von Annette Kellin aus dem „Jeverischem Volksblatt“ vom 11. Oktober 2019 finden Sie hier.

Wilhelmshavener Zeitung

„Wilhelmshaven – Menschen aus Wilhelmshaven und dem Landkreis Friesland haben gestern Abend ein Zeichen gegen den Terror und für Solidarität gesetzt. „Der Anschlag in Halle ist ein Angriff auf uns alle, auf unser Leben und unsere Demokratie“, sagte der Initiator der spontanen Gedenkfeier, Br.Franziskus vom Rogate-Kloster Sankt Michael. Dem spontanen, im wesentlichen über die sozialen Medien verbreiteten Aufruf von Br. Franziskus und dem ev.-luth. Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven waren an die 200 Bürger gefolgt.“

Den Artikel von Chefredakteur Gerd Abeldt aus der „Wilhelmshavener Zeitung“ vom 11. Oktober 2019 finden Sie hier.

Radio Jade

„[Wilhelmshaven/Halle] Nach dem Angriff auf die Synagoge in Halle wird es in Wilhelmshaven heute (10.10.) eine Solidaritätsveranstaltung geben. Organisiert wird das Treffen vom Ev.-luth. Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven und dem Rogate-Kloster Sankt Michael. Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Kommt und zeigt Haltung!“ und wird von verschiedenen Menschen und Organisationen unterstützt.“

Die Meldung „Region will Solidarität zeigen“ von Radio Jade finden Sie hier.

NDR

„Auch in Wilhelmshaven und Oldenburg wollten Menschen Kerzen anzünden und gemeinsam der Opfer des Anschlags in Halle gedenken. „

Die Meldung „Hunderte Menschen bei Mahnwache in Hannover“ vom NDR finden Sie hier.

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Willkommen zu unseren öffentlichen Gottesdiensten und Veranstaltungen:

  • Sonnabend, 12. Oktober | 11:00 bis 15:00 Uhr, offene Zwölf-Apostel-Kirche: Unsere Ausstellung „Glaube, Liebe Hoffnung – praxis pietatis“ zum Monat der Diakonie ist zu sehen. Ort: Zwölf-Apostel-Kirche.
  • Sonntag, 13. Oktober | 10:00 Uhr, Mitwirkung des Rogate-Klosters (Br. Franziskus) im Zwölf-Apostel-Gemeindegottesdienst. Unsere Ausstellung „Glaube, Liebe Hoffnung – praxis pietatis“ zum Monat der Diakonie ist im Anschluss zu sehen. Liturgie: Pfarrer Burkhard Bornemann. Ort: Zwölf-Apostel-Kirche.
  • Montag, 14. Oktober 2019 | 19:00 Uhr, Mitgliederversammlung des Trägervereins. Ort: Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde, Mitarbeitendenraum.
  • Donnerstag, 24. Oktober 2019 | 19:00 Uhr, Eröffnung „Wangerlandsofa? Hör mal zu!“ mit Landrat Sven Ambrosy und Bürgermeister Björn Mühlena. Ort: Walter-Spitta-Haus, Lange Straße 60, 26434 Hooksiel.

Grußwort: Bürgermeister Uwe Reese begrüßt Bischof Matthias Ring

Folgendes Grußwort hat Wilhelmshavens Bürgermeister Uwe Reese am Donnerstag, 12. September 2019, im Küstenmuseum Wilhelmshaven gesprochen. Er begrüßte Bischof Dr. Matthias Ring. Dieser hielt den Vortrag „Frieden und Toleranz in der Alt-katholischen Kirche„.

„Das 150jährige Stadtjubiläum, das wir ganzjährig feiern, hat einiges in Wilhelmshaven verändert. Nach meiner Wahrnehmung ist bei der Fülle von Veranstaltungen ein „Wilhelmshaven-Gefühl“ entstanden. Die Bürgerinnen und Bürger sind zusammen gerückt.

So viele positive Reaktionen zu dem Geschehen in unserer Stadt habe ich noch nie erlebt, und ich lebe immerhin schon seit mehr als 70 Jahren in meiner Geburtsstadt Wilhelmshaven.

