Stadtfest Berlin 2019: Willkommen zum Eröffnungsgottesdienst „Seligpreisung queer.0“

Willkommen am Freitag, 19. Juli 2019|19:30 Uhr, zu einem ökumenischen Eröffnungsgottesdienst zum 27. lesbisch-schwules Stadtfest Berlin in der Zwölf-Apostel-Kirche.

Es predigt Pfarrer Sebastian Wolfrum aus Veitshöchheim.

Musik: Hauke Renken, Solo Vibraphon. Orgel: Felicitas Eickelberg.

Mitwirkende: Bürgermeister und Kultursenator Dr. Klaus Lederer (Die Linke), MdB Sven Lehmann (Bündnis 90/Die Grünen), Marian Moldenhauer (Präsident des Fecht-Clubs Grunewald Berlin e.V.), Ratsherr Florian Wiese (Wilhelmshaven), Michael Feitel, Andrea Fleischer, Uta Willers-Urban und Dr. Christian Meier.

Politikerkanzel am Mittwoch mit MdB Amira Mohamed Ali

Am Mittwoch, 17. Juli, 2019, 19:00 Uhr, findet die zweite Politikerkanzel in der Banter Kirche Wilhelmshaven statt.

Zu Gast ist die Bundestagsabgeordnete Amira Mohamed Ali aus Oldenburg. Sie ist gläubige Muslima und tierschutzpolitische Sprecherin der LINKEN im Bundestag.

Bundestagsabgeordnete Amira Mohamed Ali (Bild: Michael Jungblut)

Die zehnteilige Gottesdienstreihe, veranstaltet vom Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven, dem Rogate-Kloster Sankt Michael und der Evangelischen Erwachsenenbildung Niedersachsen, geht der Frage nach der Motivation politisch Engagierter nach.

Die Andacht wird geleitet von Br. Franziskus. Kreiskantor Klaus Wedel spielt die Orgel. Im Anschluss wird zum Gespräch im Gemeindehaus eingeladen.

Informationen: Politikerkanzel.de

Grußwort vom Liberal Islamischen Bund für die Ausstellung „Wilhelmshaven glaubt. 150 Jahre religiöse Vielfalt an der Jade.“

Die Erste Vorsitzende des Liberal Islamischen Bundes e.V., Odette Amira Yilmaz, hat uns folgendes Grußwort für die Ausstellung „Wilhelmshaven glaubt. 150 Jahre religiöse Vielfalt an der Jade.“ übermitteln lassen:

Odette Amira Yilmaz, Erste Vorsitzende des Liberal Islamischen Bundes e.V. (Bild: LIB e.V.)

Der Frieden sei mit euch und die Barmherzigkeit Gottes und sein Segen…

…mit diesem traditionellen Gruß des Islam begrüßen wir unsere Geschwister – die im Glauben und die in der Menschlichkeit.

Frieden und Barmherzigkeit sind zentrale islamische und menschliche Werte, die Barmherzigkeit Gottes ist Seine meisterwähnte Eigenschaft im Koran, Muslim*innen weltweit beginnen möglichst jede Tat mit der Basmala – „Im Namen Gottes, des Allerbarmers, des Barmherzigen“.

Mit der gleichen Barmherzigkeit, die Gott uns gewährt, sollten wir auch all unseren Mitmenschen begegnen. Nur, wenn wir zusammenhalten und gemeinsam für das Gute einstehen, wird es uns gelingen, diese Welt für unsere Kinder und Kindeskinder zu einem besseren, friedlichen Ort zu machen. Dabei ist es unabdingbar, miteinander zu sprechen, einander zu achten und auf Augenhöhe zu begegnen – und dabei auch der Vielfalt Raum zu geben. Der Prophet Muhammad (der Segen Gottes sei mit ihm und seiner Familie) soll gesagt haben, Vielfalt selbst sei eine Gnade Gottes – als solche sollten wir alle sie wahrnehmen und schätzen.

