Rogate-Abend am Mittwoch: Rede für die Stadt von André Lachmund über „Klimaschutz als Chance für Wilhelmshaven!“

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André Lachmund (Bild: privat)

Am zweiten Abend der Sommerreihe „Rede für die Stadt“ spricht am Mittwoch, 27. Juni, André Lachmund über „Klimaschutz als Chance für Wilhelmshaven!“. Beginn in der Christus- und Garnisonkirche Wilhelmshaven, Am Kirchplatz 1, ist um 19:00 Uhr.

Lachmund studierte Studium der Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Friedens- und Konfliktforschung in Marburg und „Technologie- und Ressourcenmanagement“ an der Hochschule Köln. Bis 2017 war er in Karlsruhe Projektkoordinator für Öko-fair-soziale Beschaffung in Kirche und Diakonie bei der Evangelischen Landeskirche Baden. Seit Mai 2017 ist er Klimaschutzmanager der Stadt Wilhelmshaven.

Veranstalter der „Zehn Reden für die Stadt“ zum Stadtjubiläum Wilhelmshavens sind der Evangelisch-lutherische Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven, die Citykirche Wilhelmshaven (Christus- und Garnisonkirche) und das Rogate-Kloster Sankt Michael. Die Redenreihe soll inhaltlich den Blick richten auf Perspektiven und Entwicklungen bis zum Jahr 2050, Diskussionen anregen und Mut machen für das Engagement in der Region. Die Anprache ist Teil einer Andacht. Die Orgel spielt Stadtkantor Markus Nitt. Die Liturgie leitet Bruder Franziskus.

Der Eintritt ist frei. Am Ausgang wird eine Kollekte für die Stiftung „Diakonie am Meer“ gesammelt, die zukunftsweisende soziale Projekte in Friesland-Wilhelmshaven initiert und durchführt.

Die noch folgenden Reden für die Stadt und die Region Friesland-Wilhelmshaven:

–       Mittwoch, 4. Juli, Landtagsabgeordneter Stefan Wenzel, Minister a.D., Landkreis Göttingen. Orgel: Stadtkantor Markus Nitt.
–       Mittwoch, 11. Juli,Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen der Freien Hansestadt Bremen. Orgel: Stadtkantor Markus Nitt.
–       Mittwoch, 18. Juli, Pastorin i.R. Ursula Plote, Wilhelmshaven. Orgel: Nico Szameitat.
–       Mittwoch, 25. Juli, Landrat Sven Ambrosy, Landkreis Friesland. Orgel: Florian Bargen.
–       Mittwoch, 1. August, Ratsherr Florian Wiese, Stadt Wilhelmshaven. Orgel: Stadtkantor Markus Nitt.
–       Mittwoch, 8. August, Ratsherr Martin Ehlers, Stadt Wilhelmshaven. Orgel: Stadtkantor Markus Nitt.
–       Montag, 13. August, Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, Birgit Honé, Hannover. Orgel: Florian Bargen.  
–       Dienstag, 21. August, Diakonie-Präsident Ulrich Lilie, Berlin. Orgel: Stadtkantor Markus Nitt. Anschließend WohnzimmerXXL-Konzert mit Majanko, Soziales Kaufhaus, Banter Weg 12a, Wilhelmshaven-Bant.
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Veranstaltungsreihe ab Mittwoch: Zehn Reden für die Stadt Wilhelmshaven

Mut machen und Visionen für die Zukunft der Region Friesland-Wilhelmshaven
 
DSC_8768Ein Jahr vor dem großen 150jährigen Jubiläum der Jadestadt kommen sehr unterschiedliche Menschen zu einer „Rede für die Stadt“ in die Christus- und Garnisonkirche (Am Kirchplatz 1, Wilhelmshaven). In einem halbstündigen Vortrag sollen neue, positive Perspektiven für die die Region für das Jahr 2050 zu entwickelt werden. Was soll in über dreißig Jahren sein und was muss dafür heute passieren?
 