Mit der Ausstellung „Wilhelmshaven glaubt. 150 Jahre religiöse Vielfalt an der Jade““ und der „Politikerkanzel: Was mich treibt“ demonstrieren die Kirchen in unserer Stadt die ökumenische Vielfalt in beeindruckender Weise.

Ich bin mir sicher, dass Erleben der religiösen Vielfalt im Küstenmuseum entfaltet den erhofften nachhaltigen Effekt zu mehr Toleranz im Miteinander der Religionen.

Bruder Franziskus, das muss jetzt sein, Sie sind der Motor der Aktivitäten. Dafür spreche ich Ihnen meine Hochachtung aus und verbinde das mit dem Dank im Namen von Rat und Verwaltung der Stadt für ihr außergewöhnliches Engagement, das ich bei der Eröffnung der Ausstellung „Wilhelmshaven glaubt.“  live erleben durfte. Sie haben praktisch bis zur Begrüßung gewerkelt, um die Exponate ins rechte Licht zu rücken.

Heute Abend hören wir den letzten Vortrag im Kontext der Ausstellung „Wilhelmshaven glaubt“. Ihr Referat, Herr Bischof, „Frieden und Toleranz in der Alt-katholischen Kirche“ bildet den Abschluss einer Vortragsreihe mit diversen Einblicken in verschiedene Religionen und Konfessionen.

Ich darf sie ganz herzlich im Namen von Rat und Verwaltung  der Stadt Wilhelmshaven begrüßen. Kennen gelernt haben wir uns bereits gestern Abend in der Banter Kirche, in der Sie bei der Veranstaltung „Politikerkanzel“ mitgewirkt haben.

Liberales Judentum, reformierte Theologie, Buddhismus oder der Blick in die Geschichte Wilhelmshavens – alles fand Platz in einem spannenden Reigen hoch interessanter Vorträge in Hörweite der Sonderschau „Wilhelmshaven glaubt.“.

Ihr Vortrag, Herr Bischof, schließt den Reigen der die Sonderschau begleitenden Veranstaltungen. Wir alle sind gespannt auf ihre Ausführungen zu Frieden und Toleranz in der Alt-katholischen Kirche, deren amtlicher Name Katholisches Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland lautet. Das Bistum ist eine selbständige katholische Kirche innerhalb der Utrechter Union der Altkatholischen Kirchen, und Sie wurden am 20. März 2010 in der evangelischen Stadtkirche in Karlsruhe in ihr Amt eingeführt.

Herr Bischof Dr. Ring, Sie haben bereits gestern Abend in der Banter Kirche mit gewirkt bei der Sommerreihe „Politikerkanzel: Was mich treibt“, bei der der SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil eindrucksvoll schilderte, was ihn treibt, Politik zu machen.

Sie haben sich in Wilhelmshaven aber auch informiert über das mittlerweile mehrjährige Engagement des Rogate-Klosters in unserer Stadt und dabei mit Verantwortlichen von Kirche und Diakonie Gespräche geführt.

In Wilhelmshaven gibt es einen Arbeitskreis um Bruder Franziskus, der sich mit der Idee „House of One“ nach Berliner Vorbild beschäftigt.

Deshalb freuen wir uns in Wilhelmshaven besonders über ihren Besuch, signalisieren Sie damit doch ihre Unterstützung für die Arbeit der Arbeitsgemeinschaft Religionenhaus und ihr Interesse am Wirken des von ihrem Bistum anerkannten Rogate-Klosters.

Schließen will ich mit einem Zitat des 2007 verstorbenen deutschen Philosophen Carl-Friedrich-von Weizäcker: „Die Kirche hat nicht den Auftrag, die Welt zu verändern. Wenn Sie aber ihren Auftrag erfüllt, verändert sich die Welt“.

Für die Stadt Wilhelmshaven stelle ich fest – die Kirche hat im Jubiläumsjahr 2019 ihren Auftrag erfüllt.“

Bürgermeister Uwe Reese, Stadt Wilhelmshaven