Wir sind dankbar, Teil eines Projektes zu sein, das sich das Ziel gesetzt hat, religiöse Vielfalt und ihr Potential sichtbar zu machen, Menschen dazu zu bringen, miteinander zu sprechen und einander kennenzulernen – in der Verschiedenheit wie auch in all dem, das uns eint. Mögen uns stets der Glaube an das Gute und der Wille, Gutes zu tun, verbinden – denn der Weg Gottes ist der von Güte und Barmherzigkeit. Und so möchte ich schließen mit einem Vers einer Sure, die nach einem Propheten benannt ist, den zahlreiche Glaubensgemeinschaften gleichermaßen ehren: dem Stammvater Abraham (der Segen Gottes sei mit ihm):

Und diejenigen, die da glauben und gute Werke tun, werden in Gärten eingeführt werden, durch die Bäche fließen, um mit der Erlaubnis ihres Herrn ewig darin zu wohnen. Ihr Gruß dort wird lauten: „Friede!“  (14:23)

Odette Amira Yilmaz, Erste Vorsitzende des Liberal Islamischen Bundes e.V.
Bis zum 15. September ist die Ausstellung „Wilhelmshaven glaubt. 150 Jahre religiöse Vielfalt an der Jade.“ im Küstenmuseum Wilhelmshaven zu sehen.

Politikerkanzel Wilhelmshaven: Eröffnung mit Finanzminister Hilbers und Bischof Adomeit

Gestern Abend wurde in Anwesenheit von Bischof Thomas Adomeit die zehnteilige Gottesdienstreihe „Politikerkanzel: Was mich treibt.“ in der Banter Kirche eröffnet. Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers war der erste Redner. Er sprach von politischer Verantwortung, Vielfalt des Lebens, der Lust auf Zukunft und seinem persönlichem Glauben.

Eröffnung der Politikerkanzel mit (v.l.) Landtagsabgeordneten Holger Ansmann, Minister Reinhold Hilbers, Pastor Frank Moritz, Bischof Thomas Adomeit und Br. Franzikus (Bild: Florian Wiese)

„Der christliche Glaube ist ein fester Bestandteil meines Lebens. Er gibt mir Kraft, ist eine wichtige Stütze, gibt mir Halt und zeigt mir den Weg. Und man könnte sich nun fragen, ob sich der Glaube und politisches Wirken ausschließen. Ich kann dazu ganz klar sagen: Nein! Im Gegenteil! Politik und Glaube haben mehr Berührungspunkte als man denkt. Für mich sind mein christlicher Glaube und mein politisches Handeln fest verbunden. Ich lasse mich von den christlichen Werten leiten diese fließen natürlich auch in mein politisches Handeln ein.  

Wir Christen sind aufgerufen, uns in der Welt einzusetzen. Nicht nur an den Werten, auch am Praktizieren des Glaubens soll man uns erkennen. Auch an den Taten!“

Niedersachsens Finanzminiter Reinhold Hilbers in der „Politikerkanzel: Was mich treibt“ am 10. Juli 2019 in der Banter Kirche Wilhelmshaven

Die nächsten Termine der Politikerkanzel:

Einladung zum Vortrag: „Frieden und Toleranz im Humanismus“

Herzlich willkommen am Sonntag, 14. Juli, 15:00 Uhr, im Küstenmuseum Wilhelmshaven, Weserstraße 58. 

Am Sonntag wird Diplom-Soziologe Lutz Renken (49) wird den Humanismus als weltanschauliche Alternative zu den Religionen vorstellen und die herausragende Rolle der Religionsfreiheit für eine tolerante und friedliche Gesellschaft näher beleuchten. Sein Vortrag „Frieden und Toleranz im Humanismus“ findet im Rahmen der Ausstellung „Wihelmshaven glaubt. 150 Jahre religiöse Vielfalt an der Jade.“ im Küstenmuseum statt. 

Lutz Renken ist in Bad Zwischenahn aufgewachsen, wurde als Säugling getauft, als Jugendlicher konfirmiert und ist als Student aus der evangelischen Kirche ausgetreten. Als junger Familienvater ist er dann zum Humanismus gekommen, um seiner nichtreligiösen Haltung einen positiven Rahmen zu geben. 