Die Reden drehen sich zum Beispiel um Hafenpolitik, die Zukunft Europas und vererbte Erinnerungen. Ein 17jähiger Schüler ist dabei, der sich für Respekt und das Miteinander engagiert. Eine Ministerin weiß von den Chancen regionaler Entwicklungen zu berichten. Und ein Klimamanager ist überzeugt von den Ansätzen, die bereits heute Wirkung zeigen.
 
Die Botschaft aller Rednerinnen und Redner: Menschen in Wilhelmshaven und Friesland Mut machen und für Teilhabe, das Engagement des Einzelnen und die positive Gestaltung des gemeinsamen Lebens in der Region werben.
 
RogateKl_Aushang A4_Zehn Reden_240518 KopieDie Vorträge sind eingebettet in eine kurze Andacht mit einer Lesung, einem Choral, einer zum Thema passenden Fürbitte und dem Sommerabend-Segen. Die liturgische Leitung liegt beim Citykirchenpastor Frank Morgenstern und Bruder Franziskus Aaron, der der Initiant der Reihe ist. Beginn ist jeweils um 19:00 Uhr. Die Orgel spielt bei fast allen Terminen Stadtkantor Markus Nitt.
 
Veranstalter der Sommerreihe „Zehn Reden für die Stadt“ zum Stadtjubiläum Wilhelmshavens sind der Evangelisch-lutherische Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven, die Citykirche Wilhelmshaven (Christus- und Garnisonkirche) und das Rogate-Kloster Sankt Michael.
 
Die Termine:
  • Mittwoch, 20. Juni: Jannes Wiesner, Antidiskriminierungskampagne Together, Friesland. Orgel: Stadtkantor Markus Nitt.
  • Mittwoch, 27. Juni, André Lachmund, Klimaschutzmanager der Stadt Wilhelmshaven. Orgel: Stadtkantor Markus Nitt.
  • Mittwoch, 4. Juli, Landtagsabgeordneter Stefan Wenzel, Minister a.D., Landkreis Göttingen. Orgel: Stadtkantor Markus Nitt.
  • Mittwoch, 11. Juli, Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen der Freien Hansestadt Bremen. Orgel: Stadtkantor Markus Nitt.
  • Mittwoch, 18. Juli, Pastorin i.R. Ursula Plote, Wilhelmshaven. Orgel: Nico Szameitat.
  • Mittwoch, 25. Juli, Landrat Sven Ambrosy, Landkreis Friesland. Orgel: Florian Bargen.
  • Mittwoch, 1. August, Ratsherr Florian Wiese, Stadt Wilhelmshaven. Orgel: Stadtkantor Markus Nitt.
  • Mittwoch, 8. August, Ratsherr Martin Ehlers, Stadt Wilhelmshaven. Orgel: Stadtkantor Markus Nitt.
  • Montag, 13. August, Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, Birgit Honé, Hannover. Orgel: Florian Bargen.  
  • Dienstag, 21. August, Diakonie-Präsident Ulrich Lilie, Berlin. Orgel: Stadtkantor Markus Nitt. Anschließend WohnzimmerXXL-Konzert mit Majanko, Soziales Kaufhaus, Banter Weg 12a, Wilhelmshaven-Bant.
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Ehrung: Schöneberger Verdienstmedaille 2018 für Bruder Franziskus

2018 06 08 FeierstundeBruder Franziskus Aaron RGSM, Gründungsmitglied des Rogate-Klosters und Mitglied der Rogate-Gemeinschaft, arbeitet seit über zehn Jahren ehrenamtlich im Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg und in der Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde in verschiedenen Funktionen und Ämtern.

