Fünf Fragen an: Pastor Christoph Römhild, Bundesweite Kirchen-App

Fünf Freitagsfragen an Christoph Römhild, ehemaliger Leiter der „Bundesweiten Kirchen-App“, über mobil-digitale Zugänge zur Kirche und Ulli die Eule.

Pastor Christoph Römhild

Pastor Christoph Römhild (Bild: privat)

Gesprächspartner ist Pastor Christoph Römhild. Er war Leiter des EKD-Projekts „Bundesweite Kirchen-App“ und hat sie aufgebaut. Er studierte in Berlin, London (am jüdischen Leo-Baeck-College) und Hamburg. Der Theologe arbeitete bereits hauptberuflich als Programmierer. Fünf Jahre war er Gemeindepastor in Hamburg und danach fünf Jahre im Kirchenamt der EKD. Seit März 2016 arbeitet Christoph Römhild als Referent im Auswärtigen Amt in Berlin.

Rogate-Frage: Herr Pastor Römhild, was ist die Kirchen-App?

Christoph Römhild: Erstmals sind bundesweit evangelische Kirchen bundesweit in einer mobilen Anwendung erfasst. Die Software-Anwendung richtet sich an Touristen und kunsthistorisch und architektonisch Interessierte. Neben den Programmen für das Betriebssystem Android und das Apple Betriebssystem iOS kann man die Kirchen auch als Online-Angebot im normalen Browser erkunden. Auch katholische Kirchen und evangelische Auslandsgemeinden sind weltweit erfasst.

Rogate-Frage: Wie kam es zu der Idee?

Christoph Römhild: Ausgangspunkt der Kirchen-App war der Wunsch, für Touristen an jedem Ort Informationen über das Gebäude und die Kirchengemeinde zur Verfügung zu stellen. Durch die begeisterte Rückmeldung der Gemeinden und Testnutzer ist dieser Ansatz nun so erweitert worden, dass hier ein digitaler Bildband entsteht, den unterwegs oder zuhause zu verwenden ein Genuss ist. Interessierte und Kirchenfans können sich durch die App Kirchen in ihrem kulturellen und spirituellen Reichtum erschließen und zu genießen – gleichsam ein Hochglanz Reiseführer für Tablet und Smartphone. Denn die Kirchen sind Schätze. Gerade im Blick auf das Reformationsjubiläum 2017 zeigt die Kirchen-App so den Reichtum und Schönheit der Reformation.

Der Öffentlichkeit wurde die Kirchen-App im Januar 2015 auf der Tourismusmesse CMT in Stuttgart durch die Reformationsbeauftragte der EKD, Margot Käßmann, vorgestellt. Hier wurde ein Magazin der Reformationsorte Baden-Württemberg vorgestellt, dessen Kirchen mit Audioguide und zum Teil Videos in die Kirchen-App einflossen. Zuletzt erhielt die Kirchen-App einen Preis als „Ausgezeichneter Ort 2015“ im Wettbewerb „Deutschland – Land der Ideen“. Die vom Bundespräsidenten unterzeichnete Urkunde wurde auf der EKD-Synode 2015 in Bremen feierlich übereicht.

Rogate-Frage: Was sind Bestandteile der App?

Christoph Römhild: Zunächst sieht man eine Deutschlandkarte, auf der gelbe und rote Pins zu sehen sind. Dabei steht ein gelber Stecknadelkopf für eine Kirche mit Datenblatt. Hier kann man ein Außenfoto sehen und die Adresse, Telefonnummer, Website und so weiter finden.

Die roten Pins stehen für Kirchen, die zusätzlich einen Audioguide oder Video besitzen; hier kann in einem Grundriss eine Station wie der Taufstein oder die Kanzel angeklickt werden und man hört oder liest einen Text über diese Station. So wird die Kirche mit ihren Schätzen geistlich erschlossen. Auch Videos sind teilweise vorhanden.

