Politikerkanzel Wilhelmshaven: Eröffnung mit Finanzminister Hilbers und Bischof Adomeit

Gestern Abend wurde in Anwesenheit von Bischof Thomas Adomeit die zehnteilige Gottesdienstreihe „Politikerkanzel: Was mich treibt.“ in der Banter Kirche eröffnet. Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers war der erste Redner. Er sprach von politischer Verantwortung, Vielfalt des Lebens, der Lust auf Zukunft und seinem persönlichem Glauben.

Eröffnung der Politikerkanzel mit (v.l.) Landtagsabgeordneten Holger Ansmann, Minister Reinhold Hilbers, Pastor Frank Moritz, Bischof Thomas Adomeit und Br. Franzikus (Bild: Florian Wiese)

„Der christliche Glaube ist ein fester Bestandteil meines Lebens. Er gibt mir Kraft, ist eine wichtige Stütze, gibt mir Halt und zeigt mir den Weg. Und man könnte sich nun fragen, ob sich der Glaube und politisches Wirken ausschließen. Ich kann dazu ganz klar sagen: Nein! Im Gegenteil! Politik und Glaube haben mehr Berührungspunkte als man denkt. Für mich sind mein christlicher Glaube und mein politisches Handeln fest verbunden. Ich lasse mich von den christlichen Werten leiten diese fließen natürlich auch in mein politisches Handeln ein.  

Wir Christen sind aufgerufen, uns in der Welt einzusetzen. Nicht nur an den Werten, auch am Praktizieren des Glaubens soll man uns erkennen. Auch an den Taten!“

Niedersachsens Finanzminiter Reinhold Hilbers in der „Politikerkanzel: Was mich treibt“ am 10. Juli 2019 in der Banter Kirche Wilhelmshaven

Die nächsten Termine der Politikerkanzel:

Einladung zum Vortrag: „Frieden und Toleranz im Humanismus“

Herzlich willkommen am Sonntag, 14. Juli, 15:00 Uhr, im Küstenmuseum Wilhelmshaven, Weserstraße 58. 

Am Sonntag wird Diplom-Soziologe Lutz Renken (49) wird den Humanismus als weltanschauliche Alternative zu den Religionen vorstellen und die herausragende Rolle der Religionsfreiheit für eine tolerante und friedliche Gesellschaft näher beleuchten. Sein Vortrag „Frieden und Toleranz im Humanismus“ findet im Rahmen der Ausstellung „Wihelmshaven glaubt. 150 Jahre religiöse Vielfalt an der Jade.“ im Küstenmuseum statt. 

Lutz Renken ist in Bad Zwischenahn aufgewachsen, wurde als Säugling getauft, als Jugendlicher konfirmiert und ist als Student aus der evangelischen Kirche ausgetreten. Als junger Familienvater ist er dann zum Humanismus gekommen, um seiner nichtreligiösen Haltung einen positiven Rahmen zu geben. 

Lutz Renken (Bild: HVD)

Der Eintritt ins Museum und für den Vortrag beträgt 7,- Euro, ermäßigt 5,- Euro. Es gibt eine Flatrate-Vortrags- und Museumskarte für alle 23 Veranstaltungen der Reihe für 22.-/17.- Euro. Anmeldung: Telefon 04421.40 09 40 oder per Mail kuestenmuseum@wilhelmshavenglaubt.de

Die Ausstellung „Wilhelmshaven glaubt.“ ist ein Projekt der AG „Religionenhaus Wilhelmshaven“ und des Demokratieprojektes „Wangerlandsofa? Hör mal zu!“ des Förderprogramms „MITEINANDER REDEN“. Sie wird gefördert von Aktion Mensch, vom Ev.-luth. Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven, dem Diakonischen Werk Friesland-Wilhelmshaven, der Dr. Buhmann Stiftung, der Ja-Wir-Stiftung und dem Rogate-Kloster Sankt Michael.

Das Rahmenprogramm „Frieden und Toleranz“ findet in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Erwachsenenbildung Niedersachsen (EEB) und der Katholischen Erwachsenenbildung Wilhelmshaven Friesland Wesermarsch e.V. (KEB) statt.