Am Freitag, 8. Juni, wurde ihm die Verdienstmedaille des Bezirks Tempelhof-Schöneberg von Berlin verliehen. Laudator war der Superintendent des Kirchenkreises Tempelhof-Schöneberg, Michael Raddatz. Er würdigte den jahrzehntelangen Einsatz von Br. Franziskus in verschiedenen Funktionen der Kirche, bei der Gründung und im Leben des Klosters.

Im Rahmen einer Feierstunde im Rathaus Schöneberg wurden acht weitere Ehrenamtliche, die sich aufgrund ihres besonderen und nachhaltigen Engagements um die Allgemeinheit verdient gemacht haben, ausgezeichnet.

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Willkommen zu unseren öffentlichen Gottesdiensten und Veranstaltungen:

  • RogateKl_Aushang A4_Reden Stadt 2_060618 KopieMittwoch, 20. Juni 2018 | 19:00 Uhr, Rede für die Stadt – von Jannes Wiesner, Antidiskriminierungskampagne Together, Friesland. Ort: Christus- und Garnisonkirche, Am Kirchplatz 1, Wilhelmshaven.
  • Mittwoch, 27. Juni | 19:00 Uhr, Rede für die Stadt – von André Lachmund, Klimaschutzmanager der Stadt Wilhelmshaven. Orgel: Stadtkantor Markus Nitt. Ort: Christus- und Garnisonkirche, Am Kirchplatz 1, Wilhelmshaven.
  • Mittwoch, 4. Juli | 19:00 Uhr, Rede für die Stadt – vom Landtagsabgeordneten Stefan Wenzel, Minister a.D., Landkreis Göttingen. Orgel: Stadtkantor Markus Nitt. Ort: Christus- und Garnisonkirche, Am Kirchplatz 1, Wilhelmshaven.
  • Mittwoch, 11. Juli | 19:00 Uhr, Rede für die Stadt – von Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen der Freien Hansestadt Bremen. Orgel: Stadtkantor Markus Nitt. Ort: Christus- und Garnisonkirche, Am Kirchplatz 1, Wilhelmshaven.
  • Freitag, 20. Juli 2018 | 19:30 Uhr, ökumenischer Eröffnungsgottesdienst zum 26. Lesbisch-schwulen Stadtfest Berlin 2018. Ort: Zwölf-Apostel-Kirche. Predigt: Prof. Dr. Traugott Roser, Münster. Thema: Trost. Orgel: Kantor Christoph Hagemann (Zwölf-Apostel-Gemeinde). Chor: Männer-Minne, Schwuler Männerchor Berlin. Zusammen mit der Alt-katholischen Gemeinde Berlin. Mitwirkende: Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (Tempelhof-Schöneberg), Gemeindepastorin Dagmar Wegener (Baptisten Schöneberg), Superintendent Michael Raddatz (Evangelischer Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg), Geschäftsführer Jörg Steinert (Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg) und Pfarrer Burkhard Bornemann (Zwölf-Apostel-Gemeinde). Ministranten: Michaela Abromeit, Claudia Hackel, Uta Willers-Urban und Andrea Fleischer. Begrüßung: Melanie Hochwald. Anschließend Beisammensein im Seitenschiff und vor der Kirche, es gibt einen Getränkestand (Team Ariane Schütz & Klaus Borrmann).
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House-of-One-Idee: „Religion und Glaube gehören mitten in die Gesellschaft“

Begrüßungsrede von Kreispfarrer des Kirchenkreises Friesland-Wilhelmshaven, Christian Scheuer, bei der gestrigen Veranstaltung „Vorbild House of One – ein Projekt für Wilhelmshaven?“ im Gemeindehaus der Christus- und Garnisonkirche Wilhelmshaven:

Ein Haus baut man immer zweimal: Einmal im Kopf und einmal mit den Händen.

In Berlin nimmt das Haus schon konkrete Formen an. 2019 soll es mitten in Berlin gebaut werden, auf dem Petriplatz, das „House of One“, drei Gotteshäuser in einem für die großen montheistischen Buchreligionen. Seit acht Jahren wurde daran in Berlin geplant und darüber nachgedacht.