Lutz Renken (Bild: HVD)

Der Eintritt ins Museum und für den Vortrag beträgt 7,- Euro, ermäßigt 5,- Euro. Es gibt eine Flatrate-Vortrags- und Museumskarte für alle 23 Veranstaltungen der Reihe für 22.-/17.- Euro. Anmeldung: Telefon 04421.40 09 40 oder per Mail kuestenmuseum@wilhelmshavenglaubt.de

Die Ausstellung „Wilhelmshaven glaubt.“ ist ein Projekt der AG „Religionenhaus Wilhelmshaven“ und des Demokratieprojektes „Wangerlandsofa? Hör mal zu!“ des Förderprogramms „MITEINANDER REDEN“. Sie wird gefördert von Aktion Mensch, vom Ev.-luth. Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven, dem Diakonischen Werk Friesland-Wilhelmshaven, der Dr. Buhmann Stiftung, der Ja-Wir-Stiftung und dem Rogate-Kloster Sankt Michael.

Das Rahmenprogramm „Frieden und Toleranz“ findet in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Erwachsenenbildung Niedersachsen (EEB) und der Katholischen Erwachsenenbildung Wilhelmshaven Friesland Wesermarsch e.V. (KEB) statt.

Ort: Küstenmuseum Wilhelmshaven, Weserstraße 58 | 26382 Wilhelmshaven. Eintritt: Karte für alle 21 Vortragsveranstaltungen der Reihe „Frieden und Toleranz“ zur Ausstellung (inkl. Jahreskarte für das Küstenmuseum): 22,00 € / ermäßigt 17,00 €. Einzeleintritt: Vortragsveranstaltungen / ermäßigt 7,00 € / 5,00 € (Eintritt in das Museum ist enthalten).

Ab 10. Juli: „Politikerkanzel: Was mich treibt.“ startet in der Banter Kirche Wilhelmshaven

Was treibt Menschen in die Politik? Warum tun sich Politikerinnen und Politiker ein Leben – meist mit hoher zeitlicher Belastung und großer Fremdbestimmung – an? Und wie gehen sie mit Anfeindungen um?

Die am 10. Juli in der Banter Kirche Wilhelmshaven beginnende Reihe „Politikerkanzel: Was mich treibt.“ geht der Frage nach Motivation, Engagement und der Bedeutung der Demokratie für unsere Gesellschaft nach. Zehn Politikerinnen und Politiker haben eine Einladung des Rogate-Klosters angenommen und kommen nach Wilhelmshaven. Sie nehmen sich nacheinander je einen Abend Zeit und geben in einer Andacht Auskunft über ihren Weg in die Politik, welche Erfahrungen sie in Regierungen und Parlamenten machen und wie sie mit Frustrationen umgehen.

Der Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg, Thomas Adomeit, eröffnet die Sommerreihe am Mittwoch, 10. Juli 2019. Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) ist der erste Redner auf der Politikerkanzel. Beginn 19:oo Uhr.

Drei weitere Landesminister beteiligen sich: Sozialministerin Dr. Carola Reimann (SPD), Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) und Berlins Bürgermeister und Kultursenator Dr. Klaus Lederer (Die Linke). Bundespräsident a.D. Christian Wulff ist Mitte August dabei. Die Präsidentin des Niedersächsischen Landtages, Dr. Gabriele Andretta (SPD), sowie die niedersächsischen Bundestagsabgeordneten Amira Mohamed Ali (Die Linke) und Katja Keul (Bündnis 90/Die Grünen) sprechen ebenfalls zum Thema. Ratsherr Dr. Michael von Teichman (FDP) bringt seine Sicht als Wilhelmshavener Kommunalpolitiker ein.

Politikerkanzel. Was mich treibt

Der Bischof des Katholischen Bistums der Alt-Katholiken in Deutschland, Dr. Matthias Ring, beschließt die Reihe am 11. September 2019. SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil (SPD) wird schließlich der letzte Redner der Politikerkanzel in der Banter Kirche sein.