Rogate-Frage: Woher bekommt die Kirchen-App ihre Kirchen?

Christoph Römhild: Die Kirchen-App stellt strukturell eine Querschnittsaufgabe dar, da in den landeskirchlichen Datenbanken Liegenschaftsdaten, touristische Daten und Daten des Meldewesens zusammen fließen müssen, die dann in der Kirchen-App dargestellt werden. Die Kirchen-App erschließt damit die Kirchengebäude der Landeskirchen bundesweit; in den letzen zwölf Monaten wuchs die Zahl der Kirchen von rund 30 auf über 6.000, worunter sich auch Auslandsgemeinden befinden.

Die Kirchen bekommen die Kirchen-App-Datenbank in der Regel über landeskirchliche Datenbanken, die jede Nacht automatisiert abgefragt werden. Einige Landeskirchen benutzen auch direkt unsere Kirchen-App-Eingabemaske. Kirchengemeinden, die sich noch einbringen möchten, wenden sich bitte an ihre Landeskirche. Die Daten finden Sie hier. Kirchengemeinden, die einen Audioguide haben möchten, wenden sich bitte zunächst per Mail an info@kirchen-app.de.

Rogate-Frage: Was ist persönlich ihre Lieblingskirche?

Christoph Römhild: Mir gefällt besonders eine Kirchenführung für Kinder. Ulli, die Eule, führt die Kinder mit Eulenstimme durch die Kirche St. Nicolai in Mölln. Die Illustrationen, die Texte und die Eulenstimme sind wunderbar! Die Führung ist durch eine Kooperation mit dem Hamburger Verlag „Monumente und Menschen“ zugleich als Heft erschienen. Es gibt einfach viel zu entdecken in der Kirchen-App und wir wünschen dabei viel Freude!

Rogate: Vielen Dank, Herr Pastor Römhild, für das Gespräch.

Weitere Freitagsfragen – und Antworten – finden Sie hier: Rogatekloster.de

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Willkommen zu unseren nächsten öffentlichen Gottesdiensten in der gastgebenden Zwölf-Apostel-Kirche, An der Apostelkirche 1, 10783 Berlin-Schöneberg:

  • Dienstag, 10. Mai 16 | 19:00 Uhr, VESPER, das Abendgebet
  • Rogate Kl_Aushang_Ökum Eucharistie_080316 KopieDonnerstag, 12. Mai 16 | 19:30 Uhr, KOMPLET, das Nachtgebet
  • Dienstag, 17. Mai 16 | 19:00 Uhr, VESPER zu Pfingsten, das Abendgebet
  • Freitag, 24. Juni 2016 | 19:00 Uhr, Eucharistie zum Johannistag, mit Dekan Ulf-Martin Schmidt, Pfarrer der Alt-Katholischen Gemeinde Berlin. Orgel: Manuel Rösler.
  • Freitag, 15. Juli 2016 | 19:30 Uhr, Eröffnungsgottesdienst zum 24. Lesbisch-schwulen Stadtfest des Regenbogenfonds. Predigt: Oberkonsistorialrätin Dr.  Christina-Maria Bammel. Mit Angelika Schöttler, Bezirksbürgermeisterin Tempelhof-Schöneberg, Dekan Ulf-Martin Schmidt, Pfarrer der Alt-Katholischen Gemeinde Berlin, Christoph Hagemann, Kreiskantor Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg, Pfarrer Burkhard Bornemann, Zwölf-Apostel-Kirche, MdB Volker Beck, Bündnis 90/Die Grünen, Pfarrerin Anna Trapp, Wunderblutkirche Bad Wilsnack, Geschäftsführer Jörg Steinert, Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg.
  • Sonntag, 7. August 2016 | 10:00 Uhr, Eucharistie
  • Sonntag, 4. September 2016 | 10:00 Uhr, Eucharistie zum Diakonie-Sonntag „Barmherzigkeit: Größer als unser Herz“, mit einer Ausstellungseröffnung
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