So lange muss es hier bei uns nicht dauern. Aber der Entwicklungszeitraum der Berliner Pioniere zeigt, in welchem Stadium wir uns gerade befinden: Zuerst einmal muss so ein besonderes Haus in den Köpfen entstehen. Die Idee muss sich einpflanzen, Begeisterung geteilt, Sorgen und Nöte ernstgenommen und Machbarkeiten geprüft werden. Nicht zuletzt ist es eine theologische Frage, ob wir Gottesdienste verschiedener Religionen unter einem Dach für denkbar halten.

Für denkbar halten, darum geht es uns heute Abend. In einen Dialog eintreten, einen Weg beginnen und sehen, wohin er führen kann?

Dazu ist es gut, welche zu haben, die losgehen, den Anfang machen. Das sind bei uns Bruder Franziskus vom ökumenischen Rogate-Klosters in Berlin, der die Idee mit nach Wilhelmshaven brachte. Und Jannes Wiesner, Jugendparlamentarier aus Friesland, der sich dem interreligiösen Dialog verschrieben hat und dazu bereits verschiedene, sehr beachtete Gesprächs- und Begegnungsabende, u.a. im Schloss Jever veranstaltet hat. Ein herzliches Dankeschön an beide für ihre außergewöhnliche Initiative.

Und es ist gut, kompetente Wegbegleiter zu haben, die wissen, wie man ans Ziel kommen könnte. Das ist bei uns der Verwaltungsdirektor der House-of-One-Stiftung Berlin, Herr Roland Stolte, der extra zu uns gereist ist, um das Projekt vorzustellen und mit uns zu fragen, ob so etwas nur in Berlin geht oder nicht auch bei uns. Herzlichen Dank für Ihren Besuch und Ihre Expertise!

Und es ist gut, möglichst viele Mitdenker- und Mitdenkerinnen zu haben, die bereit sind, einen ersten Schritt mitzugehen, eigene Erfahrungen, Ermutigendes, Bedenkliches ins Gespräch zu bringen. Das sind Sie, liebe Gäste und Besucherinnen dieses Abends. Schön, dass Sie da sind. Unter Ihnen sind auch offizielle Vertreter und Vertreterinnen der Religionsgemeinschaften. Sie werden sehen, zu diesem Zeitpunkt noch nicht aus allen Religionsgemeinschaften. Aber das Gespräch beginnt ja just erst und wenn der Weg weitergeht, muss und wird er sehr rechtzeitig sicherlich auch zu den Religionsgemeinschaften im einzelnen führen, um genauer miteinander ins Gespräch zu kommen. Sie, die sie da sind, werden im Laufe des Abends noch vorgestellt und ich danke Ihnen für Ihr Interesse und Ihre Offenheit. Hinzu kommt Petra Busemannvon der Ev. Familien-Bildungsstätte, die unser heutiges Thema mit in eine neue Reihe von sechs Fortbildungseinheiten unter dem Titel „NAVI“ für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit aufnimmt.

Abschließend noch ein Wort zur Motivation des Kirchenkreises Friesland-Wilhelmshaven, sich für die Idee des House-of-One stark zu machen:

In Zeiten, in denen wieder vermehrt Barrieren aufgerichtet werden, oft im Namen und mit Verweis auf die Religionen, so dass sich einige bemüßigt fühlen von Amts wegen das Aufhängen von Kreuzen zu verordnen, während die anderen so vehement, wie es mir noch nicht begegnet ist, alle religiösen Symbole und Praktiken aus dem öffentlichen Leben zu entfernen, suchen wir nach einem dritten Weg: Religion und Glaube gehören nicht in Nischen und abgedunkelte Ecken, wo sie sich radikalisieren und fanatisieren. Sie gehören als Teil der Gesellschaft mitten in die Gesellschaft, wo sie am besten ihrem Grundanliegen nachkommen, indem sie gemeinsam Frieden stiften.