Ort: Küstenmuseum Wilhelmshaven, Weserstraße 58 | 26382 Wilhelmshaven. Eintritt: Karte für alle 21 Vortragsveranstaltungen der Reihe „Frieden und Toleranz“ zur Ausstellung (inkl. Jahreskarte für das Küstenmuseum): 22,00 € / ermäßigt 17,00 €. Einzeleintritt: Vortragsveranstaltungen / ermäßigt 7,00 € / 5,00 € (Eintritt in das Museum ist enthalten).

Grußwort von Oberbürgermeister Andreas Wagner zur Ausstellung „Wilhelmshaven glaubt.“

Heute, Freitagnachmittag, eröffneten wir im Küstenmuseum Wilhelmshaven die Ausstellung „Wilhelmshaven glaubt. 150 Jahre religiöse Vielfalt an der Jade.„. Über 90 Gäste waren der Einladung in die Kultureinrichtung gefolgt.

Oberbürgermeister Andreas Wagner hat uns folgendes Grußwort anlässlich des Ausstellungsbeginns übermitteln lassen:

Unter der Regie des 2018 gegründeten Arbeitskreises „Religionenhaus“ wurde anlässlich des 150. Stadtgeburtstages ein interreligiöses Ausstellungsprojekt zum Thema religiöse Vielfalt an der Jade ins Leben gerufen. Zum Arbeitskreis, der nach dem Vorbild des Berliner Projektes „House of One“ gegründet wurde, gehören Mitglieder des Rates und der Verwaltung der Stadt Wilhelmshaven sowie Vertreterinnen und Vertreter des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Friesland-Wilhelmshaven, der römisch- katholischen Kirchengemeinde St. Willehad, der Kreisdiakonie und des ökumenischen Rogate-Klosters.

In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Erwachsenenbildung Niedersachsen und der Katholischen Erwachsenenbildung Wilhelmshaven-Friesland-Wesermarsch wurde ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm auf die Beine gestellt. Mit Vorträgen, Bildern und Kultgegenständen setzt man sich mit dem Wirken der unterschiedlichen Religionen in der 150-jährigen Stadtgeschichte und deren Rolle für das Zusammenleben in der Stadt auseinander. Zentrales Anliegen ist es, für Frieden und Toleranz zu werben und zum Abbau von Vorurteilen beizutragen. Oder, um es mit anderen Worten auszudrücken, gelebte Vielfalt der Einfalt entgegenzusetzen. Auch wenn die gesellschaftliche, kulturelle und religiöse Vielfalt zunehmend anerkannt wird, müssen sich alle Religionen nach wie vor vielfältigen Herausforderungen stellen. In Wilhelmshaven wird Vielfalt gelebt und das Miteinander gestaltet.

Hier zeigt sich einmal mehr, welch unterschiedliche Facetten sich in der Jadestadt verbergen und durch die zahlreichen Aktionen zum Stadtgeburtstag ans Licht kommen!

Ich danke allen, die zum Gelingen dieser Ausstellung beigetragen haben. In diesem Sinne wünsche ich einen guten Verlauf, viele fruchtbare Begegnungen und neue Erkenntnisse!

Andreas Wagner, Oberbürgermeister
Ausstellung „Wilhelmshaven glaubt. 150 Jahre religiöse Vielfalt an der Jade.

Einladung zum Vortrag: „Jüdisches Leben und Gedenkkultur in Wilhelmshaven aus evangelischer Sicht“.

Willkommen zum Vortrag „Jüdisches Leben, die Synagoge und Gedenkkultur in Wilhelmshaven aus evangelischer Sicht“.

Im Rahmen der Ausstellung „Wilhelmshaven glaubt. 150 Jahre religiöse Vielfalt an der Jade.“ wird am Donnerstag, 11. Juli, Pastor Frank Moritz einen Vortrag zu „Jüdisches Leben, die Synagoge und Gedenkkultur in Wilhelmshaven aus evangelischer Sicht“ halten. Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr im Küstenmuseum Wilhelmshaven, Weserstraße 58.

Pastor Frank Moritz (Bild: Banter Kirche)

Der Referent: Pastor Frank Moritz, geboren 1959, ist seit 1988 Pastor in der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Bant. Er ist Mitglied im Arbeitskreis “Historisches Gedenken in Wilhelmshaven”.