Die liturgische Verantwortung für die Reihe tragen Kreispfarrer Christian Scheuer (Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven) und Bruder Franziskus (Rogate-Kloster). Musikalisch beteiligen sich Stadtkantor Markus Nitt, sowie die Kreiskantoren Thorsten Ahlrichs (am 10. Juli) sowie Klaus Wedel (am 17. Juli).

Der Eintritt ist frei. Es wird – zur Deckung der Kosten – eine Ausgangskollekte geben.

Im Anschluss an die Gottesdienste ins Banter Gemeindehaus eingeladen: In Kooperation mit der Evangelischen Erwachsenenbildung Niedersachsen (EEB) gibt es jeweils ein Nachgespräch.

Die Politikerkanzel ist ein Gemeinschaftsprojekt des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Friesland-Wilhelmshaven, des Rogate-Klosters Sankt Michael (Berlin/Wilhelmshaven) und des Demokratieprojekts „Wangerlandsofa? Hör mal zu!“. Die Kirchengemeinde Bant hat freundlicherweise den Veranstaltern die Nutzung von Kirche und Gemeindehaus für die Reihe angeboten.

Informationen: Politikerkanzel.de

Grußwort von Oberbürgermeister Andreas Wagner zur Ausstellung „Wilhelmshaven glaubt.“

Heute, Freitagnachmittag, eröffneten wir im Küstenmuseum Wilhelmshaven die Ausstellung „Wilhelmshaven glaubt. 150 Jahre religiöse Vielfalt an der Jade.„. Über 90 Gäste waren der Einladung in die Kultureinrichtung gefolgt.

Oberbürgermeister Andreas Wagner hat uns folgendes Grußwort anlässlich des Ausstellungsbeginns übermitteln lassen:

Unter der Regie des 2018 gegründeten Arbeitskreises „Religionenhaus“ wurde anlässlich des 150. Stadtgeburtstages ein interreligiöses Ausstellungsprojekt zum Thema religiöse Vielfalt an der Jade ins Leben gerufen. Zum Arbeitskreis, der nach dem Vorbild des Berliner Projektes „House of One“ gegründet wurde, gehören Mitglieder des Rates und der Verwaltung der Stadt Wilhelmshaven sowie Vertreterinnen und Vertreter des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Friesland-Wilhelmshaven, der römisch- katholischen Kirchengemeinde St. Willehad, der Kreisdiakonie und des ökumenischen Rogate-Klosters.

In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Erwachsenenbildung Niedersachsen und der Katholischen Erwachsenenbildung Wilhelmshaven-Friesland-Wesermarsch wurde ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm auf die Beine gestellt. Mit Vorträgen, Bildern und Kultgegenständen setzt man sich mit dem Wirken der unterschiedlichen Religionen in der 150-jährigen Stadtgeschichte und deren Rolle für das Zusammenleben in der Stadt auseinander. Zentrales Anliegen ist es, für Frieden und Toleranz zu werben und zum Abbau von Vorurteilen beizutragen. Oder, um es mit anderen Worten auszudrücken, gelebte Vielfalt der Einfalt entgegenzusetzen. Auch wenn die gesellschaftliche, kulturelle und religiöse Vielfalt zunehmend anerkannt wird, müssen sich alle Religionen nach wie vor vielfältigen Herausforderungen stellen. In Wilhelmshaven wird Vielfalt gelebt und das Miteinander gestaltet.

Hier zeigt sich einmal mehr, welch unterschiedliche Facetten sich in der Jadestadt verbergen und durch die zahlreichen Aktionen zum Stadtgeburtstag ans Licht kommen!

Ich danke allen, die zum Gelingen dieser Ausstellung beigetragen haben. In diesem Sinne wünsche ich einen guten Verlauf, viele fruchtbare Begegnungen und neue Erkenntnisse!

Andreas Wagner, Oberbürgermeister
Ausstellung „Wilhelmshaven glaubt. 150 Jahre religiöse Vielfalt an der Jade.