Wir möchten an einer solch versöhnten Vielfalt auch und gerade hier in unserer Stadt mit ihrem Umland bauen und laden deshalb alle Menschen friedlicher Gesinnung dazu ein, daran voller Hoffnung und Liebe mitzubauen. Heute noch im Kopf, bald vielleicht schon mit den Händen.

Friede sei mit uns, wenn wir uns jetzt begegnen und unsere Gedanken austauschen.

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Willkommen zu unseren öffentlichen Gottesdiensten und Veranstaltungen!

  • RogateKl_Aushang A4_Reden Stadt 2_060618 KopieMittwoch, 20. Juni 2018 | 19:00 Uhr, Rede für die Stadt – von Jannes Wiesner, Antidiskriminierungskampagne Together, Friesland. Ort: Christus- und Garnisonkirche, Am Kirchplatz 1, Wilhelmshaven.
  • Mittwoch, 27. Juni | 19:00 Uhr, Rede für die Stadt – von André Lachmund, Klimaschutzmanager der Stadt Wilhelmshaven. Orgel: Stadtkantor Markus Nitt. Ort: Christus- und Garnisonkirche, Am Kirchplatz 1, Wilhelmshaven.
  • Mittwoch, 4. Juli | 19:00 Uhr, Rede für die Stadt – vom Landtagsabgeordneten Stefan Wenzel, Minister a.D., Landkreis Göttingen. Orgel: Stadtkantor Markus Nitt. Ort: Christus- und Garnisonkirche, Am Kirchplatz 1, Wilhelmshaven.
  • Mittwoch, 11. Juli | 19:00 Uhr, Rede für die Stadt – von Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen der Freien Hansestadt Bremen. Orgel: Stadtkantor Markus Nitt. Ort: Christus- und Garnisonkirche, Am Kirchplatz 1, Wilhelmshaven.
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Rogate-Abend: Das House of One in Berlin – eine Projekt für Wilhelmshaven?

„Unsere Welt braucht dringender denn je Orte des Friedens. Orte, an denen wir lernen, in unserem „einen Welthaus“ gemeinsam zu leben, wie Martin Luther King einst in Berlin sagte. Juden, Christen und Muslime haben sich deshalb in Berlin auf den Weg gemacht, für eine Verständigung unter den Religionen ein völlig neuartiges, zukunftsweisendes Sakralgebäude gemeinsam zu planen, zu bauen und mit Leben zu füllen.

Religionen in ihrem Kult und im Austausch mit Wissenschaften, Kunst und Kultur können eine Bereicherung sein – allen Gräueltaten, die unter Berufung auf die Religionen begangen werden, ein Modell eines friedvollen Miteinanders entgegensetzend.“ Projektbeschreibung House of One, Berlin

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In Berlin werden Juden, Muslime und Christen miteinander ein großes Haus bauen, das „House of One“. Darin soll es eine Synagoge, eine Moschee und eine Kirche geben. Zwischen den Gebäudeteilen wird es gemeinsam genutzte Räume zum Lernen und zur Begegnung geben.

Die Errichtung des Berliner House of One wurde von der Basis her angestoßen. Eine evangelische Kirchengemeinde, von der die Initiative ausging, eine Jüdische Gemeinde, im Verbund mit einem Rabbinerseminar, und eine muslimische Dialoginitiative haben sich gemeinsam auf diesen Weg gemacht.

Konzept-Verwaltungsdirektor Roland Stolte aus Berlin wird am Montag, 4. Juni, im Gemeindehaus der Christus- und Garnisonkirche Wilhelmshaven, Kirchplatz 1, die Idee vorstellen.  Mit Vertreterinnen und Vertretern von Religionen und Konfessionen soll anschließend überlegt werden, ob ein „Drei-Religionen-Haus“ eine Projekt für Friesland und Wilhelmshaven sein könnte. Beginn ist um 19 Uhr.