Anmeldung: Für die Teilnahme an Veranstaltungen des Rahmenprogramms bitten wir um Anmeldung: Telefon 04421.40 09 40 oder per Mail kuestenmuseum@wilhelmshavenglaubt.de

Eintritt: Es wird eine Vortrags-Flatrate-Karte für alle 21 Veranstaltungen der Reihe „Frieden und Toleranz“ angeboten. Diese kostet 22,00 Euro (ermäßigt 17,00 Euro). Darin enthalten ist eine Jahreskarte für das Küstenmuseum. Der Einzeleintritt beträgt bei Vortragsveranstaltungen 7.- Euro / ermäßigt 5 Euro.

Informationen: wilhelmshavenglaubt.de

Das Rahmenprogramm „Frieden und Toleranz“ findet in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Erwachsenenbildung Niedersachsen (EEB) und der Katholischen Erwachsenenbildung Wilhelmshaven Friesland Wesermarsch e.V. (KEB) statt.

Die Ausstellung „Wilhelmshaven glaubt.“ ist ein Projekt der AG „Religionenhaus Wilhelmshaven“ und des Demokratieprojektes „Wangerlandsofa? Hör mal zu!“ des Förderprogramms „MITEINANDER REDEN“. Sie wird gefördert vom Ev.-luth. Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven, dem Diakonischen Werk Friesland-Wilhelmshaven, der Dr. Buhmann Stiftung und dem Rogate-Kloster Sankt Michael.

Gefunden: „100 MITEINANDER REDEN“- Projekte für politische Bildung auf neuen Wegen in ländlichen Räumen

Bonn, 13. Juni 2019

Aus über 300 eingesendeten Projekte wurden nach Durchlauf eines zweistufigen Wettbewerbsverfahrens 100 innovative Dialogprojekte in die Förderung des neuen politischen Bildungsprogramms „MITEINANDER REDEN Gespräche gestalten –Gemeinsam handeln (2018-2020)“ aufgenommen. Das Rogate-Kloster ist mit dem Projekt „Wangerlandsofa? Hör mal zu!“ in die finale Auswahl gekommen.

Gesucht wurden Ideen und Vorhaben, die mit dazu beitragen das respektvolle und wertschätzende Miteinander, die Kommunikation und Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen in die lokale Gemeinschaft zu stärken und neue analoge Dialogformate in kontroversen Aushandlungsprozessen zu entwickeln und auszuprobieren.

Die Projekte in unterschiedlicher Größenordnung, verteilen sich über alle Bundesländer wie folgt: Baden Württemberg (8), Bayern (10), Berlin (3), Brandenburg (18), Hessen (3), Mecklenburg-Vorpommern (10), Niedersachsen (17), Nordrhein-Westfalen (6), Rheinland-Pfalz (3), Saarland (1), Sachsen (10), Sachsen-Anhalt (3), Schleswig-Holstein (5) und Thüringen (3).

Thematisch und inhaltlich spiegeln die Projekte die Herausforderungen der Zukunftsgestaltung in ländlichen Räumen. Angesicht des Wandels werden u.a. Fragen zur Transformation, Digitalisierung, Leerstand, Vereinssterben, Demographie, Migration und Integration, Mobilität oder Umweltschutz gestellt. Aber auch Geschichte und Erinnerungskultur, Heimatverständnis, Identitätssuche sowie Rassismus und Ausgrenzung sind Themen,die in den Projekten verhandelt werden. Ergänzend zur thematischen Brandbreite sind auch die eingesetzten Formate sehr vielfältig.

Die Umsetzung erfolgt in Arbeitsgruppen, Gesprächskreisen, Bürger*innenbefragungen, Stammtischen, Exkursionen, gemeinsame Essen, kulturelle -künstlerische -, mediale Formate, Vortrag bzw. Podiumsveranstaltungen, Workshops, Fortbildungen und Beratungen. Neben der finanziellen Förderung bietet das Programm Unterstützung durch einen Pool an Prozessbegleiter*innen sowie ein begleitendes Weiterbildungs- und Kompetenzförderungsprogramm für alle Projektträger an. Das erste zweitägige Netzwerk- und Qualifizierungstreffen findet seit heute in Bad Salzdetfurth statt.

MITEINANDER REDEN – Gespräche gestalten –Gemeinsam handeln ist ein Ideenwettbewerb und Weiterbildungsangebot für Akteure in ländlichen Räumen, initiiert und finanziert von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), unterstützt vom Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten, vom Deutschen Städte- und Gemeindebund, von der Deutschen Vernetzungsstelle Ländliche Räume und vom deutschen Volkshochschul-Verband, realisiert von der Bildungsagentur labconcepts.