_DSC6954-House of One - Roland Stolte (C) Klemens RennerWillkommen: Montag, 4. Juni 2018 | 19:00 Uhr, Rogate-Abend: „Vorbild House of One in Berlin – eine Idee für Wilhelmshaven?“. Der Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven, die Evangelische Familien-Bildungsstätte und das Rogate-Kloster St. Michael laden zu der Veranstaltung ein, die von Jannes Wiesner und Br. Franziskus Aaron geleitet wird. Kreispfarrer Christian Scheuer wird den Abend eröffnen.

Ort: Gemeindehaus der Christus- und Garnisonkirche, Am Kirchplatz 1, Wilhelmshaven.

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Fünf Fragen an: Stefan Wenzel, MdL Niedersachsen

Fünf Freitagsfragen an Stefan Wenzel, Mitglied des Landtages von Niedersachsen, über die Symbiose des Menschen mit der Pflanzen- und Tierwelt, die Notwendigkeit einer Weltverfassung und eine Ethik des Fleischkonsums.

Stefan Wenzel MdL

Stefan Wenzel (Bild: Grüne Fraktion)

Stefan Wenzel ist in Dänemark geboren und in Niedersachsen aufgewachsen. Er hat in Göttingen Agrarökonomie studiert, hat sich lange für ein Ende der Nutzung von Atomenergie engagiert und war fast fünf Jahre Umweltminister in Niedersachsen.

Rogate-Frage: Herr Abgeordneter Wenzel, wie dramatisch ist das Insekten- und Vogelsterben in Niedersachsen und welche Auswirkungen hat es?

Stefan Wenzel: Es gibt sehr wenige Untersuchungen. Die beste Untersuchung ist derzeit eine Studie von Wissenschaftlern aus Krefeld, die fast 30 Jahre lang Beobachtungen angestellt haben. Die Studie wurde auch im Wissenschaftsjournal Plus One veröffentlicht. Ergebnis sind Rückgänge bei den Insektenmenge von etwa 70 Prozent. Das sind dramatische Zahlen. Deshalb hat Niedersachsen eine Expertengruppe eingesetzt und die Umweltministerkonferenz hat die Bundesregierung gebeten zu handeln. Insekten sind die Tierart mit den allermeisten Tierarten. Sie haben eine essentielle unverzichtbare Bedeutung für die Bestäubung von Wild- und Nahrungspflanzen. Sie sind aber beispielsweise auch unverzichtbar für den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit. Ohne Insekten kann der Mensch nicht überleben. Er lebt in einer Symbiose mit der Pflanzen- und Tierwelt und ist ein Teil des Ganzen.

Rogate-Frage: Was sind die Ursachen für diese dramatische Entwicklung und wer trägt die Schuld?

Stefan Wenzel: Die Ursachen sind noch umstritten. Deshalb soll das sogenannte Monitoring der Arten und die Forschung vorangetrieben werden. Wir können mit Gegenmassnahmen aber nicht warten, bis in einigen Jahren eindeutige Forschungsergebnisse vorliegen. Deshalb müssen wir auch dort ansetzen, wo eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass Massnahmen helfen. Das betrifft eine massive Reduzierung des Einsatzes von Insektiziden, Herbiziden und Fungiziden im Landbau. Die Beendigung der Überdüngung, die ohnehin dem Grundwasser schadet. Eine sehr extensive Weidehaltung auf den sogenannten Greening-Flächen der Bauern. Die Renaturierung der Bäche, Flüsse und Stillgewässer. Die drastische Reduzierung von künstlichen Lichtquellen in der Nacht. Auch die Energiewende ist sehr wichtig. Schnelle Klimaveränderungen können das Artensterben beschleunigen.

Rogate-Frage: Mikroplastik und riesige Teppiche von Müll in den Meeren, kaum intakte Flüsse und Bäche in Deutschland, Artensterben, Nitrat im Grundwasser…. Können wir die Entwicklung noch aufhalten?

Stefan Wenzel: Der wichtigste Schritt ist zu erkennen was ist. Da sind wir weltweit vorangekommen: Von „Laudato si2 bis zum Pariser Klimaabkommen und den UN Nachhaltigkeitszielen. Derzeit erleben wir das letzte Aufbäumen der alten Öl- und Kohlewelt. Auch die Atomkraft ist wirtschaftlich tot. Wer daran fest hält, will die Bombe. Deshalb brauchen wir ein globales Governance System und eine Weltverfassung.

Rogate-Frage: Was können wir als Bürger und Konsumenten konkret für die Umwelt und eine Verbesserung der Situation von Flora und Fauna tun?

Stefan Wenzel: Das Klimaabkommen wäre ohne die Best practice Beispiele der Bürgerinnen und Bürger, der Kommunen und den Druck der gesamten Zivilgesellschaft nicht gekommen. Das gilt ebenso auf vielen anderen Feldern. Wichtig ist, Mut zu machen beim konkreten Handeln und die eigene Kraft und deren Wirkung zu erkennen.

Rogate-Frage: Wie sinnvoll ist in ökologischer Hinsicht der Verzicht auf Fleisch und tierische Produkte?

Stefan Wenzel: Der Verzicht oder die Reduzierung ist ein zentraler Punkt für eine gute Zukunft. Ein sehr großer Teil der Weltagrarflächen wird für Fleischproduktion genutzt. Dafür wurden viel zu viele Wälder abgeholzt. Urwälder zerstört. Für mich ist Fleischkonsum auch eine ethische Frage. Tiere sind Geschöpfe, die diesen Planeten mit uns gemeinsam bewohnen.

Rogate: Vielen Dank, Herr Wenzel, für das Gespräch.

Weitere Freitagsfragen – und Antworten – finden Sie hier: Rogatekloster.de

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Kommende Rogate-Gottesdienste und Termine:

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Interreligiöses Zusammenleben: Das Berliner House of One – eine Idee für Wilhelmshaven?

_DSC9582-HoO Geistliche mit Ziegelstin (C) KlemensRennder_web

Die Geistlichen des Berliner House of One (Bild: Klemens Renner).

In Berlin werden Juden, Muslime und Christen miteinander ein großes Haus bauen, das „House of One„. Darin soll es eine Synagoge, eine Moschee und eine Kirche geben. Zwischen den Gebäudeteilen wird es gemeinsam genutzte Räume zum Lernen und zur Begegnung geben.

Konzept-Verwaltungsdirektor Roland Stolte aus Berlin wird am Montag, 4. Juni, im Gemeindehaus der Christus- und Garnisonkirche Wilhelmshaven, Kirchplatz 1, die Idee vorstellen.  Mit Vertreterinnen und Vertretern von Religionen und Konfessionen soll anschließend überlegt werden, ob ein „Drei-Religionen-Haus“ eine Projekt für Friesland und Wilhelmshaven sein könnte. Beginn ist um 19 Uhr.

_DSC6954-House of One - Roland Stolte (C) Klemens Renner

Roland Stolte (Bild: Klemens Renner)

Der Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven, die Evangelische Familien-Bildungsstätte und das Rogate-Kloster St. Michael laden zu der Veranstaltung ein, die von Jannes Wiesner und Bruder Franziskus Aaron geleitet wird. Kreispfarrer Christian Scheuer wird den Abend eröffnen. Weitere Informationen: dreireligionenhaus.de

Termin: Montag, 19:00 – 21:00 Uhr, Gemeindehaus, Christus- und Garnisonkirche, Am Kirchplatz 1, Wilhelmshaven

Bild oben mit den Berliner Geistlichen, Pfarrer Gregor Hohberg, Rabbi Andreas Nachama und Imam Kadir Sanci.

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